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Theoretische Massenobergrenze SL
 
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willyengland



Anmeldungsdatum: 01.05.2016
Beiträge: 869

Beitrag willyengland Verfasst am: 08. Aug 2025 15:50    Titel: Theoretische Massenobergrenze SL Antworten mit Zitat

Es geht gerade durch die Medien, dass mal wieder das schwerste SL entdeckt wurde.
s. z.B.
https://www.scinexx.de/news/kosmos/astronomen-entdecken-schwerstes-schwarzes-loch/

"Mit rund 36 Milliarden Sonnenmassen liegt es nahe der theoretischen Massenobergrenze für supermassereiche Schwarze Löcher."

Warum gibt es so eine Grenze? Was hindert das SL noch mehr Masse aufzunehmen?

_________________
Gruß Willy
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 08. Aug 2025 19:34    Titel: Re: Theoretische Massenobergrenze SL Antworten mit Zitat

willyengland hat Folgendes geschrieben:
Warum gibt es so eine Grenze?


In der Quelle, die am Ende des Artikels verlinkt ist, finde ich nichts von so einer Obergrenze. Stattdessen ist davon die Rede, dass der Gravitationslinseneffekt eine Obergrenze für die Masse dieses speziellen Schwarzen Loches liefert und die liegt 1,5 Standardabweichungen über dem Wert, den man aufgrund der Korrelation zwischen der Geschwindigkeitsverteilung im Inneren der Galaxie und der Masse des zentralen Schwarzen Loches erwarten würde.
willyengland



Anmeldungsdatum: 01.05.2016
Beiträge: 869

Beitrag willyengland Verfasst am: 09. Aug 2025 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Andreas Müller erklärt etwas dazu auf "Urknall, Weltall und das Leben":

Wie groß ist das größte Schwarze Loch? • Akkretionstheorie • Eddington-Grenze |
https://www.youtube.com/watch?v=DXsMmuWzc1I
(11 min)

Der Strahlungsdruck verhindert, dass das SL immer mehr Masse aufnimmt. Man hat eine maximale Rate, die sog. Eddington Rate. Das ergibt so etwa 20 Sonnenmassen/Jahr.
Multipliziert mit dem Alter des Universums kommt man so auf einen maximalen Wert.

Hier wird ein SL beschrieben, was laut Wikipedia 40 Mrd Sonnenmassen hat:
https://de.wikipedia.org/wiki/TON_618

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Gruß Willy
Ixbalanque



Anmeldungsdatum: 24.08.2018
Beiträge: 78

Beitrag Ixbalanque Verfasst am: 09. Aug 2025 16:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
ich habe dazu eine Frage: Kann die Akkretionsscheibe bei sehr großen schwarzen Löchern nicht instabil werden, da deren innere Bereiche in der Nähe des Ereignishorizonts spaghettisiert werden?

Grüße
Günther



Anmeldungsdatum: 23.11.2010
Beiträge: 428

Beitrag Günther Verfasst am: 09. Aug 2025 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Dagegen spricht, dass die Gezeitenkraft am Ereignishorizont proportional zu 1/M² ist.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21442

Beitrag TomS Verfasst am: 09. Aug 2025 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

Allerdings liefert die Eddington-Grenze keine prinzipielle Obergrenze, lediglich eine für diesen speziellen Prozess. Für Verschmelzungen gibt es wohl keine derartige Obergrenze.
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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 09. Aug 2025 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Allerdings liefert die Eddington-Grenze keine prinzipielle Obergrenze, lediglich eine für diesen speziellen Prozess.


Nicht einmal dafür: https://www.nature.com/articles/s41550-024-02402-9
willyengland



Anmeldungsdatum: 01.05.2016
Beiträge: 869

Beitrag willyengland Verfasst am: 10. Aug 2025 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, also gibt es kein physikalisches Gesetz, das beliebig große SL verhindert.
Es ist eher eine praktische Grenze, weil kein Material mehr in der Nähe ist.
Im Prinzip könnte es aber auch SL mit 100 Billiarden Sonnenmassen geben.

_________________
Gruß Willy
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21442

Beitrag TomS Verfasst am: 10. Aug 2025 09:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ja.

Genügend Materie und Zeit vorausgesetzt, kann ein Schwarzes Loch beliebig groß werden.

Letztlich geht es sogar ohne Materie; es sind Vakuum-Lösungen der ART bekannt, in denen eine spezielle Form von Gravitationswellen – sogenannte Brill-Wellen – zu einem Schwarzen Loch kollabieren.

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Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
Beiträge: 1609

Beitrag Aruna Verfasst am: 10. Aug 2025 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Ja.

Genügend Materie und Zeit vorausgesetzt, kann ein Schwarzes Loch beliebig groß werden.


das hat ja niemand bestritten, die Frage war, wie groß es in begrenzter Zeit werden kann...
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