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Trägheitsmoment am konkreten Beispiel
 
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ZottelMD



Anmeldungsdatum: 27.08.2020
Beiträge: 9

Beitrag ZottelMD Verfasst am: 25. Feb 2021 17:21    Titel: Trägheitsmoment am konkreten Beispiel Antworten mit Zitat

Huhu ich habe noch einmal eine Frage zu einer ganz bestimmten Anordnung. Ich bearbeite immernoch meinen Leistungsprüfstand ´. Das DUT überträgt die Antriebskraft außermittig auf die Antriebsachse nach dem folgenden Prinzip (vgl. Abb. "Hinterachse_1.png" i. A.):

offtopic:
### Bild aus externem Link als Anhang eingefügt. Bitte keine externen Links verwenden, die sind irgendwann ungültig. Steffen
### -> alles klaro hatte nur irgendwie sowas in den FAQs nachgeschlagen und dacht' das würde so laufen. dann werd ich das Bild nochmal neu anhängen, weil das dann nicht mehr runterskaliert sein sollte und man wieder was lesen kann, wenn mans groß macht. Ich danke für den Hinweis

ontopic:
Entsprechend der Abbildung, wird die Antriebskraft durch ein Kettenrad dezentral in die Hinterachse / Antriebsachse eingebracht. Würde die Hinterachse in der Lufthängen und würde man Vollgas geben, so würde ich erwarten:
- dass die aufgebrachte Beschleunigungskraft, welche in Summe am Kettenrad übergeben wird zum Mehranteil zum Beschleunigen des linken Achabschnittes benötigt wird, da dieser länger ist, noch eine Bremsscheibe enthält und somit ein höheres Trägheitsmoment aufweis.



da starre Antriebsachse ohne Differential:

und somit:


Flansche/Schraube ich nun an beide Radnaben noch die Hinterräder dran, geht würde man intuitiv denken, es verschiebt das Gewicht zueinander nicht, aber: ..


und somit:

analog für die rechte Achshälfte.
Ein Anflanschen von links und rechts der gleichen zusätzlichen Schwungmassen bewirkt also dennoch eine Veränderung der Momentaufteilung.

Der Anwedungsfall des Aufbaus wird wiegesagt ein Leistungsprüfstand sein. Ich muss die Hinterräder demontieren, die Antriebsachse zwischen zwei Servomotoren einspannen und mit den Servos noch die Last simulieren, die bei Fahrten auf dem Prüfstand im Vergleich zu draußen-Fahrten noch fehlt.
Konkret sind das z. B.
- Windwiderstand
- Rollwiderstand
- Steigungswiderstand
- innere Reibung durch die draußenvorhandene Drehbewegung/Rollbewegung in den Kugellagern der Räder
- translatorischen Beschleunigungswiderstand
- auf dem Prüfstand fehlender rotatorische Beschleunigungswiderstand der demontierten Hinterräder und mittrollenden, nicht angetriebenen Vorderräder

Durch Ausrollmessungen kann ich die Wind-, Roll- und Steigwiderstände nur zusammen bestimmen und substituiere das mit


Den translatroischen Anteil und den kleinen fehlenden rotatorischen Anteil berechne ich mit


Jetzt ist die Frage:
Entsprechend der Überlegungen von oben mit dem angeluften Rad, wie teilt sich während der Fahrt und somit auch auf dem Prfstand die Belastung auf.
Nehmen wir an, ich berechne mit der letzten Formel den Wert 100 Nm, die ich simulieren muss, dann würde ich mit gern sicher sein, wieviel last ich auf dem linken und wie viel Last ich auf dem rechten geben muss. Das Gleichgewicht, was aus der ersten Überlegung heraus resultiert (nur die Betrachtung der Achsabschnitte mit demontierten Rädern) kann nicht zum Zielführen, weil ja theoretisch eben genau noch Räder und sich irgendwie aufteilendes translatorisches Beschleunigungsmoment hinzukommen würden, die das einfache Gleichgewicht wieder verschieben

Ich hoffe man versteht mich und danke im Voraus =)



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