RegistrierenRegistrieren   LoginLogin   FAQFAQ    SuchenSuchen   
Spektrum, Cobalt 60, Gamma Peaks, unterschiedlich groß?
 
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Sonstiges
Autor Nachricht
physikär



Anmeldungsdatum: 09.06.2014
Beiträge: 6

Beitrag physikär Verfasst am: 10. Jun 2014 16:38    Titel: Spektrum, Cobalt 60, Gamma Peaks, unterschiedlich groß? Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo liebes Board,

wenn ich mir das Spektrum von Cobalt60 ansehe, zb auf

http://en.wikipedia.org/wiki/File:60Co_gamma_spectrum_energy.png

dann sehe ich dort die beiden peaks aus der abregung des Nickelkerns und das der ca. 1,1MeV Peak, locker 10% größer ist, als der mit ca. 1,3MeV.

Warum?


Viele liebe Grüße und schon einmal Danke

Meine Ideen:
Jeder Zerfall sollte(zu >99% laut nuclid karte) ein Gamma mit 1.3MeV und 1.1MeV erzeugen, deshalb hätte ich erwartet, dass beide Peaks aus gleichvielen Ereignissen bestehen und damit gleich groß sind.

Ist der 1.1MeV Peak schmaler, so dass die summe aller ereignisse doch gleich ist.

Oder wird er von etwas anderem überlager. etwas an das ich noch nicht gedacht habe smile
para
Moderator


Anmeldungsdatum: 02.10.2004
Beiträge: 2874
Wohnort: Dresden

Beitrag para Verfasst am: 11. Jun 2014 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Photon seine komplette Energie im Detektor deponiert und damit als Ereignis im Vollenergiepeak registriert wird (full energy peak efficiency) ist für eine gegebene Detektorgeometrie abhängig von der Energie des Photons. In diesem Energiebereich fällt sie mit steigender Energie.

Die von dir angesprochene Breite des Peaks kommt hinzu. Nimmt man einmal an, dass die Peakbreite ist, führt das bei den Cobalt-Peaks schon zu einem Unterschied von 6-7%.

_________________
Formeln mit LaTeX
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8233

Beitrag jh8979 Verfasst am: 11. Jun 2014 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Interessanterweise hat die 1173-Linie eine Breite die fast 4-5mal kleiner ist, also die der 1332-Linie. Nach einfacher Breit-Wigner-Resonanz wäre das Maximum . Demnach müsste die erste Linie nochmal viel größer sein...

Irgendwas stimmt hier noch nicht ganz smile
para
Moderator


Anmeldungsdatum: 02.10.2004
Beiträge: 2874
Wohnort: Dresden

Beitrag para Verfasst am: 11. Jun 2014 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

Mit Peakbreite meinte ich die gemessene Breite im Spektrum, die meiner Ansicht nach hier im Wesentlichen vom Detektor bestimmt wird. Das verlinkte Spektrum wurde mit einem Germanium-Detektor aufgenommen, typische Energieauflösungen im Bereich der Cobalt-Peaks liegen für solche Detektoren bei wenigen keV (FWHM). Angesichts der Lebensdauern der beteiligten Niveaus im Bereich von Picosekunden sollte die natürliche Linienbreite der beiden Cobalt-Linien im Vergleich zur Detektorauflösung vernachlässigbar sein, oder?
_________________
Formeln mit LaTeX
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8233

Beitrag jh8979 Verfasst am: 11. Jun 2014 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ah.... das macht Sinn. Danke. Thumbs up!
para
Moderator


Anmeldungsdatum: 02.10.2004
Beiträge: 2874
Wohnort: Dresden

Beitrag para Verfasst am: 11. Jun 2014 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich musste die natürlichen Linienbreiten von Cobalt nach deinem Beitrag allerdings auch erst einmal nachschlagen. :)
_________________
Formeln mit LaTeX
Neue Frage »
Antworten »
    Foren-Übersicht -> Sonstiges