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Atomphysiker for fun
Anmeldungsdatum: 04.07.2024 Beiträge: 1
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Atomphysiker for fun Verfasst am: 04. Jul 2024 04:03 Titel: Urknall widerspricht Energieerhaltungsgesetz |
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Meine Frage:
Bitte erklärt mir wie der Urknall mit dem Energieerhaltungsgesetz vereinbar ist.
Wenn Energie nicht erschaffen werden kann, wie ist dann Energie im Urknall erschaffen worden?
Meine Ideen:
Ich glaube eine der Beiden Theorien ist somit widerlegt. |
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 04. Jul 2024 08:46 Titel: |
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Ein globaler Energieerhaltungssatz ist in einem expandierenden Universum nicht im herkömmlichen Sinne mathematisch formulierbar; ein lokaler Erhaltungssatzung gilt jedoch exakt. Insofern ist alles konsistent.
Am Urknall selbst liegt jedoch eine Singularität vor, für diese ist die Frage mathematisch sinnlos. _________________ Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago. |
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Corbi
Anmeldungsdatum: 17.07.2018 Beiträge: 498
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Corbi Verfasst am: 04. Jul 2024 11:26 Titel: |
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Der lokale Energieerhaltungssatz gilt aber auch nur für den Materie- und Strahlungsinhalt. Für die Energie im Gravitationsfeld sind in ksomoglischen Modellen ja nichtmal zufriedenstellende Ausdrücke bekannt. _________________ Die Natur beginnt eben nicht mit Elementen, so wie wir genötigt sind mit Elementen zu beginnen - Ernst Mach |
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Schmuz Gast
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Schmuz Verfasst am: 04. Jul 2024 11:31 Titel: |
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Das Universum mit all seinen Ernergieerhaltunssätzen wurde ja erst dabei erschaffen, was ausserhalb unseres Universum war oder ist werden wir wohl nicht rausfinden. |
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 04. Jul 2024 11:55 Titel: |
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| Corbi hat Folgendes geschrieben: | | Der lokale Energieerhaltungssatz gilt aber auch nur für den Materie- und Strahlungsinhalt. Für die Energie im Gravitationsfeld sind in ksomoglischen Modellen ja nichtmal zufriedenstellende Ausdrücke bekannt. |
Stimmt.
Was aber nicht wirklich stört, da man dem Gravitationsfeld keine lokale Energiedichte zuordnet und damit auch keine irgendwie gearteten Erhaltungssätz dafür gelten müssten. |
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 04. Jul 2024 12:27 Titel: |
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Mal ganz kurz - evtl. kann man das zu einem FAQ ausbauen.
Für den Energie-Impuls-zwei-Tensor T gilt in der ART immer eine verallgemeinerte Kontinuititätsgleichung
Existiert ein zeitartiges Killing-Feld xi, d.h.
dann existiert ein erhaltener Energie-Impuls-Strom
Damit konstruiert man
und es folgt vermöge des Gaußschen Integralsatzes wie bekannt
D.h. die Energie E auf der 3-dim. raumartigen Hyperfläche M ist erhalten, m.a.W., benachbarte Blätter (siehe oben) weisen identische Energie auf.
Existiert kein derartiges Killing-Feld, kann kein entsprechender Strom konstruiert werden. Damit ist es nicht der Fall, dass die Energieerhaltung verletzt wäre; die Größe E kann nicht einmal definiert werden.
Anmerkung 1: Das Problem existiert nicht für die elektrischen Ströme, da es sich dabei um ein 1-Vektorfeld handelt, für dass immer eine einfachere Kontinuititätsgleichung ohne Verwendung von xi gilt.
Anmerkung 2: Die direkte Integration über T°° funktioniert nicht, da das resultierende Integral nicht kovariant transformiert, und da in der kovarianten Ableitung von 2-Tensorfeldern (in der verallgemeinerten Kontinuititätsgleichung) nicht ausschließlich Ableitungsterme existieren, so dass die Anwendung des Gaußschen Integralsatzes nicht durchgeht.
Anmerkung 3: Die Aussage von Corbi oben bezieht sich auf andere Konstruktionen, die insbs. nicht mittels Volumenintegralen definiert werden, und für die geeignete Randbedingungen an die Geometrie zu fordern sind, z.B. asymptotische Flachheit. |
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Günther
Anmeldungsdatum: 23.11.2010 Beiträge: 428
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Günther Verfasst am: 04. Jul 2024 16:01 Titel: Re: Urknall widerspricht Energieerhaltungsgesetz |
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| Atomphysiker for fun hat Folgendes geschrieben: | Meine Frage:
Bitte erklärt mir wie der Urknall mit dem Energieerhaltungsgesetz vereinbar ist. |
Es geht nicht um das "wie". Der Urknall ist mit dem Energieerhaltungssatz nicht vereinbar. Mehr hier und insbesondere das Nöther-Theorem beachten.
| Atomphysiker for fun hat Folgendes geschrieben: |
Wenn Energie nicht erschaffen werden kann, wie ist dann Energie im Urknall erschaffen worden?
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Diese Frage kann die Physik nicht beantworten. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung des Universums ab dem Urknall. |
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Manuel_91
Anmeldungsdatum: 20.07.2024 Beiträge: 725
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Manuel_91 Verfasst am: 14. Dez 2024 18:47 Titel: |
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Der Urknall widerspricht dem Energiesatz überhaupt nicht, sogar im Gegenteil. Die Urknalltheorie ist einfach nur eine physikalische Theorie, bei der man hypothetisch zu einer Singularität vor Raum und Zeit kommt, auf physikalischen Boden hat das gar nichts zu tun mit dem Energiesatz. Das läuft so ab, dass man zuerst die Singularität vor Raum und Zeit beweisen muss, gelingt es, muss man zeigen wie aus dem Übergang der Singularität ins Universum der Energiesatz folgt. Das sind keine physikalischen Fragestellungen. Die Singularität vor Raum und Zeit ist physikalisch nicht beweisbar, aber hypothetisch annehmbar, innerhalb des Universums lässt sich aber der Energiesatz herleiten. Kurzum: da gibt es kein Problem. |
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TomS Moderator

Anmeldungsdatum: 20.03.2009 Beiträge: 21442
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TomS Verfasst am: 14. Dez 2024 21:04 Titel: |
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| Manuel_91 hat Folgendes geschrieben: | | Der Urknall widerspricht dem Energiesatz überhaupt nicht, sogar im Gegenteil. |
Der Energieerhaltungssatz ist ein mathematisches Theorem, dessen Voraussetzungen am und nach dem Urknall nicht erfüllt sind. Erstens ist dies bei Vorliegen einer Singularität sinnlos. Und zweitens existiert die geforderte Symmetrie (Zeittranslation und Noether-Theorem, allgemeiner die Existenz eines zeitartigen Killing-Vektorfeldes) für ein expandierendes Universum nicht.
| Manuel_91 hat Folgendes geschrieben: | | Die Urknalltheorie … auf physikalischen Boden hat das gar nichts zu tun mit dem Energiesatz. |
Die Definition von Energie und der Energiesatz gelten (oder gelten nicht) ) immer nur innerhalb eines mathematischen Modells. Es gibt keinen anderen "physikalischen Boden".
Der Rest ist sinnlos. _________________ Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago. |
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