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Kanonische Transformation: Erzeugende
 
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jojo_
Gast





Beitrag jojo_ Verfasst am: 29. Nov 2015 16:35    Titel: Kanonische Transformation: Erzeugende Antworten mit Zitat

Wie bestimme bzw finde ich eine erzeugende Funktion? Gibt es da ein Schema nach dem man vorgeht?
Meistens sind ja die Erzeugenden vorgegeben und mit denen kann man die neue Hamilton-Funktion bestimmen, aber woher kommt diese?
Jayk



Anmeldungsdatum: 22.08.2008
Beiträge: 1450

Beitrag Jayk Verfasst am: 29. Nov 2015 18:40    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist denn eine kanonische Transformation? Eine kanonische Transformation ist eine Transformation des Phasenraums , die die Flächenelemente



invariant läßt (wenn man es mathematisch machen möchte, benutzt man Differentialformen ).

Daraus folgt, daß



für eine Funktion F. Etwaige andere Transformationsregeln kommen daher, daß man die Produktregel ausnutzt. Dieses F ist also im Prinzip schon Deine kanonische Transformation.

Das heißt: Alles, was Du zu tun hast, ist mit zu vergleichen.

Wichtig: Ich setze hier voraus, daß die kanonische Transformation zeitunabhängig ist, d.h. insbesondere, daß die neue Hamilton-Funktion einfach durch Substitution aus der alten hervorgeht. Etwas technischer (obwohl prinzipiell genauso) wird es, wenn man zeitabhängige Transformationen zuläßt. Bevor man darüber spricht, wie es bei einer zeitabhängigen Transformation geht, sollte man sich aber erstmal klarwerden, was eine zeitabhängige Transformation ist: eine Transformation des erweiterten Phasenraums, der eine zusätzliche Koordinate t und einen zusätzlichen Impuls -E hat; und alles funktioniert genauso, wenn man diese entsprechenden Terme hinzufügt und anschließend H mit E identifiziert.

Anmerkung: So ganz richtig ist die Definition hier nicht, denn eine einfache Vertauschung von q und p ist bekanntlich keine kanonische Transformation, fällt aber hierunter. Ich weiß nicht, wie man es ohne Differentialformen richtig definiert. Die Definition hier vermittelt aber wohl keinen allzu falschen Eindruck, wenn man "Flächenelemente" als "orientierte Flächenelemente" versteht.
jojo_
Gast





Beitrag jojo_ Verfasst am: 30. Nov 2015 14:52    Titel: Antworten mit Zitat

Als Beispiel hab ich hier mal den harmonischen Oszillator

jetzt steht im Nolting das für F_1 gewählt wird

q' ist das neue q
Da ist keine Erklärung bei woher das kommt, auf einmal ist da die Erzeugende und ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen wie man darauf kommt unglücklich
Damit zu rechnen ist ja leicht, da gibt es auch genug Aufgaben in denen die gegeben ist, nur verstehe ich nicht wirklich woher
Arra



Anmeldungsdatum: 11.12.2015
Beiträge: 1

Beitrag Arra Verfasst am: 11. Dez 2015 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das würde mich ebenfalls interessieren. Unser Prof meinte dazu: "Das ist im wesentlichen 'black magic'". Also wird es wahrscheinlich kein allgemeines Verfahren geben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Erzeugenden blind raten muss, also sollte es zumindest irgendwelche Anhaltspunkte geben.
jmd



Anmeldungsdatum: 28.10.2012
Beiträge: 577

Beitrag jmd Verfasst am: 12. Dez 2015 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Arra hat Folgendes geschrieben:
Also wird es wahrscheinlich kein allgemeines Verfahren geben

doch

aber es gibt außer raten
noch die Möglichkeit alle möglichen bekannten Transformation auszuprobieren
das kann dauern

Letztlich hat man eine nichtlineare partielle Differentialgleichung

die sind äußert schwer zu lösen
manche Mathematikstudenten befassen sich damit,weil sie hoffen etwas zu finden
was bisher niemand gefunden hat
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