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Wie wandelt sich das Elektronen-Antineutrino im Betazerfall
 
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Sorry,Physik!
Gast





Beitrag Sorry,Physik! Verfasst am: 24. Mai 2017 23:48    Titel: Wie wandelt sich das Elektronen-Antineutrino im Betazerfall Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo,
Ich habe beim Betazerfall entdeckt, dass das entstehende Elektronen-Antineutrino in ein Elektron umwandelt. Wie kann das möglich sein?
_
e- ---<---<---- ve
?
?
?
W-
?
d -----?------u
d ------------d
u ------------u

Es steht dort, dass das down-Quark des Neutrons sich per W-Boson in ein up-Quark umwandelt. Dabei entstehen ein Elektron und ein Elektronen-Antineutrino. Die Pfeile beschreiben aber einen Weg vom Elektronen-Antineutrino zur Ausgangsposition vor der Entstehung durch das W-Boson und dann zum Elekton. Was bedeutet das. Ihr müsst mir auch nicht antworten, vielleicht Einzelnachweise oder Links zu empfohlenen Webseiten.

Meine Ideen:
Ich habe mir überlegt, dass, da die Ladung eines down-Quarks -1/3e ist und die eines up-Quarks +2/3e ist, durch Entstehung von Energie in Form von Gammastrahlen ein Elektron-Positron-Paar entsteht, aber das Positron seine Ladung auf das down-Quark überträgt. Andererseits kann auch die Ladung von einem e dem Quark entzogen worden sein, was sinnvoller ist, weil das die Entstehung des Elektrons erklärt. Trotzdem frage ich mich auch, wie das Elektronen-Antineutrino entstehen konnte. Es kann aber auch sein, dass das alles Unsinn war und es was ganz anderes ist, auf das ich im Moment nicht komme.
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 4271

Beitrag Myon Verfasst am: 25. Mai 2017 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich vermute, dass die Verwirrung v.a. daher kommt, dass der Pfeil des Antineutrinos in die "falsche" Richtung verläuft. Dies ist lediglich eine Konvention bei Feynman-Diagrammen. Bei Antifermionen wird der Pfeil umgekehrt, entgegen der Zeitrichtung gezeichnet.

Bei der Umwandlung eines d- in ein u-Quark entsteht unter Vermittlung eines W-Bosons ein Elektron und ein Elektron-Antineutrino.
Dobre
Gast





Beitrag Dobre Verfasst am: 25. Mai 2017 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Lebensdauer.

W-Bosonen sind äußerst kurzlebige Teilchen (Halbwertsbreite 2,124 ± 0,041 GeV, dies entspricht einer Lebensdauer von 3 · 10−25 s)

ist das richtig?
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 14064

Beitrag TomS Verfasst am: 25. Mai 2017 11:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, es geht um dieses Diagramm.

Wie oben erwähnt handelt es sich um eine Konvention für Antiteilchen. Dadurch erhält man in allen Diagrammen durchlaufende Fermion-Linien, d.h. man kann einer Fermion-Linie entlang der Orientierung des Pfeiles folgen, ohne dass diese sich umkehrt. Für jede einzelne Linie ist damit eindeutig definiert, welchen mathematischen Ausdruck man Einsetzen muss; äußere Linien: einen zum Vertex einlaufenden, einen vom Vertex auslaufenden Spinor; innere Linien: einen geeigneten Propagator.

D.h. die mathematisch Regel richtet sich nach der Richtung des Pfeils bzgl. des Vertex. Die physikalische Interpretation ist jedoch ein auslaufendes Elektron sowie ein auslaufendes Antineutrino.



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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
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