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Physikstudium möglich?
 
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Terpum



Anmeldungsdatum: 11.05.2022
Beiträge: 2

Beitrag Terpum Verfasst am: 11. Mai 2022 20:12    Titel: Physikstudium möglich? Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo zusammen,

um die Frage im Titel nicht nochmals zu wiederholen fange ich direkt an - ich habe mir zwar schon ein paar Beiträge zu dem Thema durchgelesen, aber konnte daraus leider keine wirkliche Erkenntnis erlangen.

Zunächst ja, ich habe ein Abitur, was ja theroretisch die einzige Vorraussetzung für ein Physikstudium an den meisten Hochschulen ist.
Jedoch ist das auch schon alles und natürlich nicht die Realität.
Matheabi habe ich damals mit 2 Punkten (glatte 5) abgeschlossen und war auch sonst in den ganzen Halbjahren der Pberstufe eher so der Dreier-Schüler.
Nun ist mir natürlich klar, dass man Mathekentnisse benötigt oder eben ein Talent dafür (was ja normalerweise Hand in Hand geht) und es überhaubt nicht so aussieht als wäre eines von beiden bei mir gegeben.
Man muss jedoch sagen, dass ich für Mathe oder auch generell für Schulaufgaben/Kurztests, wenn überhaubt, am Abend davor vielleicht 20 min gelernt hab (für Mathe Abi insgesamt vielleicht 5h). Noch dazu kam mein generelles Desinteresse für alles was Schule betraf, sowie der Gedanken - vor allem leider zu Mathe - ''Kann ich einfach nicht'', was im Nachhinein besonders peinlich ist - mal abgesehen von dem ganzen Rest.
An das Abi habe ich jetzt in den letzten 2.5 Jahren eine Berufsausbildung (Mechatroniker) angehängt, was mir auf jeden Fall geholfen hat, mich aus meiner Desillusionierung zu holen und mein Sicht auf viele Dinge um 180 Grad zu drehen. Nun genug zu meinem Werdegang - der hoffentlich nur als Zusatzinfo verstanden wird - und endlich zu der Frage im Titel.

Ich beschäftige mich nun schon eine Zeit lang mit dem Thema Physik, wie z.B. Quantenmechanik oder Astrophysik und bin durchaus bereit dort richtig einzusteigen und mich anzustrengen (natürlich auch die anderen Teilgebiete, die man im Studium so hat).
Das einzige, was mich nun abhält, ist mein Zweifel, ob es ohne ein gewisses Talent im Bereich der Mathematik überhaubt möglich ist dieses Studium (am Besten natürlich gut) zu schaffen und auch ohne fundierte mathematische Grundkenntnisse (natürlich werde/würde ich mich noch vorbereiten vor Studienbeginn mit einem Vorkurs und Autodidaktik mit entsprechender Literatur (hab schon ein Paar Links)).
Ich denke generell, dass mir das Lernen neuer Sachen und das Zusammenhänge erkennen leicht fällt, aber dies eben nicht ausreicht, um dieses Studium zu schaffen, selbst wenn ich jeden Tag lerne. Leider kann ich das selbst überhaubt nicht beurteilen und ich kenne auch keinen, der mir dort weiterhelfen könnte, außer ich fahre in die nächste Uni-Stadt zu einem Beratungsgespräch.

Ich hoffe ich konnte mich einigermaßen verständlich artikulieren (Ich weiß.. Ich mache zu viele Klammern...) und Danke für das Durchlesen meines halben ''Essays'', sowie für jegliche Antworten.:)

MfG






Meine Ideen:
Nachtrag: Ich hoffe es entsteht nicht das Bild, als würde ich gar kein Mathe können, sondern eher dass ich eben bis jetzt keine wahnsinnig gefestigten Kentnisse habe.
vtxt1103



Anmeldungsdatum: 14.11.2021
Beiträge: 276

Beitrag vtxt1103 Verfasst am: 11. Mai 2022 21:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann dir aus Erfahrung erzählen dass das natürlich schon möglich ist, ist aber natürlich auch ein Vollzeitstudium

Da ich Fachabi gemacht habe hatte ich weder Mathe LK noch Physik Grundkursund komme dennoch ganz gut zurecht. Trotz harter Arbeit natürlich.

Also Ja es ist auf jeden Fall möglich
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 15736

Beitrag TomS Verfasst am: 11. Mai 2022 21:30    Titel: Antworten mit Zitat

@Terpum -

Erfahrungsgemäß scheitern viele Physikstudenten an der Mathematik, wobei ich schlecht einschätzen kann, ob es wirklich am Verständnis oder eher am mangelnden Durchhaltevermögen liegt.

Warum schaust du dich nicht nach einem Vorkurs oder zumindest den Unterlagen plus Unterstützung um? Dann merkst du am schnellsten, wie du dran bist.

_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
Beiträge: 413

Beitrag Aruna Verfasst am: 12. Mai 2022 10:17    Titel: Re: Physikstudium möglich? Antworten mit Zitat

Terpum hat Folgendes geschrieben:

Zunächst ja, ich habe ein Abitur, was ja theroretisch die einzige Vorraussetzung für ein Physikstudium an den meisten Hochschulen ist.


Mit einem Abitur kannst Du ein Physikstudium beginnen, Dich also für den Studiengang einschreiben, aber ein Abitur bedeutet nicht, dass Du das Studium auch erfolgreich beenden wirst.

Terpum hat Folgendes geschrieben:

Jedoch ist das auch schon alles und natürlich nicht die Realität.
Matheabi habe ich damals mit 2 Punkten (glatte 5) abgeschlossen und war auch sonst in den ganzen Halbjahren der Pberstufe eher so der Dreier-Schüler.


Das klingt nun nach einem ziemlichen Leistungseinbruch (3->5) im Abitur.
Hast Du dafür eine Erklärung?

Terpum hat Folgendes geschrieben:

Nun ist mir natürlich klar, dass man Mathekentnisse benötigt oder eben ein Talent dafür (was ja normalerweise Hand in Hand geht) und es überhaubt nicht so aussieht als wäre eines von beiden bei mir gegeben.


Dann sieht das schlecht aus.

Terpum hat Folgendes geschrieben:

Man muss jedoch sagen, dass ich für Mathe oder auch generell für Schulaufgaben/Kurztests, wenn überhaubt, am Abend davor vielleicht 20 min gelernt hab (für Mathe Abi insgesamt vielleicht 5h). Noch dazu kam mein generelles Desinteresse für alles was Schule betraf, sowie der Gedanken - vor allem leider zu Mathe - ''Kann ich einfach nicht'', was im Nachhinein besonders peinlich ist - mal abgesehen von dem ganzen Rest.


Das hört sich für mich nun so an, dass Du meinst, dass der oben genannte Anschein ("...es so aussieht...") nicht der Wirklichkeit entspricht und Du Deine mittelmäßigen bis schlechten Mathenoten auf andere Umstände zurückführst, als Mangel an Talent.
Naja, ich hatte im schriftlichen Abitur in Physik (Leistungskurs) eine 4+
In Mathe hatte ich in der zehnten Klasse eine 4.
Ich bin aber aus irgendwelchen Gründen dennoch in meiner Schulzeit nicht auf die Idee gekommen, dass ich für Mathe oder Physik unbegabt sei, oder "kann ich nicht".
Da stellt sich mir die Frage, wie Du darauf kamst, bzw. ob Du unter anderem Umständen zu einem anderen Urteil gekommen wärst oder kommen würdest.
(Die Ausrede "wenn ich gelernt hätte, dann..." zieht aber - zumindest bei mir- in Bezug auf Mathe nicht wirklich. Ich will allerdings nicht ausschließen, dass Mathe in der Schule inzwischen zu einem Lernfach verkommen ist.)

Terpum hat Folgendes geschrieben:

Ich beschäftige mich nun schon eine Zeit lang mit dem Thema Physik, wie z.B. Quantenmechanik oder Astrophysik und bin durchaus bereit dort richtig einzusteigen und mich anzustrengen (natürlich auch die anderen Teilgebiete, die man im Studium so hat).


Ich kann mich irren, aber grundsätzlich klingt das für mich nach Gebieten, für die sich auch Laien interessieren, aber ohne tatsächlich tiefer da einzusteigen.
Wie sieht denn diese Beschäftigung konkret aus, bzw. auf welchem Niveau anhand welcher Bücher, Videos ect.. beschäftigst Du Dich damit?
Quantenmechanik an der Uni unterscheidet sich nach meinen Erfahrungen ziemlich von Quantenmechanik in populärwissenschaftlichen Werken.
Das gehört zur Grundausbildung für alle Physiker, gehört aber zur theoretischen Physik.
Wenn man sich da spezialisieren will, sollte man IMO schon überdurchschnittliche Mathefähigkeiten mitbringen.
Also auch überdurchschnittlich für einen Physikstudenten, der IMO schon gegenüber der Normalbevölkerung überdurchschnittliche Fähigkeiten benötigt.
Und Astrophysik...keine Ahnung, da hab ich keine Erfahrungen.
Eventuell braucht man dafür allgemeine Relativitätstheorie...
Man könnte den Lesch fragen...


Terpum hat Folgendes geschrieben:

Das einzige, was mich nun abhält, ist mein Zweifel, ob es ohne ein gewisses Talent im Bereich der Mathematik überhaubt möglich ist dieses Studium (am Besten natürlich gut) zu schaffen und auch ohne fundierte mathematische Grundkenntnisse


Ich würde sagen: nein
Dazu sollte man aber konkretisieren, welche Grundkenntnisse man für den Einstieg braucht.
Grundsätzlich kannst Du wahrscheinlich Mathevorlesungen für Mathematiker besuchen (Analysis, Lineare Algebra), da wird alles von Anfang an aufgebaut. Ist dann aber anspruchsvoller, als in der Schule.
Dann gab es beim mir noch alternativ "Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaftler". Da lernt man wohl eher Rechnen, also weniger herleiten und Beweisen, dafür war da zumindest früher das Tempo deutlich höher, als in der Schule.
In der Physik werden allerdings schon gewisse Kenntnisse erwartet, bevor die in Mathe dran waren.
IMO sollte man z.B. grundlegend differenzieren und integrieren können, und Vektoren addieren.
Kurvendiskussion, Gleichungen umstellen.
Es gibt auch Bücher und gab zumindest früher Einführungskurse, wie "mathematische Hilfsmittel der Physik" um die Leute auf den Stand zu bringen bezüglich Taylor-Entwicklung von Funktionen etc....

Terpum hat Folgendes geschrieben:

Ich denke generell, dass mir das Lernen neuer Sachen und das Zusammenhänge erkennen leicht fällt, aber dies eben nicht ausreicht, um dieses Studium zu schaffen, selbst wenn ich jeden Tag lerne. Leider kann ich das selbst überhaubt nicht beurteilen und ich kenne auch keinen, der mir dort weiterhelfen könnte, außer ich fahre in die nächste Uni-Stadt zu einem Beratungsgespräch.


Hier eine Video-Reihe über eine Vorlesung zu mathematischen Methoden der Physik, Zielgruppe Lehramtskandidaten.
Das geht tiefer rein, als das, was Du mitbringen musst, könnte aber einen Eindruck geben, was Dich erwarten kann.

https://www.youtube.com/watch?v=pKuEQK7VuaQ&list=PLDfPUNusx1ErQv_Cj-wT8F2yF_3rTJSn-

Und hier eine Videoreihe über Physik, bei der der Rat, das Publikum durch Formeln oder Berechnungen nicht zu verschrecken, nicht ganz beherzigt wird:

https://www.youtube.com/watch?v=mS1-V2EzIqo&list=PLmDf0YliVUvGGAE-3CbIEoJM3DJHAaRzj

Die Themen gehen wohl über das hinaus, was in einem Physikstudium grundsätzlich behandelt wird, werden allerdings nicht in der Tiefe und Breite behandelt.
Auch dies, um einen Eindruck zu bekommen, wo die Reise hingehen kann, falls Du Dich bisher mit populärwissenschaftlicherer Literatur beschäftig hast.

Vielleicht findest Du auch Online-Tests, z.b. von Universitäten, die Dir helfen, Deine Fähigkeiten abzuschätzen?
Terpum



Anmeldungsdatum: 11.05.2022
Beiträge: 2

Beitrag Terpum Verfasst am: 12. Mai 2022 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst Danke für die Zahlreichen Antworten. Ich beginne mal Sachen zu beantworten die hier geschrieben wurde.. Ich hoffe ich bekomme es zufriedenstellend hin. (Tut mir leid, dass ich nicht chronologisch zitiere.. hatte am Anfang ein paar Probleme damit).

TomS hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Erfahrungsgemäß scheitern viele Physikstudenten an der Mathematik, wobei ich schlecht einschätzen kann, ob es wirklich am Verständnis oder eher am mangelnden Durchhaltevermögen liegt.

Warum schaust du dich nicht nach einem Vorkurs oder zumindest den Unterlagen plus Unterstützung um? Dann merkst du am schnellsten, wie du dran bist.


Natürlich werde ich einen Vorkurs besuchen - das ist definitiv ein Muss. Auch als Lektüre habe ich mir ein Schulbuch gekauft und rechne das durch https://www.westermann.de/reihe/METZPHY19S2/Metzler-Physik-SII-5-Auflage-2020 , sowie https://www.amazon.de/-/en/gp/product/3519230747/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o00_s00?ie=UTF8&psc=1 .

Leider bin ich hier sehr neu und hab es jetzt nur geschafft diese eine Passage zu quoten. Ich versuche den Rest anschaulich anzufügen.


Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Mit einem Abitur kannst Du ein Physikstudium beginnen, Dich also für den Studiengang einschreiben, aber ein Abitur bedeutet nicht, dass Du das Studium auch erfolgreich beenden wirst.


Wie gesagt, mir ist klar, dass dies nicht der Realität entspricht, deswegen ja der Beitrag.

Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Das klingt nun nach einem ziemlichen Leistungseinbruch (3->5) im Abitur.
Hast Du dafür eine Erklärung?


Natürlich: Ich habe eben praktisch nur auf Kurzzeitgedächtnis gelernt - wenn überhaubt - deswegen konnte ich im Abi mit seinem viel größeren Spektrum an Wissensabfrage natürlich gefühlt gar nichts.

Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Dann sieht das schlecht aus.


Damit meinte ich den Anschein , der aus dem Vorangegangenen erwächst - wie Du ja direkt danach erkannt hast.

Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Ich bin aber aus irgendwelchen Gründen dennoch in meiner Schulzeit nicht auf die Idee gekommen, dass ich für Mathe oder Physik unbegabt sei, oder "kann ich nicht".
Da stellt sich mir die Frage, wie Du darauf kamst, bzw. ob Du unter anderem Umständen zu einem anderen Urteil gekommen wärst oder kommen würdest.


Ich denke es lag einfach an meinen konstant durchwachsenen Leistungen in Mathe und wahrscheinlich wäre ich zu einem anderen Urteil gelangt, wenn ich besser gewesen wäre. Das hätte natürlich vorausgesetzt, dass ich mehr als gar nichts für das Fach mache.

Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

(Die Ausrede "wenn ich gelernt hätte, dann..." zieht aber - zumindest bei mir- in Bezug auf Mathe nicht wirklich. Ich will allerdings nicht ausschließen, dass Mathe in der Schule inzwischen zu einem Lernfach verkommen ist.)


Das ist jetzt nicht exakt mein Gedankengang, aber wahrscheinlich mehr oder weniger sinngemäß. In meinen Augen ist Mathe ein Übungsfach (kein Lernfach). Zu dem Ergebnis kam ich spätestens, als ich in der 11. Klasse mal tatsächlich eine Phase hatte (ca. 1 Monat - ich weiß: lächerlich), wo ich was getan hab für die Schule und meine Noten durch die Bank um min. eine Notenstufe besser wurden und eben v.a. in Mathe. Dort gelangen mir damals gefühlte leicht verdiente 12 Punkte in einer Schulaufgabe. Leider ging's danach wieder steil bergab.

Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Ich kann mich irren, aber grundsätzlich klingt das für mich nach Gebieten, für die sich auch Laien interessieren, aber ohne tatsächlich tiefer da einzusteigen.
Wie sieht denn diese Beschäftigung konkret aus, bzw. auf welchem Niveau anhand welcher Bücher, Videos ect.. beschäftigst Du Dich damit?


Also ich bin definitv ein Laie, da besteht kein Zweifel. Die Themen haben mich einfach mehr angesprochen, als andere über die ich gestolpert bin (vielleicht eben gerade weil ich ein Laie bin - ich weiß es nicht).
Bezüglich dem Niveau habe ich an Bücher nur die beiden Rechenbücher vorzuweisen (Links weiter oben), sowie 'A brief History of time' - tatsächlich sogar in Englisch gelesen, auch wenn's wahrscheinlich keinen Unterschied macht.
So sehr ich mich auch dafür schäme, liegt meine Hauptbezugsquelle bei YouTube. Natürlich versuche ich dort seriöse Channel anzuschauen, die auch den ein oder anderen mathematischen Hintergrund aufführen und nichts, was die Physik versucht auf Biegen und Brechen zu vereinfachen, um es der Allgemeinheit leichter zugänglich zu machen. Beispiele dafür sind z.B.: Sabine Hossenfelder (eine Partikelphysikerin an der Uni Frankfurt), sowie Fermilab (wird von einem Experimentalphysiker repräsentiert) oder Dr. Brian Keating (Kosmologe); das wären die in meinen Augen seriösen Channel - zumindestens soweit ich das beurteilen kann)

Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Quantenmechanik an der Uni unterscheidet sich nach meinen Erfahrungen ziemlich von Quantenmechanik in populärwissenschaftlichen Werken.
Das gehört zur Grundausbildung für alle Physiker, gehört aber zur theoretischen Physik.
Wenn man sich da spezialisieren will, sollte man IMO schon überdurchschnittliche Mathefähigkeiten mitbringen.
Also auch überdurchschnittlich für einen Physikstudenten, der IMO schon gegenüber der Normalbevölkerung überdurchschnittliche Fähigkeiten benötigt.


Wie gesagt, im Moment sind es nur Themen die mich mehr interessieren - wie das Ganze dann im Detail abläuft und wohin ich mich spezialisieren will kann ich auf keinen Fall jetzt schon sagen. Aber laut Deiner Anmerkung wird's dann wahrscheinlich eher nicht Quantenmechanik - wenn es denn soweit kommen sollte. Überduschnitlliche Fähigkeiten im Allgemeinen würde ich mir zwar vielleicht schon zugestehen, aber auf keinen Fall in Mathe.. Offensichtlicherweise.

Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Grundsätzlich kannst Du wahrscheinlich Mathevorlesungen für Mathematiker besuchen (Analysis, Lineare Algebra), da wird alles von Anfang an aufgebaut. Ist dann aber anspruchsvoller, als in der Schule.
Dann gab es beim mir noch alternativ "Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaftler". Da lernt man wohl eher Rechnen, also weniger herleiten und Beweisen, dafür war da zumindest früher das Tempo deutlich höher, als in der Schule.
In der Physik werden allerdings schon gewisse Kenntnisse erwartet, bevor die in Mathe dran waren.
IMO sollte man z.B. grundlegend differenzieren und integrieren können, und Vektoren addieren.
Kurvendiskussion, Gleichungen umstellen.


Okay solche Vorlesungen werde ich dann wahrscheinlich besuchen müssen. Dass es schneller als in der Schule geht davon bin ich sowieso ausgegangen und habe es sogar gehofft - ich tendiere, wenn ich mich nicht zusammenreiße, leider sehr dazu komplett abzuschalten, sobald ich etwas verstanden habe und mich nicht mehr anstrengen muss, was dann eben zur Konsequenz hat, dass ich mir denke 'hab ich schon verstanden - brauch' ich nicht üben' und somit das meiste seinen Weg nicht in mein Langzeitgedächtniss fand (das bezieht sich vor allem auf meine Erfahrungen mit dem Matheunterricht der Oberstufe). Die Situtation hat sich auch inzwischen schon gebessert, ich war einfach unglaublich unreif damals in der Schule.

Aruna hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Hier eine Video-Reihe über eine Vorlesung zu mathematischen Methoden der Physik, Zielgruppe Lehramtskandidaten.
Das geht tiefer rein, als das, was Du mitbringen musst, könnte aber einen Eindruck geben, was Dich erwarten kann.

https://www.youtube.com/watch?v=pKuEQK7VuaQ&list=PLDfPUNusx1ErQv_Cj-wT8F2yF_3rTJSn-

Und hier eine Videoreihe über Physik, bei der der Rat, das Publikum durch Formeln oder Berechnungen nicht zu verschrecken, nicht ganz beherzigt wird:

https://www.youtube.com/watch?v=mS1-V2EzIqo&list=PLmDf0YliVUvGGAE-3CbIEoJM3DJHAaRzj

Die Themen gehen wohl über das hinaus, was in einem Physikstudium grundsätzlich behandelt wird, werden allerdings nicht in der Tiefe und Breite behandelt.
Auch dies, um einen Eindruck zu bekommen, wo die Reise hingehen kann, falls Du Dich bisher mit populärwissenschaftlicherer Literatur beschäftig hast.

Vielleicht findest Du auch Online-Tests, z.b. von Universitäten, die Dir helfen, Deine Fähigkeiten abzuschätzen?


Vielen Dank - wirklich. Ich werde mir die Videos gleich mal zu Gemüte führen. Außerdem Danke für die ganze Zeit die Du dir genommen hast, alles zu kommentieren und mir noch Links rauszusuchen, sowie für die Zeit die es Dich kostet das Ganze oben durzulesen. Und natürlich, dass du so ehrlich bist und mir deine reele Einschätzung mitteilst. Bezüglich der Test werde ich mich mal informieren, wie es da bei der Uni meiner Wahl aussieht.

TomS hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Erfahrungsgemäß scheitern viele Physikstudenten an der Mathematik, wobei ich schlecht einschätzen kann, ob es wirklich am Verständnis oder eher am mangelnden Durchhaltevermögen liegt.


Ich tendiere stark zu Durchhaltevermögen, da ich, wenn ich mich tatsächlich ein bisschen intensiver mit den Themen befasst habe, eigentlich schon verstanden habe, worum es denn geht.

vtxt1103 hat Folgendes geschrieben:
@Terpum -

Ich kann dir aus Erfahrung erzählen dass das natürlich schon möglich ist, ist aber natürlich auch ein Vollzeitstudium

Da ich Fachabi gemacht habe hatte ich weder Mathe LK noch Physik Grundkursund komme dennoch ganz gut zurecht. Trotz harter Arbeit natürlich.

Also Ja es ist auf jeden Fall möglich


Okay, es beruhigt mich ein bisschen das zu hören. Danke:) Und gegen harte Arbeit habe ich per se nichts - solange es zielführend ist natürlich.
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