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Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit
 
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Swingby-Theoretiker



Anmeldungsdatum: 20.11.2014
Beiträge: 38

Beitrag Swingby-Theoretiker Verfasst am: 26. Nov 2014 12:47    Titel: Berechnung der Durchschnittsgeschwindigkeit Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo,
Die Frage klingt erstmal einfach, ist sie aber gar nicht.
Da ich Physik studieren möchte, arbeite ich mich schon mal ein bisschen durch Demtröders Experimentalphysik 1.
Nun bin ich auf folgende Aufgabe gestoßen:

Ein Auto fährt die Hälfte einer Strecke x mit der Geschwindigkeit v1 = 80km/h, die andere Hälfte mit v2 = 40km/s. Man berechne die Durchschnittsgeschwindigkeit v.

Meine Ideen:
So, wie man bald feststellt, ist v nicht gleich 60km/h. Man kann sich das einfach überlegen: Die Länge der beiden Einzelstrecken sei je 120km. Fährt man diese mit 80km/h, braucht man 1,5h. Mit 40km/h sind es 3h. Zusammengenommen also 4,5h. Berechnet man t für v (const.) = 60km/h, bräuchte man nur 4h.
Daraus folgt, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit aus der Aufgabenstellung geringer sein muss als 60km/h.
Ich frage mich aber, wie ich das berechnen kann.
Ich bin übrigens nicht daran interessiert, so schnell wie möglich eine korrekte Lösung zu haben, ich stehe ja nicht unter Leistungsdruck. Allerdings möchte ich die Formel(n) oder Herleitungen verstehen, die mich zu einem Ergebnis führen können.
Könnte mir jemand einfach einen Ansatz geben, wie ich anfangen kann? Und wie man auf den kommt?

Entschuldigt, für euch ist das vermutlich trivial, aber ich bin ja noch kein Student. Augenzwinkern
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 26. Nov 2014 13:03    Titel: Antworten mit Zitat





Laut Aufgabenstellung ist




Das sind 4 Gleichungen mit den 4 Unbekannten . Das sollte sich lösen lassen.

Die von dir intuitiv vermutete Durchschnittsgeschwindigkeit von 60km/h würde sich ergeben, wenn die Hälfte der gesamten Fahrzeit mit 80km/h, die andere Hälfte mit 40km/h gefahren würde. Auch das lässt sich analog zu obigem Ansatz berechnen.
Swingby-Theoretiker



Anmeldungsdatum: 20.11.2014
Beiträge: 38

Beitrag Swingby-Theoretiker Verfasst am: 26. Nov 2014 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

danke für deine Antwort!
Ich habe jetzt als Ergebnis 53,33km/h. Das kommt auch im Buch raus. Allerdings habe ich dafür meine beispielhaft gewählten 120 km für s und die daraus resultierenden Fahrzeiten eingesetzt, die aber im Buch nicht angegeben waren.
Im Buch wurde eine allgemeinere Formel verwendet, in der nur die beiden Geschwindigkeiten eingesetzt werden mussten.

Daher meine Frage: Wenn man s und darum auch t nicht gegeben hat, wie errechnet man v dann? Ich verstehe nämlich nicht, wie die im Buch darauf kommen.
Oder wird es im Studium auch akzeptiert, anhand selbstgewählter Beispiele zu rechnen oder darf man das nicht? [/img]
Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 7462

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 26. Nov 2014 14:26    Titel: Antworten mit Zitat

Stichwort harmonisches Mittel.

Viele Grüße
Steffen
Swingby-Theoretiker



Anmeldungsdatum: 20.11.2014
Beiträge: 38

Beitrag Swingby-Theoretiker Verfasst am: 26. Nov 2014 14:33    Titel: Antworten mit Zitat

Genau, die Geschwindigkeit im Buch wurde über das harmonische Mittel bestimmt!
Jetzt ist mir der Lösungsweg auch klar!
Danke nochmal!
franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11583

Beitrag franz Verfasst am: 26. Nov 2014 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Swingby-Theoretiker hat Folgendes geschrieben:

Im Buch wurde eine allgemeinere Formel verwendet, in der nur die beiden Geschwindigkeiten eingesetzt werden mussten.

Um es nochmal zu unterstreichen: Aus einzelnen Durchschnittgeschwindigkeiten kann man (ohne zusätzliche Information) keine Gesamt - Durchschnitts - Geschwindigkeit bilden.

Im übrigens halte ich die vorgezogene Beschäftigung mit Studienthemen im großen und ganzen für Zeitverschwendung. f.
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 26. Nov 2014 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Swingby-Theoretiker hat Folgendes geschrieben:
Daher meine Frage: Wenn man s und darum auch t nicht gegeben hat, wie errechnet man v dann? Ich verstehe nämlich nicht, wie die im Buch darauf kommen.


Die zugrundeliegenden Gleichungen, aus denen Du die Lösungs"formel" herleiten kannst, habe ich Dir in meinem vorigen Beitrag genannt.

Die Gleichung für die Durchschnittsgeschwindigkeit ist



Dort musst Du dann


und


einsetzen und dann berücksichtigen, dass die beiden Teilstrecken laut Aufgabenstellung gleich sind:



Damit vereinfacht sich der Zähler zu 2*v1*t1, und im Nenner drückst Du t2 durch t1 aus:



so dass sich schließlich ergibt:



Alternativ kannst Du natürlich auch den Zähler durch 2*v2*t2 ausdrücken und im Nenner t1 durch t2 ausdrücken.



Damit ergibt sich die Lösung zu



was auf dasselbe Ergebnis hinausläuft. Denn in beiden Fällen ergibt sich



Dass man das auch als harmonisches Mittel bezeichnet, braucht man für die Herleitung nicht zu wissen.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21469

Beitrag TomS Verfasst am: 27. Nov 2014 00:47    Titel: Antworten mit Zitat

Die Durchschnittsgeschwindigkeit folgt aus der Strecke S und der dazu benötigten Zeit T



Wenn die Geschwindigkeit v als Funktion von s gegeben ist, dann folgt T mittels Substitution



Das ist die allgemeingültige Formel.

Eine analoge Darstellung folgt, wenn v als Funktion von t gegeben ist.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
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