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Mit Energiespeichern arbeiten
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Bachelor of Engineering
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Beitrag Bachelor of Engineering Verfasst am: 19. Jul 2022 21:26    Titel: Mit Energiespeichern arbeiten Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hi, bin bald durch mit dem Elektrotechnik Bachelor.

Würde beruflich gerne mit Energiespeichern im großen Stil arbeiten - Batteriespeicher entwickeln, planen, vorbringen, da ich dies als essentiell und wichtig für die Energiewende sehe und mich am meisten für Batterien begeistern kann.

Nun das Problem: Solche Unternehmen gibt es aktuell (noch) nicht.

Das Gleiche gilt für Master-Studiengänge: Die Auswahl ist begrenzt.
Denke jetzt erstmal über Energietechnik oder E-Mobilität nach...

Was würdet ihr mir raten? Wie schätzt ihr die Perspektiven ein? Was wäre strategisch sinnvoll?

Danke smile

Meine Ideen:
-
DrStupid



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Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 20. Jul 2022 13:37    Titel: Re: Mit Energiespeichern arbeiten Antworten mit Zitat

Bachelor of Engineering hat Folgendes geschrieben:
Nun das Problem: Solche Unternehmen gibt es aktuell (noch) nicht.


Dem würde ich nicht viel Bedeutung beimessen. Solche Unternehmen gibt es nicht, weil Speicher bisher überhaupt nicht vorgesehen sind. Das hat z.B. zur Folge, dass ein solches Unternehmen zweimal für die Durchleitung des Stroms bezahlen müsste - einmal beim Laden und dann nochmal beim Entladen. Das ist keine besonders gute Grundlage für ein Geschäftsmodell.

Wenn in naher Zukunft erneuerbare Energien stark ausgebaut werden und die Gaskraftwerke als Puffer wegfallen, dann wird sich das aber ganz sicher ändern. Ohne Energiespeicherung in großem Stil geht das nicht. Da werden dann auch jede Menge Fachkräfte benötigt. Die Idee ist also gar nicht mal so schlecht.

Davon abgesehen halte ich es für unwahrscheinlich, dass ein entsprechendes Studium so speziell ist, dass man damit im Notfall gar nichts anderes anfangen kann.

Bachelor of Engineering hat Folgendes geschrieben:
Was wäre strategisch sinnvoll?


Stategisch sinnvoll ist es, etwas zu machen, das einem auch unter Stress nicht so schnell zum Hals raushängt. Wenn es dann noch etwas einbringt ist es umso besser. Letzteres sollte aber niemals das Hauptkriterium sein. Ansonsten kann man sich auch gleich Gedanken darüber machen, wie es nach dem Burnout weiter gehen soll.
Mathefix



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Beitrag Mathefix Verfasst am: 21. Jul 2022 12:39    Titel: Antworten mit Zitat

Begib Dich nicht in eine Sackgasse. Die Energiewende basierend auf Wind, Sonne etc. ist gescheitert, da weder ausreichend noch grundlastfähig. Batterien in der benötigten Kapazität um elektrische Energie zu puffern sind nicht in Sicht.
Frankx



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Beitrag Frankx Verfasst am: 21. Jul 2022 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Begib Dich nicht in eine Sackgasse. Die Energiewende basierend auf Wind, Sonne etc. ist gescheitert, da weder ausreichend noch grundlastfähig. Batterien in der benötigten Kapazität um elektrische Energie zu puffern sind nicht in Sicht.


Ein Grund mehr, sich mit dem Thema zu beschäftigen und vielleicht Neuland zu betreten.


.
Frankx



Anmeldungsdatum: 04.03.2015
Beiträge: 1022

Beitrag Frankx Verfasst am: 21. Jul 2022 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Das Gleiche gilt für Master-Studiengänge: Die Auswahl ist begrenzt.
Denke jetzt erstmal über Energietechnik oder E-Mobilität nach...



Stichwort : "Regenerative Energietechnik"

Das gibt es z.B. an der HS Nordhausen.


.
willyengland



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Beiträge: 869

Beitrag willyengland Verfasst am: 21. Jul 2022 13:17    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt schon Batteriespeicher.

Schnelle Google Suche zeigt z.B.
https://www.elektropraktiker.de/nachricht/bmw-eroeffnet-batterie-speicherfarm-in-sachsen/

https://energyload.eu/stromspeicher/grossspeicher-batterieparks/tesla-megapack-australien/

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Gruß Willy
DrStupid



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Beitrag DrStupid Verfasst am: 21. Jul 2022 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

Mathefix hat Folgendes geschrieben:
Batterien in der benötigten Kapazität um elektrische Energie zu puffern sind nicht in Sicht.


Doch sind sie. Redox-Flow-Batterien sind z.B. beliebig skalierbar und lassen sich mittlerweile mit billigen und praktisch überall verfügbaren Materialien herstellen. Sie sind bei gleicher Kapazität zwar schwerer und größer als z.B. Lithium-Ionen Batterien, aber das spielt bei einem stationären Speicher keine Rolle.
Mathefix



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Beitrag Mathefix Verfasst am: 21. Jul 2022 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

willyengland hat Folgendes geschrieben:
Es gibt schon Batteriespeicher.

Schnelle Google Suche zeigt z.B.
https://www.elektropraktiker.de/nachricht/bmw-eroeffnet-batterie-speicherfarm-in-sachsen/

https://energyload.eu/stromspeicher/grossspeicher-batterieparks/tesla-megapack-australien/


Lächerliche 15 MWh Kapazität. Um E-Autos aufzuladen reicht das. Aber Pufferspeicher für ganz Deutschland? Zumal z.Zt. nur 12% der produzierten Elektrischen Energie durch Wind, Sonne & Co. erzeugt werden und das noch als Flatterstrom.
Nils Hoppenstedt



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Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 21. Jul 2022 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Es gibt ja nicht nur Batteriespeicher (Stichwort: Power-to-Gas) und auch völlig neue Konzepte wie Cloud-Speicher, bei dem man nicht einen einzelen großen Speicher hat, sondern viele vernetzte, mittel große Speicher. Vermutlich wird ein Teil der Lösung für die Energiewende sein, diese verschiedenen Konzepte intelligent miteinander zu verknüpfen.
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Ihr da Ohm macht doch Watt ihr Volt!
Mathefix



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Beitrag Mathefix Verfasst am: 21. Jul 2022 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Nils Hoppenstedt hat Folgendes geschrieben:
Es gibt ja nicht nur Batteriespeicher (Stichwort: Power-to-Gas) und auch völlig neue Konzepte wie Cloud-Speicher, bei dem man nicht einen einzelen großen Speicher hat, sondern viele vernetzte, mittel große Speicher. Vermutlich wird ein Teil der Lösung für die Energiewende sein, diese verschiedenen Konzepte intelligent miteinander zu verknüpfen.


Auf die Dauer hilft nur power. Nur wo kommt die her?
Die Neuinstallation von Windrädern ist praktisch zum Erliegen gekommen.

Wenn man die Energielücke betrachtet, die durch Abschalten von Kernkraft und fossiler Energierzeugung plus den Zusatzbedarf durch E-Autos und Wärmepumpen .... entsteht, wird man schon nachdenklich.

Wenn ab 2030 Verbrenner nicht mehr zugelassen werden, ist allein dadurch ein Zusatzbedarf von jährlich 5.400 GWh notwendig, ein Äquivalent von 100! Windkraftanlagen pro Monat, um die E-Autos zu laden.
willyengland



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Beitrag willyengland Verfasst am: 21. Jul 2022 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Im Grunde müsste man versuchen, die überschüssige Wärme der Klimakatastrophe wieder in nutzbare Energie umzuwandeln.

Fermi-Aufgabe:
Wieviel Watt wären das, wenn man die 2° Erderwärmung umrechnet?

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Gruß Willy
DrStupid



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Beitrag DrStupid Verfasst am: 21. Jul 2022 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

willyengland hat Folgendes geschrieben:
Im Grunde müsste man versuchen, die überschüssige Wärme der Klimakatastrophe wieder in nutzbare Energie umzuwandeln.


Das mag der zweite Hauptsatz aber gar nicht. Um Wärme in nutzbare Energie zu verwandeln, braucht man möglichst große Temperaturunterschiede. Die nehmen aber durch die Klimaerwärmung ab. Dadurch werden u.a. großräumige Luftströmungen (z.B. Jetstream) und Wasserströmungen (z.B. Golfstrom) geschwächt. Das ist nicht nur schlecht für das Wetter (z.B. in Form Hitzewellen oder Starkregen) sondern auch für erneuerbare Energien.
Nils Hoppenstedt



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Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 21. Jul 2022 16:17    Titel: Antworten mit Zitat

Mathefix hat Folgendes geschrieben:

Auf die Dauer hilft nur power. Nur wo kommt die her?


Ich verweise an dieser Stelle mal auf eine Studie des Fraunhofer Instituts:

https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/studie-100-erneuerbare-energien-fuer-strom-und-waerme-in-deutschland.pdf

Aus der Zusammenfassung:

"Die Bereitstellung von 100 % erneuerbaren Energien im Strom- und Wärmesektor Deutschlands ist technisch möglich und nach erfolgter Umstellung des Energiesystems sind die jährlichen Gesamtkosten nicht höher als die Kosten unserer heutigen Energieversorgung."

Mathefix hat Folgendes geschrieben:

Die Neuinstallation von Windrädern ist praktisch zum Erliegen gekommen.


Das hat zum Teil auch bürokratische Gründe. Laut dem Bundesverband für Solarwirtschaft warten zur Zeit über 1000 bereits fertiggestellte Großanlagen für Solarenergie seit Monaten auf ihre Zertifizierung. Und vorher dürfen sie nicht ans Netz.

Viele Grüße,
Nils

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DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 21. Jul 2022 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Nils Hoppenstedt hat Folgendes geschrieben:
Das hat zum Teil auch bürokratische Gründe.


Und Bürgerinitiativen! Da geht es dann üblicherweise um Gesundheitsprobleme durch Stroboskopeffekte und Infraschall, Verschandelung der schönen deutschen Kulturlandschaft sowie Vögel und Fledermäuse, die von den Windmühlenflügeln erschlagen werden. In Wahrheit geht es den Initiatoren meist aber eher ums Geld - genauer gesagt, um den Wert ihrer Imobilien (auch wenn sie sich dessen vielleicht selbst nicht bewusst sind). Das sieht man daran, dass die Folgen für Gesundheit, Landschaft und Tiere keine Rolle spielen, wenn den Anwohnern eine Gewinnbeteiligung angeboten wird.
rode.damode



Anmeldungsdatum: 18.11.2025
Beiträge: 34

Beitrag rode.damode Verfasst am: 05. Feb 2026 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Heute morgen (5.2.2026) lagt die Netzlast bei 75GW.
20GW wurden durch Wind und Sonne erzeugt.
Insgesamt sind 117GW Solar und rund 70GW Wind installiert.
D.h. nur rund 1/10 der installierten Leistung wurde aktuell “regenerativ” erzeugt.

55GW wurden aktuell mit CO2 Schleudern (Gas und Kohle) erzeugt.Um diese weg zu bekommen, müßte das 10fache von dem was bisher in Deutschland an Solar und Windkraft installiert ist, noch zusätzlich installiert werden.
Nun ist heute noch ein relativ windger und sonniger Tag.
Es gibt viele Tage, da ist die “regenerative” Energie bei rund 5GW.

Da bräuchten wir das 20fache.
Wenn wir das nicht tun, dann werden wir nie Klimaneutral, denn für jedes Windrad benötigen wir ein Gaskraftwerk für die Minderleistung.


Um Stromspeicher für 3 Tage zu haben, müßte aktuell die ganze Welt 10 Jahre lang nur für uns Speicher bauen.
Was glaubt ihr, was das kostet? Und bis dahin sind die ersten Module schon wieder kaputt, bzw. bringen nicht mehr die Leistung.


Für jede zusätzliche Windmühle benötigen wir also zusätzlich ein Gaskraftwerk, um die oft vorhandene Minderleistung auszugleichen.
Wir zahlen alles doppelt. Nur damit wir in sonnen- und windreichen Tagen sagen können, dass wir klimaneutral unterwegs sind.
Die hälfte im Jahr machen wir dann aus einer Einheit Gas 0,3 Einheiten Strom um dann mit Wärmepumpen aus 0,3 Einheiten Strom eine Einheit Energie zu machen.
Da könnte man das Gas gleich im Haus verbrennen.

Bei 40 Millionen E-Fahrzeugen benötigen wir bei 2kW Ladeleistung 80GW zusätzlich installierte Leistung. Bei einem Gleichzeitigkeitsfaktor von 0,5 (10 Stunden laden) wären das immer noch 40GW zusätzlich.
Für diese 40GW benötigen wir zusätzlich in gleicher Höhe Gaskraftwerke um sicher zu stellen, dass auch Nachts geladen werden kann.
Wieviel Gaskraftwerke wollen wir uns denn noch leisten?
Zugegeben, bis 40 Millionen E-Fahrzeuge bei uns fahren, wird es dauern.
Aber durch die notwendigen Gaskraftwerke werden wir nie Klimaneutral.

Die Studie vom Fraunhofer Institut ist eine verarsc...
ML



Anmeldungsdatum: 17.04.2013
Beiträge: 3559

Beitrag ML Verfasst am: 06. Feb 2026 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

...

Zuletzt bearbeitet von ML am 06. Feb 2026 11:59, insgesamt einmal bearbeitet
Nils Hoppenstedt



Anmeldungsdatum: 08.01.2020
Beiträge: 2143

Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 06. Feb 2026 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo rode.damode,

Zwei deiner zentralen Aussagen tragen das gesamte Argument, und beide sind so nicht haltbar.

Die Behauptung, für jedes zusätzliche Windrad oder jede Solaranlage müsse ein gleich großes Gaskraftwerk gebaut werden, ist ein grundlegendes Missverständnis davon, wie Stromsysteme funktionieren. Versorgungssicherheit wird nicht durch eine 1:1-Absicherung einzelner Anlagen hergestellt, sondern durch das Zusammenspiel des Gesamtsystems. Entscheidend sind räumliche Ausgleichseffekte, flexible Verbraucher, Reservekraftwerke, die nur selten laufen, Netzausbau und der europäische Stromverbund. Auch heute existiert für kein einzelnes Kraftwerk eine gleich große fossile Dublette, die permanent bereitsteht. Systemstudien, unter anderem von der Fraunhofer-Gesellschaft, modellieren genau diese Effekte und kommen deshalb zu völlig anderen Ergebnissen als dein lineare Hochrechnung aus installierter Leistung.

Ebenso unzutreffend ist die Aussage, für drei Tage Versorgungssicherheit müssten weltweit zehn Jahre lang Speicher nur für Deutschland gebaut werden. Diese Rechnung setzt implizit voraus, dass ausschließlich Batteriespeicher genutzt würden und dass mehrere Tage vollständig aus Speichern zu decken seien. Beides ist in realistischen Szenarien nicht vorgesehen. In den Modellen werden unterschiedliche Speicherarten mit verschiedenen Zeitskalen kombiniert, ergänzt durch Lastmanagement, flexible Erzeugung und den Stromhandel im Verbundnetz. Speicher sind dabei eine von mehreren Komponenten und nicht die alleinige Lösung. Deine Schlussfolgerung entsteht nur, weil du ein isoliertes, statisches Inselnetz annimmst. die Studien hingegen betrachten ein dynamisches, vernetztes Energiesystem.

Viele Grüße,
Nils

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rode.damode



Anmeldungsdatum: 18.11.2025
Beiträge: 34

Beitrag rode.damode Verfasst am: 07. Feb 2026 14:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nils

Tut mir leid, aber das was von dir rüberkommt ist nur allgemeines Geschwafle.

Du wirst doch rechnen können, daher zeig mir mal auf, auf welche Weise die durchgehende Minderleistung von rund 50GW der letzten 2 Tage durch "regnerative" Energien in Zukunft erzeugt werden. Im Schnitt lieferten die "regenerativen" in den letzten 2 Tage nur 15GW, obwohl fast 200GW installiert sind.
Ich schaue nur die Leistung an, denn das ist beim Strom der limitierende Faktor.
Schau mal in die SMARD-Daten hinein, da wirst du sehen, dass dies sehr oft der Fall ist, und dass oft noch geringere Leistung herauskommt.
Da gibt es Tage, da kommt von 200GW installierte Leistung nur 5 GW heraus.
Wir müßten 2000GW istallieren, dass wir genug Sttrom haben.
Rechne mal hoch, wieviel Power to Gasanlagen und die dazugehörigen Stromerzeuger nötig sind. Und was das kostet.
Natürlich ist es übertrieben, zu jeder Windmühle ein Gaskraftwerk zu installieren.
Besser wäre es, Wasserstoffkraftwerke zu bauen, die die gleiche dauerhafte Leistung erbringen, wenn weniger Wind und Sonne vorhanden ist.
Rechne einfach mal nach, was wir dazu benötigen.
Bisher laufen unsere CO2 Schleudern fast dauerhaft durch.
So werden wir nie klimaneutral.

Viele Grüße
Roger
Nils Hoppenstedt



Anmeldungsdatum: 08.01.2020
Beiträge: 2143

Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 07. Feb 2026 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roger,

vorab: du vergreifst dich im Ton. Wir können gerne über das Thema diskutieren, aber dann bitte auch einer sachlichen Ebene.

Du wirfst mir „Geschwafel“ vor, rechnest aber selbst mit einem Denkfehler, der alles verzerrt. Du nimmst die Momentanleistung von ein, zwei schlechten Tagen und leitest daraus die Dimensionierung eines Gesamtsystems ab. So plant man kein Stromsystem. 50 GW Residuallast über zwei Tage sind keine „50 GW Problem“, sondern etwa 2,4 TWh Energiebedarf. Das ist ein zentraler Unterschied, den du konsequent ignorierst.

Aus „manchmal nur 5 GW aus 200 GW installiert“ folgt nicht, dass man 2000 GW bauen müsste. Das würde nur gelten, wenn Wind und PV die alleinige Quelle wären, es keine Netze, keine Speicher, keine Flexibilität und keinen Verbund gäbe. Genau dieses Inselnetz setzt du implizit voraus. Die Studien(u. a. von der Fraunhofer-Gesellschaft) tun das nicht. Sie planen mit gesicherter Leistung im Bereich einiger zig GW, die selten läuft, plus Speicher und Überschüsse im Jahresverlauf. Also: Backup ja, Dauer-Dublette nein.

Du hast ja durchaus recht, dass Dunkelflauten real und Backup brauchen. Du liegst aber falsch, wenn du daraus ein mathematisches „geht prinzipiell nicht“ konstruierst. dein Fazit entsteht nicht aus den SMARD-Daten, sondern aus der Annahme, dass ein modernes Verbundsystem so simpel funktionieren müsste wie ein Notstromaggregat im Einfamilienhaus.

Viele Grüße,
Nils

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Telefonmann



Anmeldungsdatum: 05.10.2011
Beiträge: 474

Beitrag Telefonmann Verfasst am: 07. Feb 2026 19:34    Titel: Re: Mit Energiespeichern arbeiten Antworten mit Zitat

Bachelor of Engineering hat Folgendes geschrieben:
Nun das Problem: Solche Unternehmen gibt es aktuell (noch) nicht.

Da kenne ich andere Meldungen:
Mitarbeiter gesucht: Batterie-Hersteller baut Produktion aus , Bayrischer Rundfunk, 03.02.26
https://www.litona.de/career
Ferner sollte es bei Varta und allen großen deutschen Autobauern offene Stellen geben.

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Freundliche Grüße, T.
rode.damode



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Beiträge: 34

Beitrag rode.damode Verfasst am: 07. Feb 2026 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nils

Schön, dass du auch mal was rechnest.
Nur machst du dir keine Vorstellung, was 2,4TWh Speicher bedeuten.

Unser größtes Wasserkraftwerk liefert 1GW 9 Stunden lang.
Von dem würden wir rund 260 Stück benötigen, um 2,4TWh speichern zu können.
Ich frage mich, wo du die überall bauen möchtest.
Erstens haben wir nicht so viele Berge, und dann möchte ich das Geschrei der Grünen nicht hören, wenn auch nur eins gebaut werden soll.

Alternativ könnte man auch Batteriespeicher bauen.
Aktuell wird weltweit rund 450GWh Speicher produziert.
Die ganze Welt müßte allein für uns über 5 Jahre Speicher produzieren.
Rate mal, was das kostet. Alternativ kannst das auch rechnen.
Du kannst auch beides mischen. Viel biliger wird es in keinem Fall.

Bei Power to Gas geht 50-70% der hiningesteckten Energie verloren.
Das auszurechnen spare ich mir.

Denn du hast immer noch nicht aufgezeigt, wie die dauerhaft fehlende Minderleistung von rund 50GW durch "regenerative" Energie kompensiert wird.
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass unsere umliegende Länder uns dauerhaft mit 50GW Atomstrom versorgen.
Mit ein paar Speichern ist es da nicht getan. Auch nicht mit Lastabschaltungen.
Du willst doch nicht unsere Wirtschaft ruinieren.
Und du weißt doch hoffentlich, dass man Speicher auch mal füllen muss.

Und die Studie von Fraunhofer ist ein Witz.
Vor einiger Zeit hatte Fraunhofer für uns ein Assystenzsystem entwickelt.
Als es fertig war haben wir festgestellt, das keine 2Kammera ansteuerbar war, sowie Ein-und Augänge nicht installiert waren.
Der Abschuss war ein Bestätigungsbutton, mit dem das montierte Teil als
gut bestätigt wurde, auch wenn es schlecht war.
Ich hab dann das Programm innerhalb von 4 Monaten neu geschrieben, mit allen zusätzlichen Schnittstellen.
So viel zu der Kompetenz der Leute dort.

Rechne einfach mal selber, und fall nicht auf die Versprechen der Grünen und Linken herein.

Ich lass mich gerne eines Besseren belehren.
Nur dazu gehören Zahlen und Fakten.
Und so lange, wie du die nicht lieferst nenne ich das Geschwafle.

Viele Grüße
Roger
Telefonmann



Anmeldungsdatum: 05.10.2011
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Beitrag Telefonmann Verfasst am: 08. Feb 2026 09:23    Titel: Antworten mit Zitat

Mathefix hat Folgendes geschrieben:
Zumal z.Zt. nur 12% der produzierten Elektrischen Energie durch Wind, Sonne & Co. erzeugt werden und das noch als Flatterstrom.

Tendenz weltweit steigend: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/energie/erneuerbare-energien-kohle-strom-iea-100.html und das vorallem aus Kostengründen und wegen der guten Öffentlichkeitswirksamkeit. Batteriespeicher wurden in Deutschland 2025 eben deshalb stark zugebaut und auch um eine ausreichende Netzstabilität zu erhalten. Die alten AKWs wurden damit ersetzt, was von größeren Teilen der deutschen Bevölkerung so gewünscht war.

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Freundliche Grüße, T.
ML



Anmeldungsdatum: 17.04.2013
Beiträge: 3559

Beitrag ML Verfasst am: 08. Feb 2026 09:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

rode.damode hat Folgendes geschrieben:

Und die Studie von Fraunhofer ist ein Witz.
Vor einiger Zeit hatte Fraunhofer für uns ein Assystenzsystem entwickelt.

Du schließt von Problemen mit einem einem Assistenzsystem auf die Qualität eines Klimagutachtens ...

Zitat:

Rechne einfach mal selber, und fall nicht auf die Versprechen der Grünen und Linken herein.

... und begründest damit politische Präferenzen?
Ist das nicht ein wenig weit hergeholt?

Zitat:

Ich lass mich gerne eines Besseren belehren.

Es macht auf mich nicht den Anschein -- eher das Gegenteil.

Zitat:

Nur dazu gehören Zahlen und Fakten.
Und so lange, wie du die nicht lieferst nenne ich das Geschwafle.

Die Herabwürdigung anderer mit dem Wort "Geschwafle" ist harter Tobac und erscheint angesichts der Qualität deiner Alternativen (lineare Fortschreitungen, umgangssprachlich mit dem Wort "Milchmädchenrechnung" gut charakterisiert) weder persönlich, noch inhaltlich angemessen.


Viele Grüße
Michael
rode.damode



Anmeldungsdatum: 18.11.2025
Beiträge: 34

Beitrag rode.damode Verfasst am: 08. Feb 2026 10:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Telefonmann
Ja, das ist das große Problem, unterscheiden zu können zwischen Energie und Leistung.
Wenn in dem Moment, wo der Stecker gesteckt wird, nicht genügend Strom produziert wird, dann gehen bei uns die Lichter aus.
Da können wir Energie ohne ende haben, das hilft dann nichts.
Dann sind Wörter wie gigantische Menge, oder sehr viel einfach nichtssagend.
So haben wir in Deutschland einen Speicherboom.
Gigantische 2,2 Millionen Speicher. Mit einer riesigen Kapazität von 3,7GWh.
(Achtung ironie)
Dieser riesige Speicher reicht gerade mal für rund 4,5 minuten.
Wow. Sind wir gut.Hammer
Nils Hoppenstedt



Anmeldungsdatum: 08.01.2020
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Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 08. Feb 2026 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roger,

Du bleibst beim gleichen Grundfehler: Niemand behauptet, dass 2,4 TWh ausschließlich mit Pumpspeichern oder Batterien gelöst werden sollen. Genau diese Unterstellung brauchst du aber, damit deine Zahlen explodieren. So plant kein realistisches Energiesystem.

Die angeblich „dauerhaft fehlenden 50 GW“ gibt es nicht. Es gibt Phasen mit hoher Residuallast, aber keine konstante 50-GW-Lücke über lange Zeiträume. Leistung und Energie sind zwei verschiedene Probleme, die du ständig vermischst. Gesicherte Leistung wird über regelbare Kraftwerke bereitgestellt, die selten laufen. Die Energie dafür kommt aus Überschüssen über das Jahr, nicht aus ständig gefüllten Kurzzeitspeichern.

Dass Power-to-Gas ineffizient ist, ist unstrittig. Genau deshalb nutzt man es nur für seltene Extremfälle. Ein Kraftwerk, das wenige Prozent der Zeit läuft, ist kein „dauerhaftes CO₂-Backup“, sondern Reserve – genauso wie heute viele fossile Kraftwerke Reserve sind. Deine Rechnung tut so, als müssten diese Anlagen 24/7 laufen.

Und was soll deine persönliche Anekdoten über ein einzelnes Fraunhofer-Projek? grübelnd

Viele Grüße,
Nils

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Beitrag Telefonmann Verfasst am: 08. Feb 2026 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

rode.damode hat Folgendes geschrieben:
Wow. Sind wir gut.Hammer

Die Energiewende wurde früher tatsächlich mit einer "rosaroten Brille" beworben, nach dem Motto "Hauptsache Solar". Das war natürlich naiv und zu optimistisch. Heute weiß man es besser. Dafür hat man heute keine übermäßig teuren Proteste mehr wegen Castortransporten.

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Freundliche Grüße, T.
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Beitrag Telefonmann Verfasst am: 08. Feb 2026 10:28    Titel: Antworten mit Zitat

Nils Hoppenstedt hat Folgendes geschrieben:
Und was soll deine persönliche Anekdoten über ein einzelnes Fraunhofer-Projek? grübelnd

Solche Anekdoten sind wenig aussagekräftig, weil man als Außenstehender die Details dazu nicht kennt.

_________________
Freundliche Grüße, T.
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Anmeldungsdatum: 05.10.2011
Beiträge: 474

Beitrag Telefonmann Verfasst am: 08. Feb 2026 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

rode.damode hat Folgendes geschrieben:
Ja, das ist das große Problem, unterscheiden zu können zwischen Energie und Leistung.

Gut möglich, dass bei einer öffentlichen Meldung die Bezeichnungen kW und kWh mal durcheinander geraten sind. So etwas passiert und kann dann oftmals sehr leicht im Zusammenhang verstanden werden. Die Elektrotechniker, die ich so kenne, kennen auf jeden Fall den Unterschied ausreichend gut Big Laugh .

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Freundliche Grüße, T.
rode.damode



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Beitrag rode.damode Verfasst am: 08. Feb 2026 11:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nils
im Anhang habe ich mal die SMARD-Daten mitgeschickt, um deine Aussage zu widerlegen.
Ich hab die Auflösung auf 1 Stunde gestellt, weil die nur die Energiemenge angeben, und so entspricht dann zahlenmäßig die Energiemenge pro Stunde der Leistung in dieser Zeit.
Wie du siehst, wurden "nur" 35GW durch Gas und Kohle erzeugt. Allerdings fehlt nach oben hin noch etwas, das sich grob auf 50GW summiert.
Und das Mittags, wo die Sonne scheint.
Unten auf dem Zeitstrahl siehst du, wie sich die Farbe grau(Gas) braun(Braunkohle) und schwarz(Steinkohle) durch alle Tage hindurchzieht.
Es werden aktuell zwar nur 35GW durch CO2 Schleudern erzeugt, aber der GAP von 50GW ist fast durchgängig vorhanden.

Und nun hätte ich gerne von dir gewußt, welche Mögichkeiten es noch gibt, diese fehlenden 50GW "regenerativ" zu erzeugen. Batteriespeicher und Pumpspeicher fallen ja deiner Meinung nach weg.
Also woher kommen dann die fast dauerhaft fehlenden 50GW?

Viele Grüße
Roger



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rode.damode



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Beitrag rode.damode Verfasst am: 08. Feb 2026 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zu Fraunhofer

So haben wir für die Kapazität der Laufwasserkraftwerke einen fixen Wert von 5 GW maximaler Leistung bei einer Jahreserzeugung von 21 TWh elektrischer Energie angenommen.


Wir haben jedoch nur 2,6GW.

wird das Potenzial für einen weiteren Ausbau der Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland von uns auf maximal
10 GW bei einem energetischen Speichervermögen von 60 GWh abgeschätzt. Diese Werte wurden in der Modellierung fix verwendet.


Aus den 10GW installierter Leistung wird nur 7GW produziert.

An windstarken Tagen (Anfang der Woche) reicht die Erzeugung aus Wind und Photovoltaik aus um die Stromnachfrage im Netz zu bedienen; Überschüsse werden zunächst in elektrischen Speichern (Batterie, Pumpspeicher) eingespeichert, sind diese gefüllt wird Strom in Methan umgewandelt. Kommt es jedoch zu einer Windflaute (Mitte der Woche), müssen andere Stromerzeuger einspringen. So erkennt man, dass am 10.01.2050 bei Nachlassen des Windangebotes zunächst die Batteriespeicher und dann die Pumpspeicherkraftwerke entladen werden. Sobald die notwendige Energie aus diesen Speichern nicht mehr ausreicht, springt das Spitzenlastkraftwerk (GuD) zur Versorgung an. Unterstützt wird dieses Kraftwerk durch die Strombereitstellung der zentralen KWK-Anlagen. Übersteigt das Stromangebot die tatsächliche Nachfrage (14.01.2050) werden zunächst die kurzfristigen Speicher (Batterie- und Pumpspeicher) wieder beladen und kurzfristige Lastspitzen können erneut bedient werden.

Ich bin baff erstaunt. Seit wann richtet sich die Natur nach den Annahmen der Traumtänzer.

Wie kann man so b...d sein, und meinen, dass sich das jede Woche genau so wiederholt.

Hier wird mit Phantasiezahlen und Phantasieannahmen gerechnet.

Die Fraunhofer Leute zerpflücke ich auch ohne persönliche Anekdoten.

Viele Grüße
Roger
Nils Hoppenstedt



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Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 08. Feb 2026 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

rode.damode hat Folgendes geschrieben:

Und nun hätte ich gerne von dir gewußt, welche Mögichkeiten es noch gibt, diese fehlenden 50GW "regenerativ" zu erzeugen. Batteriespeicher und Pumpspeicher fallen ja deiner Meinung nach weg.
Also woher kommen dann die fast dauerhaft fehlenden 50GW?


Roger, wir drehen uns im Kreis, weil du zwei Dinge gleichsetzt, die nicht gleich sind. Du behandelst jede Stunde mit hoher Residuallast so, als müsse sie in dieser Stunde vollständig durch Wind und Sonne ersetzt werden. Genau das ist der Denkfehler. Ein Stromsystem muss nicht stündlich bilanziell geschlossen sein, sondern über Zeiträume.

Du liest aus SMARD eine „dauerhaft fehlende 50-GW-Leistung“ heraus. Diese 50 GW sind aber keine physikalisch notwendige Dauerleistung, sondern das Ergebnis des heutigen fossilen Systems. Sie zeigen, wie das aktuelle System betrieben wird, nicht, was technisch zwingend ist. Leistungssicherung und Energieversorgung sind zwei verschiedene Probleme: Leistung wird für seltene Schwachphasen vorgehalten, Energie wird über Überschusse vorher erzeugt und gespeichert.

Deshalb ist die richtige Frage nicht „Wo kommen jede Stunde die 50 GW regenerativ her?“, sondern „Wie oft treten solche Situationen auf und wie halte ich dafür gesicherte, klimaneutrale Leistung bereit?“. Genau hier setzen die Studien an, u. a. von der Fraunhofer-Gesellschaft. Solange du verlangst, dass jede einzelne Stunde direkt aus Wind und Sonne gedeckt sein muss, kommst du zwangsläufig zu „geht nicht“, aber das liegt am Modell und nicht an der Physik.

Solange du weiterhin Energie und Leistung vermischt, dreht sich die Diskussion nur immer weiter im Kreis.

Viele Grüße,
Nils

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rode.damode



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Beitrag rode.damode Verfasst am: 08. Feb 2026 12:06    Titel: Antworten mit Zitat

oh Nils

Ein Stromsystem muss nicht stündlich bilanziell geschlossen sein, sondern über Zeiträume.


So wie es aussieht, hast du keine Ahnung vom Strom, wenn du so etwas sagst.

Wenn nicht jede millisekunde genauso viel Strom zur Verfügung steht, wie benötigt wird, gehen die Lichter aus.

Hatte doch tatsächlich geglaubt, dass es in einem Physikforum Leute gibt, die nicht nur was behaupten, sondern ihre Aussage auch belegen.
Aber das schaffst du, wie es aussieht, einfach nicht.
Geschwafle eben.
Unterstes Niveau.

Und nein, ich vermische ganz gewiss nicht Leistung mit Energie.

Meine Zahlen hast du.
Vielleicht denkst du mal nach, hab aber wenig Hoffnung.

Viele Grüße
Roger
Nils Hoppenstedt



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Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 08. Feb 2026 12:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roger,

du wirfst hier - schon wieder - zwei Ebenen durcheinander. Netzstabilität und Energiebilanz sind nicht dasselbe. Natürlich muss das Netz in jeder Millisekunde leistungsgleich sein. Darüber gibt es keinerlei Streit. Aber daraus folgt nicht, dass jede Stunde direkt durch Wind und Sonne bilanziell geschlossen sein muss.

Leistungsgleichheit wird über regelbare Kraftwerke, Speicher, rotierende Massen und Regelenergie sichergestellt. Die Energie, die diese Leistung liefert, kann zeitlich vorher erzeugt und gespeichert worden sein. Genau diese zeitliche Entkopplung ist seit Jahrzehnten Standard im Stromsystem – auch heute.

Du liest aus stündlichen Residuallasten eine angeblich „dauerhafte 50-GW-Lücke“ heraus. Physikalisch existiert die so nicht. Was existiert, ist der Bedarf an gesicherter Leistung für seltene Phasen und an Energie über Zeit.

Sorry, aber solange du diese beiden Dinge gleichsetzt, reden wir aneinander vorbei. Es wired auch langsam langweilig..... Schläfer

Viele Grüße,
Nils

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rode.damode



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Beitrag rode.damode Verfasst am: 08. Feb 2026 13:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michael

Vieleicht schaffst du es, mal mit Zahlen zu untermauern, wie die Energiewende funktionieren könnte.

Nils schafft es nicht einmal ein Diagramm zu lesen, in dem eindeutig ausgewiesen wird, dass die Strommenge aus Gas- bzw Kohlekraftwerken stammt.
Da kann er nicht mit anderen nebulösen Speichern argumentieren.


Leider habe ich bisher auch von dir nur Allgemeinplätze gehört.

Viele Grüße
Roger
Nils Hoppenstedt



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Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 08. Feb 2026 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

rode.damode hat Folgendes geschrieben:

Nils schafft es nicht einmal ein Diagramm zu lesen, in dem eindeutig ausgewiesen wird, dass die Strommenge aus Gas- bzw Kohlekraftwerken stammt.



Zum x-ten mal: das Diagramm zeigt, dass heute Gas und Kohle laufen – nicht, dass sie laufen müssen. Du liest aus dem Ist-Betrieb eines fossil dominierten Systems eine physikalische Notwendigkeit heraus. Das ist der Kategorienfehler. Die Frage ist nicht, welche Farbe heute den Balken füllt, sondern ob diese Leistung künftig aus einer anderen Energiequelle gespeist werden kann. Genau das beantworten Systemstudien; und genau das zeigts dieses Diagramm nicht.

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ML



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Beitrag ML Verfasst am: 08. Feb 2026 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Zitat:

Leider habe ich bisher auch von dir nur Allgemeinplätze gehört.

Ich habe dich darauf hingeweisen, dass dein Diskussionsstil unpassend ist. Du bist zwar meinungsstark, deine Argumentation ist aber erkennbar schwach.

Das ist kein Allgemeinplatz, sondern beschreibt ganz spezifisch dein Verhalten. Eine Diskussion möchte ich mit dir nicht führen. Du bist mir zu aggressi und zeigst Großmaulverhalten.


Viele Grüße
Michael
rode.damode



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Beitrag rode.damode Verfasst am: 10. Feb 2026 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ein zentrales Instrument beim wissenschaftlichen Arbeiten ist die Falsifikation.

Wenn ihr hier allerdings einer Arbeit von Fraunhofer blind glaubt, dann solltet ihr besser in die Kirche gehen.
Das ist der Glauben besser aufgehoben. Wissenschaftliches Arbeiten ist das auf keinen Fall.
Daher auch mein Ausdruck dafür: Geschwafle.

Fraunhofer schreibt:

Das Potenzial der offshore WEA wird in dieser Studie nicht als Kapazität sondern als Energiemenge (ca. 300 TWh) angegeben. Um eine Vergleichbarkeit herzustellen wurde dieser Wert unter der Annahme von 3500 Vollaststunden pro Jahr auf ca. 85 GW umgerechnet

Wenn man allerdings die realen Daten von 2010 bis 2025 anschaut, liegen die Volllaststunden offshore in Schnitt bei 2600 Stunden.

Im Entstehungszeitraum der Fraunhofer Studie 2010 bis 2012, lagen die sogar noch etwas tiefer, nämlich bei 2500 Stunden.
Die angenommenen 3500 Volllaststunden waren wohl dem Prinzip Hoffnung geschuldet.
Wäre auch besser in der Kirche aufgehoben.

Versteht ihr jetzt, warum ich so sauer reagiere?
Wir können unsere Energiewende nicht auf dem Prinzip Hoffnung aufbauen, und meinen, die fehlende Energie wird schon irgendwo herkommen.

Macht es euch nicht stutzig, wenn onshore im Schnitt von 2010-2025 nur 1600 Vollaststunden vorhanden sind?
Auf einen Tag Wind folgen 4 Tage windstille und das das ganze Jahr über.
Aber das ist ein rechnerischer Wert. Es kann gut sein, dass es nur 600 Volllaststunden sind, und im Rest des Jahres weht ein laues Lüftchen.

Da bringen zusätzlich installierte Windmühlen dann nicht viel um überschüssige Energie zu erzeugen, die dann gespeichert werden kann.

Ich schreibe das in der Hoffnung, dass es hier auch ein paar Wissenschaftler gibt, und nicht nur Gläubige.

Viele Grüße
Roger
Nils Hoppenstedt



Anmeldungsdatum: 08.01.2020
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Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 10. Feb 2026 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roger,

Zu den 3500 Vollaststunden Offshore: Als Deutschland-Durchschnitt der letzten Jahre sind sie tatsächlich optimistisch, da hast du einen Punkt.

Realistisch lagen wir in den letzten 5 Jahren eher bei (2800 bis 3100] h/a. Das heißt aber nicht „Prinzip Hoffnung“, sondern schlicht: Für dieselbe Energiemenge braucht man mehr installierte Leistung. Rechenbeispiel:
300 TWh / 3500 h ≈ 86 GW,
300 TWh / 2800 h ≈ 107 GW.
Das sind ~20 GW Unterschied. Das ist schon Relevant, aber keine Falsifikation der Systemaussage.

Gleiches gilt Onshore: ~1600 h/a im Mittel heißt nicht „auf einen Tag Wind kommen vier Tage Flaute“ und schon gar nicht „zusätzliche Anlagen bringen nichts“. Vollaststunden sind eine Jahresenergie-Kenngröße, keine Aussage über Blocklängen von Flauten. Mehr installierte Leistung erhöht zuverlässig die Jahresenergie, löst aber nicht allein das Leistungsproblem in Extremstunden. Dafür braucht man Reserve/Backup. Genau das trennen die Studien.

Der eigentliche Punkt ist: wenn du einen Parameter (Vollaststunden) nach unten korrigierst, musst du zeigen, dass das System insgesamt kippt und nicht nur, dass eine Annahme zu optimistisch war. Solange sich das durch mehr Kapazität, andere Mixanteile oder zusätzliche Reserve ausgleichen lässt, ist das keine Widerlegung, sondern normales Sensitivitätsverhalten eines Modells. genau so arbeitet auch die Fraunhofer-Gesellschaft.

Im Prinzip machst du immer den gleichen Denkfehler. Du betrchtest reale Ist-Daten (SMARD-Diagramme, heutige Vollaststunden, aktueller Kraftwerkseinsatz) und behandelst sie so, als seien sie unveränderliche Naturgesetze. Daraus leitetest du ab, dass ein anderes System prinzipiell nicht funktionieren könne.

Viele Grüße,
Nils

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rode.damode



Anmeldungsdatum: 18.11.2025
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Beitrag rode.damode Verfasst am: 11. Feb 2026 09:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nils

Danke für die Antwort.
Du hättest Recht, wenn das der einzigste Punkt wäre, der nicht stimmt.

Weiter oben hatte ich aber ja schon aufgezeigt, von welchen Annahmen die Fraunhofer noch ausgehen.
Da heißt es über die fiktive Woche 2050 "am Anfang noch Wind... mitten in der Woche Flaute...dann springen die Speicher ein.."

Die haben sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, das reale Wetter zu analysieren!
Wie lang sind die Dunkelflauten, wie lang davor und danach ist Schwachwind, oder weiterhin wenig Solarstrom?

Das hat enorme Auswirkungen auf benötigte Speicher, oder zusätzliche Anlagen.

Und wenn ich dann von Traumtänzern rede, bin ich arrogant.
Ich würde gerne wissen, wie du solch eine Vorgehensweise nennst.

Die Energiewende läuft nun ähnlich wie Stuttgart21.
Erst mal billig und kurzfristig umsetzbar rechnen, und später dem Volk die Rechnung präsentieren.

Wir wären wesentlich schneller und günstiger, wenn richtig geplant würde.

Ich bin keineswegs gegen die Umstellung auf Solar- und Windkraft. Das stärkt z.B. unsere Außenhandelsbilanz, weil wir weniger Geld den Saudis in den Rachen werfen.
Außerdem bräuchten wir unzählige Atomkraftwerke, um die Strommenge produzieren zu können, so dass jeder so ein Kraftwerk in Sichtweite vor der Haustüre hätte.
Da sind Windmühlen das kleinere Übel.

Wenn unsere Intelligenzbolzen es nicht schaffen, allen reinen Wein einzuschenken, wird es unsere Gesellschaft immer weiter spalten.

Solche Fehler von Fraunhofer sind doch ein gefundenes Fressen für unsere extremen Ränder.

Wenn ich hier auch nur einen dazu gebracht habe, mal selber zu denken, als alles widerspruchslos hinzunehmen, war die Disskussion schon hilfreich.

Viele Grüße
Roger
Nils Hoppenstedt



Anmeldungsdatum: 08.01.2020
Beiträge: 2143

Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 11. Feb 2026 11:42    Titel: Antworten mit Zitat

rode.damode hat Folgendes geschrieben:

Weiter oben hatte ich aber ja schon aufgezeigt, von welchen Annahmen die Fraunhofer noch ausgehen.
Da heißt es über die fiktive Woche 2050 "am Anfang noch Wind... mitten in der Woche Flaute...dann springen die Speicher ein.."

Die haben sich noch nicht einmal die Mühe gemacht, das reale Wetter zu analysieren!


Dir ist aber schon klar, dass diese fiktive Woche nur ein Beispiel zur Illustration war, damit man sich besser vorstellen kann wie die einzelnen Komponenten zusammenspielen? Also erst Wind/PV, dann Speicher, dann Backup.

Wie soll man denn bitte das "reale Wetter" im Jahr 2050 analysieren? grübelnd

Viele Grüße,
Nils

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