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Aruna_17 Gast
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Aruna_17 Verfasst am: 20. Dez 2025 08:14 Titel: |
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| Corbi hat Folgendes geschrieben: | Ich würde jetzt vorschlagen, dass man das Großvaterparadoxon in der Relativitätstheorie eventuell wie folgt beschreiben könnte:
Ich nehme einen Anfangswert des Felds , propagiere es gemäß einer Evolutionsgleichung entlang einer geschlossenen zeitartigen geschlossenen Kurve bzw. entlang einer Schar solcher Kurven und wenn der Wert nach der Propagation nicht mit dem Anfangswert übereinstimmt liegt ein Großvaterparadoxon vor.
Du sagst jetzt, dass dies direkt von der mathematischen Struktur ausgeschlossen wird und kei in derner Untersuchung bedarf? |
ich bin zwar nicht mit "Du" gemeint, aber das ist ja eine offene Diskussion:
m.E. nicht mathematisch, aber führst Du damit physikalisch nicht eine Metazeit ein, in der das Feld an gleichen Raumzeitpunkten zu verschiedenen Metazeitpunkten verschiedene Werte hat?
Würde das nicht verschiedenen Raumzeiteiten entsprechen? |
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 20. Dez 2025 08:26 Titel: |
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| Corbi hat Folgendes geschrieben: | Ich würde jetzt vorschlagen, dass man das Großvaterparadoxon in der Relativitätstheorie eventuell wie folgt beschreiben könnte:
Ich nehme einen Anfangswert des Felds , propagiere es gemäß einer Evolutionsgleichung entlang einer geschlossenen zeitartigen geschlossenen Kurve bzw. entlang einer Schar solcher Kurven und wenn der Wert nach der Propagation nicht mit dem Anfangswert übereinstimmt liegt ein Großvaterparadoxon vor.
Du sagst jetzt, dass dies direkt von der mathematischen Struktur ausgeschlossen wird und keiner Untersuchung bedarf? |
Ersteres ja, weil die Abbildungen für Metrik und beliebige Felder
für alle Raumzeitpunkte P eindeutig (modulo lokaler Symmetrien) sind. Die ART bietet keinen Rahmen, innerhalb dessen man von "das Feld hat an einem Raumzeitpunkt P diesen Wert und jenen Wert" sprechen könnte.
Letzteres nicht zwingend, jedoch wenn untersuchen, dann sicher nicht innerhalb des Rahmens der ART. |
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Corbi
Anmeldungsdatum: 17.07.2018 Beiträge: 498
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Corbi Verfasst am: 20. Dez 2025 12:07 Titel: |
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| TomS hat Folgendes geschrieben: |
Ersteres ja, weil die Abbildungen für Metrik und beliebige Felder
für alle Raumzeitpunkte P eindeutig (modulo lokaler Symmetrien) sind. Die ART bietet keinen Rahmen, innerhalb dessen man von "das Feld hat an einem Raumzeitpunkt P diesen Wert und jenen Wert" sprechen könnte.
Letzteres nicht zwingend, jedoch wenn untersuchen, dann sicher nicht innerhalb des Rahmens der ART. |
Ja da hast du wohl recht. Intuitiv ist mein Szenario zwar vorstellbar aber an sich hat eine Funktion per Definition natürlich nur einen Wert.
Was mathematisch eventuell (! Nicht das ich die Existenz dieses Szenarios beweisen kann) passieren könnte wenn man schwache Lösungen der Feldgleichung zulässt ist, dass sich das Feld im Startzeitpunkt unstetig verändert.
Das heißt ich bringe meinen Großvater um, daraufhin verändert sich der Lauf der Geschichte, ich werde nie geboren und instantan zum Startzeitpunkt existiere ich plötzlich wieder.
Das würde aber eigentlich heißen, dass ich garkeinen Großvater habe weil ich schon immer instantan in die Welt gesetzt wurde.
Ansonsten habe ich noch über eine Formalisierung nachgedacht bei der man eine ganze Schar von Feldlösungen betrachtet die irgendwie durch die Zykel entlang der zeitartigen, geschlossenen Geodäte strukturiert werden. Dann müsste man natürlich noch eine vernünftige physikalische Interpretation dieser Struktur entwickeln
Die Uneindeutigkeit der Feldlösungen durch die Nichtexistenz einer Cauchy-Fläche sollte dabei ja eine wichtige Rolle spielen. _________________ Die Natur beginnt eben nicht mit Elementen, so wie wir genötigt sind mit Elementen zu beginnen - Ernst Mach |
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Aruna_17 Gast
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Aruna_17 Verfasst am: 20. Dez 2025 17:09 Titel: |
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| Corbi hat Folgendes geschrieben: |
Das heißt ich bringe meinen Großvater um, daraufhin verändert sich der Lauf der Geschichte,
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"Lauf der Geschichte" = Raumzeit
=> Diese Änderung findet nicht in der Zeit, die Teil der Raumzeit ist, sondern in einer Metazeit in der es zu verschiedenen Metazeitpunkten verschiedene Raumzeiten gibt. |
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 20. Dez 2025 18:41 Titel: |
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@Corbi –
Ich dachte an Schnitte durch die Raumzeit-Mannigfaltigkeit und die Konstruktion Riemannscher Flächen mit mehreren Blättern, zuletzt die Identifizierung der selben. Aber in der ART kann man ja keine beliebigen Funktionen einführen, es muss sich um Lösungen der Einstein-Gleichungen handeln. Außerdem ist die Identifizierung nur ein Kunstgriff, letztlich sind die Felder auf der vergrößerten Mannigfaltigkeit wieder eindeutig. |
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