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Atomenergie ohne Uran oder neues Plutonium
 
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twb8t5



Anmeldungsdatum: 10.08.2011
Beiträge: 69

Beitrag twb8t5 Verfasst am: 29. Dez 2019 14:47    Titel: Atomenergie ohne Uran oder neues Plutonium Antworten mit Zitat

Atomenergie Ohne Uran oder Neues Plutonium

! Ich habe kein Interesse an einem Flame-War über die Risiken von Kerntechnik !
Ich mache mir darüber Gedanken wie man 9,9 Milliarden ... versorgen kann, ohne den Planeten in eine Hölle zu verwandeln, da muss man Kompromisse eingehen.


Könnte man verbrauchte Brennelemente aus Leichtwasserreaktoren nehmen und
das Uran sowie alle leichten Elemente / Zerfallsprodukte+Sauerstoff entfernen, sodass nur noch die Transurane/Actinoide sich sammeln und daraus weitere Energie gewinnen? Ich denke explizit NICHT an einen Brutreaktor, sondern einen Reaktor der kein Uran enthält. Wobei ich persönlich den Zusatz von Plutonium aus Kernwaffen im Zentrum und von Thorium im Mantel befürworte.
Das meiste (>95% Masse) des hochradioaktiven Abfalls eines Reaktors ist stabiles Uranoxid. Ich vermute, dass dieses immer mitgezählt wird, wenn die Menge des hochradioaktiven Abfalls angegeben wird. Entfernt man es aus der Rechnung und vergleicht den Rest mit anderem Sondermüll sieht die Situation ganz anders aus.

Hintergrund:
Actinoide entstehen in Leichtwasserreaktoren durch Neutroneneinfang und anschließenden Zerfall aus U238. Alle Actinoide sind spaltbar, soweit sie nicht zu medizinischen oder Forschungszwecken entfernt werden sind sie im Atommüll enthalten.
Durch die Abwesenheit von Uran entstünden keine neuen Transurane. Am Ende stehen weniger radioaktive Actinoide als vorher. Ein LWR erzeugt hingegen mehr radioaktive Actinoide weil stabiles Uran umgewandelt wird.
Folglich lässt sich das Entsorgungsproblem verringern, wenn wir neue Kernkraftwerke bauen.

Vorteile:
Unterm Strich werden es weniger Transurane und weniger Atommüll.
Keine energieintensive Anreicherung nötig.
Plutonium wird vernichtet.
Wenn der Reaktor mit zusätzlichem Pu aus Waffen arbeiten kann, so gibt es zunächst kein Brennstoffproblem

Nachteile:
Leichtes Wasser darf nicht in den Kern des Reaktors.
Hohe Leistungsdichte.
Steuerung setzt Bewegung der heißen Brennelemente voraus da Kritikalität nicht durch Moderator oder Absorber beeinflusst werden kann.

Wenn man genug der Transurane/Actinoide konzentriert, sollten zumindest das Plutonium und Neptunium anfangen sich zu spalten. Bei ausreichend hoher Konzentration an schnellen Neutronen sollten auch die anderen Transurane immer mal gespalten werden und sogar Neutronen freisetzen. Da die Konzentration an spaltbarem Material wie bei einer Bombe sehr hoch ist haben die Neutronen viele schnelle Kollisionen mit geeigneten Kernen sodass es nicht schlimm ist, dass sie meist nur abprallen.
Ich vermute, dass sobald das Plutonium abnimmt die Reaktion vom Rest nicht aufrecht erhalten würde, man kann also immer nur etwas der anderen Transurane vernichten. Es gibt jedoch mehr als genug Pu um den Müll damit anzureichern und die Neutronenverfügbarkeit zu erhöhen.
Abgesehen davon ob es theoretisch möglich wäre so eine Kettenreaktion zu erzeugen, stellt sich die Frage ob es genug Atommüll gibt um ihn zu nutzen. Für einen solchen Reaktor wären mehrere 100kg der reinen Transurane nötig nur um ihn einmalig zu starten. Um einen Reaktor praktikabel/wirtschaftlich zu machen muss er zumindest 300MWt umsetzen, das würde wohl viel Atommüll voraussetzen.

Ich denke bei der Verwendung weniger an elektrische Energie, sondern an die Wasserstoffproduktion für die chemische Industrie. Langfristig denke ich an die Umwandlung von Braunkohle und CO2 in Benzin und Schwefelsäure.
Aus vorgenannten Gründen wäre der Reaktor idealerweise sehr heiß (900°C).
Primär mit Blei gekühlt.
Sekundär mit Schwefelsäure gekühlt.
Tertiär mit Wasser gekühlt.
Elektrische Leistung nur zu/für Spitzenzeiten und Ausfälle von Wind u.a. Quellen.

Bedenken:
Gibt es genug Brennstoff/Atommüll um die Infrastruktur wirtschaftlich zu machen?
Kann man die nötige Brennstoffdichte technisch umsetzen?
Kann man ein akzeptables Sicherheitsniveau erreichen?
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 29. Dez 2019 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Code:
Könnte man verbrauchte Brennelemente aus Leichtwasserreaktoren nehmen und
das Uran sowie alle leichten Elemente / Zerfallsprodukte+Sauerstoff entfernen, sodass nur noch die Transurane/Actinoide sich sammeln und daraus weitere Energie gewinnen?


Könnte man aber wohin damit. Wieder Sondermüll.

Code:
Das meiste (>95% Masse) des hochradioaktiven Abfalls eines Reaktors ist stabiles Uranoxid.Ein LWR erzeugt hingegen mehr radioaktive Actinoide weil stabiles Uran umgewandelt wird. 


Was soll das sein . Uran und seine Verbindungen sind immer instabil, sie zerfallen.

Code:
. Ich vermute, dass dieses immer mitgezählt wird, wenn die Menge des hochradioaktiven Abfalls angegeben wird. Entfernt man es aus der Rechnung und vergleicht den Rest mit anderem Sondermüll sieht die Situation ganz anders aus.


Warum trennen, Sondermüll ist Sondermüll, da kann ich nicht einfach was weglassen wie es einem passt und schön rechnen.

Also der Beitrag ist einfach Praxis fremd. Beschäftige dich mal mit Brennstäbeherstellung und den ganzen chemischen Abfall der dabei anfällt. Für Kernspaltung braucht man sehr reines Material. Transurane kommen da wohl nicht in Betracht. Halbwertzeiten sind zu kurz.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 3401

Beitrag DrStupid Verfasst am: 29. Dez 2019 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Uran und seine Verbindungen sind immer instabil, sie zerfallen.


Instabil ist relativ Uran-238 hat eine Halbwertzeit von über 4 Milliarden Jahren.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Warum trennen


Weil eine bunte Mischung aus verschiedenen radioaktiven Stoffen mit sehr unterschiedlichen Halbwertzeiten viel schwerer zu handhaben ist als sauber getrennter Atommüll. Große Mengen schwach radioaktiven Abfalls wie beispielsweise abgereichertes Uran kann man halbwegs sicher endlagern. Bei hochradioaktivem Abfall mit kurzen Halbertzeiten geht das nicht, weil Wärme, Strahlung und die veränderliche chemische Zusammensetzung die Gefäße korrodieren würden. Sowas "verbrennt" man vorher besser in Kernreaktoren oder Transmutaroren und legt es dann ein paar hundert Jahre in ein Zwischenlager, bis es ebenfalls endgelagert werden kann.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 29. Dez 2019 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Auch U238 ist radioaktiv und erzeugt in längerer Exposition Krebs. Egal wie die Halbwertzeit ist.

Hinsichtlich trennen: das bezog sich auf den Post. Ich trenne und lass das eine weg und berechne nur das andere doch wohl eine Milchmädchenrechnung.
Am besten man fast das ganze gar nicht mehr an, jegliche Aufbereitungen erzeugen mehr radioaktiven chemischen Abfall.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 3401

Beitrag DrStupid Verfasst am: 29. Dez 2019 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Auch U238 ist radioaktiv und erzeugt in längerer Exposition Krebs. Egal wie die Halbwertzeit ist.


U238 kommt natürlich vor und man kann es relativ sicher wieder unter die Erde bringen. Mit dem, was daraus in Kernreaktoren entsteht, geht das nicht mehr so einfach. Das sollte man voneinander trennen - sowohl bei der Entsorgung, als auch in der Diskussion darüber.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
jegliche Aufbereitungen erzeugen mehr radioaktiven chemischen Abfall.


Solche unzulässigen Verallgemeinerungen sind nicht hilfreich. Wer glaubt, dass wir das Problem lösen können, ohne den Müll irgendwie aufzuarbeiten, der hat den Ernst der Lage nicht verstanden. Es gibt Atommüll, der so gefährlich ist, dass kein Endlager sicher genug wäre. Den muss man in weniger gefährlichen Müll umwandeln. Wenn wir nicht noch verantwortungsloser sein wollen, als bisher, dann führt daran kein Weg vorbei.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 29. Dez 2019 20:17    Titel: Antworten mit Zitat

So wie ich den ersten Post verstanden habe will man das U238 abtrennen und nicht weiterbenutzen, dafür den Müll der herausgelöst wurde. Wie viel Transurane darin sind sei mal dahingestellt und nicht jedes Element ist zur Kernspaltung geeignet. Man hat ja nicht umsonst, eigentlich nur Uran, Plutonium und mit Einschränkungen Thorium bis heute herangezogen.

Wieso ist es unzulässig zu behaupten, wenn ich aufbereite, das da mehr radioaktiver chemischer Abfall entsteht. Also Salptersäure, Salzsäure, Flusssäure, Phosphorsäureester als Lösemittel sind auch so schon nicht, wenn nicht radioaktiv keine Bonbonwasser.

Mal Purexprozess lesen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/PUREX-Prozess
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 3401

Beitrag DrStupid Verfasst am: 29. Dez 2019 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
So wie ich den ersten Post verstanden habe will man das U238 abtrennen und nicht weiterbenutzen, dafür den Müll der herausgelöst wurde.


Ja, so habe ich das auch verstanden. Das Uran wird dann endgelagert und man muss sich nur noch mit einer deutlich kleineren Menge hochradioaktiven Mülls herumschlagen.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Wieso ist es unzulässig zu behaupten, wenn ich aufbereite, das da mehr radioaktiver chemischer Abfall entsteht.


Weil das erstens kein Naturgesetz ist und weil es zweitens einen wensentlichen Unterschied macht, ob man es mit hoch-, mittel- oder schwachradioaktivem Abfall zu tun hat. Wenn bei der Aufbereitung zusätzlicher schwachradioaktiver Abfall produziert, aber dafür die Menge hochradioaktiven Abfalls verringert wird, dann ist deine Aussage zumindest irreführend, weil sie suggeriert, dass sich das Problem verschlimmert obwohl tatsächlich das Gegenteil der Fall ist.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 30. Dez 2019 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich sehe das anders. 1 mol Uran erfordert ca. 6 mol Salpetersäure um es zu lösen.Diese Nitratlöaung muss Endgelagert werden. Da man ja das Uran nicht weiter verwenden will.
Genauso wie die Apparaturen.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 3401

Beitrag DrStupid Verfasst am: 30. Dez 2019 16:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Ich sehe das anders. 1 mol Uran erfordert ca. 6 mol Salpetersäure um es zu lösen.Diese Nitratlöaung muss Endgelagert werden. Da man ja das Uran nicht weiter verwenden will.


Es wird keine Urannitratlösung endgelagert. Hochradioaktive Abfälle müssen für die Endlagerung auf jeden Fall (egal ob mit oder ohne Aufbereitung) in eine nicht lösliche chemisch stabile Form gebracht und dann je nach Gefährlichkeit zusätzlich verglast werden. Im Fall von Uran wäre das beispielsweise Uranoxid, das ja auch das Endprodukt des PUREX-Prozesses ist.

Die Abfallprodukte des Aufbereitungsprozesses müssen nicht zwangsläufig endgelagert werden. Die eingesetzte Salpetersäure besteht beisipelsweise aus Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Abgesehen von Tritium haben diese Elemente keine langlebigen radioaktiven Isotope und Tritium wäre sogar ein wertvoller Rohstoff. Wenn es gelingt, die eingesetzten Chemikalien wieder sauber vom radioaktiven Abfall zu trennen bzw. im Kreislauf zu fahren, dann wird auch kein zusätzlicher radioaktiver Abfall produziert. Das zu realisieren ist lediglich ein technologisches und wirtschaftliches Problem - nichts, was mit gutem Willen nicht lösbar wäre.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Genauso wie die Apparaturen.


Das ist schwach- oder schlimmstenfalls mittelradioaktiver Abfall. Bei der Aufbereitung geht es um hochradioaktiven Abfall. Das ist eine ganz andere Liga.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 30. Dez 2019 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ja wenn noch weiter verarbeitet werden muss, entsteht doch noch mehr.
Gut Uranylnitrat wird in Uranoxid umgewandelt., das erreicht man wenn man dieses glüht.
2 UO2( NO3)2 => 2 UO3 + 4 NO2 + O2.

Wer sagt mir jetzt das das NO2 was selbst so schon ein Umweltgift ist nicht auch schon radioaktiven Stickstoff oder Sauerstoff enthält.

Das entstehende Stickstoffdioxid könnte man an Kalk binden, was aber wieder mehr Masse Müll einzulagern bedeutet.

Zitat:
Die Abfallprodukte des Aufbereitungsprozesses müssen nicht zwangsläufig endgelagert werden. Die eingesetzte Salpetersäure besteht beisipelsweise aus Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Abgesehen von Tritium haben diese Elemente keine langlebigen radioaktiven Isotope und Tritium wäre sogar ein wertvoller Rohstoff. Wenn es gelingt, die eingesetzten Chemikalien wieder sauber vom radioaktiven Abfall zu trennen bzw. im Kreislauf zu fahren, dann wird auch kein zusätzlicher radioaktiver Abfall produziert. Das zu realisieren ist lediglich ein technologisches und wirtschaftliches Problem - nichts, was mit gutem Willen nicht lösbar wäre.


Also differenziert man zwischen halbschwanger und schwanger. So was gibt es nicht. Egal schwach oder hochradioaktiv, lang oder kurzlebig. Alles ist schädlich für den Organismus.
Trennen bedeutet immer mehr Abraum.

Aber ich sehe schon mancher glaubt im Himmel ist Jahrmarkt.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 3401

Beitrag DrStupid Verfasst am: 30. Dez 2019 20:42    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Wer sagt mir jetzt das das NO2 was selbst so schon ein Umweltgift ist nicht auch schon radioaktiven Stickstoff oder Sauerstoff enthält.


Wie ich oben schon schrieb, haben Stickstoff und Sauerstoff keine langlebigen radioaktiven Isotope. Die Halbwertzeiten liegen maximal im Bereich von wenigen Minuten. Wenn also überhaupt radioaktive Isotope entstehen, dann genügt eine relativ kurze Zwischenlagerung um sie unschädlich zu machen.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Also differenziert man zwischen halbschwanger und schwanger.


Das klingt jetzt nicht so als würdest Du verstehen worum es hier geht.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 30. Dez 2019 21:12    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich gibt es nur schwarz oder weiß und nicht grau bei diesem Thema. Deswegen ist die Welt ja so wie sie ist.

Diese Problematiken kann man auf viele andere Themen ausweiten wie zum Beispiel
Gewinnung von Gold und anderen Metallen,wie viel Abraum bleibt da?
Herstellung von Faserverbundwerkstoffen für Windmühlenflügel, die nach ca. 30 Jahren ermüden und entsorgt werden müssen, und vieles andere mehr.
Nescio



Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 279

Beitrag Nescio Verfasst am: 31. Dez 2019 03:36    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:

Also differenziert man zwischen halbschwanger und schwanger. So was gibt es nicht. Egal schwach oder hochradioaktiv, lang oder kurzlebig. Alles ist schädlich für den Organismus.
Trennen bedeutet immer mehr Abraum.

Aber ich sehe schon mancher glaubt im Himmel ist Jahrmarkt.

Sorry, aber das ist wirklich kompletter Schwachsinn. Uran ist mit seiner Halbwertszeit von Milliarden Jahren fast überhaupt nicht radioaktiv. Deshalb sind neue Brennstäbe (100% Uran) vor der Verwendung im Reaktor auch völlig harmlos, die kann man so in die Hand nehmen.
Wenn die Brennstäbe später wieder aus dem Reaktor entnommen werden, dann sind sie hochradioaktiv, einmal angucken und du bist tot. Und das obwohl die Brennstäbe dann immer noch zu 95% aus Uran bestehen. Es sind die restlichen 5% die gefährlich sind, denn diese haben eine um Größenordnungen höhere Aktivität.

"Egal schwach oder hochradioaktiv, lang oder kurzlebig. Alles ist schädlich für den Organismus."
Das ist ungefähr äquivalent zur der Aussage
"Ist mir doch egal ob da Salzsäure oder Wasser im Swimmingpool ist, hat ja beides einen PH-Wert, ist also schädlich für den Organismus."
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 31. Dez 2019 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Uran ist mit seiner Halbwertszeit von Milliarden Jahren fast überhaupt nicht radioaktiv.


Aber eben nur fast. Siehe die Soldaten, die panzerbrechende uranhaltige Munition laden mussten, alle haben Krebs oder Leukemie bekommen.
Sicherlich gibt es einen Unterschied zwischen neuen und abgebrannten Uranstäben, und das man da Vorkehrungen treffen muss ist auch klar. Aber hier wurde im ersten Thread versucht darzulegen, das "gute" Uran wegzutun und aus den 5% Abfall wieder Energie zu gewinnen. Wohl doch ein unmögliches Unterfangen mit mehr Müll.


Zitat:
"Ist mir doch egal ob da Salzsäure oder Wasser im Swimmingpool ist, hat ja beides einen PH-Wert, ist also schädlich für den Organismus."


Was soll so eine Aussage. Fast alle wässrigen und auch einige nichtwässrigen Lösungen haben einen pH Wert.
Wenn man diesen dann noch misst kann man die Entscheidung leichter fällen ob man in den Pool geht oder nicht.

Für den Brennstab brauche ich keine Entscheidungshilfe, den würde ich nie und nimmer anfassen.Ich würde noch nicht mal in die Nähe von solchen Dingern gehen.
Nescio



Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 279

Beitrag Nescio Verfasst am: 31. Dez 2019 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Siehe die Soldaten, die panzerbrechende uranhaltige Munition laden mussten, alle haben Krebs oder Leukemie bekommen.

Bei Munition gelangen Partikel offensichtlich auch in die Luft und können eingeatmet werden. Da Uran ein Schwermetall ist, ist dieses ungefähr so giftig für den Körper wie Blei, unabhängig von der Radioaktivität. Die chemiche Toxizität von Uran ist deutlich bedeutsamer als die radiologische.
Wie gefährlich für die Gesundheit Uranmunition tatsächlich ist, ist momentan umstritten. Die Behauptung, alle Soldaten hätten Krebs bekommen ist komplett falsch. https://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition#Chemische_Wirkung


Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Was soll so eine Aussage. Fast alle wässrigen und auch einige nichtwässrigen Lösungen haben einen pH Wert.
Wenn man diesen dann noch misst kann man die Entscheidung leichter fällen ob man in den Pool geht oder nicht.

Und genau so ist es auch bei der Radioaktivität, aber du weigerst dich scheinbar das zu verstehen. Bananen sind radioaktiv. Dein Körper ist radioaktiv. Es gibt eben NICHT nur Schwarz und Weiß.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:

Für den Brennstab brauche ich keine Entscheidungshilfe, den würde ich nie und nimmer anfassen.Ich würde noch nicht mal in die Nähe von solchen Dingern gehen.

Wie gesagt, den unbenutzen Brennstab kannst du genauso anfassen wie Blei. Wenn du das trotzdem nicht machen willst, ist das deine Entscheidung. Aber behaupte hier keinen physikalischen Unsinn.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 3401

Beitrag DrStupid Verfasst am: 31. Dez 2019 15:33    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Aber hier wurde im ersten Thread versucht darzulegen, das "gute" Uran wegzutun und aus den 5% Abfall wieder Energie zu gewinnen. Wohl doch ein unmögliches Unterfangen mit mehr Müll.


Erstens ist das nicht unmöglich und zweitens wird die Menge des hochradioaktiven Mülls dabei verringert. Du hast tatsächlich nicht verstanden worum es in dieser Diskussion geht.
Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 6205

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 07. Jan 2020 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die folgende Diskussion wurde verschoben:
https://www.physikerboard.de/htopic,60652,.html

Viele Grüße
Steffen
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 07. Jan 2020 22:17    Titel: Antworten mit Zitat

Warum jetzt hier der Zensor zuschlägt und einen Teil des Threads woanders hin schiebt verstehe ich nicht. Die freie Rede ist in diesem Forum also auch reglementiert, schönen Dank dafür. Aber keine Sorge ich werde mich zu dem Thema hier eh nicht mehr äussern.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 07. Jan 2020 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Warum jetzt hier der Zensor zuschlägt und einen Teil des Threads woanders hin schiebt verstehe ich nicht. Die freie Rede ist in diesem Forum also auch reglementiert, schönen Dank dafür. Aber keine Sorge ich werde mich zu dem Thema hier eh nicht mehr äussern.

Anscheinend weisst Du nicht was Zensur oder freie Rede ist...

Ich hatte ehrlich gesagt schon überlegt als Moderator einzugreifen, weil der Ton hier ziemlich unangemessen wurde... und zwar spätestens genau durch den ersten Beitrag im abgetrennten Thread (der nicht von Dir war).

Es wäre schön, wenn hier sachlich weiter argumentiert werden könnte.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 07. Jan 2020 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Doch weiss ich schon. Sieht man aktuell ja bei meinen Freunden in HKG was Zensur bedeutet.
Ich sehe das genauso, das man sachlich diskutiert. Aber wie in der Physik bekannt aus Actio Folgt Reactio
Also nicht ganz einfach .
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 07. Jan 2020 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Doch weiss ich schon. Sieht man aktuell ja bei meinen Freunden in HKG was Zensur bedeutet.

Wenn Du das ernsthaft auf eine Stufe mit einem getrennten Thread hier bei uns stellst, dann ist für mich jede weitere Diskussion beendet. Und da diskutiere ich auch nicht drüber. Das ist lächerlich (und das weißt Du auch selber).
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 07. Jan 2020 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich will nur verstehen, warum der Thread getrennt wurde und in den offtopic Bereich verschoben wurde. Wenn so was passiert ohne Erklärung habe ich leider den Eindruck,das was unter dem Teppich gekehrt werden soll also Zenzur. Wehre den Anfängen. Sicherlich ist die Sprache aggressiver geworden.
Aber wir müssen das nicht diskutieren. Vermutlich wird man mit solchen Aussagen ja noch gebannt, was mich dann nur bestätigen würde.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 07. Jan 2020 23:44    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Ich will nur verstehen, warum der Thread getrennt wurde und in den offtopic Bereich verschoben wurde. Wenn so was passiert ohne Erklärung habe ich leider den Eindruck,das was unter dem Teppich gekehrt werden soll also Zenzur. Wehre den Anfängen. Sicherlich ist die Sprache aggressiver geworden..

Was ist denn unter den Teppich kehren, wenn eine abseitige Diskussion verschoben wird? Egal , ob Du sie abseitig findest oder nicht?

Mal ganz davon abgesehen, dass es in einem privaten Forum, ziemlich egal ist , was Du denkst. Meinungsfreiheit, heißt nicht, dass hier deine Ergüsse veröffentlicht werden müssen. Egal was ich persönlich von ihnen halte.



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Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 08. Jan 2020 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

Trotz des Cartoons ist mir noch nicht klar warum der Thread getrennt wurde.
Es würden paar Sätze reichen.
Und was ist eigentlich abseitig gewesen. Threads entwickeln sich manchmal eben.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 08. Jan 2020 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:

Und was ist eigentlich abseitig gewesen. Threads entwickeln sich manchmal eben.

... und mit ihnen die Reaktionen der Moderatoren.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 14065

Beitrag TomS Verfasst am: 08. Jan 2020 01:29    Titel: Antworten mit Zitat

Besteht noch Interesse an der Diskussion der Fragen des Threadstarters?
_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 832

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 08. Jan 2020 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Aus der Feuerzangenbowle zitiert: Ihr habt einen ganz fiesen Charakter.

Diesen Cartoon auf mich zu münzen und mich als Arschl...h zu bezeichnen würde in einem anderen Forum sofort zu Ausschluss führen.

Dann als einzige Alternative die Tür zu zeigen kommt für mich der Zenzur gleich. Nach der Methode alt den Mund und hau ab.

Schämen solltet Ihr Euch.

Zur Frage des Threaderstellers, was ist denn nun mit der Nutzung der Gebrauchten Brennstäbe, welche Elemente will man denn nutzen, wenn Uran und Plutonium es nicht sein sollen.
Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 6205

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 08. Jan 2020 09:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, das war's dann. Ich hatte gehofft, dass es hier nach dem Abtrennen sachlich weitergeht. Das ist nicht der Fall. Der Thread wird geschlossen, physikalische Diskussionen können gern in einem neuen geführt werden.

Viele Grüße
Steffen
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8228

Beitrag jh8979 Verfasst am: 08. Jan 2020 22:23    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich als Moderator hieChance habe noch einmal öffentlich zu antworten, würde ich es gern tun:
Nobby1 hat Folgendes geschrieben:

Diesen Cartoon auf mich zu münzen und mich als Arschl...h zu bezeichnen würde in einem anderen Forum sofort zu Ausschluss führen.

Der für mich relevante Teil des Cartoons waren die Panels davor. Weder denke ich, dass Du ein Arschloch bist, noch wollte ich, dass es so bei Dir oder anderen ankommt. Sollte Dich das verletzt haben, so tut mir das aufrichtig leid.
Zitat:

Dann als einzige Alternative die Tür zu zeigen kommt für mich der Zenzur gleich. Nach der Methode alt den Mund und hau ab.

s.o. mMn würde es helfen, sich auf die relevanten Aussagen zu konzentrieren und sich nicht gleich angegriffen zu fühlen.
Gilt ähnlich bei der Antwort hier:
https://www.physikerboard.de/ptopic,337777.html#337777
Ich les da als relevante  Worte "Chemie-Ingenieur" und "Physiker" nicht das Wort "diplomiert".

Ich hoffe, das verschafft Klarheit und Frieden. Falls nicht, kannst Du mir gerne schreiben, wenn Du es willst, oder es lassen, wenn Du es nicht möchtest.

Liebe Grüße
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