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Ist Stringtheorie Wissenschaft
 
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Beitrag du bist nicht eingeloggt! Verfasst am: 18. Okt 2025 07:03    Titel: Ist Stringtheorie Wissenschaft Antworten mit Zitat

Warum ist Stringtheorie eigentlich so bekannt geworden und ist das überhaupt noch Wissenschaft?
Bei der Quantenphysik und anderen Theorien gab es ja Phänomene in der realen Welt die man beobachtet hat und dann mathematische Modelle entwickelt hat (z.B. Doppelspalt und Wellenmuster -> Wellenfunktion).
Was waren die Beobachtungen von denen man auf Strings and 26 Dimensionen kommt?
Sollte man Theorien mit so vielen Dimensionen nicht ausschließen? Gibt es irgendwas, was Stringtheorie vorhersagt, wozu es keine einfachere Theorie gibt? (Ockhams Rasiermesser)

Falsifizierbar ist Stringtheorie auch (noch) nicht.

Wie kann so eine Theorie so groß werden?
ThePhantomManace
Gast





Beitrag ThePhantomManace Verfasst am: 18. Okt 2025 07:09    Titel: Antworten mit Zitat

Populärwissenschaft dient nur einem Zweck, die Wissenschaftshörigkeit der Bevölkerung zu steigern. Damit die Forschungsbudgets stets nach oben zeigen und man sich ein angenehmes stressfreies Leben als Wissenschaftler gönnen kann, ganz ohne jedweden Erfolgs- oder Leistungsdruck.

Die modernen Wissenschaftler sind die neuen Kleriker. Ihre Religion ist der Atheismus, architektonischer Brutalismus und die sogennante aufgeklärte Wissenschaft. Was immer das auch bedeuten mag.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21442

Beitrag TomS Verfasst am: 18. Okt 2025 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

So ein Quatsch.

Nur weil das einigen in Einzelfällen zutreffen mag, darf man das nicht verallgemeinern. Eine typische vorurteilsbeladene Aussage von einem nur punktuell und oberflächlich informierten Laien über Wissenschaft.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21442

Beitrag TomS Verfasst am: 18. Okt 2025 12:11    Titel: Re: Ist Stringtheorie Wissenschaft Antworten mit Zitat

du bist nicht eingeloggt! hat Folgendes geschrieben:
Warum ist Stringtheorie eigentlich so bekannt geworden und ist das überhaupt noch Wissenschaft?

Weil immer wieder berechtigte Hoffnungen bestanden, diverse Probleme endgültig lösen zu können, was heute jedoch für die nächste Zukunft völlig außer Reichweite erscheint.

Und ja, es handelt sich um mathematische Physik, d.h. um Wissenschaft, wenn auch nicht um empirische Wissenschaft.

Kennst du die beiden Bücher von Woit und Smolin von vor ca. 20 Jahren? Die haben das gut analysiert – ego, blind spots, group think, carrier paths, tenure tracks, marketing, funding … – und mussten dafür durchaus Prügel einstecken.

Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist ...
(Max Planck)

Und das sehen wir zweimal, beim Aufstieg der Stringtheorie sowie bei ihrem langsamen Niedergang mit ihrer Ersetzung durch nichts, da keine neue, ähnlich weitreichende Alternative in Sicht ist.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
DerDenkerundLenker



Anmeldungsdatum: 03.10.2025
Beiträge: 56

Beitrag DerDenkerundLenker Verfasst am: 18. Okt 2025 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Also ich denke nicht das die Menschen jemals die wahren Gottesgeheimnisse lüften werden. Diese liegen jenseits der erfassbaren Physik.

Wie z.B. entsteht Energie und Materie aus dem Nichts, oder was genau ist denn nun Raumzeit?! Ist etwas oder doch nichts? Aber da es Eigenschaften hat, muss es ja auch Existent sein.

Das Alles und noch viel weitere Fragen liegen jenseits unserer Vorstellungskraft.

Allah /Elohim (das ist auch der Gott aus dem Alten Testament) lässt sich nicht in die Karten schauen.

Burkhard Heims Theorie über das Metron und die 6 Dimensionale Raumzeit ist genausogut oder auch schlecht wie die String Theorie meiner Meinung nach. Warum sollte man das eine dem anderen vorziehen!?
DerDenkerundLenker



Anmeldungsdatum: 03.10.2025
Beiträge: 56

Beitrag DerDenkerundLenker Verfasst am: 18. Okt 2025 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde Heims Postulat über das wahre Alter des Universums von 5,4 x 10^(106) Jahren als atemberaubend. Und er postulierte weiter dass die allermeiste Zeit davon keine postive Energie oder Materie im Universum vorhanden war. Und erst vor ca. 18,5 MRD Jahren die positive Energie und Materie bildeten.

So lange scheint wohl die Natur zu brauchen um tatsächlich genug Raumzeit zu schaffen damit Energie und Materie existieren können.

Desweiteren sagte er den Durchmesser des Universums auf 6,3 x 10^(109) Lichtjahre voraus.
DerDenkerundLenker



Anmeldungsdatum: 03.10.2025
Beiträge: 56

Beitrag DerDenkerundLenker Verfasst am: 18. Okt 2025 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Burkhard Heim ist Heute unter den Tisch gekehrt, aber seiner Zeit in den 50ern war ein regelrechter Wissenschaftsstar. Einer der ersten Populärwissenschaftler und stellte durch seine mediale Präsenz sogar seinen Professor Heisenberg zeitweillig in den Schatten. Diesem missfiel das sehr, da er Heim Theorien für totalen Wahnsinn hielt.

Später als Heim dann seine Theorien von kontrabarieAntrieben nicht realisieren konnte, wurde es schnell still um ihn und er verschwand von der medialen Aufmerksamkeit.

Zum Ende seines Lebens befasste er sich dann nur noch mit Paranormalen Lebenserfahrungen des Menschen wie er es bezeichnete.

Spookie things, die auch durch seinen menschlichen Verlust durch den Tod seines Vaters und größten Befürworters ausgelöst wurde.
Corbi



Anmeldungsdatum: 17.07.2018
Beiträge: 498

Beitrag Corbi Verfasst am: 18. Okt 2025 17:50    Titel: Antworten mit Zitat

ThePhantomManace hat Folgendes geschrieben:
Populärwissenschaft dient nur einem Zweck, die Wissenschaftshörigkeit der Bevölkerung zu steigern. Damit die Forschungsbudgets stets nach oben zeigen und man sich ein angenehmes stressfreies Leben als Wissenschaftler gönnen kann, ganz ohne jedweden Erfolgs- oder Leistungsdruck.

Die modernen Wissenschaftler sind die neuen Kleriker. Ihre Religion ist der Atheismus, architektonischer Brutalismus und die sogennante aufgeklärte Wissenschaft. Was immer das auch bedeuten mag.


Sorry aber das ist wirklich völliger Unsinn. In der Wissenschaft herrscht ein enormer Erfolgs- und Leistungsdruck und Wissenschaftler und Professoren arbeiten in der Regel deutlich mehr als in ihren Vertrag festgehalten ist und werden dabei auch nicht übermäßig gut bezahlt.

Darüberhinaus spielt Theismus und Atheismus in der Wissenschaft überhaupt keine Rolle. Du kannst problemlos als gläubiger Mensch an einer Universität arbeiten solange du deine Arbeit gut machst.

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Die Natur beginnt eben nicht mit Elementen, so wie wir genötigt sind mit Elementen zu beginnen - Ernst Mach
Manuel_91



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Beiträge: 725

Beitrag Manuel_91 Verfasst am: 13. Nov 2025 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Warum die eine Theorie groß wird und die andere nicht, hat viel mit machtpolitischen Einflüssen zu tun. Wissenschaft ist nicht nur die Suche nach Wahrheit, sondern auch ein sehr starker Konkurrenzkampf um Deutungshoheit, Ankerkennung und Geld. Warum die Theorie so bekannt wurde hat 2 Gründe:

1.) Sie versucht anhand eines Prinzipes alles herzuleiten. Das ist für eine echte ToE zwingend nötig. Sonst werden nur irgendwelche ad hoc Postulate aufgestellt, oder Anpassungen an bisherigen Modellen vorgenommen, damit sie besser an die Daten angepasst werden. Das ist aber nicht "eine Theorie" sondern sind nur Anpassungen bisheriger Theorien. Genau das macht sie nicht! Sie versucht wirklich ein einziges Prinzip, über die "Strings" anzunehmen. Das macht sie für Physiker "elegant" da sie hier sparsam in der Annahme ist, nur eben nicht mehr in den "Dimensionen".

2.) Die Vertreter haben zudem auch hohe "Machtpositionen" in den Diskursen. Eine gute Theorie, die nicht prominent unterstützt wird, wird meist einfach ignoriert.

Eine kurze Übersicht über das Thema:

https://www.spektrum.de/video/physik-pro-und-contra-der-stringtheorie/1663502

Betrachtet man einen eher instrumentalistischen Ansatz, dann kann man an solchen Modellen arbeiten, nur dürften echte ontologische Aussagen nur dann fallen, wenn sich eine Theorie nicht nur mathematisch herleiten lässt, sondern es müsste ein breiter Konsens in der Wissenschaft entstehen, dass sie die einzig denkbare "Theorie" ist. Sonst ist Falsifizierbarkeit nicht optional, sondern zwingend notwendig.

Betrachtet man Physik ontologisch, als sie darf echte Wirklichkeitsaussagen treffen, dann wäre das so nicht legitim. Man müsste ja beweisen können, dass man nicht in 2000 Jahren eine ganz andere Theorie entwickelt hat. Das sieht man schon an ganz simplen Fragen: Wie will man physikalisch, über ein mathematisches Modell beweisen, wie die Welt entstanden ist? Oder ob Determinismus herrscht? Es genügt halt nicht richtig zu liegen, man muss es auch beweisen. Nur weil jemand angenommen hatte, dass die Poincaré Vermutung stimmt, ist sie damit halt noch nicht bewiesen.
Photino



Anmeldungsdatum: 23.01.2026
Beiträge: 6

Beitrag Photino Verfasst am: 23. Jan 2026 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Die Stringtheorie hat tatsächlich das Problem, dass ihr experimentelles Feedback fehlt.

Man kennt die Probleme des Standardmodells + ART. Es ist völlig legitim sich ein Framework
zu schaffen welches über die gesicherte Standardphysik hinaus geht.
Man weiß ja vorher nicht ob da nicht irgendwelche schönen überprüfbaren Vorhersagen rauspurzeln . Dass die Stringtheorie da nach einigen Jahrzehnten noch zu keinem Durchbruch geführt hat, lässt allerdings Zweifel aufkommen ob es der richtige Ansatz ist.
Ein Rückschlag war dass man auch im LHC keine SUSY Teilchen gefunden hat.
Stringtheorie ohne SUSY ist weniger attraktiv.
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