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Multiple Choice: Kondensator
 
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Menja



Anmeldungsdatum: 10.11.2007
Beiträge: 80

Beitrag Menja Verfasst am: 13. Feb 2011 18:01    Titel: Multiple Choice: Kondensator Antworten mit Zitat

Also, hier wieder eine kleine Multiple Choice Frage von mir, wo ich Hilfe brauche:

Der Kondensator. Welche Aussage ist richtig?
1. Die Kapazität einer Serienschaltung von Kondensatoren berechnet sich als Summe der einzlnen Kapazitäten.
---> müsste falsch sein. Genau das, gitl für die Parallelschaltung.

2. In Abhängigkeit vom Dielektrikum steigt die Kapazität des Plattenkondensators mit größer bzw. mit kleiner werdendem Abstand.
---> hab zwar eigentlich verstanden, was ein Dielektrikum ist, aber irgendwie verstehe diese Aussagen trotzdem nicht so ganz. Bedeutet das, dass die Kapazität eines Kondensators abhängig ist vom Dielektrikum?

3. Der Kondensator stellt im Wechselstromkreis einen Kurzschluss dar.
---> damit kann ich leider irgendwie nichts anfangen. Ein Kurzschluss passiert doch nur dann, wenn man keinen Widerstand im Stromkreis hat, oder?

4. Der kapazitive Blindwiderstand des Kondensators ist frequenzabhängig.
---> Könnte mit jemand verständlich erklären, was ein Blindwiderstand ist? Bei Wiki hab ich das nur so halb verstanden. Immerhin steht da, dass der Blindwiderstand frequenzabhängig ist, also ist 4. wohl richtig.

Bitte um Hilfe:)
clint



Anmeldungsdatum: 10.02.2011
Beiträge: 7
Wohnort: Rendsburg

Beitrag clint Verfasst am: 14. Feb 2011 13:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Menja
zu 1.) Die Kapazität einer Serienschaltung ist gleich C_ges = 1 / ( 1/C1 + 1/C2 + 1/C3 + ... ). Bei nur zwei Kondensatoren geht es auch mit: C_ges = (C1 * C2)/(C1 + C2)

zu 2.) Die Kapazität steigt mit kleiner werdendem Abstand (s). Die kapazität sinkt mit größer werdendem Abstand (s). C = Epsilon * A/s. Aist die Fläche der Elektroden.

zu 3.) Du hast es erfasst. Ein idealer Kondensator hat keinen Widerstand -> Kurzschluss.
Im Gleichstromkreis ist C zuerst ein "Kurzschluss" -> hoher Ladestrom. Nach Aufladung fließt so gut wie kein Strom -> sehr(!) großer Widerstand.
Im Wechselstromkreis kann sich C nicht aufladen - sondern changiert zwischen laden und entladen. -> "Kurzschluss" bleibt.

zu 4.) Blindwiderstände (Xc) sind Widerstände die nur in Wechselstromkreise auftreten. Sie sind nicht wirklich vorhanden (sondern Eigenschaften die durch die Netzfrequenz f hervorgerufen werden). Xc = 1/ (2*pi *f * C).

Alle Erklärungen bitte nur umgangssprachlich "verstehen" sie sind sehr "unwissenschaftlich" von mir formuliert!!!

Gruß
clint (Siegfried)
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 14. Feb 2011 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

clint hat Folgendes geschrieben:
Im Wechselstromkreis kann sich C nicht aufladen - sondern changiert zwischen laden und entladen. -> "Kurzschluss" bleibt.


Falsch! Ein Kurzschluss zeichnet sich durch einen unendlich hohen Strom aus. Das ist bei Wechselspannung an einer Kapazität nicht der Fall. Nach ohmschem Gesetz wird der Strom durch den Blindwiderstand des Kondensators begrenzt. Du kannst das auch einfach über die grundsätzliche Strom-/Spannungsbeziehung am Kondensator nachweisen:

i = C*du/dt

Wenn es sich um eine sinusförmige Wechselspannung handelt

u = Û*sin(wt)

dann ist der Strom

i = C*d/dt (Û*sin(wt)) = w*C*Û*cos(wt)

ebenfalls sinusförmig (alerdings um 90° verschoben) mit dem (endlichen) Scheitelwert Î=Û*wC. wC stellt also den Blindleitwert des Kondensators dar (Anwendung des ohmschen Gesetzes auf die Scheitelwerte von Spannung und Strom). Der Blindwiderstand ist demzufolge der Kehrwert davon, nämlich

Xc = 1/(wC)
Menja



Anmeldungsdatum: 10.11.2007
Beiträge: 80

Beitrag Menja Verfasst am: 14. Feb 2011 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Also ist Nr. 3 (Der Kondensator stellt im Wechselstromkreis einen Kurzschluss dar.) doch falsch? Weil durch den Blindwiderstand ein Widerstand vorhanden ist, und so kein Kurzschluss entstehen kann?

Verstehe ich es dann richtig, dass Nr. 4 die einzig richtige Antwort ist, da durch die Formel: Xc = 1/ (2*pi *f * C) der Blindwiderstand frequenzabhängig ist?
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14861

Beitrag GvC Verfasst am: 14. Feb 2011 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Menja hat Folgendes geschrieben:
Verstehe ich es dann richtig, dass Nr. 4 die einzig richtige Antwort ist, da durch die Formel: Xc = 1/ (2*pi *f * C) der Blindwiderstand frequenzabhängig ist?


Wie Du aus der Formel selbst erkennen kannst, ist das richtig.
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