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Reflexion von Röntgenstrahlung an einer Netzebene
 
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Markus_2
Gast





Beitrag Markus_2 Verfasst am: 18. Jul 2009 13:56    Titel: Reflexion von Röntgenstrahlung an einer Netzebene Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe eine Frage zur Reflexion von Röntgenstrahlung an einer Netzebene.

Warum wird denn diese Strahlung überhaupt reflektiert, erfüllt also das
Reflexionsgesetz. Die Wellenlänge ist doch in der selben Größenordnung wie der Abstand der Streuzentren. Warum ergibt sich denn dann nur
ein Interferenzmaximum in Reflexionsrichtung ?

Ich komme auf die Frage, weil man das System ja im Prinzip mit dem
System: Laser - CD-Rom vergleichen kann.
Hier sind ja die Stege Ausgangspunkte von Elementarwellen.
Diese haben auch einen Abstand in Größenordnung der verwendeten
Wellenlänge, aber dort erhält man (wie bei einem Reflexionsgitter)
in vielen Richtungen konstruktive Interferenz.

Warum sind die beiden Systeme nicht miteinander vergleichbar ?

Markus
bottom



Anmeldungsdatum: 04.02.2009
Beiträge: 333
Wohnort: Kiel

Beitrag bottom Verfasst am: 21. Jul 2009 21:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe leider nicht wirklich was du meinst.
Die Interferenz entsteht durch den gangunterschied durch reflektion auf unterschiedlichen Netzebenen (siehe Paintskizze).
Bei der CD ist das Prinzip das selbe - der Strahl wird auf unterschiedlicher höhe reflektiert, durch den Gangunterschied kommt es zu interferenz.



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Markus2
Gast





Beitrag Markus2 Verfasst am: 22. Jul 2009 09:49    Titel: Reflexion an Netzebenen Antworten mit Zitat

Hallo,

danke erstmal für die Antwort.

Meine Frage ist folgende:

Bei der CD-Rom gibt es nicht nur konstruktive Interferenz in Reflexionsrichtung. (Reflexionsgitter)

Bei den Netzebenen wird aber immer davon ausgegangen, dass sich diese wie Spiegel verhalten.
Dort soll es also nur konstr. Interferenz in Reflexionsrichtung geben.

Meine Theorie dazu ist, dass es für jede Netzebene auch dort konstr. Interferenzen in anderen Richtungen gibt. (Reflexionsgitter)

Durch das Zusammenspiel der vielen Netzebenen bleibt aber nur ein
merklicher Reflex in der Reflexionsrichtung jeder Ebene übrig.
para
Moderator


Anmeldungsdatum: 02.10.2004
Beiträge: 2874
Wohnort: Dresden

Beitrag para Verfasst am: 22. Jul 2009 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke du meinst das richtige. Jedes Atom im Gitte wirkt im Prinzip als Streuzentrum. Und alle gestreuten Wellen überlagern sich dann. Da es sich um eine dreidimensionale Anordnung von Streuzentren handelt, gibt es aber nur ganz bestimmte Richtungen in denen es dabei wirklich zu konstruktiver Interferenz kommen kann. (Wenn man sich zunächst ein 1D dann ein 2D und schließlich ein 3D-Gitter von Streuzentren ansieht, reduziert sich das immer weiter.)

Die Kristallebenen bei der Bragg-Reflexion sind eine anschauliche Variante das auszudrücken. Die Beschreibung über die Streuung ist äquivalent dazu, und kann über die Laue-Bedingung erfolgen.

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