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123Froesi
Anmeldungsdatum: 14.09.2025 Beiträge: 2 Wohnort: München
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123Froesi Verfasst am: 14. Sep 2025 19:47 Titel: Gedankenexperiment: Zeitlose Quantenzustände |
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Hallo zusammen,
ich bin kein Physiker, sondern interessierter Laie mit einer großen Faszination für die Schnittstelle zwischen Quantenmechanik und Raumzeit. In den letzten Wochen habe ich ein Gedankenexperiment entwickelt, das ich gerne zur Diskussion stellen würde – nicht als fertige Theorie, sondern als bildhafte Idee, die vielleicht neue Perspektiven eröffnet.
Kernaussage:
Ich stelle mir vor, dass subatomare Teilchen zunächst in einem zeitlosen Zustand existieren, der nicht in unsere Raumzeit eingebettet ist. Die Wellenfunktion wäre dann nicht Ausdruck einer gleichzeitigen Existenz an mehreren Orten, sondern eine Art „Schwingungsmuster“, das den Prozess beschreibt, wie das Teilchen sich in die Raumzeit „einklinkt“.
Erst durch Wechselwirkung – etwa beim Binden in ein Atom oder durch Beobachtung – beginnt ein schwingender Andockprozess, der das Teilchen in Raum und Zeit verankert. Die beobachtete Wellenform wäre dann das Muster dieses Andockens, nicht die Bahn eines Teilchens.
Ich habe dazu eine einfache Visualisierung erstellt, die diesen Übergang in drei Phasen zeigt:
- Zeitloser Zustand
- Schwingendes Andocken
- Raumzeitlich verankerter Zustand
Ich bin gespannt, ob diese Sichtweise mit bekannten Konzepten wie Dekohärenz, emergenter Zeit oder relationaler Quantenmechanik in Verbindung gebracht werden kann – oder ob sie aus physikalischer Sicht unhaltbar ist.
Freue mich über jede Rückmeldung – auch bzw. gerade kritische (damit ich das wieder aus dem Kopf bekomme ;-))!
Joerg aus München
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ML
Anmeldungsdatum: 17.04.2013 Beiträge: 3559
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ML Verfasst am: 14. Sep 2025 20:19 Titel: Re: Gedankenexperiment: Zeitlose Quantenzustände |
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Hallo,
ist dein Modell falsifizierbar?
Wenn nein, wie kannst du es von Fiktion unterscheiden?
Viele Grüße
Michael
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Kurt
Anmeldungsdatum: 20.06.2021 Beiträge: 899 Wohnort: Bayern
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Kurt Verfasst am: 14. Sep 2025 23:24 Titel: Re: Gedankenexperiment: Zeitlose Quantenzustände |
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| 123Froesi hat Folgendes geschrieben: | Hallo zusammen,
beginnt ein schwingender Andockprozess, der das Teilchen in Raum und Zeit verankert.
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Bedenke bei deinen Überlegungen:
Es gibt keine Zeit, es gibt keinen Raum. Wo also willst du dein Teilchen verankern?
Kurt
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MBastieK

Anmeldungsdatum: 06.10.2012 Beiträge: 1475 Wohnort: Berlin-Wedding
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MBastieK Verfasst am: 14. Sep 2025 23:27 Titel: Re: Gedankenexperiment: Zeitlose Quantenzustände |
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| Kurt hat Folgendes geschrieben: | | Es gibt keine Zeit, es gibt keinen Raum. |
Sie reden anderen immer Entitäten oder Objekte aus, nur um danach die eigenen einzuführen.
_________________ Ohne Rekursion ist Bewusstsein oder Kognition nur rudimentär. |
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123Froesi
Anmeldungsdatum: 14.09.2025 Beiträge: 2 Wohnort: München
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123Froesi Verfasst am: 15. Sep 2025 06:58 Titel: Re: Gedankenexperiment: Zeitlose Quantenzustände |
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| ML hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
ist dein Modell falsifizierbar?
Wenn nein, wie kannst du es von Fiktion unterscheiden?
Viele Grüße
Michael |
Danke für die Rückfrage – die Frage nach Falsifizierbarkeit ist natürlich zentral.
Ich sehe mein Modell nicht als physikalische Theorie im engeren Sinne, sondern als bildhafte Idee, die vielleicht neue Fragen anregen kann. Ob es falsifizierbar ist, hängt davon ab, ob man das „Andocken an die Raumzeit“ experimentell erfassen oder mit bestehenden Konzepten wie Dekohärenz oder emergenter Zeit verknüpfen kann.
Mir geht es weniger um eine Behauptung als um eine Perspektive: Was wäre, wenn die Wellenfunktion nicht die räumliche Ausdehnung eines Teilchens beschreibt, sondern den Prozess seines Einschwingens in die Raumzeit?
Ich bin offen dafür, dass das als Fiktion gelten kann – solange es hilft, über die Grundlagen anders nachzudenken. Und falls sich daraus ein Testansatz ergibt, umso besser.
viele Grüße
Jörg
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 15. Sep 2025 11:03 Titel: |
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Es ist sinnlos, in anschaulichen Bildern über etwas zu diskutieren, was leider zu tiefst unanschaulich ist, die Bilder daher irreführen oder falsch.
Der Ausgangspunkt einer wissenschaftlichen Diskussion kann nur das Experiment sein, oder die Mathematik der Quantenmechanik bzw. Quantenfeldtheorie. Allers andere ist sinnlos.
| Zitat: | | Ob es falsifizierbar ist, hängt davon ab, ob man das „Andocken an die Raumzeit“ experimentell erfassen oder mit bestehenden Konzepten wie Dekohärenz oder emergenter Zeit verknüpfen kann. |
Und genau diese Arbeit musst du erledigen. Ich weiß nicht, was du dir unter „Andocken an die Raumzeit“ vorstellst und kann dazu nichts sagen.
Was weißt du denn über die Mathematik der Quantenmechanik?
_________________ Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago. |
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sembel
Anmeldungsdatum: 14.07.2019 Beiträge: 73
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sembel Verfasst am: 16. Sep 2025 20:50 Titel: |
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Hallo 123Froesi,
es ist immer lobenswert, wenn sich eine Person eigene Gedanken macht. Doch wie du siehst wird das von der breiten Masse als schädlich begriffen, wenn es nicht in Bestehendes integrierbar ist. Dann wird es seit Jahrtausenden sofort totgeschlagen und stigmatisiert. Immer auch dann und im Bewusstsein, dass sich das Bestehende stetig als falsch erweist und korrigiert wird.
Die Kybernetik hat das begriffen, aber nur wenige haben die Kybernetik begriffen. Aus dem Trott kommen nur wenige heraus.
Deine Überlegung hat den Nachteil, dass sie das Bestreben hat in Bestehendes integriert zu werden. Doch ihr wird kein Einlass gewährt.
Dein Gedankenexperiment geht davon aus, dass Teilchen, also Objekte, die Basis des Universums sind. Möglich sogar außerhalb des Universums, vor dem Universum. Das wäre somit eines der Gedankenexperiment, die alle Begriffe beliebig neu verwenden will, so sehr, dass am Ende alles beliebig ist und dadurch neue Probleme entstehen, die gelöst werden sollen.
Die wenigsten wissen was Zeit ist. Viele denken dabei an eine Uhr. Zeitlos wäre somit die Abwesenheit einer Uhr. Eine Auszeit. Da Zeit nie alleine, sondern immer mit Raum, wäre auch dieser missend. Da hat die Wissenschaft ein Problem, das sie soweit ignoriert, dass sie alles nichtig macht, was damit zu tun hat. Es wird so sehr wegignoriert, dass es stigmatisiert wird. Es sei keine Wissenschaft und somit von vornherein nicht zulässig und falsch. Alles was nicht integrierbar ist und alles was nicht verstanden wird sei falsch. Die Falsifikation, bei der gerne ignoriert wird, dass das was nicht falsch ist nicht gleich richtig ist.
Die Begriffe wurden so sehr angepasst und verbogen, dass Physik und Metaphysik nicht mehr die Wissenschaften des Wesens des Universums sind, sondern der Entität und Ontologie, also alles Seienden anstatt allem Machenden. A wurde zu B und also ist B auch A und A auch B, ergo ist alles B und A wird nicht mehr benötigt. Es genüge über Entitäten, über Objekte, über Teilchen zu reden, da diese zugleich Subjekt seien.
Es wird ignoriert, dass alle Wissenschaft nur eine Vorstellung des Universums ist. Die plausibelste Theorie, egal wie falsch sie sich später erweisen wird, gilt als "nicht falsch". Von richtig wird schon lange nicht mehr gesprochen.
Das Wesen des Universums interessiert schon lange nicht mehr. Es muss greifbar sein anstatt begreifbar, wenn auch nur mit Modellen und Theorien, die selbst nicht greifbar sind.
Es wird ignoriert, dass unsere Denkweise, und eben wie wir uns alles vorstellen, sowohl auf einer Dualität als auch auf einer Trinität basiert. Es ist immens relevant dies zu beachten. Beides kann nicht gleichzeitig verwendet werden. Entweder etwas wird mit dem einen oder dem anderen erklärt.
Am Anfang der Wissenschaft, nicht des Universums, war das Teilchen. Dann kam die Welle. Das wäre eine Dualtität: Welle-Teilchen-Dualismus. Es wird jedoch nicht gefragt, was Welle ist, da sie auch Teilchen ist. A und B. Letztendlich sind die Gravitationswellen der neueste Schrei. Es wird aber auch bei denen nicht gefragt, was diese eigentlich sind, sondern nur was sie für eine Wirkung haben - auf Teilchen.
Wellen sind Bewegung. Doch eine Bewegung ist kein Wesen. Das Wesen ist das Wesentliche, das Eigentliche, die Eigenschaft. Die kleingeistige Antwort ist, dass Welle und Teilchen Eigenschaften haben. Die korrekte Antwort ist hingegen, dass Teilchen im Grunde Welle ist und Welle eine Eigenschaft ist. Auch eine stehende Welle ist Bewegung. Der Name der Eigenschaft ist: beweglich. Wellen sind beweglich.
Zeit ist also Bewegung. Anschaulicher gesagt Veränderung. Diese ist messbar, mit einer Uhr. Nicht die Zeit verändert sich, sondern die Messergebnisse, was wiederum Zeit ist, da Veränderung. Veränderungen ergeben Raum, in gewisser Sichtweise durch Kommunikation, grundlegend jedoch durch Bewegung. Der Bewegungsraum, wobei Raum wiederum keine Messeinheit, sondern sich aus Bewegung ergebend.
Zeitlos ist somit unbeweglich. Wer dabei an Teilchen denkt liegt falsch, weil Teilchen sich aus Bewegung ergibt. Teilchen ist Pattern, Form, Abgrenzung. Raumzeit ist Matter, die Matrix. Die Matrix ist kein Netz, sondern Möglichkeiten, Subjekt. Raum ist im Grunde Zeit.
Was wäre dann die Trinität? Exakt zeitlos (raumzeitlos), unbeweglich, ist ein Part der Trinität. Wir haben also Teilchen (Objekt) und Welle (Subjekt) sowie zeitlos. Dieses "zeitlos" (unbeweglich) ist nicht wahrnehmbar und hat keine Wirkung in der gegenseitigen Wechselwirkung, keine Interaktion. Es ist "nicht". Der dritte (oder erste) Part in der Trinität ist "nicht". Ein anderes Wort ist "unbegreiflich". Greifbar, begreifbar, unbegreifbar.
Dieses "nicht" wird von der Wissenschaft ignoriert, was viele in ihrer objektophilen Denkweise dazu verleitet, dies zu einem Teilchen zu machen. Doch wenn die Wissenschaft sich diesem "nicht" verweigert, dann kann sie alles nur in der Dualität erklären, oder eben falsch in der Trinität.
Wenn das einmal begriffen wurde, dann eröffnet sich eine komplett neue Sichtweise und auch Denkweise, die mit der bestehenden nicht kompatibel ist. Es verhält sich dabei exakt wie es die Kybernetik voraussagt:
| Zitat: | | "Entscheide immer so, dass sich die Anzahl deiner Optionen erhöht." (Heinz von Foerster) |
Wer diese Vorstellung des Universums weiterdenkt wird feststellen, dass nicht nur Raum (Objekt) im Grunde Zeit (Subjekt) ist, sondern dass Zeit im Grunde nicht ist. Es geht dabei nicht darum, ob nur für uns nicht, sondern unsere Vorstellung des Universums geht davon aus, dass tatsächlich nicht - also unvorstellbar. Denke an nichts.
Es kann noch gut mehrere tausend Jahre dauern, bis die Menscheit da wieder drauf kommt, denn sie war es schon einmal, doch dann ergriff sie die Objektophilie, dass Subjekt im Grunde Objekt sei. Der vollkommen in die Irre geleitete Materialismus. Materie ist nicht Objekt (Pattern), sondern Matter.
Die Wissenschaft ist dazu gezwungen diese Informationen als grundlegend falsch zu stigmatisieren und zu ignorieren, wegzumachen, damit niemand davon erfährt.
https://www.youtube.com/watch?v=ev7e9sfWIJo
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 16. Sep 2025 22:08 Titel: |
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Wir wissen, wie das weitergehen wird, das können wir uns sparen.
_________________ Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago. |
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