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Nach Postdoc-Phase noch in die freie Wirtschaft?
 
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Corbi



Anmeldungsdatum: 17.07.2018
Beiträge: 498

Beitrag Corbi Verfasst am: 12. Jun 2025 16:32    Titel: Nach Postdoc-Phase noch in die freie Wirtschaft? Antworten mit Zitat

Guten Tag,

ich bin derzeit Doktorand in der mathematischen Physik im Bereich mathematische Quantenmechanik und Quantenfeldtheorie. Im Moment stelle ich mir die große Frage wie es nach der Promotion weitergehen soll; insbesondere ob ich den akademischen Weg weiterverfolgen möchte oder doch in die freie Wirtschaft wechsle.

Konkreter erinnere ich mich an einen Dozenten der erzählte, dass man nach der Doktorarbeit sehr gut in die freie Wirtschaft gehen kann, dass man nach den ersten Post-Doc-Stellen an der Uni aber wohl nicht mehr so gerne im Industriellen Bereich gesehen ist.

Kann das hier jemand bestätigen oder ist das eher Quatsch und eine solche Tendenz gibt es eigentlich nicht?

Beste Grüße,
Corbi

_________________
Die Natur beginnt eben nicht mit Elementen, so wie wir genötigt sind mit Elementen zu beginnen - Ernst Mach
Telefonmann



Anmeldungsdatum: 05.10.2011
Beiträge: 474

Beitrag Telefonmann Verfasst am: 12. Jun 2025 17:43    Titel: Re: Nach Postdoc-Phase noch in die freie Wirtschaft? Antworten mit Zitat

Corbi hat Folgendes geschrieben:
ich bin derzeit Doktorand in der mathematischen Physik im Bereich mathematische Quantenmechanik und Quantenfeldtheorie.

Hallo Corbi, erstmal viel Erfolg bei der Prüfung und Spaß bei der anschließenden Feier.

Zitat:
Im Moment stelle ich mir die große Frage wie es nach der Promotion weitergehen soll; insbesondere ob ich den akademischen Weg weiterverfolgen möchte oder doch in die freie Wirtschaft wechsle.

Konkreter erinnere ich mich an einen Dozenten der erzählte, dass man nach der Doktorarbeit sehr gut in die freie Wirtschaft gehen kann, dass man nach den ersten Post-Doc-Stellen an der Uni aber wohl nicht mehr so gerne im Industriellen Bereich gesehen ist.

Kann das hier jemand bestätigen oder ist das eher Quatsch und eine solche Tendenz gibt es eigentlich nicht?

In der freien Wirtschaft sind generell Charaktere gefragt, die wissen, was sie wollen, weil dort die Zeit generell knapp ist und normalerweise anstehende Aufgaben möglichst schnell erledigt werden sollen. Etwas anders sieht es in der Produktentwicklung aus. Dort hat man mehr Zeit aber auch einen ordentlichen Erfolgsdruck.

Hast Du denn Angebote aus beiden Bereichen? Ohne stellt sich die Frage doch gar nicht.

_________________
Freundliche Grüße, T.
Corbi



Anmeldungsdatum: 17.07.2018
Beiträge: 498

Beitrag Corbi Verfasst am: 12. Jun 2025 18:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Telefonmann,

ich habe keine Angebote und meine Promotion neigt sich auch noch nicht dem Ende zu.
Für mich ist es trotzdem eine wichtige Frage was die Zukunftsplanung und Lebensplanung angeht. Insbesondere eben die Frage ob es Sinn macht nach der Promotion an der Uni zu bleiben, wenn sich da die Jobchancen außerhalb der Uni möglicherweise eher verschlechtern(?).

LG,
Corbi

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Telefonmann



Anmeldungsdatum: 05.10.2011
Beiträge: 474

Beitrag Telefonmann Verfasst am: 12. Jun 2025 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hast Du bereits Erfahrungen als Tutor sammeln können? Kannst Du Dir vorstellen als Postdoc aushilfsweise Vorlesungen zu übernehmen? Hast Du selbst schon vor Studenten gesprochen?

Falls Du Dich bei diesen Fragen wiederfindest, würde eine Tätigkeit als Postdoc schon Sinn machen, weil es zugleich eine gute Vorbereitung auf eine Tätigkeit als Redner, Referent und/oder notfalls auch als Influencer wäre. Ist die "Bühne" also Dein Ding, dann würde ich an Deiner Stelle versuchen auch entsprechende Erfahrungen zu sammeln oder vorhandene Erfahrungen in dieser Richtung zu vertiefen.

Beschränken sich die Erfahrunge in der "Lehre" eher auf Nachhilfe, würde ich mich eher an den Anforderungen in der Industrie orientieren. Bei Bewerbungen hatte ich als Berufsanfänger auch mal Absagen mit der Begründung überqualifiziert. Insofern schränkt auch eine Promotion schon etwas ein, auch aufgrund erhöhter Gehaltsvorstellungen. (Ich selbst habe übrigens keinen Titel, habe aber nach dem Studium auch knapp drei Jahre in der Forschung gearbeitet).

Was sagt Dein Prof zu der Frage?

Käme für Dich später eventuell auch eine Selbständigkeit/Firmengründung in Frage?

_________________
Freundliche Grüße, T.
Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
Beiträge: 1609

Beitrag Aruna Verfasst am: 13. Jun 2025 06:53    Titel: Re: Nach Postdoc-Phase noch in die freie Wirtschaft? Antworten mit Zitat

Corbi hat Folgendes geschrieben:

ich bin derzeit Doktorand in der mathematischen Physik im Bereich mathematische Quantenmechanik und Quantenfeldtheorie. Im Moment stelle ich mir die große Frage wie es nach der Promotion weitergehen soll; insbesondere ob ich den akademischen Weg weiterverfolgen möchte oder doch in die freie Wirtschaft wechsle.


Was willst Du in der freien Wirtschaft konkret machen?
Corbi



Anmeldungsdatum: 17.07.2018
Beiträge: 498

Beitrag Corbi Verfasst am: 13. Jun 2025 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

Telefonmann hat Folgendes geschrieben:
Hast Du bereits Erfahrungen als Tutor sammeln können? Kannst Du Dir vorstellen als Postdoc aushilfsweise Vorlesungen zu übernehmen? Hast Du selbst schon vor Studenten gesprochen?

Falls Du Dich bei diesen Fragen wiederfindest, würde eine Tätigkeit als Postdoc schon Sinn machen, weil es zugleich eine gute Vorbereitung auf eine Tätigkeit als Redner, Referent und/oder notfalls auch als Influencer wäre. Ist die "Bühne" also Dein Ding, dann würde ich an Deiner Stelle versuchen auch entsprechende Erfahrungen zu sammeln oder vorhandene Erfahrungen in dieser Richtung zu vertiefen.



Vorträge halten und Lehre, Wissen aufbereiten sind schon mein Ding und ich erhalte in der Regel auch positives Feedback dafür und arbeite bereits nebenher in der Wissenschaftskommunikation bei einem der größten Channels auf Youtube (was ich aber nicht Hauptberuflich machen möchte). Ich habe auch Lust auf Forschung und viele Ideen und Themen an denen ich gerne arbeiten und forschen würde. Was mich gerade aber an der akademischen Laufbahn zweifeln lässt ist, sind die vielen Ortswechsel, die mir jetzt schon nach drei Standortwechseln nach Abi, Bachelor, Master sehr zu schaffen machen und ich mich eigentlich wieder gerne in meiner Heimatstadt niederlassen würde.

Eine Idee wäre es also einen Job z.B. in der Quantentechnologie anzunehmen, die es in der Nähe meiner Heimat auf jeden Fall gibt, und nach einigen Jahren versuchen z.B. eine Professur in angewandter Mathematik an einer FH zu bekommen (da die rein von meinem Gefühl weniger umkämpft sind ich da gute Chancen sehe in meiner Heimat etwas zu finden).

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Telefonmann



Anmeldungsdatum: 05.10.2011
Beiträge: 474

Beitrag Telefonmann Verfasst am: 13. Jun 2025 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Corbi hat Folgendes geschrieben:
Was mich gerade aber an der akademischen Laufbahn zweifeln lässt ist, sind die vielen Ortswechsel, die mir jetzt schon nach drei Standortwechseln nach Abi, Bachelor, Master sehr zu schaffen machen und ich mich eigentlich wieder gerne in meiner Heimatstadt niederlassen würde.

Ich denke, dass Dein Dozent (siehe erster Beitrag) vor allem diesen Punkt gemeint hat, als er gewarnt hat. Ich empfand die Umzieherei am Ende meiner Zeit in der Forschung auch als größte Belastung und bin dann gerne in die Sofwareentwicklung gewechselt.

_________________
Freundliche Grüße, T.
Corbi



Anmeldungsdatum: 17.07.2018
Beiträge: 498

Beitrag Corbi Verfasst am: 13. Jun 2025 12:46    Titel: Antworten mit Zitat

Telefonmann hat Folgendes geschrieben:

Ich denke, dass Dein Dozent (siehe erster Beitrag) vor allem diesen Punkt gemeint hat, als er gewarnt hat. Ich empfand die Umzieherei am Ende meiner Zeit in der Forschung auch als größte Belastung und bin dann gerne in die Sofwareentwicklung gewechselt.


er meinte eher, dass man wenn man es nach einer PostDoc-Phase nicht schafft eine permanente Stelle an einer Universität zu erhalten, Schwierigkeiten haben wird, noch eine Stelle z.B. in der Softwareentwicklung oder in Ingenieursberufen zu finden.

Genau darauf bezieht sich meine Frage auch: könnte es tatsächlich schlechte Auswirkungen haben wenn ich nach der Promotion erstmal noch eine PostDoc-Stelle annehme, wenn ich mich danach dann doch entschließe z.B. in die Softwareentwicklung oder ähnliches zu gehen?

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DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 13. Jun 2025 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

Corbi hat Folgendes geschrieben:
Genau darauf bezieht sich meine Frage auch: könnte es tatsächlich schlechte Auswirkungen haben wenn ich nach der Promotion erstmal noch eine PostDoc-Stelle annehme, wenn ich mich danach dann doch entschließe z.B. in die Softwareentwicklung oder ähnliches zu gehen?


Ja, aus Sicht der Industrie wirst Du in dieser Zeit einfach nur älter, ohne dass irgend etwas dazu kommt, was diesen Nachteil ausgleicht. Das würde sich erst mit der Professur ändern. Aber wenn Du es bis dahin schaffst, dann wirst Du wohl eher nicht mehr in die Industrie wechseln wollen.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21442

Beitrag TomS Verfasst am: 13. Jun 2025 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe selbst die Reißleine gezogen und bin vor diversen Postdoc-Stellen ausgestiegen und in die Industrie gegangen. Ich kenne in meinem Umfeld niemand, der nicht entweder für immer in der Forschung geblieben wäre, oder der es so wie ich gemacht hätte – insofern kann ich dazu nichts sagen.

In einer leitenden Position wüsste ich aber nicht, warum ich einen Postdoc einstellen sollte, wenn sich auch jüngere Physiker mit einer – für die Industrie – identischen Qualifikation bewerben (und theoretische / mathematische Physik ist zu 99.… % irrelevant, wobei es natürlich immer Ausnahmen gibt).

Mein Wechsel in die Industrie wurde maßgeblich dadurch möglich, dass ich schon während des Studium als Werkstudent bei der Firma gearbeitet habe.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
Nils Hoppenstedt



Anmeldungsdatum: 08.01.2020
Beiträge: 2143

Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 13. Jun 2025 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

Corbi hat Folgendes geschrieben:
Insbesondere eben die Frage ob es Sinn macht nach der Promotion an der Uni zu bleiben, wenn sich da die Jobchancen außerhalb der Uni möglicherweise eher verschlechtern(?).


Nach der Promotion an der Uni zu bleiben, macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn bereits eine realistische Chance auf eine baldige Professur besteht. Spätestens nach einem Jahr sollte man die Reißleine ziehen.

Einfach nur an der Uni zu bleiben, weil man auf seinem Forschungsgebiet eine gewisse Reputation genießt und einem das akademische Umfeld gefällt, ist zwar nachvollziehbar, aber ich habe schon oft miterleben müssen, dass Leute, die auf ihrem Fachgebiet zwar absolute Koryphäe waren, aber nach der Promotion einfach nicht den Absprung von der Uni geschafft haben und am Ende in irgendeinem Büro "versauert" sind.

Bedenke bitte folgendes:

1. Eine Postdoc-Stelle bringt dich fachlich kaum weiter. Nach der Promotion durchblickst du dein Fachgebiet vielleicht zu 95%. Nach zwei Jahren Postdoc bist du dann bei ~96%. Who cares?

2. Fachliche Expertise ist nicht das entscheidende Kriterium, um eine Professur zu ergattern. Viel wichtiger ist eine gewisse Führungsstärke, die Fähigkeit andere zu begeistern und du benötigst bereits ein gewisses Netzwerk an Fürsprecher. Du solltest dich kritisch hinterfragen, ob du das bei dir siehst.

3. Auf eine ausgeschriebene Professur bewerben sich 100 Kandidaten aus aller Welt und davon werden die besten 10 eingeladen. Eine Professur ist also ein ziemliches Wagnis.

4. Diplomanden und Doktoranden kommen und gehen und eine typische Arbeitsgruppe besteht aus jungen Leuten in ihren 20ern. Als Postdoc ist man schnell jenseits der 30 und dann irgendwann "der Alte". Und wie Lanz immer sagt: das macht was mit einem.

Fazit:
Es spricht nichts dagegen nach der Promotion noch für einige Zeit an der Uni zu bleiben, aber man sollte nicht den Absprung verpassen.

Viele Grüße,
Nils

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Ihr da Ohm macht doch Watt ihr Volt!
Telefonmann



Anmeldungsdatum: 05.10.2011
Beiträge: 474

Beitrag Telefonmann Verfasst am: 13. Jun 2025 17:55    Titel: Antworten mit Zitat

Nils Hoppenstedt hat Folgendes geschrieben:
Es spricht nichts dagegen nach der Promotion noch für einige Zeit an der Uni zu bleiben, aber man sollte nicht den Absprung verpassen.

Herausragende Talente absolvieren das Studium auch mal recht schnell, so dass nach der Promotion noch etwas Zeit zum Suchen bleibt.

Dass man als Promovierter gerne auch eine Berufung als Gymnasiallehrer finden kann, sollte bekannt sein.

_________________
Freundliche Grüße, T.
Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
Beiträge: 1609

Beitrag Aruna Verfasst am: 14. Jun 2025 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

Nils Hoppenstedt hat Folgendes geschrieben:

4. Diplomanden und Doktoranden kommen und gehen und eine typische Arbeitsgruppe besteht aus jungen Leuten in ihren 20ern. Als Postdoc ist man schnell jenseits der 30 und dann irgendwann "der Alte". Und wie Lanz immer sagt: das macht was mit einem.


Hat Lanz in Physik promoviert? Big Laugh

Spaß...
Früher gab es nach meiner Erinnerung Beamtenstellen für Post-Docs, "akademischer Rat" oder so....
Gibt es das nicht mehr, sondern nur noch Kettenbefristungen?
Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
Beiträge: 1609

Beitrag Aruna Verfasst am: 14. Jun 2025 08:07    Titel: Antworten mit Zitat

Telefonmann hat Folgendes geschrieben:
Ich empfand die Umzieherei am Ende meiner Zeit in der Forschung auch als größte Belastung und bin dann gerne in die Sofwareentwicklung gewechselt.


Wie ist denn die Situation in der Softwareentwicklung heute, was Ansprüche an Bewerber angeht?
Sind die Zeiten, in denen man "SAP" scherzhaft als Abkürzung für "Sammelstelle arbeitsloser Physiker" aufgefasst hat, vielleicht vorbei?
Ich bin selbst nicht in dem Bereich beschäftigt, bekomme aber mitunter "Bewerbungen" vorgelegt, von Leuten, die da arbeiten wollen...
Genau genommen schicken die einfach den CV ohne Anschreiben oder Bezug zur konkreten Stellenauschreibung.
Das sind dann nicht nur Bewerbungen aus Deutschland oder Europa und da ist oft eine Latte von Qualifikationen und Zertifikaten aufgeführt....
Wie wichtig sind die spezifischen Qualifikationen bei einer konkreten Bewerbung und wie stehen das die Chancen eines m.E. Quereinsteigers aus der Theoretischen Physik (wenn es nicht gerade um Quantencomputer geht)?
In welcher Position arbeitet ein promovierter Physiker eher?
Als Entwickler, der die Vorgaben anderer in Code übersetzt und eventuell bald durch KI ersetzt werden kann, oder eher auf der höheren Ebene der Architektur, bzw. derer, die die Vorgaben erstellen?
Corbi



Anmeldungsdatum: 17.07.2018
Beiträge: 498

Beitrag Corbi Verfasst am: 14. Jun 2025 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure Einschätzungen erstmal!

Mich würde es dann noch interessieren was eure Erfahrungen mit dem Wechsel in die Wirtschaft so sind? Habt ihr auch dort spannende Aufgaben/Forschungsfragen erhalten, die euch Spaß machen oder war der Wechsel dann eher ernüchternd und die Themen an denen man arbeitet eher langweilig im Vergleich zur Akademischen Forschung?

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TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21442

Beitrag TomS Verfasst am: 14. Jun 2025 16:03    Titel: Antworten mit Zitat

Corbi hat Folgendes geschrieben:
Vielen Dank für eure Einschätzungen erstmal!

Mich würde es dann noch interessieren was eure Erfahrungen mit dem Wechsel in die Wirtschaft so sind? Habt ihr auch dort spannende Aufgaben/Forschungsfragen erhalten, die euch Spaß machen oder war der Wechsel dann eher ernüchternd und die Themen an denen man arbeitet eher langweilig im Vergleich zur Akademischen Forschung?

Meine Tätigkeiten hatten und haben nie im entferntesten etwas mit Physik zu tun. Ähnliches trifft auch auf viele Kollegen zu – promovierte Chemiker, Mathematiker … Spannend und herausfordernd war's immer, besser bezahlt obendrein.

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Telefonmann



Anmeldungsdatum: 05.10.2011
Beiträge: 474

Beitrag Telefonmann Verfasst am: 14. Jun 2025 16:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe Dir eine PN geschickt.
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Freundliche Grüße, T.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21442

Beitrag TomS Verfasst am: 14. Jun 2025 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

Guter Punkt, Details gerne per PN.
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Nils Hoppenstedt



Anmeldungsdatum: 08.01.2020
Beiträge: 2143

Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 15. Jun 2025 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Corbi hat Folgendes geschrieben:
Mich würde es dann noch interessieren was eure Erfahrungen mit dem Wechsel in die Wirtschaft so sind? Habt ihr auch dort spannende Aufgaben/Forschungsfragen erhalten, die euch Spaß machen oder war der Wechsel dann eher ernüchternd und die Themen an denen man arbeitet eher langweilig im Vergleich zur Akademischen Forschung?


Ich bin in die Forschungsabteilung eines Unternehmens gewechselt, das seine Umsätze vor allem mit Hightech-Produkten macht. Daher war der Umstieg eher sanft, da hier immer noch sehr wissenschaftlich gearbeitet wurde (mit Laboraufbauten und numerischen Simulationen etc). Die Themen sind da durchaus herausfordernd und spanned, auch wenn am Ende natürlich der wirtschaftliche Erfolg im Vordergrund steht und nicht der reine Erkenntnisgewinn.

Die größte Umstellung ist eigentlich nicht die konkrete Arbeit, sondern diese spezielle Kultur in einem Unternehmen mit ihren Meetings, Projektplänen, Kickoffs und Workshops und natürlichen diesen seltsamen Business-Sprech (was ist ein USP und wer ist dieser FYI??). Wenn man frisch von der Uni kommt, ist das erstmal eine fremde Welt....

Viele Grüße,
Nils

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