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Lastwiderstand berechnen
 
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hercules123



Anmeldungsdatum: 04.08.2019
Beiträge: 21

Beitrag hercules123 Verfasst am: 01. Nov 2019 19:59    Titel: Lastwiderstand berechnen Antworten mit Zitat

Meine Frage:
An die Stromquelle mit den Werten

I_k= 12 A
R_i = 0.8 ?

wird ein Lastwiderstand angeschlossen. An diesem wird ein Strom von I_L=0,7?I_k gemessen.
Wie groß ist der Lastwiderstand?

Meine Ideen:
Ich glaube hier handelt es sich um einen Stromteiler, also müsste doch I_L / I_k = R_i / R_L gelten

für I_L erhalte ich 8,4 A
umgestellt nach R_L = R_i / 8,4A = 0,8 / 8,4 = 0,095 Ohm,

Dieses Ergebnis soll leider falsch sein. Ich hab schon vieles versucht, aber ich komme leider nicht drauf, kann mir jemand bitte weiterhelfen oder mich korrigieren

Liege Grüße
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 01. Nov 2019 20:20    Titel: Antworten mit Zitat

Was bedeuten die Fragezeichen?
I_L=0,7?I_k
hercules123



Anmeldungsdatum: 04.08.2019
Beiträge: 21

Beitrag hercules123 Verfasst am: 01. Nov 2019 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich Idiot.. Hammer
Soll ein "mal" sein
Also I_L = 0,7* I_k
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 01. Nov 2019 21:10    Titel: Antworten mit Zitat

Du rechnest die Spannung am Innenwiderstand im Kurzschluss. Den Laststrom hast Du ja schon ausgerechnet. Dieser geht auch über den Innenwiderstand. Der Spannungsabfall wird von der Gesamtspannung subtrahiert und daraus dann der Widerstand berechnet.

R_l = 0,34 Ohm
hercules123



Anmeldungsdatum: 04.08.2019
Beiträge: 21

Beitrag hercules123 Verfasst am: 01. Nov 2019 21:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab für die Spannung am Innenwiderstand im Kurzschluss 9,6 V raus.

Die zweite Spannung aus I_L und R_i ist 6,72 V und das ergibt eine Differenz von 2,88 V

Der Lastwiderstand setzt sich aus U/I also 2,88V / 8,4A und dann erhalte ich für den Lastwiderstand 0,3428 Ohm.

Das sieht richtig aus, vielen dank für deine Hilfe !!! smile
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 01. Nov 2019 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Genau richtig.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 01. Nov 2019 23:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ihr habt die reale Stromquelle in eine reale Spannungsquelle umgewandelt. Das ist nicht unbedingt erforderlich. Direkter geht es mit der Stromteilerregel, wie hercules123 bereits vermutet hat. Allerdings hat er die Stromteilerregel nicht richtig im Kopf gehabt. Richtig ist



Das lässt sich nach RL auflösen.

Oder in der Art, wie hercules123 es versucht hat: Die Ströme verhalten sich umgekehrt wie die zugehörigen Widerstände (zum Laststrom "gehört" der Lastwiderstand, zum Quellenstrom, der ja der Kurzschlussstrom ist, "gehört" die Parallelschaltung von Innen- und Lastwiderstand):





Daraus lässt sich direkt ablesen, dass

Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 02. Nov 2019 00:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde eher sagen zum Laststrom gehören die Reihenschaltung von Innenwiderstand und Lastwiderstand. Zum Kurzschlussstrom gehört nur der Innenwiderstand, da ja der Lastwiderstend bei einem Kurzschluss überbrückt ist.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 02. Nov 2019 01:13    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Ich würde eher sagen zum Laststrom gehören die Reihenschaltung von Innenwiderstand und Lastwiderstand. Zum Kurzschlussstrom gehört nur der Innenwiderstand, da ja der Lastwiderstend bei einem Kurzschluss überbrückt ist.


Das ist nicht richtig. In dieser Aufgabe ist explizit eine Stromquelle und keine Spannungsquelle vorgegeben. Bei einer Stromquelle sind Last- und Innenwiderstand nicht in Reihe, sondern parallel. Der eingeprägte Quellenstrom der Stromquelle ist der Kurzschlussstrom (so wie die eingeprägte Quellenspannung der Spannungsquelle die Leerlaufspannung ist). Im Kurzschlussfall der Stromquelle fließt kein Strom durch den Innenwiderstand, im Leerlauf fließt der gesamte Kurzschlussstrom durch den Innenwiderstand.



Stromquelle.jpg
 Beschreibung:
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Stromquelle.jpg


Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 02. Nov 2019 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Also das ist was für den Theoretiker total neben der Praxis. Bei dem gezeichneten Schaltbild gibt es keinen Kurzschluss. Man hat einen Nebenwiderstand bzw. -strom und keinen Innenwiderstand.Wenn man hier den Lastwiderstand abklemmt wird Ik kleiner. Ein Kurzschluss entsteht, wenn eine direkte Verbindung zwischen den Klemmen der Spannungsquelle entsteht. Wenn man hier den Lastwiderstand abklemmt fliesst immer noch ein Strom. Ich bin von Beruf Elektriker und ich habe noch niemals gesehen, dass ein Verbraucher bei einem Kurzschluss noch stromdurchflossen ist. Nebenbei wie will man hier überrhaupt die Ströme messen. An Ri komme ich niemals dran.
Die Praxis sieht so aus. Man hat die Spannungsquelle und ein Ri. Danach kommen die Anschlusskßemmen. Bei einem Kurzschluss kann man mit einem genug starken Amperemeter diesen messen. Wenn ein Lastwiderstand angeschlossen wird kann man den Strom auch messen Dieser ist kleiner wie in der Aufgabe gegeben..
Das gibt für mich die Aufgabe auch so her. Jetzt bloss nicht mit den Begriffen Stromquelle oder Spannungsquelle rumjonglieren. , denn beide sind über das ohmsche Gesetz verknüpft.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 02. Nov 2019 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Also das ist was für den Theoretiker total neben der Praxis.


Hier geht es aber um die Theorie und nicht um die Praxis. Das ist doch eine Aufgabe aus dem Theorie-Unterricht. Und dafür ist es wichtig, den Unterschied zwischen Spannungs- und Stromquellen zu verstehen. Denn die verhalten sich unterschiedlich, selbst wenn sie in ihrer Wirkung auf die Last gleichwertig (äquivalent) sind. Du brauchst ja nur mal den Wirkunsgrad der hier vorliegenden Schaltung als Strom- und als äquivalente Spannungsquelle zu bestimmen. Was bekommst Du da raus?

Mir wäre es wichtig, den Fragesteller nicht zu verwirren, dem in der Lehrveranstaltung zurzeit offenbar gerade der Unterschied zwischen Strom- und Spannungsquelle beigebracht wird.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Man hat einen Nebenwiderstand bzw. -strom und keinen Innenwiderstand.Wenn man hier den Lastwiderstand abklemmt wird Ik kleiner.


Nein, Ik ist der eingeprägte Strom der Stromquelle, also konstant. Die Spannung ist belastungsabhängig. Das dazu duale Verhalten findest Du bei der Spannungsquelle: konstante (Leerlauf-)Spannung und belastungsabhängigen Strom.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Ein Kurzschluss entsteht, wenn eine direkte Verbindung zwischen den Klemmen der Spannungsquelle entsteht.


Vollkommen richtig. Nur haben wir es hier nicht mit einer Spannungsquelle, sondern mit einer Stromquelle zu tun. In beiden Fällen bedeutet ein Kurzschluss natürlich dasselbe, nämlich die direkte widerstandslose Verbindung der Quellenklemmen.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Wenn man hier den Lastwiderstand abklemmt fliesst immer noch ein Strom.


Eben. Deshalb sind unsere elektrischen Versorgungssysteme auch spannungsbasiert und nicht strombasiert. Denn im Leerlauf verbrät die Stromquelle die maximale Leistung im Innenwiderstand, hat also den Wirkungsgrad null, während die Spannungsquelle im Leerlauf den Wirkungsgrad 1 hat. Siehe auch hier.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Ich bin von Beruf Elektriker und ich habe noch niemals gesehen, dass ein Verbraucher bei einem Kurzschluss noch stromdurchflossen ist.


Ja, weil unsere praktischen Systeme spannungsbasiert sind.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Nebenbei wie will man hier überrhaupt die Ströme messen.


Wie man das immer tut, mit einem Amperemeter. Den Quellenstromstrom misst man als Kurzschlussstrom mit einem Amperemeter im Kurzschlusszweig, den Laststrom bei angeschlossener Last im Lastzweig. Zum Vergleich: Die Quellenspannung einer Spannungsquelle misst man als Leerlaufspannung im Leerlauf, die Lastspannung bei Belastung über dem Lastwiderstand.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
An Ri komme ich niemals dran.


Was willst Du damit sagen? An den Innenwiderstand kommst Du auch bei der Spannungsquelle nicht dran.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Jetzt bloss nicht mit den Begriffen Stromquelle oder Spannungsquelle rumjonglieren.


Das sehe ich genauso. Wenn es um eine Spannungsquelle geht, sollte man sich an die Schaltung der Spannungsquelle halten. Wenn es um eine Stromquelle geht - wie in dieser Aufgabe - sollte man sich an die Schaltung der Stromquelle halten. Dennoch kann es zuweilen sinnvoll sein, die eine Quelle in eine äquivalente andere Quelle umzuwandeln, z.B. bei der Maschenstromanalyse eventuell vorhandene Stromquelle in äquivalente Spannungsquellen umzuwandeln, und bei der Knotenpotentialanalyse eventuell vorhandene Spannungsquellen in äquivalente Stromquellen. Es sollte einem jedoch klar sein, dass man mit beiden Verfahren zwar alle Zweigströme richtig berechnen, aber keine Wirkungsgradberechnung mehr anstellen kann.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
... denn beide sind über das ohmsche Gesetz verknüpft.


Vollkommen richtig. Das ist die Äquivalenzbedingung. Deshalb konntest Du ja diese Aufgabe auch mit Hilfe der äquivalenten Spannungsquelle lösen, obwohl in der Originalaufgabe eine Stromquelle vorgegeben war. Ich habe ja auch nie behauptet, dass Deine Vorgehensweise falsch ist, sondern nur, dass man, da es sich um eine Stromquelle handelt, mit der Stromteilerregel direkter ans Ziel kommt.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 02. Nov 2019 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

An Ri komme ich in der Serienschaltung durch den Kurzschluss ran. Amperemeter als Überbrückung an den Anschlussklemmen. In der Parallelschaltung aber nie. Wo soll ich da das Ampermeter in Serie anschliessen. Ich kann ja die Batterie schlecht auseinandernehmen, ohne die Bedingungen zu ändern.
Ich frag mich eh wofür und wo so ein praxisfremder Kram gelehrt wird. Zu meiner Zeit vor 40 Jahren habe ich so was nie gehört.

Lassen wir es gut sein. Die Meinungen gehen auseinander.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 02. Nov 2019 12:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
An Ri komme ich in der Serienschaltung durch den Kurzschluss ran. Amperemeter als Überbrückung an den Anschlussklemmen. In der Parallelschaltung aber nie.


Dir scheint die Dualität der beiden Quellen noch nicht ganz klar zu sein. Bei der Stromquelle komme ich an den Innenwiderstand im Leerlauf dran. Voltmeter an den Anschlussklemmen. Schau Dir meine kürzlich gepostete Skizze an.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Ich frag mich eh wofür und wo so ein praxisfremder Kram gelehrt wird.


Das ist ein wirkungsvolles Hilfsmittel bei der Schaltungsanalyse und der Schaltungsentwicklung. Zwar sind wir an spannungsbasierte Systeme gewöhnt, Stromquellen sind aber mit elektronischen Mitteln auch praktisch realsierbar. Darüber Bescheid zu wissen, ist daher durchaus von Vorteil.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Zu meiner Zeit vor 40 Jahren habe ich so was nie gehört.


Zu meiner Zeit vor 50 Jahren war das Standard in der Hochschulausbildung und ist es auch heute noch.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Lassen wir es gut sein. Die Meinungen gehen auseinander.


Wissenschaftliche Grundlagen sind im Allgemeinen keine Sache unterschiedlicher Meinungen, solange sie kein Ausfluss neuester Erkenntnisse sind (da können die Meinungen schon mal auseinandergehen). Aber bei seit 100 Jahren fest etablierten Standards der Berechnungsverfahren ist das keine Meinungsfrage mehr.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 02. Nov 2019 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ok da ist der Unterschied, Hochschulausbildung und Berufsausbildung.
Sei es drum.

Zitat:
Nein, Ik ist der eingeprägte Strom der Stromquelle, also konstant. Die Spannung ist belastungsabhängig.


Steht Ik für I = konstant oder I = Kurzschluß.

Ein Kurzschluß über die Anschlußquellen führt dazu das weder durch Lastwiderstand noch Innenwiderstand ein nennenswerter Strom fließt.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 02. Nov 2019 23:18    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Steht Ik für I = konstant oder I = Kurzschluß.


Das kannst Du halten, wie Du willst. Im Allgemeinen heißt Ik Kurzschlussstrom. Viel wichtiger zu wissen ist, dass der eingeprägte Quellenstrom der idealen Stromquelle konstant ist und nur im Kurzschluss zwischen den Klemmen gemessen werden kann. Deswegen wird er auch Kurzschlussstrom genannt.

Zum Vergleich: Die eingeprägte Quellenspannung einer idealen Spannungsquelle ist konstant und kann nur im Leerlauf zwischen den Klemmen gemessen werden. Sie heißt deshalb auch Leerlaufspannung.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Ein Kurzschluß über die Anschlußquellen führt dazu das weder durch Lastwiderstand noch Innenwiderstand ein nennenswerter Strom fließt.


Im Idealfall überhaupt keiner. Genau das habe ich Dir die ganze Zeit zu erklären und mit Hilfe einer Schaltskizze zu verdeutlichen versucht, hatte aber den Eindruck, dass Du das nicht akzeptieren wolltest.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 02. Nov 2019 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Das habe ich jetzt verstanden. Dann sollte man den Strom aber Iq für Quellenstrom bezeichnen. Ik wird er nur bei Kurzschluss. Wenn kein Kurzschluss vorliegt wird der Strom durch den Widerstand Ri und RL bestimmt, ausser man hat eine Regelung, die die Spannung anpasst, dass Iq immer gleich bleibt.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 03. Nov 2019 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Wenn kein Kurzschluss vorliegt wird der Strom durch den Widerstand Ri und RL bestimmt, ausser man hat eine Regelung, die die Spannung anpasst, dass Iq immer gleich bleibt.


Iq ist immer gleich und ist gleich dem Kurzschlussstrom. Das ist das Charakteristikum einer Stromquelle. Er teilt sich je nach Belastung auf Innen- und Lastwiderstand auf.

Ganz analoge Verhältnisse bei der Spannungsquelle, bei der Uq immer gleich ist, ohne dass da der Strom durch irgendeine Regelung angepasst wird. Die Quellenspannung teilt sich je nach Belastung auf Innen- und Lastwiderstand auf.

Du erkennst immer noch nicht die Dualität dieser beiden Quellen.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 03. Nov 2019 10:00    Titel: Antworten mit Zitat

Doch es kommen bei beiden Varianten der gleiche Lastwiderstand raus. Nur bei der Stromquelle ist das von der Energiebetrachtung nicht schön. Da immer ein Strom fließt, belastet oder nicht. Wie schnell ist so ein Ding entladen?
Die Spannung muss geregelt werden, wenn der Strom gleich bleibt, denn der Gesamtwiderstand ändert sich wenn ein Lastwiderstand zum Innenwiderstand dazu kommt, da ja bei der Parallelschaltung dieser kleiner als der kleinste Einzelwiderstand ist. Bei dem Kurzschluss gibt es keine Spannung mehr.

Bei derSpannungsquelle gibt es keinen Strom wenn nichts angeschlossen ist, der Kurzschlussstrom fliesst nur bei einem Kurzschluss. Alles andere ist je nach Belastung dazwischen. Energetisch doch viel besser.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 03. Nov 2019 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Doch es kommen bei beiden Varianten der gleiche Lastwiderstand raus.


Ja natürlich. Es handelt sich ja um äquivalente (=gleichwertige) Quellen.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Nur bei der Stromquelle ist das von der Energiebetrachtung nicht schön. Da immer ein Strom fließt, belastet oder nicht.


Genau das hatte ich bereits gesagt. Im Leerlauf ist der Wirkungsgrad null, also äußerst miserabel. Denn die maximale Energie, die von der Stromquelle abgegeben werden kann, wird bei Leerlauf im Innenwiderstand verbraten. Das ist der Grund, warum unsere Energiesysteme spannungsbasiert sind. Bei einer Spannungsquelle wird im Leerlauf überhaupt keine Energie "verbraucht" (=in Wärme umgewandelt). Der Wirkungsgrad ist 1. Also noch einmal: Äquvalente Quellen sind in ihrer Außenwirkung, also in allem, was mit der Last zu tun hat, gleichwertig. Im Inneren der Quellen, also im Innenwiderstand sind die Vorgänge unterschiedlich, nämlich genau entgegengesetzt.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Wie schnell ist so ein Ding entladen?


Ich verstehe nicht, was Du damit sagen willst.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Die Spannung muss geregelt werden, wenn der Strom gleich bleibt, ...


Warum das denn? Die Spannung stellt sich je nach Belastung ein. Auch das hatte ich bereits mehrfach gesagt. Das ist doch bei einer Last an der Spannungsquelle nicht anders. Die Spannung am Lastwiderstand stellt sich je nach der Größe des Lastwiderstandes ein. Das ist kein Unterschied zur Stromquelle, sofern beide Quellen äquivalent sind.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
... denn der Gesamtwiderstand ändert sich wenn ein Lastwiderstand zum Innenwiderstand dazu kommt, da ja bei der Parallelschaltung dieser kleiner als der kleinste Einzelwiderstand ist. Bei dem Kurzschluss gibt es keine Spannung mehr.


Genauso wie bei der Spannunsgquelle. Äquivalente Quelle unterscheiden sich nicht in ihrer Wirkung auf den Lastwiderstand. Bei kleinem Lastwiderstand kleine Klemmenspannung, bei großem Lastwiderstand große Klemmenspannung, im Kurzschluss keine Klemmenspannug. Was versuchst Du also zu begründen? Für den Lastwiderstand gibt es keinen Unterschied von Spannung, Strom und Leistung, egal ob die Last an einer Spannungs- oder an einer (äquivalenten) Stromquelle hängt. Äquivalent sind die Quellen dann, wenn sie den gleichen Innenwiderstand haben. Ihre Kenngrößen (Leerlaufspannnung, Kurzschlussstrom, Innenwiderstand) sind dann über das ohmsche Gesetz verknüpft.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Bei derSpannungsquelle gibt es keinen Strom wenn nichts angeschlossen ist, der Kurzschlussstrom fliesst nur bei einem Kurzschluss. Alles andere ist je nach Belastung dazwischen. Energetisch doch viel besser.


Ganz genau. Das habe ich die ganze Zeit versucht, Dir zu verdeutlichen. In dieser Aufgabe geht es aber nicht um die Vorgänge im Inneren der Quelle, sondern ausschließlich um den Lastwiderstand. Also kann man, so wie Du es gemacht hast, die vorgegebene Stromquelle durch eine äquivalente Spannungsquelle ersetzen und dann die Berechnung des Lastwiderstandes vornehmen. Das hast Du vollkommen richtig gemacht. Ich hatte nur darauf hingewiesen, dass in der Aufgabenstellung eine Stromquelle vorgegeben war und sich deshalb die Berechnung per Stromteilerregel anbietet.

Stell Dir vor, die Aufgabe wäre noch weiter gegangen, und es wäre nach dem Wirkungsgrad gefragt gewesen. Das hättest Du nach Deiner Vorgehensweise nicht machen können, jedenfalls nicht mit korrektem Ergebnis. Da hättest Du einen Wirkungsgrad von 30,9% herausbekommen, während der tatsächliche Wirkungsgrad der vorgegebenen Schaltung 71,1% ist. Es kann also - je nach Aufgabenstellung - gewichtige Gründe geben, sich an die Vorgaben der Aufgabenstellung zu halten.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 03. Nov 2019 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich verstehe nicht was Du damit sagen willst.


Damit meine ich wenn man einmal einen Akku als Stromquelle und einmal als Spannungsquelle konzipiert. Wer hält wohl länger. Sicherlich kann man vieles rechnen, wenn man Lust hat aber die Konzeption als Stromquelle ist einfach nur blödsinnig.

Hinsichtlich Regelung meinte ich, die Spannung stellt sich selbst ein oder man muss dafür sorgen. Wenn also wie in dem Beispiel 12 A über den Ri fließen sollen und auch bei Anschaltung des Lastwiderstandes ist der Gesamtwiderstand kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Also muss bei gleichen Strom die Spannung kleiner sein, eingestellt oder selbst erniedrigt.


Konstante Ströme machen aber auch Sinn, wie Beispiele in meiner Arbeit. Da geht es um die Galvanisation von Werkstücken. Um gleichbleibende Schichtdicken zu bekommen werden Stromdichten hergenommen. Die Oberfläche der Ware wird dem Computer mitgeteilt und der regelt dann den Strom, das nach Faraday die Schichtdicke pro Zeit eingehalten wird.

Auch das Laden gewisser Batterien (Nickel/ Cadmium) erfolgen unter konstanten Strom. Bleiakkus hingegen unter konstanter Spannung 13,8 V.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 03. Nov 2019 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Damit meine ich wenn man einmal einen Akku als Stromquelle und einmal als Spannungsquelle konzipiert.


Du kannst einen Akku je nach Aufgabe natürlich auch als Stromquelle konzipieren, wenn Du ihn entsprechend beschaltest. Es kommt drauf an, was Du haben willst. Die einfachste Methode ist ein sehr großer Vorwiderstand vor der Last. Wenn der Lastwiderstand um Größenordungen kleiner ist, kannst Du ihn auf diesem niedrigen Niveau beliebig variieren, der Strom wird sich dadurch praktisch nicht verändern. Es kommt natürlich immer darauf an, was Du betreiben willst.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Wenn also wie in dem Beispiel 12 A über den Ri fließen sollen ...


In dem vorliegenden Beispiel sollen keine 12 A durch den Innenwiderstand fließen, sondern das 0,7-Fache davon durch den Lastwiderstand, d.h. in der gegebenen Aufgabe ließen nur 3,6 A durch den Innenwiderstand. Der Kurzschlussstrom von 12A würde nur im Leerlauf, also ohne angeschlossenen Lastwiderstand durch den Innenwiderstand fließen. Das ist hier eine ganz andere Aufgabe, von der Du Dich immer weiter entfernst.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
... und auch bei Anschaltung des Lastwiderstandes ist der Gesamtwiderstand kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Also muss bei gleichen Strom die Spannung kleiner sein, ...


Ja natürlich, das hatten wir ja schon. Die Klemmenspannung stellt sich sowohl an der Stromquelle als auch an der Spannungsquelle je nach Belastung ein. Im Leerlauf (unendlich hoher Lastwiderstand) wird an den Klemmen beider Quellen dieselbe Spannung gemessen, nämlich die Leerlaufspannung; je kleiner der Lastwiderstand ist, desto kleiner ist auch die Klemmenspannung, und zwar bei Strom- und Spannungsquelle gleich groß, sofern es sich um äquivalente Quellen handelt; im Kurzschlussfall wird an beiden Quellen derselbe Kurzschlussstrom und dieselbe Spannung (nämlich null) gemessen.

Ich glaube, wir sollten hier Schluss machen. Die Aufgabe ist gelöst, basta. Und das geht sowohl mit der Stromteilerregel aufgrund der vorgegebenen Stromquelle als auch über die Umwandlung in eine äquivalente Spannungsquelle, wie Du es gemacht hast. Das Konzept der Stromquelle scheinst Du nicht zu verstehen oder nicht verstehen zu wollen, was für die vorliegende Aufgabe auch vollkommen irrelevant ist.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14683

Beitrag GvC Verfasst am: 03. Nov 2019 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Damit meine ich wenn man einmal einen Akku als Stromquelle und einmal als Spannungsquelle konzipiert.


Du kannst einen Akku je nach Aufgabe natürlich auch als Stromquelle konzipieren, wenn Du ihn entsprechend beschaltest. Es kommt drauf an, was Du haben willst. Die einfachste Methode ist ein sehr großer Vorwiderstand vor der Last. Wenn der Lastwiderstand um Größenordungen kleiner ist, kannst Du ihn auf diesem niedrigen Niveau beliebig variieren, der Strom wird sich dadurch praktisch nicht verändern. Es kommt natürlich immer darauf an, was Du betreiben willst.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Wenn also wie in dem Beispiel 12 A über den Ri fließen sollen ...


In dem vorliegenden Beispiel sollen keine 12 A durch den Innenwiderstand fließen, sondern das 0,7-Fache davon durch den Lastwiderstand, d.h. in der gegebenen Aufgabe ließen nur 3,6 A durch den Innenwiderstand. Der Kurzschlussstrom von 12A würde nur im Leerlauf, also ohne angeschlossenen Lastwiderstand durch den Innenwiderstand fließen. Das ist hier eine ganz andere Aufgabe, von der Du Dich immer weiter entfernst.

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
... und auch bei Anschaltung des Lastwiderstandes ist der Gesamtwiderstand kleiner als der kleinste Einzelwiderstand. Also muss bei gleichen Strom die Spannung kleiner sein, ...


Ja natürlich, das hatten wir ja schon. Die Klemmenspannung stellt sich sowohl an der Stromquelle als auch an der Spannungsquelle je nach Belastung ein. Im Leerlauf (unendlich hoher Lastwiderstand) wird an den Klemmen beider Quellen dieselbe Spannung gemessen, nämlich die Leerlaufspannung; je kleiner der Lastwiderstand ist, desto kleiner ist auch die Klemmenspannung, und zwar bei Strom- und Spannungsquelle gleich groß, sofern es sich um äquivalente Quellen handelt; im Kurzschlussfall wird an beiden Quellen derselbe Kurzschlussstrom und dieselbe Spannung (nämlich null) gemessen.

Ich glaube, wir sollten hier Schluss machen. Die Aufgabe ist gelöst, basta. Und das geht sowohl mit der Stromteilerregel aufgrund der vorgegebenen Stromquelle als auch über die Umwandlung in eine äquivalente Spannungsquelle, wie Du es gemacht hast. Das Konzept der Stromquelle scheinst Du nicht zu verstehen oder nicht verstehen zu wollen, was für die vorliegende Aufgabe auch vollkommen irrelevant ist.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 670

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 03. Nov 2019 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ein mal posten hätte gereicht. Das missverstehst Du. Ich halte nur eine Stromquelle für Nonsense aus dagelegten Gründen.
Aber ok Schluss an diser Stelle, da die Sender- Empfänger frequenz eh nicht passt.
hercules123



Anmeldungsdatum: 04.08.2019
Beiträge: 21

Beitrag hercules123 Verfasst am: 04. Nov 2019 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, bin überrascht das hier so viel diskutiert wurde ^^

GvC, du hast recht, ich hatte den falschen Ansatz, deine Methode wollte ich anfangs auch benutzen, jetzt weiß ich ja wie ich es hätte tun müssen Thumbs up!

Danke noch euch beiden für die Hilfe smile
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