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Bewegte Ladung erzeugt Magnetfeld, aber wieso?
 
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streikender-lokführer
Gast





Beitrag streikender-lokführer Verfasst am: 09. Jun 2015 12:46    Titel: Bewegte Ladung erzeugt Magnetfeld, aber wieso? Antworten mit Zitat

Wieso erzeugt bewegte Ladung ein Magnetfeld? kann mir das jemand erklären?

ich weiß, wenn ein Leiter in ein Magnetfeld gebracht wird, dass ein elektrisches Feld erzeugt wird und dadurch an den Leiterenden eine Spannung induziert wird.

Der Leiter wird in das Magnetfeld gebracht, d.h. das Magnetfeld ist schon vorhanden.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 18450

Beitrag TomS Verfasst am: 09. Jun 2015 13:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das folgt aus den Maxwellschen Gleichungen, insbs. aus dem Ampere–Maxwell-Gesetz = dem erweiterten Durchflutungsgesetz. Dieses besagt, dass elektrische Ströme (sowie zeitlich veränderliche elektrische Felder) Quellen für Magnetfelder darstellen; eine bewegte Ladung entspricht aber gerade einem Strom.

http://de.wikipedia.org/wiki/Maxwell-Gleichungen

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
irgendwas
Gast





Beitrag irgendwas Verfasst am: 10. Jun 2015 10:24    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann man einfacher erklären!

Bewegt man sich relativ zu einer Ladung, dann verändert sich deren elektrische Kraftwirkung etwas.

Bewegt man sich genau auf die Ladung zu oder von ihr weg wird die Kraft ein wenig kleiner. Bewegt man sich quer zu ihr passiert nichts. Bei einem elektrischen Strom hat man viele einzelne Ladungen und muss die Wirkungen integrieren. Der Effekt kommt aus der Relativität.

Im Thread vor dir "lorentzkraft aus verallgem coulombgesetz herleiten" hat einer eine neue Formel gepostet. Sie stimmt. Habe es nachgerechnet. Der Moderator hat sie aber nicht kapiert.
jh8979
Moderator


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Beiträge: 8586

Beitrag jh8979 Verfasst am: 10. Jun 2015 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

irgendwas hat Folgendes geschrieben:
Das kann man einfacher erklären!

Kann man vielleicht... hast Du aber ganz bestimmt nicht.
Zitat:

Im Thread vor dir "lorentzkraft aus verallgem coulombgesetz herleiten" hat einer eine neue Formel gepostet. Sie stimmt. Habe es nachgerechnet. Der Moderator hat sie aber nicht kapiert.

Na... wer sich wohl hinter Deinem Gast-Nick versteckt....
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 10. Jun 2015 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

streikender-lokführer hat Folgendes geschrieben:
Wieso erzeugt bewegte Ladung ein Magnetfeld?


TomS hat Folgendes geschrieben:
Das folgt aus den Maxwellschen Gleichungen, ...


Ich glaube nicht, dass die Maxwellschen Gleichungen sagen, wieso das Magnetfeld erzeugt wird, sondern nur, dass es so ist.

Die Physik gibt sowieso nie Antworten auf das Warum irgendwelcher Phänomene, sondern sie beschreibt sie nur. Die Beschreibungen sind die in Formeln gegossenen Ergebnisse experimenteller Beobachtungen, die wir als physikalische Gesetzmäßigkeiten bezeichnen.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 18450

Beitrag TomS Verfasst am: 10. Jun 2015 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

GvC hat Folgendes geschrieben:
streikender-lokführer hat Folgendes geschrieben:
Wieso erzeugt bewegte Ladung ein Magnetfeld?


TomS hat Folgendes geschrieben:
Das folgt aus den Maxwellschen Gleichungen, ...


Ich glaube nicht, dass die Maxwellschen Gleichungen sagen, wieso das Magnetfeld erzeugt wird, sondern nur, dass es so ist.

Die Physik gibt sowieso nie Antworten auf das Warum irgendwelcher Phänomene, sondern sie beschreibt sie nur. Die Beschreibungen sind die in Formeln gegossenen Ergebnisse experimenteller Beobachtungen, die wir als physikalische Gesetzmäßigkeiten bezeichnen.

Doch, die Antort auf die Frage "Wieso erzeugt bewegte Ladung ein Magnetfeld?" ist tatsächlich "Das folgt aus den Maxwellschen Gleichungen" ...

Jedoch die Antwort auf die Frage "Und warum gelten die Maxwellschen Gleichungen" kenne ich nicht :-)

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isi1



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Beitrag isi1 Verfasst am: 10. Jun 2015 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist schon richtig, hat jedoch Probleme, wenn man neben den bewegten Ladungen herfliegt und das Magnetfeld misst. Fliegt man gleich schnell, ist kein Magnetfeld mehr vorhanden.

Die relativistische Erklärung zeigt, dass das Magnetfeld nur ein (allerdings sehr praktisches) Hilfskonstukt ist, sie berücksichtigt die Lorentzkontraktion und die dabei entstehende Anziehung der (dichteren) Ladung.

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jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 10. Jun 2015 16:38    Titel: Antworten mit Zitat

isi1 hat Folgendes geschrieben:

Die relativistische Erklärung zeigt, dass das Magnetfeld nur ein (allerdings sehr praktisches) Hilfskonstukt ist,

Dass das Magnetfeld in Spezialfällen verschwinden kann, heisst nicht, dass es ein Hilfskonstrukt ist.
TomS
Moderator


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Beitrag TomS Verfasst am: 10. Jun 2015 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

isi1 hat Folgendes geschrieben:
Das ist schon richtig, hat jedoch Probleme, wenn man neben den bewegten Ladungen herfliegt und das Magnetfeld misst. Fliegt man gleich schnell, ist kein Magnetfeld mehr vorhanden.

siehe jh8979

isi1 hat Folgendes geschrieben:
Die relativistische Erklärung zeigt, dass das Magnetfeld nur ein (allerdings sehr praktisches) Hilfskonstukt ist, sie berücksichtigt die Lorentzkontraktion und die dabei entstehende Anziehung der (dichteren) Ladung.

siehe jh8979
und das tun die Maxwellgleichungen natürlich auch, den sie sind ja kovariant

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Gägge



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Beitrag Gägge Verfasst am: 11. Okt 2015 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

"dass das Magnetfeld nur ein (allerdings sehr praktisches) Hilfskonstukt ist"

Jedenfalls funktionniert in der Praxis das Gedankenmodell Magnetfeld ziemlich gut in beiden Richtungen, hin und zurück. Also wendet's man an...

Einfaches praktisches Beispiel :
Züge auf Gleisen. Die rauschen durch das Magnetfeld der Erde, und erzeugen einen grossen Spannungsunterschied (Volts) zwischen den zwei Gleisen einer Spur.
Dieser würde sich als elektrischer Strom (Ampères) durch die Räder und Achsen der Züge ausgleichen. Was natürlich Hitze und Funken gibt. Die stählernen Laufreifen der Räder, die Lager und die Schienen vorzeitig verdirbt und dadurch enorme Kosten verursachen würde.

Deshalb schliesst man die beiden Gleise alle iwn wieviele Meter mit dicker Kupferlitze kurz, damit die Spannung sich dort ausgleicht und weniger durch die Räder und Achsen der Züge läuft.

Auch,
ohne diese "Kurzschlusskabel" wäre es Selbstmord, bei einem ankommenden Schnellzug auf ein Gleis zu treten -> gebratenes Langschwein :-( .

Ach, da kommt mir ein Gedanke :
Vielleicht wäre da etwas für Energie-Rückgewinnung machbar ?
Auf Hochgeschindigkeitsstrecken ?
Latürnich nicht auf Bimmelbahnen, Schwäb'sche Eisenbahn, Butzbach-Licher noch Zugspitz und sonsigen, zu langsamen.
isi1



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Beitrag isi1 Verfasst am: 11. Okt 2015 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Gägge hat Folgendes geschrieben:
Einfaches praktisches Beispiel :
Züge auf Gleisen. Die rauschen durch das Magnetfeld der Erde, und erzeugen einen grossen Spannungsunterschied (Volts) zwischen den zwei Gleisen einer Spur. Dieser würde sich als elektrischer Strom (Ampères) durch die Räder und Achsen der Züge ausgleichen. Was natürlich Hitze und Funken gibt.
Rechnen wir halt mal:
Magnetfeld kleiner B = 0,5 Gauss
Spurweite L = 1,435 m
Geschwindigkeit v = 100 m/s
Spannung U < B * v * L = 7 mV ... Wahnsinn, Millivolt, das gibt vielleicht Funken!

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Gägge



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Beitrag Gägge Verfasst am: 11. Okt 2015 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

"Millivolt, das gibt vielleicht Funken!".

Irgendwie kam es weniger auf die Völter an, sondern auf die Ampères dahinter.
Wie auch zigtausende Volt Spannung mit sehr wenigen microAmpère Stromstärke tödlich sein können.

Verzeihung, ich weiss die Rechnung nicht mehr, habe seit fast vierzig Jahren nichts mehr mit Eisenbahnbau zu tun, und bin seit einigen Jahren in Rente.

Jedenfalls wurden damals daumendicke Kupferstränge als Kurzschluss zwischen die Gleise geschweisst/gelötet/geschraubt.
Es war auch ein Unterschied zwischen Ost<->West und Nord<->Südstrecken mit drin.

Vielleicht hing das auch mit der Geschwindigkeit zusammen, mit der die Gleise durch's Magnetfeld der Erde rauschen ? Erdumdrehung ?

Jedenfalls war's Tatsache.
Da ging es um viel Geld, große Schäden am rollenden und stehenden Material.
Verzeihung, ich habe keine Lust da in Archiven nachzusuchen, muss mich um mein Überleben kümmern.
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 11. Okt 2015 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Gägge hat Folgendes geschrieben:

Irgendwie kam es weniger auf die Völter an, sondern auf die Ampères dahinter.
Wie auch zigtausende Volt Spannung mit sehr wenigen microAmpère Stromstärke tödlich sein können.

Das erste ist richtig. Das zweite falsch (aber trotzdem nicht ausprobieren).
Brillant



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Beitrag Brillant Verfasst am: 12. Okt 2015 01:25    Titel: Antworten mit Zitat

Gägge hat Folgendes geschrieben:
Jedenfalls wurden damals daumendicke Kupferstränge als Kurzschluss zwischen die Gleise geschweisst/gelötet/geschraubt.


Das ist mir an Bahnhöfen auch aufgefallen. Geländer sind an den Stoß-stellen mit dicken Kabeln überbrückt, alle Masten auffällig geerdet. Bei den Gleisen ist es mir noch nicht aufgefallen, muss ich mal drauf achten.

Ich dachte, damit beim Herunterfallen der Oberleitung alles gut geerdet ist und keine Teile unter Spannung stehen ...

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Glaubt nicht dem Hörensagen ... oder eingewurzelten Anschauungen, auch nicht den Worten eines verehrten Meisters; sondern was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend erkannt habt, das nehmt an. Siddhartha Gautama
borromeus



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Beitrag borromeus Verfasst am: 12. Okt 2015 08:18    Titel: Antworten mit Zitat

Die Schiene ist doch quasi der Nullleiter.
Ich tippe darauf, dass man vermeiden will, dass durch unterschiedliche Widerstände der beiden Schienen eine Differenzspannung zwischen den beiden Schienen entsteht. Darum schliesst man diese alle x Meter untereinander kurz.
Gägge



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Beitrag Gägge Verfasst am: 12. Okt 2015 09:50    Titel: Antworten mit Zitat

Also habe ich mich da geirrt. Verzeihung.

Dummerweise habe ich nicht weiter nachgesucht, habe mich auf meine (schlechte) Erinnerung verlassen :-( .

http://www.physikerboard.de/topic,10881,-spannung-zwischen-den-schienen-eines-zuges.html

http://www.physikerboard.de/topic,26813,-%28magnetismus%29-zug-faehrt-in-einer-gegend.html
Gägge



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Beitrag Gägge Verfasst am: 12. Okt 2015 11:33    Titel: Antworten mit Zitat

@borromeus :
Stimmt, meine Erinnerung stammt aus einer Zeit als die einzelnen Schienenstücke noch nicht verschweisst wurden, sondern mit Platten zusammengeschraubt wurden. Also ungleicher Widerstand der Stränge.
Nochmal bitte Verzeigung.

@Brillant :
Stimmt. Alle Metallteile um eine elektrifizierte Strecke herum werden gut geerdet, damit zuerst die Sicherungen rausfliegen, bevor Jemand umkommt.

@streikender-lokführer (Thema, ursprüngliche Frage)
"Bewegte Ladung erzeugt Magnetfeld, aber wieso?
Wieso erzeugt bewegte Ladung ein Magnetfeld?".

Das "wieso" weiss scheint's kein Mensch nicht (?).
Jedenfalls beobachtet man diesen Zusammenhang ziemlich überall.
Physiker haben dies in Formeln ausgedrückt, sodass wir es praktisch anwenden können.
Elektrizität, Motoren, Generatoren, Industrie- und Haushaltsmaschinen, Rechner, Handys usw.

Wenn Ladung, "Elektronen" (oft um herum oder innerhalb eines physischen Körpers gesammelt) sich durch "Raum" bewegt, bemerkt man "Spannung" gegenüber dem Ausgangspunkt der Bewegung (dies beinhaltet auch "Zeit").

Mir scheint es (rein subjektiv), dass "Magnetfeld" sich aufbaut, im Moment wo "Spannung" geschaffen wird, also sich durch "Strom" ausgleichen will und es tut.
Mit meinem primitiven (Nicht-) Verständnis würde mir da jedoch ein mir noch nicht bekannter gemeinsamer, Nenner fehlen, über welchen die Energie den Weg nähme, um die Diferenz ausgleichen zu können...
Verzeihung, ich bin sicherlich sehrst dumm.

Unsere Physiker haben in für uns anwendbare Formeln gebracht :
Eine bestimmte Ladung (in Coulomb gewertet) in einer bestimmten Zeit (eine Sekunde) sich um einen Meter (Was is'n das ?) entsteht 1 Volt "Spannung".
Derartige "Erklärungen" sind nur rein menschliche Ansehungsweisen und Versuche, um praktisch etwas anfangen zu können, sind jedoch nur subjektive Vergleiche, in von uns Menschen erfundenen Denkmodellen.

Jedoch erklärt dies nicht das "wieso" :-( . Die Wirlichkeiteit werden wir wahrscheinlich nie erfahren können.
(Und, irgenwie habe ich instinktifv Bammel davor, sie zu erfahren...).
isi1



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Beitrag isi1 Verfasst am: 12. Okt 2015 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Gägge hat Folgendes geschrieben:
Mir scheint es (rein subjektiv), dass "Magnetfeld" sich aufbaut, im Moment wo "Spannung" geschaffen wird, ...
Das ist richtig, Gagge, denn die Spannung baut sich auf, weil Ladungsträger sich bewegen - und wenn sich Ladungsträger bewegen, so nennt man das 'Strom' und das Magnetfeld ist proportional dem Strom. Allerdings, wenn der Spannungsaufbau vorbei ist, bleibt die Spannung bestehen, aber das Magnetfeld ist wieder verschwunden.
Gägge hat Folgendes geschrieben:
... also sich durch "Strom" ausgleichen will und es tut.
Genau, dann entsteht mit dem Strom wieder ein Magnetfeld.
Gägge hat Folgendes geschrieben:
Verzeihung, ich bin sicherlich sehrst dumm.
Das bist Du ganz bestimmt nicht, denn nur wenige versuchen - so wie Du - die wirklichen Grundlagen zu erforschen.quote="Gägge"]Jedoch erklärt dies nicht das "wieso" . Die Wirlichkeiteit werden wir wahrscheinlich nie erfahren können.[/quote]In der Vorlesung hörte man oft: "Die Physik erforscht das 'Wie' (läuft das ab) und nicht das 'Warum ist das so' oder das 'Was ist das eigentliche Wesen z.B. der Elektrizität' "
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Gägge



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Beitrag Gägge Verfasst am: 12. Okt 2015 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

@isi1
Danke ! Also bin ich scheint's noch nicht ganz weggetreten, bloß halb. Und bin leicht "ausserhalb" (Kommunikationsschwierigkeiten, schon immer gewesen).

Ein weiterer Link für Spannung zwischen Bahngleisen :
http://matheraum.de/forum/Spannung_zwischen_Schienen/t561871

Ganz Anderes (Oder vielleicht nicht ?) :
Seit zig-Jahren habe ich eine Idee von was "Zeit" ist.
Und welche Horizonte dies öffnen konnte (Fals meine Idee stimmt).
Ich wollte das jedoch nie veröffentlichen, weil ich Angst hatte, was passieren könnte (oder nie geschehen gemacht werden kann, darunter uns selbst), wenn Zauberlehrlinge darin rumspielen würden.
Jezt sind jedoch bei CERN & Co Versuche im Gange, die da in's Gleichgewicht reingreifen und unsere gesamte Welt durcheinander bringen können.
Deshalb denke ich, es wäre jetzt an der "Zeit" (Hihi, was ein Hirnfurz !), meine hypothetischen Gedanken in die Welt zu schicken, bevor ich abkratze.
Das wird ein getrennter Thread sein, unter "Sonstiges".
Also stelle ich zuert Mal diese Idee auf Papier, um sie zu vereinfachen, sie kurz und logisch darzustellen. Dann werde ich das hier veröffentlichen, zur Frage stellen.

Irgendwie mag ich es, wenn Arbeitstheorien so Wenige wie möglich Ausnahmeregelungen erfordern. Und mag's noch lieber, wenn die Theorie mehrere vorher enstandene Dilemmen oder anscheinende Paroadoxen oder Paradigma verschwinden macht.
Occam's razor, und gordische Knoten durchzuhauen gefällt mir.
(Auch wenn ich danebenhaue... Aus Fehlern lern man).
Einfach saublöde Fragen stellen... und vielleicht Antworten erhalten.
Wenn man Grundlagen sucht, paddelt man eben im Nebel...
Besten Gruß !
Gerhard, alias Gägge.
ML



Anmeldungsdatum: 17.04.2013
Beiträge: 3415

Beitrag ML Verfasst am: 13. Okt 2015 00:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

Gägge hat Folgendes geschrieben:

@streikender-lokführer (Thema, ursprüngliche Frage)
"Bewegte Ladung erzeugt Magnetfeld, aber wieso?
Wieso erzeugt bewegte Ladung ein Magnetfeld?".


das Formulierung "erzeugt" ist m. E. mit äußerster Vorsicht zu genießen. Sie suggeriert nämlich eine gewisse Kausalität der Art "Zuerst der Strom, dann das Magnetfeld". So ist das Durchflutungsgesetz aber nicht gemeint und auch nicht formuliert.

Das Durchflutungsgesetz sagt aus, dass wenn ein Strom vorhanden ist (gemeint ist die Summe aus fließender Ladung + Verschiebungsstrom), dann ist auch ein Magnetfeld vorhanden.

Gleichzeitige Ereignisse, die an verschiedenen Orten stattfinden, können nach meinem Verständnis nicht in einem kausalen Zusammenhang miteinander stehen.

Viele Grüße
Michael
Gägge



Anmeldungsdatum: 03.10.2015
Beiträge: 33
Wohnort: Frankreich

Beitrag Gägge Verfasst am: 13. Okt 2015 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

@ML :
Vielleicht stehen wir da vor einer Frage ähnlich dem Wellen - Partikel - "Paradoxon"...

Magnetfeld und und "im Raum verschobene Ladung" sind scheint's gleichzeitig (Ist Gleichzeitigkeit möglich ? Oder "messbar" ? Das weiss ich nicht).

Es könnte sich also um eine einzige und gleiche Sache handeln, welche wir als zwei verschiedene Phänomene wahrnehmen, je nachdem wie wir "messen".
Da spielt auch scharf unscharf Heisenberg mit...

Jetzt höre ich jedoch auf, seit Jahren darf ich wegen Bluthochdruck kein Aspirin nehmen Hammer
as_string
Moderator


Anmeldungsdatum: 09.12.2005
Beiträge: 5790
Wohnort: Heidelberg

Beitrag as_string Verfasst am: 13. Okt 2015 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich hab ja jetzt nicht den ganzen Thread gelesen und ich bin da auch vielleicht nicht mehr auf dem Laufenden und so...
Aber ich kann mich doch irgendwie an die "retardierenden Potentiale" erinnern und dass man, um die Potentiale (auch das Vektorpotential) an einem bestimmten Ort zu berechnen, man die retardierte Zeit verwenden muss.
Insofern ist das eben nicht "gleichzeitig", dass da plötzlich ein magnetisches oder elektrisches Feld da wäre, sobald man eine Ladung beschleunigt oder so. Wenn man von elektrostatischen oder auch magnetostatischen Situationen ausgeht, dann spielt die retardierte Zeit natürlich keine Rolle mehr, aber sonst schon...
Man kann also schon eine "Ursache-Wirkung" hier ableiten: Erst wird die Ladung beschleunigt (ändert also ihre Geschwindigkeit) und später ist an einem entfernten Ort das auch am Magnetfeld ablesbar.

Gruß
Marco
Gägge



Anmeldungsdatum: 03.10.2015
Beiträge: 33
Wohnort: Frankreich

Beitrag Gägge Verfasst am: 13. Okt 2015 11:59    Titel: Zeit Antworten mit Zitat

Sodele,
jetzt habe ich endlich meine Ansicht von "Zeit" in Worte formuliert,
sie macht mir seit schon etwa dreißig Jahren Gewissensbisse.
Jetzt ist's aber "Zeit"...
http://www.physikerboard.de/ptopic,256896.html#256896
Danke für Kritiken !
Gerhard
ML



Anmeldungsdatum: 17.04.2013
Beiträge: 3415

Beitrag ML Verfasst am: 14. Okt 2015 09:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marco,

Du hast Recht - ich hab nicht genau genug gelesen.

Der Unterschied ist, dass Du von bewegten Ladungen sprichst; ich hatte "großzügigerweise" auch den Verschiebungsstrom mit in die Betrachtung einbezogen. Das ergibt bei dieser Frage einen entscheidenden Unterschied.

- Was die bewegten Ladungen angeht ist klar, dass die Information über die Bewegung der Ladung erst zeitverzögert an einem anderen Ort ankommt.

- Was die Bedeutung des Durchflutungsgesetzes angeht ist es aber schon so, dass das Ringintegral über H den durch die umschlossene Fläche fließenden Strom (inkl. Verschiebungsstrom) angibt, und zwar ohne Zeitverzögerung.

Dass der Verschiebungsstrom den Unterschied macht, erkennt man, wenn man sich eine ebene, kreisrunde Fläche vorstellt und die Situation betrachtet, dass eine Punktladung durch deren Mittelpunkt fließt. Das Zeitintervall soll einen kurzen Zeitraum kennzeichnen, innerhalb dessen die Ladung die Fläche durchstößt.

Wenn in dem Zeitintervall die Ladung durchfließt, so würde man eine Stromstärke von veranschlagen. Der Verschiebungsstrom hebt die Wirkung dieses Stroms jedoch komplett auf.
Denn zum Beginn durchstoßen die Feldlinien der "vorderen" Hälfte der Punktladung die Fläche in positiver Richtung. Nachdem die Ladung durch die Fläche durchgeflogen ist, durchstoßen die Feldlinien der "hinteren" Hälfte der Punktladung die Fläche in negativer Richtung. Wenn wir mit dem Satz von Gauß nun den zugehörigen elektrischen Fluss* ausrechnen, so ergibt sich .


Viele Grüße
Michael



* Gemeint ist der Fluss über D, also ; nicht dass jemand das fehlende suchen geht.
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