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Bau eines Detektorradios
 
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Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 10. Okt 2006 12:16    Titel: Bau eines Detektorradios Antworten mit Zitat

Nach meinem langen rumgefrage zur verschiedenen Themen möchte ich endlich mein Radio bauen smile Da es mein erstes Projekt in dieser Richtung ist, und ich dementsprechend so ziemlich 0 Ahnung habe, habe ich ein paar Fragen bezüglich dem Kauf von Bauelementen.

Eine (meiner Meinung nach) gute Anleitung zum Bau eines Detektorradios fand ich hier.

Die entsprechende Schaltung wäre folgende

http://mitglied.lycos.de/die_linkseite/radio.gif

Ich brauch also

* einen Kondensator mit 10 nF
* einen Kondensator mit 50 pF
* einen Drehkondensator 50 .. 500 pF
* Diode
* Kristallohrhörer
* isolierter Draht (für die Spule)
* Draht (für Antenne, Schaltung)

Nun die beiden ersten Kondensatoren sollten kein Problem sein. Beim Drehkondensator bin ich dann aber auch schon steckengeblieben. Bei conrad oder distrelec habe ich keinen passenden Kondensator gefunden. Kann mir da vielleicht jemand weiterhelfen?
Kann ich für den Draht in der Schaltung und der der Antenne denselben verwenden? Spielt es eine Rolle, aus was der Draht besteht?
Ausserdem konnte ich auch nicht wirklich einen Kristallohrhörer finden..

Danke im Voraus smile
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 10. Okt 2006 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

So einen Drehkondensator habe ich hier gefunden:

http://www.ak-modul-bus.de/stat/drehkondensator_500_pf,pd1200000030,,VCAP3.html
Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 10. Okt 2006 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Warum hat dieses Ding keine Angabe von wo bis wo seine Kapazität reicht? Das sollte doch normalerweise vermerkt sein.

edit: Versandkosten betragen 19 Euro in die Schweiz grübelnd
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 10. Okt 2006 14:16    Titel: Antworten mit Zitat

Dass seine Kapazität bis 500 pF reicht, steht mit dabei. Und ich denke mal, als Drehkondensator kann man ihn bis auf Null runterdrehen. Für Radio-Empfangsschaltungen ist er ja laut Beschreibung ausdrücklich geeignet.

Einen Anbieter mit für dich günstigeren Versandkosten könntest du durch Weitergoogeln finden. Diesen hier habe ich mit googeln nach

Drehkondensator 500 pF

gefunden.
Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 10. Okt 2006 15:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das hab ich die letzte Stunde getan Hilfe

Was ich gefunden habe sind 'Trimmkondensatoren' (was wie ich verstanden habe im Prinzip einem Drehkondensator entspricht), nur haben diese viel kleiner Kapazitäten.
schnudl
Moderator


Anmeldungsdatum: 15.11.2005
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Beitrag schnudl Verfasst am: 10. Okt 2006 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ausserdem konnte ich auch nicht wirklich einen Kristallohrhörer finden..

Ich würde noch eine simple Transistor-Verstärkungsschaltung nachschalten; dann kannst vermutlich einen simplen Ohrhörer nehmen.
Zitat:

_________________
Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen (Goethe)
eman



Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 59

Beitrag eman Verfasst am: 10. Okt 2006 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Kristallhörer gibt es noch, etwa hier, und auch Luft-Drehkos sind noch zu haben, die werden aber immer teurer. Ein billiger Folien-Drehko 'aus dem Müll' (meist 320 pF) geht aber auch, evtl. die beiden Sektoren parallel schalten. Bei 500 pF hat die Spule für Mittelwelle ca. 200 µH und eine etwa mittige Anzapfung.

Setzt man den Kristallhörer statt 2K-Kopfhörer (oder 32 Ohm Hörer plus Trafo) ein, dann muss in der gezeigten Empfängerschaltung noch ein 10K Widerstand zum Hörer parallel geschaltet werden, denn Kristallhörer sind kapazitive Wandler (kein Weg für den Gleichstrom), man hört sonst nicht viel.

Einen historischen und sehr informativen Artikel zum Thema Detektor-Radio gibt es hier zu lesen, und auch hier sind Infos und Schaltungen zu finden. Und die fan site crystalradio soll noch genannt werden sowie auch besonders der ausführliche Artikel von DK3WI aus dem qsl-net, dort viele weitere links.

Das Thema ist gar nicht so veraltet, hier im Bild mein super-simpler GSM-Detektor in der Mitte seiner Dipol-Antenne. Der Lautsprecher ist ein kleiner Schallwandler mit etwa 50 Ohm, ein normaler Kopfhörer geht auch. Man hört damit die berühmten 217 Hz GSM-Pakete, die sonst auch gern mal einen Weg in den Verstärker finden. Schließt man statt dessen ein Messgerät an, kann man die Strahlungsleistung von Mobiltelefonen realistisch vergleichen. Der Detektor lässt sich auch mit bedrahteten Bauteilen (z.B. 2x BAT43 oder auch Ge-Dioden) aufbauen, wenn man sie 'kurz' einlötet.



gsm.gif
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Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
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Beitrag Simon4 Verfasst am: 12. Okt 2006 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Aaaalso smile

Ich war vorgestern in Elektronikkrimskramsladen hier in Zürich und wurde (zu meiner Überraschung) fündig. Ich fand einen Kristallohrhörer und einen 500 pF Drehkondensator (wobei man ihn leider nur mit dem Schraubenzieher verstellen kann, aber besser als nichts).
Ich machte mich also heute daran das ganze einfach mal zu probieren (hab mir auch gleich alles zweimal gekauft). Nach einigen Stunden Arbeit sah das ganze dann so aus

'Grossansicht'
'Detail'

Hab das Teil dann an der Heizung geerdet und eine ungefähr 6 Meter lange Leitung in den ersten Stock gehängt. Zu meinem Erstaunen konnte ich einige Sender hören! Nur war es unglaublich leise, also wirklich kaum hörbar. Nun bin ich ziemlich ratlos an was es liegen könnte (muss der vorher erwähnte 10K Widerstand etwa doch noch hin??). Die Spule ist nicht perfekt, beim Löten musste ich auch noch experimentieren und das Resultat ist daher auch nicht so gelungen. Hat jemand eine Idee an was es liegen könnte?

Danke und Gruss smile
eman



Anmeldungsdatum: 24.06.2006
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Beitrag eman Verfasst am: 13. Okt 2006 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Der 10K-Widerstand ist wirklich nötig. Ich vermute auch, dass der 'Drehko', hier eigentlich ein Quetsch-Trimmer, keine 500 pF hat sondern eher 50 pF. Der Schwingkreis wird dann weit oberhalb der Mittelwelle seine Resonanz haben. Darauf würde hinweisen, dass man beim Abstimmen gar kein Maximum der Lautstärke findet. Ich würde auch empfehlen, die Lötstellen mit einem Ohm-Meter auf guten Kontakt zu prüfen. Lackdraht ist manchmal tückisch, der Lack muss zum Löten sorgfältig abgekratzt werden.
Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 13. Okt 2006 01:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ja er ist in diesem Sinne wirklich kein 'Drehko' sondern ein Quetscher. Die Bedienung im Laden hat mir den aber gegeben, als ich einen 500er verlangt habe.

Die Enden des Lackdrahts habe ich vor dem verlöten mit dem Feuerzeug 'abgebrannt', die Isolierung sollte also weg sein.

Wo genau müsste ich den 10K Widerstand reinschalten (vor oder hinter den Kondensator beim Kopfhörer)?
eman



Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 59

Beitrag eman Verfasst am: 13. Okt 2006 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Der Widerstand kommt parallel zu dem 10 nF Kondensator, und damit auch parallel zum Hörer. Ich würde auch mal testweise einen 470 pF Kondensator zusätzlich parallel zur Spule (= zum Trimmer) schalten und hören, ob es lauter wird. Wenn das der Fall ist, dann hat der Trimmer eine zu geringe Kapazität, er kommt mir von der Baugröße her einfach zu klein vor für 500 pF.
Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 16. Okt 2006 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Also spielt es keine Rolle, ob ich ihn zwischen dem Kondensator und em Kopfhörer oder zwischen dem Kondensator und dem Schwingkreis einbaue? Sollte ich dazu den Kopfhörer wieder abmontieren und zwei neue Reissnägel rechts einbauen um daran den Kopfhörer anzulöten und dann zwischen diesen zwei neuen und den beiden alten Stellen den Widerstand einbauen?
eman



Anmeldungsdatum: 24.06.2006
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Beitrag eman Verfasst am: 17. Okt 2006 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Einfach parallel zu dem blauen 10 nF Kondensator, an die gleichen Lötstellen, an denen der angelötet ist noch den 10K Widerstand dazu anlöten.
Simon4



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Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 20. Okt 2006 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, danke vielmals, ich werde deine Vorschläge morgen mal ausprobieren und mich dann wieder melden.
Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 21. Okt 2006 12:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hätte jedoch noch einige theoretische Fragen:

1. Es wird oft erwähnt, dass die Antenne optimalerweise so lange sei wie die zu empfangene Wellenlänge bzw. Bruchteile davon (1/2, 1/4, 1/8, ...). Wieso?

2. Wie wird die Antenne optimalerweise aufgestellt? Senkrecht oder waagrecht zum boden?

3. Bei der Schaltung oben hat es zwei Kondensatoren, deren Funktion ich nicht sehe. Der erste nach der Antenne und der zweite parallel zum Kopfhörer. Was genau machen die?

4. Wieso wird die Spule in der Mitte angezapft?

5. Wieso genau braucht es einen hochohmigen Kopfhörer?
schnudl
Moderator


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Beitrag schnudl Verfasst am: 21. Okt 2006 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Simon4 hat Folgendes geschrieben:
Ich hätte jedoch noch einige theoretische Fragen:

1. Es wird oft erwähnt, dass die Antenne optimalerweise so lange sei wie die zu empfangene Wellenlänge bzw. Bruchteile davon (1/2, 1/4, 1/8, ...). Wieso?

Das wird Dir bei MW Empfang nicht ganz gelingen, da die Wellenlänge im 200m Bereich liegt. Der UKW Bereich ist frequenzmoduliert, und dafür ist der Empfänger nicht ausgelegt.


Simon4 hat Folgendes geschrieben:
3. Bei der Schaltung oben hat es zwei Kondensatoren, deren Funktion ich nicht sehe. Der erste nach der Antenne und der zweite parallel zum Kopfhörer. Was genau machen die?

Der erste Kondensator bildet den schwingkreis, der zweite filtert die Hochfrequenz raus und dient als Filter nach dem Gleichrichter.

Simon4 hat Folgendes geschrieben:
4. Wieso wird die Spule in der Mitte angezapft

Weil Du dadurch den Schwingkreis weniger belastest. Es entsteht durch die Mittelanzapfung ein Übertrager mit Primär- und Sekundärseite. Die Impedanz des Kopfhörers überträgt sich proportional zum Verhältnis der Windungszahlen auf den Schwingkreis.

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Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen (Goethe)
eman



Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 59

Beitrag eman Verfasst am: 21. Okt 2006 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich empfehle nochmal, den schon genannten Artikel zu lesen. Dort werden solche Fragen, besonders die zur optimalen Gestaltung der Antenne, ausführlich behandelt. Ebenso geht es dort um den Kompromiss zwischen Leistungsanpassung (Lautstärke) und Trennschärfe bei der Konstruktion des Empfängers. Sowohl der 50 pF Kondensator am Eingang als auch die Anzapfung der Spule haben damit zu tun.

Der Lastwiderstand wird übrigens mit dem Quadrat des Windungszahl-Verhältnisses übertragen:

U1^2/R1 = U2^2/R2, U~N, R1/R2 = (N1/N2)^2, bei Mittelanzapfung ist N1/N2 = 2 und R1 = 4*R2.
Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 22. Okt 2006 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, ich werde mir den Artikel mal durchlesen und danach bei allfälligen Unklarheiten noch nachfragen.

Als erstes verlegte ich das Radio in den ersten Stock und verlegte die Antenne parallel zum Boden durch ein Fenster über einen Baum um ein grösseres Potential zu erreichen. Ich konnte einen deutschen Sender empfangen, bei welchem ich einen Bundesligabericht ausmachen konnte (was ein Fortschritt ist, da ich bisher noch nicht viel verstehen konnte).

Danach habe ich jetzt einen 10K-Widerstand parallel zum 10 nF Kondensator eingebaut. Ich hatte das Gefühl, dass die Sender ein bisschen lauter waren, wenn auch nicht extrem.

http://img272.imageshack.us/img272/6250/10kwiderstandparallelzr2.th.jpg

Danach habe ich probeweise einen 10 nF Kondensator (hatte leider keinen 470 pF gerade zur Hand) parallel zum Quetscher geschaltet. Das Resultat war dem vorigen sehr ähnlich (evtl. ein bisschen lauter).

http://img78.imageshack.us/img78/2293/kondensator10nfparallelld8.th.jpg

Das grösste Problem ist, denke ich, die schlechte Trennschärfe des Schwingkreises. Oft höre ich mehrere Signale gleichzeitig, wobei eines meistens deutlich stärker als die anderen sind. Es kommt manchmal vor, dass ein Signal sehr gut hörbar ist, ich es aber nach kurzer Zeit wieder verliere.

Ausserdem habe ich in einem alten Transistorradio einen Drehkondensator ausbauen können. Leider weiss ich nicht, was für eine Kapazität er hat. Das Radio konnte aber Frequenzen zwischen 540 und 1600 kHz empfangen. Ich werde evtl. ein neues Radio zusammenbasteln mit diesem Kondensator. Meint ihr das könnte klappen? Ah hier noch ein Bild.

http://img60.imageshack.us/img60/5278/drehkondensatorvornedi1.th.jpg
eman



Anmeldungsdatum: 24.06.2006
Beiträge: 59

Beitrag eman Verfasst am: 25. Okt 2006 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Das könnte klappen. Der 10 nF Kondensator war sicher viel zu groß und deine Beschreibung des Empfangs weist meine ich darauf hin, dass der Schwingkreis noch nicht auf Mittelwelle abgestimmt ist. Als nächsten Versuch würde ich den Drehko statt des Quetschers anlöten und mal testen.

Aus dem alten Radio lässt sich vielleicht auch noch die Ferritantenne retten, die bildete dort zusammen mit dem Drehko (das größere der beiden Platten-Pakete) den Mittelwellen-Schwingkreis, die passen also zusammen. Und hinter dem letzten ZF-Filter (schwarz?) findet sich eventuell auch noch eine Ge-Diode, es sei denn das Ding lief mit einem einzelnen Empfänger-IC. Sollte das gelingen, dann würde ich mit diesen Teilen einen zweiten Detektor-Empfänger aufbauen und den Empfang vergleichen. Die Antenne hat meist auch eine Anzapfung, die aber oft tiefer liegt (nicht mittig), aber man kann die äußeren Anschlüsse der Spule probehalber vertauschen. Ein kleiner Kondensator (ca. 50 pF) für die Antennenkopplung lässt sich vielleicht auch auf der Platine finden. Man könnte die Antenne auch direkt an die Anzapfung löten.
Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 08. Nov 2006 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

Sooo! Wiedermal eine Antwort von mir.

Das mit dem Drehkondensator hat super geklappt und man kann nun Abends und Nachts meistens aus mehreren Sendern auswählen! Den 50 pF Kondensator und den 10K Widerstand konnte ich beide entfernen ohne einen wesentlichen Unterschied im Epmfang zu bemerken.
Simon4



Anmeldungsdatum: 18.06.2006
Beiträge: 139

Beitrag Simon4 Verfasst am: 09. Nov 2006 21:32    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit der hochfrequenten habe ich jedoch immer noch nicht so genau verstanden. Was genau ist die Hochfrequente? Was bezweckt die Filterung dieser? Und wie kann das durch den Kondensator realisiert werden?
sbader



Anmeldungsdatum: 07.05.2007
Beiträge: 2

Beitrag sbader Verfasst am: 07. Mai 2007 17:54    Titel: Theor. Fragen Antworten mit Zitat

Hallo Simon4,

ich bin kein Profi, aber habe z.B. hier http://www.b-kainka.de/bastel23.htm
und hier
http://www.jogis-roehrenbude.de/Detektor.htm
einiges über Detektorradios gelesen und versuche mich daher mal mit Antworten:

1. Es wird oft erwähnt, dass die Antenne optimalerweise so lange sei wie die zu empfangene Wellenlänge bzw. Bruchteile davon (1/2, 1/4, 1/8, ...). Wieso?

Man kann sich das so vorstellen wie eine Orgelpfeife, die auch eine bestimmte Länge haben muss, um einen bestimmten Ton zu produzieren.


2. Wie wird die Antenne optimalerweise aufgestellt? Senkrecht oder waagrecht zum boden?
Ich würde sagen es kommt darauf an wie der Sender aussieht, wo er steht und wie die Bedingungen an der Empfangsposition sind. I.d.R. tut's ein waagerecht gespannter Draht ganz prima(-:

3. Bei der Schaltung oben hat es zwei Kondensatoren, deren Funktion ich nicht sehe. Der erste nach der Antenne und der zweite parallel zum Kopfhörer. Was genau machen die?
Die Schaltung kann ich leider nicht mehr sehen (toter Link?). Daher allgemein:
Oftmals wird ein Kondensator verwendet, um den Schwingkreis von der Antenne zu entkoppeln. Ein Kondensator bietet (abhängig von Frequenz und Kapazität) einen geringen Widerstand für Wechselspannungen und einen hohen für Gleichspannungen.
Oft entkoppelt man die damit Schaltkreis von der Antenne. Dadurch bekommt man oft einen besseren Empfang. Ich bin kein Profi, aber ich meine der Schwingkreis im Empfangsteil wird dadurch weniger bedämpft (weil die Antenne nicht direkt dran hängt).
Im Schwingkreis ist normalerweise auch ein Kondensator zu finden, der zusammen mit der Spule den Schwingkreis bildet. Dieser Kondensator ist oft ein Drehkondensator, mit dem man die Frequenz einstellen kann.
Bei Verstärkern findet man oft Kondensatoren vor dem Lautsprecher. Ist es ein kleiner, so ist er wohl dafür gedacht sei den Arbeitspunkt gleichstrommäßig einstellen zu können und den entsprechenden Widerstand wechselstrommäßig kurz zu schließen. Ist es ein großer Kondensator, so kann es ein Schaltungstrick für die VErstärkung von Wechselspannungen sein (mit nur 1 Transistor). Der Kondensator lädt sich in der einen Halbwelle und kann dann diese Energie, quasi als Batterie, für die 2. Halbwelle abgeben. Oder so ähnlich. Da bin ich mir nicht mehr so ganz sicher.

4. Wieso wird die Spule in der Mitte angezapft?
Auch wegen der Dämpfung. Man zieht dadurch weniger Energie aus dem Kreis, als wenn man weiter "oben" anklemmen würde.

5. Wieso genau braucht es einen hochohmigen Kopfhörer?
Wenn der einen niedrigen Widerstand hätte, dann würde er ebenfalls den Schwingkreis zu sehr bedämpfen, d.h. Energie herausziehen, so dass er nicht schwingen würde. Oftmals sieht man auch Schaltungen mit einem Transformator vor dem Kopfhörer. Das ist genau um dieses Problem zu verringern, denn der Transformator wirkt wie ein Multiplikator für den Wechselstromwiederstand des Kopfhörers, so dass ein 32 Ohm Kopfhörer mit einem vorgeschalteten 6V Travo einen Wechselstromwiderstand von mehr als 1KOhm bildet und so die Schaltung nicht so belastet.


Gruß,
Sascha
sbader



Anmeldungsdatum: 07.05.2007
Beiträge: 2

Beitrag sbader Verfasst am: 08. Mai 2007 17:42    Titel: Re: Theor. Fragen Antworten mit Zitat

Oh, sehe eben erst, dass es ja eine Seite 2 mit einigen Antworten gibt, auf der auch meine gelandet ist (-:
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