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Drehimpuls eines Elektrons
 
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Whoops



Anmeldungsdatum: 03.01.2013
Beiträge: 6

Beitrag Whoops Verfasst am: 03. Jan 2013 10:57    Titel: Drehimpuls eines Elektrons Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo,

wie kann ich mir den Drehimpuls eines Elektrons vorstellen?


Meine Ideen:
Kann ich mir das so vorstellen, dass das Elektron sich um sich selbst dreht?
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 14065

Beitrag TomS Verfasst am: 03. Jan 2013 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

der Spin ist eine Eigenschaft, die man sich nicht vorstellen kann
_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
Chillosaurus



Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 2440

Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 03. Jan 2013 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

Du kannst dir den Bahndrehimpuls des Elektrons wie einen klassischen Drehimpuls vorstellen. Das Elektron bewegt sich in diesem Bild in ellyptischen Bahnen um eine positive Ladung. Aber Vorsicht: übe den genauen Ort oder die genaue Bewegungsrichtung kann man keine Aussage treffen!
D2



Anmeldungsdatum: 10.01.2012
Beiträge: 1723

Beitrag D2 Verfasst am: 03. Jan 2013 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
der Spin ist eine Eigenschaft, die man sich nicht vorstellen kann

Warum so kategorisch? Alles läst sich vorstellen.
Frage ist ob diese Vorstellung eine Hilfe oder ein Hindernis ist.
"Der Unterschied zu den „normalen“ Drehungen im dreidimensionalen Raum liegt darin, dass die vom Spinoperator erzeugte Drehung mit dem Drehwinkel 360° nicht durch die Einheitsmatrix wiedergegeben wird...
Erst eine 720°-Drehung bringt wieder denselben Zustandsvektor hervor."
http://de.wikipedia.org/wiki/Spins

_________________
Lösungen gibt es immer, man muss nur darauf kommen.


Zuletzt bearbeitet von D2 am 03. Jan 2013 20:05, insgesamt einmal bearbeitet
frustudent
Gast





Beitrag frustudent Verfasst am: 03. Jan 2013 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Warum so kategorisch? Alles läst sich vorstellen.


Solch einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gehört. Hier ein paar Gegenbeispiele:

Stell dir eine 9 dimensionale und eine 10 dimensionale Einheitskugel vor. Kannst du beides nicht.
Bei einer n-dimensionalen Einheitskugel wird wird ab der 5. Dimension das Volumen immer kleiner, je mehr Dimensionen hinzukommen.
Sag mir Bescheid, wenn du dir das vorstellen kannst.

Wie stellst du dir ein Elektron vor? Als eine Kugel kannst du es dir nicht vorstellen, genauso wenig wie als ein Punkt. Einem Elektron eine Farbe zuzuordnen ist unmöglich. Was soll dann ein Elektron bei dir sein?

Noch besser: Photonen, da diese sich immer mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Wie soll denn ein Photon aussehn und wie "sieht" das Photon das Universum aus "seiner" Sicht? Unvorstellbar!

Und was willst du mit dem Wikipedia-Ausschnitt? Weisst du was ein Spinoperator ist?
Du darfst dir nicht vorstellen, dass du dein Experiment um 360° drehst und plötzlich hat das Elektron einen Spin mit anderem Vorzeichen. Dem ist nicht so.

In der Physik kann man sich die meisten Sachen nicht vorstellen.

Nun zur Fragestellung:

Einen Spin kann man sich nicht vorstellen. Es ist einfach eine Eigenschaft von Teilchen, die sich mathematisch wie ein Drehimpuls verhält.

Ein Bahndrehimpuls dagegen kann man sich, wie Chillosaurus schon erwähnt hat vorstellen.
D2



Anmeldungsdatum: 10.01.2012
Beiträge: 1723

Beitrag D2 Verfasst am: 03. Jan 2013 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hier zu antworten finde ich unangemessen, aber mit deinem Erlaubnis werden
deine Fragen und meine Vorschläge in ein anderes Thema reinkopiert.

_________________
Lösungen gibt es immer, man muss nur darauf kommen.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 01. Feb 2013 07:12    Titel: Re: Drehimpuls eines Elektrons Antworten mit Zitat

Whoops hat Folgendes geschrieben:
wie kann ich mir den Drehimpuls eines Elektrons vorstellen?
...
Kann ich mir das so vorstellen, dass das Elektron sich um sich selbst dreht?

Vorsicht mit der Benennung:
Der (Bahn)Drehimpuls ist einfach wie in der klassichen Physik.


Der (Eigen)Drehimpuls(=Spin) hingegen ist eine quantenmechanische Eigenschaft eines Teilchens. Man kann es sich *vorstellen*, als ein rotierendes Teilchen, weil gewisse mathematischen Eigenschaften dieselben sind. Der Ursprung liegt jedoch in der Lorentzinvarianz unseres Universums (=die SRT ist gültig), der zufolge eine QM-Beschreibung eines jeden Teilchens dazu führt, dass es eine zusätzliche Eigenschaft haben muss, die wir Spin nennen.

Kurz: QM + SRT => Teilchen haben Spin (der für einige auch Null sein kann).


Zuletzt bearbeitet von jh8979 am 28. Apr 2013 21:29, insgesamt einmal bearbeitet
##
Gast





Beitrag ## Verfasst am: 01. Feb 2013 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Der Spin lässt sich leicht verstehen, wenn das Weltbild der theoretischen Physiker von 1940 zugrunde gelegt wird (ART ist, wegen fehlender Energieerhaltung und mangels eindeutiger Beweise nicht anerkannt.):

Der Spin folgt aus der Rotationsbewegung einer elektrischen Quelle. Dabei verteilt sich die Energiedichte (~Masse) etwa auf einer Kreisfläche mit dem Spinradius, welcher proportional zur Materiewelle ist.
Uriezzo



Anmeldungsdatum: 15.09.2011
Beiträge: 281
Wohnort: Großostheim

Beitrag Uriezzo Verfasst am: 01. Feb 2013 13:37    Titel: Re: Drehimpuls eines Elektrons Antworten mit Zitat

jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Der Ursprung liegt jedoch in der Lorentzinvarianz unseres Universums (=die SRT ist gültig), der zufolge eine QM-Beschreibung eines jeden Teilchens dazu führt, dass es eine zusätzliche Eigenschaft haben muss, die wir Spin nennen.


Hm. Ich habe schon öfter das Argument gehört, das der Spin aus der Lorentzinvarianz unseres Universums folgt. Aber kann man das wirklich so sagen?

In der relativistischen QM/QFT ist es doch lediglich so, dass der Spin eines Teilchens keine zusätzlichen, internen Freiheitsgrade mehr benötigt, sondern vollkommen aus dem Transformationsverhalten eines Teilchens in der Raumzeit bestimmt ist.

Das alleine ist auf der anderen Seite nun nicht unbedingt so verwunderlich, wie oft getan wird; denn - ohne den Spin mit einem klassischen Drehimpuls gleichsetzen zu wollen - dasselbe trifft in der klassischen Mechanik auf jeden Eigendrehimpuls eines ausgedehnten Körpers gleichfalls zu. Insofern würde ich eher sagen, dass das Verhalten von Teilchen/Feldern auf der Ebene der QFT ein zusätzlicher Beleg für die Gültigkeit der SRT ist, aber nicht dass die Existenz des Spins daraus folgt.
Uriezzo



Anmeldungsdatum: 15.09.2011
Beiträge: 281
Wohnort: Großostheim

Beitrag Uriezzo Verfasst am: 01. Feb 2013 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

## hat Folgendes geschrieben:
Der Spin lässt sich leicht verstehen, wenn das Weltbild der theoretischen Physiker von 1940 zugrunde gelegt wird (ART ist, wegen fehlender Energieerhaltung und mangels eindeutiger Beweise nicht anerkannt.):

Der Spin folgt aus der Rotationsbewegung einer elektrischen Quelle. Dabei verteilt sich die Energiedichte (~Masse) etwa auf einer Kreisfläche mit dem Spinradius, welcher proportional zur Materiewelle ist.


Ist das ein ernst gemeinter Post?
Chillosaurus



Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 2440

Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 01. Feb 2013 14:56    Titel: Re: Drehimpuls eines Elektrons Antworten mit Zitat

Uriezzo hat Folgendes geschrieben:
[...] Hm. Ich habe schon öfter das Argument gehört, das der Spin aus der Lorentzinvarianz unseres Universums folgt. Aber kann man das wirklich so sagen? [...]

Möglicherweise schon.
Bekannt ist, dass die Schrödingergleichung nicht Lorentzinvariant ist, und auch den Spin nicht wiedergibt. Erst mit der Dirac-Gleichung erhält man eine Lorentzinvariante quantenmechanische Bewegungsgleichung. das Interessante dabei ist eben, dass diese nur durch vierkomponentige Spinore gelöst werden kann, deren oberen zwei Komponenten gemeinhin als Spin interpretiert werden, während die unteren die zugeh. Energie beeinhalten. Dass diese Interpretation naheliegend ist, sieht man bereits darin, dass die Pauli-Matrizen explizit in dieser Formulierung auftauchen.
##
Gast





Beitrag ## Verfasst am: 01. Feb 2013 15:01    Titel: Antworten mit Zitat

Uriezzo hat Folgendes geschrieben:
## hat Folgendes geschrieben:
Der Spin lässt sich leicht verstehen, wenn das Weltbild der theoretischen Physiker von 1940 zugrunde gelegt wird (ART ist, wegen fehlender Energieerhaltung und mangels eindeutiger Beweise nicht anerkannt.):

Der Spin folgt aus der Rotationsbewegung einer elektrischen Quelle. Dabei verteilt sich die Energiedichte (~Masse) etwa auf einer Kreisfläche mit dem Spinradius, welcher proportional zur Materiewellenlänge ist.


Ist das ein ernst gemeinter Post?


Einsteins moderne Physik ist von 1916!


Problem:

Da Emil Rupp, welcher die angebliche Welle-Teilchen-Dualität des Lichtes nachgewiesen haben wollte, wissenschaftlich mit einer leicht übertriebenen Kreativität arbeitete, stellte sich wieder die Frage wie mit Hilfe ruhender elektromagnetischer Quellen und Senken im Raum die physikalischen Bewegungseffekte erklärt werden können.

Die Erklärung, welche Elster und Geitel für die Wirkungsweise ihrer Photozelle abgaben, ist der der modernen Physik wahrscheinlich vorzuziehen. Physik ist ja keine Modeerscheinung, sie kann nicht modern sein, sondern nur wahr oder falsch.

---

Die PTB verwendet für ihre neueste Atomuhr ein optisches Gitter.

Vorschlag:

Übertragen auf den Neutrino-Aether, lässt sich also möglicherweise von einem elektromagnetischen stehwellenbasierten Gitter ausgehen, welches die elektrisch hochfrequent alternierende Quellen im Falle der Bewegung einer nicht beschleunigten Messeinrichtung (eines Systems) mitführt, wobei im rotatorischen Falle die Stehwellenbildung abreißen und daher auch die mitführenden Effekte verschwinden sollten.
Chillosaurus



Anmeldungsdatum: 07.08.2010
Beiträge: 2440

Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 01. Feb 2013 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

## hat Folgendes geschrieben:
[...]
Einsteins moderne Physik ist von 1916!
[...]
Die Erklärung, welche Elster und Geitel für die Wirkungsweise ihrer Photozelle abgaben, ist der der modernen Physik wahrscheinlich vorzuziehen. Physik ist ja keine Modeerscheinung, sie kann nicht modern sein, sondern nur wahr oder falsch.
[...]

Hier sieht man, dass du offensichtlich das Wesentliche nicht verstanden hast, denn:
1. die Physik (weitestgehend) unabhängig von der Zeit
2. die Physik kann nie wahr sein (höchstens im Rahmen der Messgenauigkeit zufriedenstellende Ergebnisse liefern)
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 01. Feb 2013 16:28    Titel: Re: Drehimpuls eines Elektrons Antworten mit Zitat

Uriezzo hat Folgendes geschrieben:

Hm. Ich habe schon öfter das Argument gehört, das der Spin aus der Lorentzinvarianz unseres Universums folgt. Aber kann man das wirklich so sagen?

In der relativistischen QM/QFT ist es doch lediglich so, dass der Spin eines Teilchens keine zusätzlichen, internen Freiheitsgrade mehr benötigt, sondern vollkommen aus dem Transformationsverhalten eines Teilchens in der Raumzeit bestimmt ist.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Du dasselbe meinst wie ich, oder nicht. Darum nochmal genauer von mir:
Unter der Lorentzgruppe transformiert sich der QM-Zustand eines massiven(!) Teilchens in einer Repräsentation von SO(3)~SU(2) (der Unterschied ist hier nicht wichtig). Dies wurde 1939 von Wigner gezeigt und diese Eigenschaft eines massiven Teilchens nennen wir Spin.

*Welchen* Spin ein Teilchen hat erklärt es natürlich nicht, das muss für jedes Teilchen experimentell bestimmt werden (genau wie deren Masse, Ladung,..). Aber Wigner's Rechnung zeigt, dass jedes massive Teilchen einen Spin haben muss (im trivialsten Fall einfach 0).
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 14065

Beitrag TomS Verfasst am: 01. Feb 2013 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lassen wir mal den ##-Quatsch beiseite.

Der Spin entspricht letztlich den Darstellungen der Lorentzgruppe SU(3,1) ~ SU(2) * SU(2), wobei die SU(2) eben sowohl ganz- als auch halbzahlige Darstellungen zulässt.

Aus den zwei Faktoren der SU(2) d.h. der nicht-Halbeinfachheit der SU(2) folgt u.a. der vierkomponentige Bi-Spinor, wobei jeder Faktor gerade einem Zweier-Spinor entspricht. Letztlich koppelt nur der Massenterm beide Bi-Spinoren. D.h. massenehaftete Spin-1/2 Teilchen bzw. Antiteilchen transformieren gemäß der (1/2, 0) bzw. (0, 1/2) Darstellung der Lorentzgruppe.

Allerdings erinnere ich mich an eine Veröffentlichung, in der aus der Galileiinvarianz die Existenz des Spins abgeleitet wurde, d.h. one die RT. Zumindest die Verträglichkeit des Spins mit der nicht-rel. Mechanik sollte klar sein.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 02. Feb 2013 02:52    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:

Allerdings erinnere ich mich an eine Veröffentlichung, in der aus der Galileiinvarianz die Existenz des Spins abgeleitet wurde, d.h. one die RT. Zumindest die Verträglichkeit des Spins mit der nicht-rel. Mechanik sollte klar sein.

Das ist richtig "Wigners Little Group" für ein Teilchen mit Masse ist sowohl in der Gruppe der Lorentztransformationen als auch der Galileitransformationen jeweils SO(3)~SU(2). In dem Sinne braeuchte man also keine RT. Allerdings finde ich die Aussage "Die Eigenschaft des Spins folgt aus QM und Galilei" insofern unbefriedigend, weil unser Universum eben nicht Galilei-invariant ist.

Aber ein interessanter Einwand, da er der Grund ist, wieso der Spin schon in der nicht-relativistischen QM auftritt und nicht erst in der relativistischen.
##
Gast





Beitrag ## Verfasst am: 02. Feb 2013 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Lassen wir mal den ##-Quatsch beiseite.
....


Die theoretischen Physiker haben 24 Jahre die ART überprüft und für wertlos befunden. Einsteins neue Physik ist nicht belegbar (vgl. z. B. Joos, 1932, 1980 Lehrbuch der th. Physik, anerkanntes Lehrbuch, Vorlage für Gerthsen u. a.).

1940 - 1916 = 24

P. S.: Das Standardmodell ist nur ein Modell und keine Teilchentheorie auf Basis der Feldtheorie.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 14065

Beitrag TomS Verfasst am: 02. Feb 2013 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

## hat Folgendes geschrieben:
Die theoretischen Physiker haben 24 Jahre die ART überprüft und für wertlos befunden. Einsteins neue Physik ist nicht belegbar (vgl. z. B. Joos, 1932, 1980 Lehrbuch der th. Physik, anerkanntes Lehrbuch, Vorlage für Gerthsen.

Das meinst du nicht ernst, oder? Es gibt doch inzwischen etliche anerkannte experimentelle Überprüfungen. Theoretische Überprüfungen sind an sich problematisch, denn die Physik bezieht sich als Naturwissenschaft auf die Natur und kann daher prinzipiell nie theoretisch überprüft werden.

Kannst bitte mal ein überprüfbares Zitat von Joos vorlegen, aus dem dies hervorgehen soll?

## hat Folgendes geschrieben:
Das Standardmodell ist nur ein Modell und keine Teilchentheorie auf Basis der Feldtheorie.

Natürlich ist die QFT nur ein Modell; niemand hat etwas anderes behauptet, und niemand erwartet heute noch eine 'Teilchentheorie'. Warum sollte sich die Natur nach den Kategorien des menschlichen Verstandes richten?

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##
Gast





Beitrag ## Verfasst am: 02. Feb 2013 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
## hat Folgendes geschrieben:
Die theoretischen Physiker haben 24 Jahre die ART überprüft und für wertlos befunden. Einsteins neue Physik ist nicht belegbar (vgl. z. B. Joos, 1932, 1980 Lehrbuch der th. Physik, anerkanntes Lehrbuch, Vorlage für Gerthsen.

Das meinst du nicht ernst, oder? Es gibt doch inzwischen etliche anerkannte experimentelle Überprüfungen. ...


Experimentell bestätigt sind eine gravitativ bedingte Massenzunahme und ein klassischer Brechungsindex nicht angeregter Teilchen (dunkle Materie, Neutrinos, o. ä.), sowie gravitomagnetische Effekte, welche aus der Elektrodynamik komplex abzuleiten sind (Das ist den Instituten eigentlich bekannt.).
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 14065

Beitrag TomS Verfasst am: 02. Feb 2013 16:28    Titel: Antworten mit Zitat

Themaverfehlung.

Experimentell bestätigt sind
- Periheldrehung
- Lense-Thirring-Effekt (Frame Dragging)
- Lichtablenkung im Gravitationsfeld, Gravitationslinseneffekt
- Gravitative Zeitdilatation und Rotverschiebung
- Verzögerung der Lichtlaufzeit (sog. Shapiro-Verzögerung)
- Gravitationswellen (indirekt bei Pulsaren)

Aber nochmal zu deiner Behauptung: hast du ein belegbares Zitat von Joos, das diese Behauptung stützt?

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Gast





Beitrag ## Verfasst am: 02. Feb 2013 17:09    Titel: Antworten mit Zitat

Seite 246 Auszug:
"Alle drei Effekte sind vorhanden. Es fällt aber sehr schwer, alle anderen Einflüsse, welche dabei störend mitwirken können, sauber zu berechnen und in Abzug zu bringen, so daß von einer quantitativen Bestätigung der allgemeinen Relativitätstheorie nicht gesprochen werden kann."
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 02. Feb 2013 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Da das Buch leider nicht online verfügbar ist, ist es schwer aus diesem Zitat zu beurteilen worauf er sich genau bezieht. Ein wenig nachdenken hilft jedoch auch hier:

Georg Joos ist bereits im Mai 1959 gestorben. Zu diesem Zeitpunkt existierten auf der Welt keine quantitativ genauen Tests der ART. So wurde die Gravitative Rotverschiebung, auf die sich das Zitat wohl auch bezieht, zwar schon vorher gemessen, allerdings nicht präzise und erst einige Monate nach Joos' Tod Ende 1959 von Pound-Rebka eindeutig bestätig.
"It is considered to be the experiment that ushered in an era of precision tests of general relativity."
http://en.wikipedia.org/wiki/Pound–Rebka_experiment

Alle modernen Test der ART fanden erst später statt.
http://en.wikipedia.org/wiki/Tests_of_general_relativity
Uriezzo



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Beitrag Uriezzo Verfasst am: 02. Feb 2013 17:58    Titel: Re: Drehimpuls eines Elektrons Antworten mit Zitat

jh8979 hat Folgendes geschrieben:

Unter der Lorentzgruppe transformiert sich der QM-Zustand eines massiven(!) Teilchens in einer Repräsentation von SO(3)~SU(2) (der Unterschied ist hier nicht wichtig). Dies wurde 1939 von Wigner gezeigt und diese Eigenschaft eines massiven Teilchens nennen wir Spin.


Ja, das wollte ich sagen: Das Transformationsverhalten von Teilchen lässt sich mittels einer Repräsentation der Lorentzgruppe darstellen. Diese beinhaltet den Spin bereits oder stellt ihn dar - wie auch immer ich es formulieren möchte- es sind keine zusätzlichen Freiheitsgrade notwendig.

Gleiches gilt aber letztlich auch für den klassischen Eigendrehimpuls eines Körpers: Auch er folgt einer Darstellung der Lorentzgruppe. Was sollte er auch sonst tun? Jedes Objekt in der Raumzeit ohne zusätzliche Freiheitsgrade lässt sich letzlich durch eine Darstellung der Lorentzgruppe beschreiben oder ist sogar eine Darstellung der Lorentzgruppe - je nach dem wie man es formulieren will. Allerdings sind die Darstellungen im Falle des klassischen Drehimpulses andere und in der Regel kommt man in der klassischen Mechanik auch ohne Darstellungstheorie aus.

Insofern hört es sich für mich auch logisch an, wie TomS geschrieben hat, dass auch die Darstellungen der Galileigruppe zu so etwas wie einem Spin führen, auch wenn ich die Veröffentlichungen dazu nicht kenne.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 02. Feb 2013 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

@Uriezzo:
Letztlich sind alle wahren Aussagen irgendwie trivial smile

Mir ging es nur um folgendes (und ich denk nicht, dass wir uns da uneins sind):
Beim Erlernen der QM kriegt man meist einfach gesagt, dass Teilchen eine Eigenschaft namens Spin haben (also in einer Rep. der SU(2) sind). Mein Punkt war nur, dass dies aus Lorentz/Galilei-Invarianz folgt und keine davon unabhängige Annahme ist, wie z.B. dass Teilchen gewisse Ladungen haben.
Uriezzo



Anmeldungsdatum: 15.09.2011
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Wohnort: Großostheim

Beitrag Uriezzo Verfasst am: 02. Feb 2013 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

jh8979 hat Folgendes geschrieben:
@Uriezzo:
Beim Erlernen der QM kriegt man meist einfach gesagt, dass Teilchen eine Eigenschaft namens Spin haben (also in einer Rep. der SU(2) sind). Mein Punkt war nur, dass dies aus Lorentz/Galilei-Invarianz folgt und keine davon unabhängige Annahme ist, wie z.B. dass Teilchen gewisse Ladungen haben.

Ja, da sind wir uns einig smile
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 14065

Beitrag TomS Verfasst am: 02. Feb 2013 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Genau, da sind wir uns einig!
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##
Gast





Beitrag ## Verfasst am: 03. Feb 2013 14:13    Titel: Antworten mit Zitat

jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Da das Buch leider nicht online verfügbar ist, ist es schwer aus diesem Zitat zu beurteilen worauf er sich genau bezieht. ...


Du kannst auf Spekulationen verzichten, da das Buch in Bibliotheken ausliegt.
Die Aussage im Lehrbuch der theoretischen Physik von Joos bezog sich auf folgende Punkte:

1. Drehung des Perihels um zusätzliche 43''
2. Abbiegung eines Lichtstrahls am Sonnenrand
3. Spektrallinien z. B. der Sonne erscheinen nach rot verschoben

Der Pound-Rebka Versuch zeigt genau, dass die Energieerhaltung der Physik erfüllt wird (also gerade kein Hinweis für Theorien mit der Spekulationsphysik A. E.s).
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 14065

Beitrag TomS Verfasst am: 03. Feb 2013 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

## hat Folgendes geschrieben:
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Da das Buch leider nicht online verfügbar ist, ist es schwer aus diesem Zitat zu beurteilen worauf er sich genau bezieht. ...


Du kannst auf Spekulationen verzichten, da das Buch in Bibliotheken ausliegt.

...

Der Pound-Rebka Versuch zeigt genau, dass die Energieerhaltung der Physik erfüllt wird (also gerade kein Hinweis für Theorien mit der Spekulationsphysik A. E.s).

Der Pound-Rebka-Versuch zeigt etwas anderes.

Nun, es ist eigtl. ganz simpel: wenn du eine aus dem Zusammenhang gerissene Behauptung bzw. ein Zitat bemühst, das die Mehrheit der Physiker ablehnt, dann ist es an dir, die Richtigkeit zu beweisen, nicht an uns, dich zu widerlegen. Wenn ich behaupte, dass die Andromedagalaxie aus Emmentaler besteht, dann werde ich nicht erwarten dürfen, dass jemand seine Zeit verschwendet um meine Aussage zu widerlegen. Und genauso gehe ich hier mit deinen Aussagen um: ich halte es für Zeitverschwendung, mich damit auseinanderzusetzen, und stelle die Diskussion ein.

Mir ist klar, wie du darauf reagieren wirst, aber du kannst dir das eigtl. auch sparen, denn ich werde dich zukünftig ignorieren.

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jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 03. Feb 2013 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

## hat Folgendes geschrieben:

Du kannst auf Spekulationen verzichten...

Das hier ist keine Spekualtion:
jh8979 hat Folgendes geschrieben:

Georg Joos ist bereits im Mai 1959 gestorben. Zu diesem Zeitpunkt existierten auf der Welt keine quantitativ genauen Tests der ART.

Heute existieren Sie.

Was ist eigentlich der Sinn Deiner Posts hier, wenn Du sowieso nicht auf den wichtigen Teil der Antworten eingehst?
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