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Lorz
Anmeldungsdatum: 18.09.2014 Beiträge: 131
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Lorz Verfasst am: 26. Okt 2025 22:52 Titel: Gamma-Strahlungsbelastung in Abhängigkeit von Wellenlänge |
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Hallo!
Ich suche Statistiken zu Gesundheitsbelastung durch Röntgen und Gammastrahlung. Insbesondere interessiert mich der Vergleich. Denn wie ich im Internet finde, ist die harte Röntgenstrahlung weniger belastend als die weiche, weil das menschliche Gewebe stärker mit dieser wechselwirkt. Mich würde sozusagen ein Wechselwirkungsquerschnitt für Wellenlängen im Bereich von 10 nm bis 1 pm interessieren. |
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 27. Okt 2025 10:15 Titel: |
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Das ist leider viel komplizierter, als du es hier skizziert.
Zunächst mal muss man neben den verschiedenen Wellenlängebereichen auch unterschiedliche Gewebearten unterscheiden. Dann muss man berücksichtigen, dass es verschiedene Mechanismen gibt, wie Röntgen- und Gammastrahlung mit menschlichem Gewebe wechselwirkt: das ist zunächst die Compton-Streuung an den Elektronen der Atomhülle, dann die Elektronen-Positron-Paarerzeugung im Feld des Atomkerns (ab einer gewissen Schwellenenergie), sowie die Absorption durch denselben (dito). Im ersten Fall erfolgt meist eine direkte Schädigung der molekularen Bindungen, wobei die sekundäre Röntgen- und Gammastrahlung weitere Reaktionen auslösen können. In den beiden anderen Fällen gilt nur Letzteres, d.h. die entstehenden Elektronen und Positronen bzw. die später aus den Atomkernen freiwerdenden Röntgen- und Gammaquanten werden ihrerseits wiederum mit dem Gewebe wechselwirken.
Für die energieabhängigen Wirkungsquerschnitten gehe ich davon aus, dass du bei der NASA fündig wirst. Eine direkte Ableitung der biologischen Wirkung daraus ist aber nicht möglich. _________________ Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago. |
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Füsik-Gast II Gast
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Füsik-Gast II Verfasst am: 27. Okt 2025 10:31 Titel: X-ray |
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Bei der Röntgenstrahlung würde ich mich mal mit dem Begriff der Dosimetrie beschäftigen.In der Medizin wird damit die jeweiligen Strahlenbelastung
eingeschätzt,wobei dort Gewebeart,Art(Energie) der Strahlunf und Expositionsdauer mit berücksichtigt werden.
Gammastrahlung kann ähnlich betrachtet werden,allg. über das Amt für Strahlenschutz vielleicht konkrete Informationen/Daten.
Füsik-Gast. |
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Lorz
Anmeldungsdatum: 18.09.2014 Beiträge: 131
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Lorz Verfasst am: 27. Okt 2025 11:47 Titel: Re: X-ray |
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| Füsik-Gast II hat Folgendes geschrieben: | Bei der Röntgenstrahlung würde ich mich mal mit dem Begriff der Dosimetrie beschäftigen.In der Medizin wird damit die jeweiligen Strahlenbelastung
eingeschätzt,wobei dort Gewebeart,Art(Energie) der Strahlunf und Expositionsdauer mit berücksichtigt werden.
Gammastrahlung kann ähnlich betrachtet werden,allg. über das Amt für Strahlenschutz vielleicht konkrete Informationen/Daten.
Füsik-Gast. |
In der Dosimetrie, die ich kenne, wird nur zwischen und Strahlung (vielleicht auch noch Neutronen- und Protonenstrahlung) unterschieden und dann der Energieübertrag berücksichtigt. Ob die Strahlungsenergie sich aus Photonen mit Frequenz oder aus Photonen mit rekrutiert, wird dort meines Wissens nach nicht berücksichtigt.
Trotzdem Danke für Deine Antwort - und vielleicht gibt es ja doch eine differenziertere Dosimetrie.
Zuletzt bearbeitet von Lorz am 27. Okt 2025 12:00, insgesamt einmal bearbeitet |
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Lorz
Anmeldungsdatum: 18.09.2014 Beiträge: 131
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Lorz Verfasst am: 27. Okt 2025 12:00 Titel: |
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| TomS hat Folgendes geschrieben: | Das ist leider viel komplizierter, als du es hier skizziert.
Zunächst mal muss man neben den verschiedenen Wellenlängebereichen auch unterschiedliche Gewebearten unterscheiden. Dann muss man berücksichtigen, dass es verschiedene Mechanismen gibt, wie Röntgen- und Gammastrahlung mit menschlichem Gewebe wechselwirkt: das ist zunächst die Compton-Streuung an den Elektronen der Atomhülle, dann die Elektronen-Positron-Paarerzeugung im Feld des Atomkerns (ab einer gewissen Schwellenenergie), sowie die Absorption durch denselben (dito). Im ersten Fall erfolgt meist eine direkte Schädigung der molekularen Bindungen, wobei die sekundäre Röntgen- und Gammastrahlung weitere Reaktionen auslösen können. In den beiden anderen Fällen gilt nur Letzteres, d.h. die entstehenden Elektronen und Positronen bzw. die später aus den Atomkernen freiwerdenden Röntgen- und Gammaquanten werden ihrerseits wiederum mit dem Gewebe wechselwirken.
Für die energieabhängigen Wirkungsquerschnitten gehe ich davon aus, dass du bei der NASA fündig wirst. Eine direkte Ableitung der biologischen Wirkung daraus ist aber nicht möglich. |
Danke!
OK, das heißt ich brauche es differenziert nach Gewebe und dann noch mal nach Art der Wechselwirkung.
Dann vermute ich mal, dass ich bei der Röntgenstrahlung (mit dem Wellenlängen-Bereich, der medizinisch relevant ist) am ehesten Daten finde, weil es da die meisten Anwendungen/empirische Daten geben wird. Und vielleicht auch noch für bei bestimmten Nuklide, die am häufigsten in der Nuklearmeidzin eingesetzt werden. |
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 27. Okt 2025 13:01 Titel: |
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| Lorz hat Folgendes geschrieben: | | OK, das heißt ich brauche es differenziert nach Gewebe |
Ja, das wäre sinnvoll.
| Lorz hat Folgendes geschrieben: | | ... und dann noch mal nach Art der Wechselwirkung. |
Nicht unbedingt, es reicht nur nicht, lediglich einen Prozess bzw. Wirkungsquerschnitt zu betrachten. In der Dosimetrie müsste dir das aber schon jemand abgenommen haben.
| Lorz hat Folgendes geschrieben: | | Dann vermute ich mal, dass ich bei der Röntgenstrahlung (mit dem Wellenlängen-Bereich, der medizinisch relevant ist) am ehesten Daten finde, weil es da die meisten Anwendungen/empirische Daten geben wird. Und vielleicht auch noch für bei bestimmten Nuklide, die am häufigsten in der Nuklearmeidzin eingesetzt werden. |
Und für Flugpersonal, im Umfeld der Kernenergie und der Raumfahrt. |
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