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Photographisches Gedächtnis & Erklärungs-Fähigkeiten
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MBastieK



Anmeldungsdatum: 06.10.2012
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Beitrag MBastieK Verfasst am: 16. Jan 2025 16:55    Titel: Photographisches Gedächtnis & Erklärungs-Fähigkeiten Antworten mit Zitat

Hallo!

Haben Menschen mit photographischem Gedächtnis niedrigere Erklärungs-Fähigkeiten? Solche Menschen müssen sich dies ja nicht über einen Verständnis-Prozess* merken, sondern merken es sich einfach, wie durch eine rein graphische Photographie ins Gedächtnis hinein. Ich z.B. habe mir mathematische oder physikalische Dinge immer nur über das Verstehen gemerkt und nie über eine reine Kopie in das Gedächtnis hinein.

Edit:
Man könnte auch fragen, ob ein photographisches Gehirn durch sofortiges Einprägen in ein photographisches Gedächtnis einem ein Gefühl von Verstehen suggeriert, d.h. ein falsches Gefühl von Verstehen (durch eventuell Dopamin-Ausstoß) vermittelt.

*Den Menschen mit nicht-photographischem Gedächtnis dann per Übertragungs-Leistung beim Weitergeben Ihres Wissen anwenden können

Nette Grüsse

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„Ein Test für außerordentliche Intelligenz ist die Fähigkeit zwei gegensätzliche Ideen gleichzeitig zu verfolgen, ohne dabei verrückt zu werden.“ - F. Scott Fitzgerald

Was mit Energie-Aufwand gelernt, verteidigt man dementsprechend.
Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
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Beitrag Aruna Verfasst am: 16. Jan 2025 22:48    Titel: Re: Photographisches Gedächtnis & Erklärungs-Fähigkeiten Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Hallo!

Haben Menschen mit photographischem Gedächtnis niedrigere Erklärungs-Fähigkeiten? Solche Menschen müssen sich dies ja nicht über einen Verständnis-Prozess* merken, sondern merken es sich einfach, wie durch eine rein graphische Photographie ins Gedächtnis hinein.


Ich bin ehrlich gesagt bisher nicht auf die Idee gekommen, dass der Verständnisprozess dem Merken dient, sondern das Verstehen selbst als Ziel angesehen
grübelnd

Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute, die schon sehr tief in der Physik drin sind, sich schwer in Leute mit geringerem Verständnis hineinversetzen können und daher Schwierigkeiten haben, die dort abzuholen wo die gerade stehen....
Wenn man sich selbst etwas mit größerer Mühe erarbeitet hat, kann man vielleicht besser nachvollziehen, an welcher Stelle das Gegenüber gerade hängen geblieben ist.
Ein Überflieger kann vielleicht gar nicht verstehen, warum man für ihn klare Sachverhalte für andere unverständlich sind.
dfgdfgdfgdfg
Gast





Beitrag dfgdfgdfgdfg Verfasst am: 17. Jan 2025 03:34    Titel: Antworten mit Zitat

Es soll auch Menschen geben die sich einfach nicht dafür interessieren, sind die dann automatisch dumm?
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
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Beitrag TomS Verfasst am: 17. Jan 2025 07:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde weder auf ein photographisches noch auf Expertenwissen fokussieren.

Es gibt generell mehr oder weniger inkompatible Denkmuster, und es gibt unerkannte derartige Inkompatibilitäten.

Ersteres durfte ich seit der Abiturzeit, als ich erstmals Nachhilfe gab, bis zur Zeit als Doktorand an der Uni erleben, als ich dann Seminare und Arbeitsgruppen betreute. Bei den meisten funktioniert eine Erklärung, bei manchen nicht. Also kann's kein prinzipielles Problem sein, es geht eher um Einzelfälle. Während der Nachhilfe habe ich im Falle von Verbesserungen oft festgestellt, dass ich keineswegs besser erkläre als die Lehrkraft, sondern anders, und dass ich die Möglichkeit habe, verschiedene Erklärungen durchzuprobieren. Evtl. passt eben eine andere.

Letzteres ist ein Problem der mangelhaften Interaktion Rückkopplung. Ein Prof. weiß in der Vorlesung absolut nicht, wer was versteht, wer was nicht, und warum. Hier im Forum ist das noch schlimmer, falls man als Erklärender nicht mal einen roten Faden vorgeben kann, sondern eher Fragen-getrieben zu Details antwortet, ohne zu wissen, ob der Fragesteller für sich einen roten Faden findet oder nicht. Man erkennt dann in diesen Diskussionen, dass die Denk- oder Lernweisen nicht zusammenpassen, weil irgendwie kein Fortschritt sichtbar ist, es würde jedoch viel mehr und engere Interaktion erfordern, um das genauer zu verstehen und zu überwinden. Manche Dinge versteht man erst, wenn man sich ein paar Stunden vor die Tafel oder das Flipchart stellt und sich die Köpfe heiß redet. Dann werden Missverständnisse und Inkompatibilitäten präzise sichtbar und können ausgeräumt werden. Ein Forum ist dazu teilweise das falsche Format.

Bei Ihnen – @MBastieK – habe ich zum Beispiel bis heute keine Ahnung, was Sie von gewissen Dingen wirklich verstanden haben, und wie Sie sich die Themen methodisch erschließen. Ich verstehe Ihre Herangehens- und Denkweise nicht, daher kann ich bei meinen Erklärungen nur raten. Ein offeneres Feedback Ihrerseits, einschließlich ausführlicherer Passagen aus Ihrer Literatur, die wir nicht kennen, wäre teilweise hilfreich.

Ein dritter Punkt wäre – nicht bei Ihnen – noch zu erwähnen: Es gibt Menschen, die schlicht nicht fähig sind, abstrakte Denkmuster, wie zum Beispiel, jedoch nicht ausschließlich, Mathematik und Quantenmechanik zu verstehen – so wie nicht jeder zum Kunstturner geboren ist, oder zum Opernsänger. Auch wenn sie sich sehr für diese Themen interessieren und Zeit investieren, werden sie nie ein Verständnis erreichen, das über ein populärwissenschaftliches Niveau hinausgeht. In Einzelfällen liegt dann noch eine kognitive Verzerrung vor – Stichwort Dunning-Kruger-Effekt. Im Gegensatz zu Opernchören, Fußballmannschaften und Höhenbergsteigen bleiben derartige Zeitgenossen in Foren länger aktiv …

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Zuletzt bearbeitet von TomS am 17. Jan 2025 08:09, insgesamt 14-mal bearbeitet
Aruna



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Beitrag Aruna Verfasst am: 17. Jan 2025 07:21    Titel: Antworten mit Zitat

dfgdfgdfgdfg hat Folgendes geschrieben:
Es soll auch Menschen geben die sich einfach nicht dafür interessieren, sind die dann automatisch dumm?


Wenn die sich in Physikerforen rumtreiben, fragt man sich schon, warum...
MBastieK



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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 11:38    Titel: Antworten mit Zitat

dfgdfgdfgdfg hat Folgendes geschrieben:
Es soll auch Menschen geben die sich einfach nicht dafür interessieren, sind die dann automatisch dumm?

Nein.
Aber manche haben falsche Vorstellungen oder Vorurteile von der Physik, was sie zum falschen Schluss führt, dass Physik langweilig ist, obwohl sie durch ihre Paradoxien geistig reizende Elemente oder Blickwinkel besitzt.

Nette Grüsse

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MBastieK



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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Bei Ihnen – @MBastieK – habe ich zum Beispiel bis heute keine Ahnung, was Sie von gewissen Dingen wirklich verstanden haben

Ach, das ist bei mir ein Flicken-Teppich. Ein individueller Tanz Tanzen Rock

TomS hat Folgendes geschrieben:
und wie Sie sich die Themen methodisch erschließen.

Zurzeit ist dort teilweise keine Methode; da wird eher anhand der temporären Aufnahme-Fähigkeit meines Gehirns flexibel vorgegangen. Vor ein paar Jahren bin ich noch stringent durch ein Mathebuch (und vor 10 Jahren durch ein Physikbuch) gegangen. Vielleicht kommt so eine Phase mal wieder. Ich rutsche auch gerne mal in grenz-wertige oder nicht-anerkannte Physik ab, was das Ganze durch seinen ständigen Wechsel etwas schwieriger macht. Solange man sich der Grenzwertigkeit bewusst ist, sehe ich da kein Problem. Physik-Punk Rock

Edit:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Bei Ihnen – @MBastieK – habe ich zum Beispiel bis heute keine Ahnung, was Sie von gewissen Dingen wirklich verstanden haben

Mir ist auch in den letzten Tagen klar geworden, dass ich eher in Funktionen denke, als in (Differential-)Gleichung(s-System)en, was mir jetzt bei numerischen FEM-Kontexten Probleme bereitet.

Nette Grüsse

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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Folge-Beitrag
TomS hat Folgendes geschrieben:
Bei Ihnen – @MBastieK – habe ich zum Beispiel bis heute keine Ahnung, was Sie von gewissen Dingen wirklich verstanden haben, und wie Sie sich die Themen methodisch erschließen.

Bei Physik mit seiner Mathematik habe ich manchmal den Gedanken: Warum soll ich das alles lernen, wenn vielleicht in 10 Jahren irgendein Genie mit einem revolutionären Gedanken kommt und alles(die physikalische Mathematik) plötzlich ganz anders ist.

Deswegen gehe ich beim Lernen von physikalischer Mathematik vielleicht etwas langsamer vor, um zu Erkennen oder zu Filtern, was durch seine Abstraktion eine allgemeingültige und dadurch nachhaltige oder ewige Existenz hat. Deswegen mag ich reine Mathematik mehr, da sie unabhängig oder kontextlos (und kohärent) Wahrheiten besitzt.

Nette Grüsse

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TomS
Moderator


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Beitrag TomS Verfasst am: 17. Jan 2025 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Mir ist auch in den letzten Tagen klar geworden, dass ich eher in Funktionen denke, als in (Differential-)Gleichung(s-System)en ...

Was genau ist mit Funktionen gemeint? Mathematische oder Software-Funktionen? Funktionale Programmierung

Erwartungswert einer Observablen im Zustand psi:





Zeitentwicklung eines Zustandes



Könnte man machen.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21442

Beitrag TomS Verfasst am: 17. Jan 2025 13:54    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Bei Physik mit seiner Mathematik habe ich manchmal den Gedanken: Warum soll ich das alles lernen, wenn vielleicht in 10 Jahren irgendein Genie mit einem revolutionären Gedanken kommt und alles(die physikalische Mathematik) plötzlich ganz anders ist.

Das kommt jetzt schon eher selten vor

Big Laugh
MBastieK



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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 13:58    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Das kommt jetzt schon eher selten vor

Big Laugh

Dann wirds ja mal wieder Zeit, wa? Big Laugh
Erst recht unter dem Gesichtspunkt, dass Quantenmechanik und Relativitätstheorie mal endlich effektiv vereint werden soll.

Edit:
Am besten zusammen mit dem Weltbild von Nikola Tesla Tanzen

Nette Grüsse

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DrStupid



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Beitrag DrStupid Verfasst am: 17. Jan 2025 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Erst recht unter dem Gesichtspunkt, dass Quantenmechanik und Relativitätstheorie mal endlich effektiv vereint werden soll.


Da bist Du inkonsequent. Vielleicht besteht der revolutionäre Gedanke ja darin, es nicht zu tun. Wir werden es sehen, wenn es soweit ist. Bis dahin müssen wir mit dem leben, was wir haben.
MBastieK



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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Da bist Du inkonsequent.

100%ige Integrität ist für ein Lebewesen alles andere als leicht und vielleicht auch garnicht wünschenswert. Es ist ein Zeichen von höherer Kognition 2 widersprüchliche oder gegensätzliche Gedanken auszuarbeiten, ohne dabei verrückt zu werden. Und Lebendigkeit ansich hat ja sich entgegenstehende Elemente; gewisse dialektische Züge.

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Bis dahin müssen wir mit dem leben, was wir haben.

Was recht schnell obsolete werden kann. Obwohl es ein Zeichen von Fleiss ist, es trotzdem zu lernen.

Nette Grüsse

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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Was genau ist mit Funktionen gemeint? Mathematische oder Software-Funktionen? Funktionale Programmierung

Beides. Man hat einen konkreten Input und bekommt einen konkreten Output. Bei FEM-Gleichungs-Systemen geht es ja auch ums Austarieren, d.h. quasi Input und Output gleichzeitig suchen, bis das Gleichungs-System bedient wird. ChatGPT hat das mal irgendwie gut ausgedrückt; Gleichungen müssen den Zustand 'wahr' erhalten, während Funktionen Input-Output-Automaten sind, bei den man einfach konkrete Inputs anwendet.

Nette Grüsse

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TomS
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Beitrag TomS Verfasst am: 17. Jan 2025 15:19    Titel: Antworten mit Zitat

Was natürlich die Frage aufwirft, ob oder ob nicht und ggf. wie sich das strikt mathematisch aufeinander abbilden lässt.

Also existiert zu jeder Gleichung e(x) = 0 eine Funktion f(y), sodass f(y) alle Elemente x° der Lösungsmenge X(e) erzeugt? Und wenn ja, kann f explizit konstruiert werden?

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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 15:40    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Was natürlich die Frage aufwirft, ob oder ob nicht und ggf. wie sich das strikt mathematisch aufeinander abbilden lässt.

Also existiert zu jeder Gleichung e(x) = 0 eine Funktion f(y), sodass f(y) alle Elemente x° der Lösungsmenge X (e) erzeugt? Und wenn ja, kann f explizit konstruiert werden?

Ich weiss nicht, ob ich Sie richtig verstehe.
Aber, wie eine Differential-Gleichung (als schwache Forumulierung) mit konkreten Randbedingungen linear über Test-Funktionen gelöst wird, verstehe ich mittlerweile ausreichend. Aber mehrere bzw. gekoppelte Gleichungen entzieht sich mir noch.

Eine Differential-Gleichung mit konkreten Randbedingungen wird ohne Ausprobieren, sondern gezielt linear gelöst. Mir sind aber auch Fehler-Meldung beim Lösen begegnet, die Rumprobieren suggerierten, da von nicht einhaltbaren Fehlergrenzen berichtet wurde. Mittlerweile denke ich aber, dass es nur lineare Lösungs-Methoden gibt.

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TomS
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Beitrag TomS Verfasst am: 17. Jan 2025 16:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich meine das eher formal.

Bei linearen Gleichungssystemem und Differentialgleichungen hat man ja den selben allgemeinen Ansatz



und dafür





für eine spezielle Lösung des homogenen Systems.

Aber die rechte Seite kann ich ja wieder als Funktion bzw. Abbildung auffassen:


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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Ich meine das eher formal.
...
Aber die rechte Seite kann ich ja wieder als Funktion bzw. Abbildung auffassen:


Ja, das wird, glaube ich, Funktional genannt. So sehr achte ich da nicht auf Formalität, da ich da eher ziel- bzw. problem-orientiert lerne.

Nette Grüsse

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TomS
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Beitrag TomS Verfasst am: 17. Jan 2025 16:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ja.

Aber damit suggeriert ChatGPT – Gleichungen müssen den Zustand 'wahr' erhalten, während Funktionen Input-Output-Automaten sind – einen zu großen Unterschied zwischen Gleichung und Funktion. Oft existieren Funktionen, die die Lösungen von Gleichungen liefern.

Zum Beispiel sind Integraloperatoren d.h. Funktionale zur Lösung von Differentialgleichungen gerade in der QM durchaus verbreitet.

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Beitrag MBastieK Verfasst am: 17. Jan 2025 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Aber damit suggeriert ChatGPT einen zu großen Unterschied zwischen Gleichung und Funktion. Oft existieren Funktionen, die die Lösungen von Gleichungen liefern.

Ah, ok. Verstehe.
Wenn diese Funktionen dann garantiert mit nachvollziehbarem Algorithmus ein Ergebniss liefern, kann man der Sache ihre Funktionalität im wahrsten Sinne des Wortes natürlich nicht absprechen.

Nette Grüsse

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TomS
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Beitrag TomS Verfasst am: 17. Jan 2025 18:28    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn so eine Funktion konstruiert bzw. bekannt ist, dann ist das natürlich der Fall. Wir betreiben ja Physik, wo uns reine Existenzbeweise nicht interessieren.
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Zuletzt bearbeitet von TomS am 18. Jan 2025 08:42, insgesamt einmal bearbeitet
dfgdfgdfgdfg
Gast





Beitrag dfgdfgdfgdfg Verfasst am: 18. Jan 2025 04:05    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:

Aber manche haben falsche Vorstellungen oder Vorurteile von der Physik, was sie zum falschen Schluss führt, dass Physik langweilig ist, obwohl sie durch ihre Paradoxien geistig reizende Elemente oder Blickwinkel besitzt.

Wer sagt das Physik generell langweilig ist. Paradoxien als geistig reizend zu bezeichnen naja, wenn dir dein Verstand gerne in einer Endlosschleife festhängt dann bitteschön. Gibt ja auch die eine ander andere Diskussion die sich hier ständig wiederholt.
Ixbalanque



Anmeldungsdatum: 24.08.2018
Beiträge: 78

Beitrag Ixbalanque Verfasst am: 18. Jan 2025 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
[........]
Aber manche haben falsche Vorstellungen oder Vorurteile von der Physik, was sie zum falschen Schluss führt, dass Physik langweilig ist, obwohl sie durch ihre Paradoxien geistig reizende Elemente oder Blickwinkel besitzt.

Nette Grüsse


Ist "falsche Vorstellung" nicht schon ein Paradox? Vorstellungen sind ein Phänomen der Informationsverarbeitung, das wiederum auf physikalischen Gesetzen beruht. Diese müssten dann falsch sein.

Viele Grüße
MBastieK



Anmeldungsdatum: 06.10.2012
Beiträge: 1474
Wohnort: Berlin-Wedding

Beitrag MBastieK Verfasst am: 18. Jan 2025 11:33    Titel: Antworten mit Zitat

dfgdfgdfgdfg hat Folgendes geschrieben:
Paradoxien als geistig reizend zu bezeichnen naja, wenn dir dein Verstand gerne in einer Endlosschleife festhängt dann bitteschön.

Ich mag Ihre Definition von Paradoxien und ziehe diese auch persönlich vor. Aber oft wird der Begriff Paradoxie auch eher (vereinfachend) in Richtung Widerspruch oder Gegensätzlichkeit interpretiert.

Wikipedia hat Folgendes geschrieben:
Ein Paradoxon („wider Erwarten“) ist ein Befund, eine Aussage oder Erscheinung, die dem allgemein Erwarteten, der herrschenden Meinung oder Ähnlichem auf unerwartete Weise zuwiderläuft oder beim üblichen Verständnis der betroffenen Gegenstände bzw. Begriffe zu einem Widerspruch führt.[2] Die Analyse von Paradoxien kann zu einem tieferen Verständnis der betreffenden Gegenstände bzw. Begriffe oder Situationen führen, was den Widerspruch im besten Fall auflöst.


dfgdfgdfgdfg hat Folgendes geschrieben:
Gibt ja auch die eine ander andere Diskussion die sich hier ständig wiederholt.

Hehe. Kommt vor.

Nette Grüsse

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MBastieK



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Beitrag MBastieK Verfasst am: 18. Jan 2025 11:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ixbalanque hat Folgendes geschrieben:
Ist "falsche Vorstellung" nicht schon ein Paradox? Vorstellungen sind ein Phänomen der Informationsverarbeitung, das wiederum auf physikalischen Gesetzen beruht. Diese müssten dann falsch sein.

Das ist ne Diskussion für sich. Die gabs hier schonmal.
Selbst wenn Informationsverarbeitung strikt kausal abläuft, garantiert das nicht, dass, wenn quasi Physik in einem menschlichen Kopf über sich selbst nachdenkt, dass dann nurnoch Gold rauskommt. D.h. Informationsverarbeitung im Gehirn kann trotz strikt kausalem Ablauf Fehler erzeugen und hat auch garnicht die evolutionäre Ausprägung die Physik des Universums korrekt abzubilden, meiner Meinung nach. Wäre aber interessant über eine Evolution nachzudenken, die nur darauf ausgelegt ist, dass physikalische Gedanken (d.h. Gedanken über Physik ansich, in einem denkenden Kopf) immer fehlerfrei sind.

Nette Grüsse

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TomS
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Beitrag TomS Verfasst am: 18. Jan 2025 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Elektronische Bauelemente und neuronale Netze folgen konstruktionsbedingt und durchgehend simplen logischen und mathematischen Regeln. Trotzdem sind Aussagen von KIs teilweise unscharf, widersprüchlich oder falsch.

Der Grund ist einfach der, dass der Lernalgorithmus der KIs keine strikte Logik für Textmanipulation erzwingt – einfach weil das nicht das Ziel ist.

Eine Evolution, die nur darauf ausgelegt ist, dass physikalische Gedanken immer fehlerfrei sind, wäre auf der Erde keine Evolution, da der maßgebliche Evolutionsdruck für die Populationen nicht existiert.

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MBastieK



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Beitrag MBastieK Verfasst am: 18. Jan 2025 12:48    Titel: Antworten mit Zitat

Interessant wäre auch die Frage, ob ein Gehirn, welches intrinsisch Physik korrekt versteht einem nicht-intrinsischen Gehirn Physik gut vermitteln kann. Für das intrinsische wäre ja alles selbstverständlich und es könnte sich nicht in falsche Vorstellungen hineinversetzen, von denen nicht-intrinsische befreit werden müssen. D.h. es könnte falsche Vorstellungen nicht prozesshaft-sukzessive in richtige umwandeln und jemanden so (sukzessive) aus seiner falschen Vorstellung herausholen bzw. nicht herausholen.

Nette Grüsse

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Beitrag Manuel_91 Verfasst am: 18. Jan 2025 15:32    Titel: Antworten mit Zitat

Von diesen philosophischen Reflexionen sollte man zuerst die Finger lassen, weil das nirgends hinführt. Das kann man machen, wenn man sich zumindest mal einige Monate mit den Werken befasst hat und bspw. auch mal weiß was eine "Kopernikanische Wende" in der Philosophie ist und wie sie hergeleitet wird.

Kurz zu dem Thema Lernen. Ich denke mit dem Internet ist eine Fehlentwicklung eingetreten, dass die Leute die Informationen an zig Stellen "Zusammenglauben" und nicht mehr vernünftig linear lernen. Normal kauft man sich die wichtigsten Standardwerke und liest sie systematisch von der ersten Seite bis zur letzen durch, selbst wenn man schon größere Teile kennt, damit man ein zusammenhängendes Lernen erreicht. Gerade in der Physik ist es sehr einfach zu schauen ob man die Sachen kapiert hat (soweit kapiert wie es in der Physik eingefordert wird), nämlich indem man schaut ob man die Herleitung hinbekommt und die Beispiele in den Büchern korrekt berechnen kann. In der Logik und Philosophie klappt das leider nicht so einfach, um den Wissenstand zu prüfen, in der Chemie und Biologie dagegen schon.

Ich denke die Leute denken sich oft, dass es so "schneller" geht oder die Bücher sind zu teuer? Am Ende ist man aber dann doch viel schneller wenn man sich die 1000 Seiten eines dicken Buches durcharbeitet, anstatt 2 -3 Jahre die Themen anzureißen, aber nicht zusammenhängend ordentlich zu verstehen.
MBastieK



Anmeldungsdatum: 06.10.2012
Beiträge: 1474
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Beitrag MBastieK Verfasst am: 18. Jan 2025 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Aruna hat Folgendes geschrieben:
Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute, die schon sehr tief in der Physik drin sind, sich schwer in Leute mit geringerem Verständnis hineinversetzen können und daher Schwierigkeiten haben, die dort abzuholen wo die gerade stehen....

Naja, vielleicht gibt es eine Art Unschärfe-Relation zwischen Verstehen & Erklären können. Je stärker man etwas in Detail und in Abstraktion versteht, desto schwerer fällt es kompakte Prosa dafür als Erklärung zu finden*; jedenfalls müsste man dann viel Prosa dafür anwenden*². Und je bessere (kompakte) Prosa man findet, desto höhere die Wahrscheinlichkeit, dass man das genaue Wesen oder Detail oder die genaue Abstraktion der Sache nicht trifft.

Sich dies gemeinsam als Lehrer-Lernender-Gespann bewusst zu sein, könnte es einem bzw. dem Lehrer erlauben, auch mal unscharfe Prosa zu verwenden, wenn er weiss, dass der Schüler sich dessen bewusst ist, dass es nicht den Kern der Sache trifft, und er als Lernender dran bleiben muss, um es in Detail oder in Abstraktion zu verstehen.

*Jedenfalls steckt man gedanklich eher in der abstrakten Anschauung, d.h. der mathematischen Anschauung, als in Prosa- oder bildhafter Anschauung.

*²Vielleicht hilft es binäre Fragestellungen vorherzusehen und im Vorhinein binär zu beantworten, was aber die Prosa aufbläht, aber aufgrund seiner Binärität eine klare Anschauung bietet.

Nette Grüsse

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Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
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Beitrag Aruna Verfasst am: 18. Jan 2025 16:37    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Interessant wäre auch die Frage, ob ein Gehirn, welches intrinsisch Physik korrekt versteht einem nicht-intrinsischen Gehirn Physik gut vermitteln kann. Für das intrinsische wäre ja alles selbstverständlich und es könnte sich nicht in falsche Vorstellungen hineinversetzen, von denen nicht-intrinsische befreit werden müssen. D.h. es könnte falsche Vorstellungen nicht prozesshaft-sukzessive in richtige umwandeln und jemanden so (sukzessive) aus seiner falschen Vorstellung herausholen bzw. nicht herausholen.


in diese Richtung war das hier gemeint:

Aruna hat Folgendes geschrieben:

Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute, die schon sehr tief in der Physik drin sind, sich schwer in Leute mit geringerem Verständnis hineinversetzen können und daher Schwierigkeiten haben, die dort abzuholen wo die gerade stehen...


Jemand, der selbst mit der Erklärung gerungen hat und vielleicht schon den gleichen Irrweg beschritten, oder sich die gleichen Fragen gestellt, weiß auch den Weg dort raus.
Siehe Zwillingsparadoxon.
Oder wenn jemand fragt, ob durch die Längenkontraktion aus der Sicht eines Bezugssystems ein schwarzes Loch entstehen könne...


Zuletzt bearbeitet von Aruna am 18. Jan 2025 16:57, insgesamt einmal bearbeitet
TomS
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Beitrag TomS Verfasst am: 18. Jan 2025 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Ich denke mit dem Internet ist eine Fehlentwicklung eingetreten, dass die Leute die Informationen an zig Stellen "Zusammenglauben" und nicht mehr vernünftig linear lernen.

Stimmt.

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Gerade in der Physik ist es sehr einfach zu schauen ob man die Sachen kapiert hat (soweit kapiert wie es in der Physik eingefordert wird), nämlich indem man schaut ob man die Herleitung hinbekommt und die Beispiele in den Büchern korrekt berechnen kann.

Das ist nur Reproduktion von Bekanntem.

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Am Ende ist man aber dann doch viel schneller wenn man sich die 1000 Seiten eines dicken Buches durcharbeitet, anstatt 2 -3 Jahre die Themen anzureißen, aber nicht zusammenhängend ordentlich zu verstehen.

Es hat viel mit dem Anspruch an sich selbst zu tun.

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Aruna



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Beitrag Aruna Verfasst am: 18. Jan 2025 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:

Ich denke die Leute denken sich oft, dass es so "schneller" geht oder die Bücher sind zu teuer?


Das hängt eventuell mit der Funktionsweise (mancher) Gehirne zusammen?
Mir fällt es auch leichter, wenn ich eine konkrete Aufgabenstellung oder Frage habe, das Wissen dazu dann zusammenzutragen und zu erarbeiten, als der Darstellung eines Wissensgebiets zu folgen und manchmal gar nicht zu wissen, wo das nun hinführt....
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Beitrag TomS Verfasst am: 18. Jan 2025 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute, die schon sehr tief in der Physik drin sind, sich schwer in Leute mit geringerem Verständnis hineinversetzen können und daher Schwierigkeiten haben, die dort abzuholen wo die gerade stehen …

Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute mit geringerem Verständnis nicht ehrlich sagen, wo sie selbst stehen, und daher dort auch nicht abgeholt werden können.

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Beitrag Aruna Verfasst am: 18. Jan 2025 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute, die schon sehr tief in der Physik drin sind, sich schwer in Leute mit geringerem Verständnis hineinversetzen können und daher Schwierigkeiten haben, die dort abzuholen wo die gerade stehen …

Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute mit geringerem Verständnis nicht ehrlich sagen, wo sie selbst stehen, und daher dort auch nicht abgeholt werden können.


das oben von Dir zitierte war ein Zitat von mir, das ich in meinem Beitrag versehentlich als Zitat von MBastieK deklarierte...
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Beitrag MBastieK Verfasst am: 18. Jan 2025 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute, die schon sehr tief in der Physik drin sind, sich schwer in Leute mit geringerem Verständnis hineinversetzen können und daher Schwierigkeiten haben, die dort abzuholen wo die gerade stehen …

Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute mit geringerem Verständnis nicht ehrlich sagen, wo sie selbst stehen, und daher dort auch nicbt abgeholt werden können.

Sie und Aruna hier(nun korrigiert) haben falsch zitiert bzw. einfach den falschen Namen bei quote eingebenen; der Satz stammte hier von Aruna, nicht von mir, deshalb:

Aruna hat Folgendes geschrieben:
Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute, die schon sehr tief in der Physik drin sind, sich schwer in Leute mit geringerem Verständnis hineinversetzen können und daher Schwierigkeiten haben, die dort abzuholen wo die gerade stehen....


Nette Grüsse

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Beitrag MBastieK Verfasst am: 18. Jan 2025 18:19    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Naja, vielleicht gibt es eine Art Unschärfe-Relation zwischen Verstehen & Erklären können. Je stärker man etwas in Detail und in Abstraktion versteht, desto schwerer fällt es kompakte Prosa dafür als Erklärung zu finden*; jedenfalls müsste man dann viel Prosa dafür anwenden*². Und je bessere (kompakte) Prosa man findet, desto höhere die Wahrscheinlichkeit, dass man das genaue Wesen oder Detail oder die genaue Abstraktion der Sache nicht trifft.

Sich dies gemeinsam als Lehrer-Lernender-Gespann bewusst zu sein, könnte es einem bzw. dem Lehrer erlauben, auch mal unscharfe Prosa zu verwenden, wenn er weiss, dass der Schüler sich dessen bewusst ist, dass es nicht den Kern der Sache trifft, und er als Lernender dran bleiben muss, um es in Detail oder in Abstraktion zu verstehen.

Ich glaube, das nennt sich Didaktische Reduktion oder geht in die Richtung.

Nette Grüsse

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Beitrag TomS Verfasst am: 18. Jan 2025 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

@Aruna, @MBastieK –

sorry für die Verwirrung, ändert aber nichts an meiner Antwort.

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Beitrag MBastieK Verfasst am: 18. Jan 2025 19:14    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute, die schon sehr tief in der Physik drin sind, sich schwer in Leute mit geringerem Verständnis hineinversetzen können und daher Schwierigkeiten haben, die dort abzuholen wo die gerade stehen …

Allerdings habe ich den Eindruck, dass manche Leute mit geringerem Verständnis nicht ehrlich sagen, wo sie selbst stehen, und daher dort auch nicht abgeholt werden können.

Solange der Lernende weiterhin konkrete Fragen stellt, zeigt er ja, wo er abgeholt werden will.

Nette Grüsse

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Beitrag TomS Verfasst am: 18. Jan 2025 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Solange der Lernende weiterhin konkrete Fragen stellt, zeigt er ja, wo er abgeholt werden will.

Dann haben wir beide eine unterschiedliche Auffassung von konkret 😉

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Beitrag MBastieK Verfasst am: 18. Jan 2025 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Solange der Lernende weiterhin konkrete Fragen stellt, zeigt er ja, wo er abgeholt werden will.

Dann haben wir beide eine unterschiedliche Auffassung von konkret 😉

Wenn die konkreten Fragen dann noch binäre Fragen, d.h. Ja/Nein-Fragen, sind, umso besser.

Nette Grüsse

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