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Plattenkondensator an Elektroskop [Frage zu einem Versuch]
 
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chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
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Beitrag chell Verfasst am: 17. Okt 2008 13:34    Titel: Plattenkondensator an Elektroskop [Frage zu einem Versuch] Antworten mit Zitat

Hallo,

wir haben einen Versuch in der Schule gemacht. Ein Plattenkondensator wurde mit einem Elektroskop verbunden. Die Spannungsquelle wurde abgeklemmt und die Platten auseinandergezogen. Das Elektroskop schlug daraufhin weiter aus.

Was ich nicht verstehe ist, warum das so ist? Ist durch das auseinanderziehen auf einmal mehr Ladung auf den Platten?
ctp



Anmeldungsdatum: 17.10.2008
Beiträge: 4

Beitrag ctp Verfasst am: 17. Okt 2008 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke mir das folgendermaßen: Wenn die Platten näher beieinander stehen konzentrieren sich die Ladungen wegen der elektrischen Feldkraft an der Plattenoberfläche bzw. in den Platten, zieht man die Platten auseinander lässt diese Kraft nach und die Ladung verteilt sich homogener also ist die Ladung auch am Elektroskop höher.
Das wäre meine Vermutung...
wishmoep



Anmeldungsdatum: 07.09.2008
Beiträge: 1342
Wohnort: Düren, NRW

Beitrag wishmoep Verfasst am: 17. Okt 2008 14:38    Titel: Antworten mit Zitat

Die Kapazität eines Kondensators ist umgekehrt proportional zum Abstand der Kondensatorplatten .

Sprich - sind die Platten 1cm von einander entfernt haben sie die Kapazität x Farad. Sprich, bei einem Volt Spannung befinden sich die Ladung x auf dem Kondensator.

Nun wird der Kondensator "auseinadnergezogen" - also d vergrößert.
Nehmen wir an .
Dadurch wird die Kapazität kleiner, und zwar auf . Somit kann bei gleicher Spannung eine kleinere Ladung auf dem Kondensator sein.
.
Die Ladung, die somit "überschüssig", da nicht aufnehmbar, ist, "wandert" auf das Elektroskop und erzeugt dort einen Ausschlag.
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 17. Okt 2008 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Was komisch ist, ist dass wir die Kapazität nicht behandelt haben (und es erstmal auch nicht werden)...
wishmoep



Anmeldungsdatum: 07.09.2008
Beiträge: 1342
Wohnort: Düren, NRW

Beitrag wishmoep Verfasst am: 17. Okt 2008 14:48    Titel: Antworten mit Zitat

12er Physik Grundkurs?

Man könnte auch einen Ansatz mit dem elektrischen Feld wählen.

Das elektrische Feld IN einem Plattenkondensator ist ein homogenes, wenn der Abstand der Platten sehr viel kleiner als die Größe der Platten ist (damit inhomogene Feldlinien am Rand vernachlässigt werden können).
In einem homogenen Feld ist die Feldstärke in jedem Punkt gleich:


Durch Versuche leitet man eine Formel her:

Die Feldstärke eines homogenen Feldes ist die Potentialdifferenz (=Spannung) zwischen den beiden Platten (also die Spannung die anliegt), geteilt durch den Abstand, wodurch sich auch die Einheit ergibt:


Des Weiteren gilt ja das Gauß'sche Gesetz (wie im anderen Thread):



Im vorliegenden Versuch ist die Fläche der Kondensatorplatten konstant, also beachten wir sie gerade nicht weiter.

Die Feldstärke E des E-Feldes ist also direkt proportional zur Ladung auf dem Kondensator.



Wenn wir die Platten nun auseinanderziehen, wird die Feldstärke kleiner, da ebenfalls folgende Proportionalität gilt:




Aus der Proportionalität von E und Q ergibt sich also für die Ladung auf den Kondensatorplatten <Q>:







Da Ladung aber nicht "verschwindet", muss sie ja irgendwo "hingewandert" sein.

Und das alles ohne die Kapazität smile
schnudl
Moderator


Anmeldungsdatum: 15.11.2005
Beiträge: 6771
Wohnort: Wien

Beitrag schnudl Verfasst am: 18. Okt 2008 09:43    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht hilft auch ein energetischer Ansatz: Denn wenn die zwei geladenen Platten auseinandergezogen werden steigt die potenzielle Energie des dazwischen befindlichen Feldes aufgrund der gegenseitigen Anziehung (wo sollte die mechanische Energie sonst hingehen als in das Feld...), was wiederum zu einer höheren Spannung zwischen den Kondensatorplatten führt. Und der Ausschlag des Elektrometers ist proportional zur Spannung.
_________________
Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen (Goethe)
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 18. Okt 2008 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

wishmoep hat Folgendes geschrieben:

Wenn wir die Platten nun auseinanderziehen, wird die Feldstärke kleiner, da ebenfalls folgende Proportionalität gilt:


Damit bin ich nicht einverstanden. Denn wenn man die Kondensatorplatten von der Spannungsversorgung trennt, dann sind sie isoliert, und die Ladung Q auf ihnen sowie die elektrische Feldstärke E zwischen ihnen bleiben konstant, auch während man die Platten auseinanderzieht. (Beim Auseinanderziehen der isolierten Platten wächst die Spannung U zwischen den Platten proportional zum Plattenabstand d.)

(Wahrscheinlich hast du da etwas mit dem Fall "Kondensatorplatten mit angeschlossener Spannungsversorgung" verwechselt. In diesem Fall bleibt die Spannung U zwischen den Platten konstant, und die Ladung Q sowie die elektrische Feldstärke E sind dann umgekehrt proportional zum Abstand d.)

-------------------------------------------------

@chell: Magst du mal erzählen, was du selbst schon als Grundlagen kennst, so dass du es verwenden könntest, um hier damit zu überlegen?

* Kennst du schon einige Formeln, so dass du dir zum Beispiel ähnlich wie wishmoep mit Formeln selbst überlegen könntest, was mit der Spannung der Kondensatorplatten passiert, wenn man sie von der Spannungsversorgung trennt und dann auseinanderzieht?

* Oder leuchtet dir schnudls Argumentation leichter und direkter ein, weil du gut nachvollziehen kannst, dass man Arbeit aufwenden muss, um die beiden Kondensatorplatten, die eine positiv und die andere negativ geladen, auseinanderzuziehen?

* Wie würdest du versuchen, in eigenen Worten zu formulieren, wie es durch das Auseinanderziehen der von der Spannungsversorgung getrennten Kondensatorplatten am Ende dazu kommt, dass mehr Ladung auf das Elektroskop gedrückt wird?
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 21. Okt 2008 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Also, ich kenne die Feldstärke E, Feldkraft F, Stromstärke, Ladung etc. Bin in 12.1 Physik Grundkurs.

Dieser Ansatz scheint schonmal auszuscheiden:

Es gilt im homogenen Feld ja: . Wenn man das nun nach s, dem Abstand der Platten, umstellt, erhält man:




Wenn s nun erhöht wird, muss größer werden. Wenn ich nun annehme, dass E konstant bleibt (was aber nicht der Fall ist, da E von d abhängig ist; andererseits ist F proportional zu q, was wiederum E ist, F/Q ist also konstant, also auch E konstant?), dann müsste U größer werden.

Intuitiv und ohne irgendwelche Fachahnung würde ich sagen, dass die Platten sich ja gegenseitig anziehen. Wenn man sie nun weiter auseinanderzieht, müssen sie sich ja stärker anziehen, um die nun größere Distanz zu überwinden, also ziehen sich sich stärker an (die Spannung steigt), die Spannung ist Proportional zur felderzeugenden Ladung(?) und somit schlägt das Elektroskop stärker aus?
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 21. Okt 2008 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Bin noch auf einen weiteren Ansatz gekommen:

Die Spannung ist ja definiert als Arbeit, welche verrichtet werden muss, um eine Probeladung im elektrischen Feld zu bewegen, geteilt durch die Probeladung selbst (welche konstant ist).

Es gilt auch: , eingesetzt also:


. Da konstant ist, muss, damit die Spannung steigt, s größer werden, was ja auch geschieht.

s (=d) wird also größer, daraus folgt aufgrund der oberen Formel, dass die Spannung steigt, weshalb wiederrum das Elektroskop stärker ausschlägt (vielleicht, weil mehr Arbeit verrichtet wird?!)

Ich bin mir - ehrlich gesagt - total unsicher!
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 22. Okt 2008 00:25    Titel: Antworten mit Zitat

chell hat Folgendes geschrieben:
dass E konstant bleibt (was aber nicht der Fall ist, da E von d abhängig ist; andererseits ist F proportional zu q, was wiederum E ist, F/Q ist also konstant, also auch E konstant?)

Wenn du dir noch nicht so ganz sicher bist, ob E konstant ist oder nicht, wenn die Ladung auf dem Kondensator gleich bleibt, dann kannst du dir das so überlegen:

Wenn die Ladung Q auf den Kondensatorplatten konstant bleibt, dann auch die Ladung pro Plattenfläche



Diese Oberflächenladung ist aber genau gleich der D-Feld-Stärke



und das D-Feld ist proportional zum E-Feld:



Also ... ?

Zitat:

Intuitiv und ohne irgendwelche Fachahnung würde ich sagen, dass die Platten sich ja gegenseitig anziehen. Wenn man sie nun weiter auseinanderzieht, müssen sie sich ja stärker anziehen, um die nun größere Distanz zu überwinden,

Das würde ich nicht so sagen. Wenn das Maß für die Stärke der Anziehung die Kraft F ist, ändert sich dann diese Kraft F mit dem Abstand der Platten, wenn die Ladung auf den Platten konstant bleibt?

chell hat Folgendes geschrieben:

Die Spannung ist ja definiert als Arbeit, welche verrichtet werden muss, um eine Probeladung im elektrischen Feld zu bewegen, geteilt durch die Probeladung selbst (welche konstant ist).

Es gilt auch: , eingesetzt also:


. Da konstant ist, muss, damit die Spannung steigt, s größer werden, was ja auch geschieht.

s (=d) wird also größer, daraus folgt aufgrund der oberen Formel, dass die Spannung steigt, weshalb wiederrum das Elektroskop stärker ausschlägt

Einverstanden smile

Nun bleibt dir vielleicht nur noch die letzte Gedankenverbindung offen, warum das Elektroskop stärker ausschlägt, wenn die Spannung zwischen den Kondensatorplatten, mit denen es verbunden ist, größer wird.

Vielleicht magst du ja zum Beispiel mal aufmalen, wie dieses Elektroskop mit den Kondensatorplatten verbunden ist (und diese Skizze gerne mal hier zeigen), und mal anfangen zu überlegen, ob die Ladungen gerne auf den Kondensatorplatten bleiben, wenn die mit Arbeitsaufwand auseinandergezogen werden, oder lieber woanders wären?
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 22. Okt 2008 09:48    Titel: Antworten mit Zitat

E müsste dann also konstant sein, da e0 und er konstant sind. Was mich aber daran noch stört, ist, dass im homogenen Feld E = U / d gilt, d.h. E von d abhängig ist (es sei denn, wenn d größer wird, verändert sich U dementsprechend?).

Zur Skizze: http://bayimg.com/faLdkaabJ

Ich habe hier mal den Plattenkondensator mit seinen beiden Platten und das Elektroskop aufgemalt (schlechte Zeichnung, ich weiß, sorry). Wie genau das Elektroskop mit dem Plattenkondensator verbunden ist, ist mir aber leider entfallen...

Ich glaube es war so, dass unser Lehrer mit einem Stab an eine Platte ran ist und dann an die Kugel des Kondensators?
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 22. Okt 2008 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

chell hat Folgendes geschrieben:
Was mich aber daran noch stört, ist, dass im homogenen Feld E = U / d gilt, d.h. E von d abhängig ist (es sei denn, wenn d größer wird, verändert sich U dementsprechend?).

Zu welchem Schluss kommst du, wenn du das zu Ende denkst? Trifft das "es sei denn" hier zu?

-----------

Versuch mal, die Skizze so zu malen, dass man sowohl die beiden Kondensatorpatten als auch das Elektroskop gut sieht, und überleg dir mal, wie du beides sinnvoll mit leitenden Drähten verbinden könntest.

Zitat:

Ich glaube es war so, dass unser Lehrer mit einem Stab an eine Platte ran ist und dann an die Kugel des Kondensators?

Das ist ein anderes Experiment, dabei sind Kondensatorplatten und Elektroskop nicht miteinander verbunden.
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 22. Okt 2008 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin gerade etwas verwirrt. E kann nicht konstant sein, wenn es von d abhängt. Wenn E nicht konstant ist, dann ist mein erster Ansatz wohl falsch.

Ich glaub langsam, ich bin zu blöd dafür. grübelnd

Hier mal meine zweite Skizze: http://bayimg.com/KaLdPAABJ

Noch mal von vorne. Es wird an die Kondensatorplatten eine Spannung U angelegt. Die Kondensatorplatten sind mit dem Elektroskop verbunden, welches nun ausschlägt. Das bedeutet die Spannung U und der Ausschlag müssen irgendwie zusammenhängen. Nun trennt man die Platten von der Spannungsquelle. Die Spannung muss wohl erhalten bleiben, denn das Elektroskop schlägt noch aus.

Jetzt bewegt man die Platten auseinander, das Elektroskop schlägt stärker aus. Da ich davon ausgehe, dass die Spannung den Ausschlag bewirkt oder irgendwie damit zusammenhängt, muss die Spannung gestiegen sein.

Ich hatte ja schon den Ansatz über die Definition der Spannung:


=> wobei konstant ist, die Steigerung von d also auch eine Steigerung von U hervorruft.

Ich glaube, ich habe mich irgendwie verrannt.
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 22. Okt 2008 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

chell hat Folgendes geschrieben:
E kann nicht konstant sein, wenn es von d abhängt.

Es sei denn ... ?

Du hast den Gedanken oben schon mal angedacht smile

----------------

Ich erkenne in deinen Skizzen noch nicht, welches die beiden Kondensatorplatten sein sollen. Magst du mal die eine Kondensatorplatte rot malen und die andere blau?
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 22. Okt 2008 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

So eine neue Skizze:

http://bayimg.com/haLEOAaBJ

[Du kannst die Skizzen gerne auch einfach direkt hier im Forum als Anhang an deine Beiträge anhängen; ich habe das hier mal für dich gemacht. Schönen Gruß, dermarkus]

Also E = U / d

Wenn wir annehmen, dass sich Spannung und d verändern, dann könnte E konstant sein, falls U und d antiproportional(?) sind?



haleoaabj.jpg
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dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
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Beitrag dermarkus Verfasst am: 24. Okt 2008 17:52    Titel: Antworten mit Zitat

chell hat Folgendes geschrieben:

Also E = U / d

Wenn wir annehmen, dass sich Spannung und d verändern, dann könnte E konstant sein, falls U und d antiproportional(?) sind?

Einverstanden, da bist du bereits auf der richtigen Spur.

Magst du dir nun noch genau überlegen, wie das Wort vor dem (?) heißen muss? "antiproportional" ist noch nicht das richtige Wort, um zu beschreiben, dass dann das "U durch d" konstant sein soll.

-----------------

Deine Skizze ist nun schon deutlich klarer smile

Ich habe daran allerdings noch nicht verstanden, warum du beide Drähte von beiden Kondensatorplatten mit demselben Metallstück (dem Teller des Elektroskops) verbindest. Würde dann nicht einfach zwischen der positiven und der negativen Kondensatorplatte ein Strom fließen, der die Ladungen ausgleicht und den Kondensator komplett entlädt?

Das Anschließen der Kondensatorplatten an das Elektroskop muss also irgendwie anders gemacht werden, damit das einen Sinn ergibt. Magst du mal überlegen, ob du einen Vorschlag für ein Verbinden findest, der mehr Sinn ergibt?
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 24. Okt 2008 18:31    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn U/d konstant sein soll, dann ist U proportional zu d, glaube ich ;-)

Zur Verbindung des Plattenkondensators mit dem Elektroskop: Ich könnte mir höchstens noch vorstellen, dass evtl. ein Stab zwischen die Platten gelegt wird und dieser dann mit dem Elektroskop verbunden wird? Ich meine damit so einen Stab, den man auch benutzt, um Influenz am Elektroskop zu zeigen
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 24. Okt 2008 18:35    Titel: Antworten mit Zitat

chell hat Folgendes geschrieben:
Wenn U/d konstant sein soll, dann ist U proportional zu d, glaube ich ;-)

Einverstanden smile

Ich würde vorschlagen, die eine Platte des Kondensators mit dem Teller des Elektroskops zu verbinden, und die andere Platte des Kondensators mit der Unterlage, auf der das Elektroskop draufsteht (Diese Unterlage ist elektrisch isoliert vom Elektroskop, so dass kein Ausgleichsstrom fließen kann.)

Magst du dir das mal aufzeichnen? Wie würdest du damit die Überlegung von oben angehen, wo die Ladungen am liebsten sein wollen?
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 24. Okt 2008 18:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hier zunächst die neue Skizze: http://bayimg.com/pAllNAABJ

Deine Frage verstehe ich nicht so richtig. Bis jetzt hab ich mir nur mittels:


überlegt, dass, da F/q konstant ist, wenn d größer wird, U größer wird.



pallnaabj.jpg
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wishmoep



Anmeldungsdatum: 07.09.2008
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Beitrag wishmoep Verfasst am: 24. Okt 2008 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

chell hat Folgendes geschrieben:

Denk dran, dass Spannung die Differenz zweier Potentiale ist.


Wenn eines der Potentiale null wird, ist deine Schreibweise natürlich auch richtig Augenzwinkern
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 24. Okt 2008 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Mit der Skizze bin ich nun einverstanden smile

Wärst du nun einverstanden, wenn ich sage, dass die positiven Ladungen immer am liebsten so nahe wie möglich an den negativen Ladungen bleiben wollen, weil sie sich gegenseitig anziehen?

Wenn man nun aber die Kondensatorplatten auseinanderzieht, haben dann die Ladungen eine andere Möglichkeit, um trotzdem noch irgendwie so gut es geht dafür zu sorgen, dass sie einigermaßen nahe beieinander bleiben können?
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 24. Okt 2008 19:40    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, damit bin ich einverstanden smile

Entgegengesetzte Ladungen ziehen sich an. Die Möglichkeit wäre nun, in das Elektroskop zu fließen.

In diesem Fall würden also positive Ladungen in das Elektroskop fließen, was dort einen Ausschlag verursachen würde, da die positiven Ladungen nach unten in das Elektroskop fließen würden, und die negativen somit in den Teller verdrängen würden.
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 24. Okt 2008 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

chell hat Folgendes geschrieben:
Ja, damit bin ich einverstanden smile

Entgegengesetzte Ladungen ziehen sich an. Die Möglichkeit wäre nun, in das Elektroskop zu fließen.

In diesem Fall würden also positive Ladungen in das Elektroskop fließen, was dort einen Ausschlag verursachen würde,

Bis hierhin dachte ich noch, ich sei einverstanden mit dem was du da meinst.

Aber das
Zitat:

da die positiven Ladungen nach unten in das Elektroskop fließen würden, und die negativen somit in den Teller verdrängen würden.

habe ich noch nicht so ganz verstanden. Hast du da vielleicht beim Hinschreiben oder beim Überlegen noch irgendwelche Flüchtigkeitsfehler eingebaut?

(Der Teller ist das obendran am Elektroskop. Die Unerlage ist das unter dem Elektroskop, was mit der negativ geladenen Kondensatorplatte in Kontakt steht. Und bist du dir sicher, dass du "verdrängen" meinst und nicht vielleicht "herbeiziehen"?)
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 24. Okt 2008 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Also:

Im Elektroskop befinden sich positive und negative Ladungen. Nach Außen hin ist es zunächst elektrisch neutral. Dann wird hier die positiv geladene Platte mit ihm verbunden. Die negativ geladene Platte wird mit der Unterlage verbunden.

Jetzt wird die Spannungsquelle getrennt und die Platten weiter auseinander gezogen.

Ich stelle mir das jetzt so vor, dass die positiven Ladung von der positiv geladenen Platte in das Elektroskop wandern. Sie werden ja einmal von den negativen Ladungen im Elektroskop und von denen in der Unterlage angezogen, oder?
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 24. Okt 2008 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

chell hat Folgendes geschrieben:

Ich stelle mir das jetzt so vor, dass die positiven Ladung von der positiv geladenen Platte in das Elektroskop wandern. Sie werden ja einmal von den negativen Ladungen im Elektroskop und von denen in der Unterlage angezogen, oder?

Okay, einverstanden.

Ich würde das vielleicht noch genauer so formulieren, dass natürlich nicht alle positiven Überschussladungen von der positiven Kondensatorplatte auf das Elektroskop wandern, sondern nur ein Teil davon.

Den Grund, dass sie von den negativen Ladungen im Elektroskop angezogen werden, würde ich weglassen, denn insgesamt sitzt auf dem Elektroskop ja bereits eine positive Überschussladung.

Mit dem Grund, dass die positiven Ladungen, die zusätzlich auf das Elektroskop fließen, von den negativen Ladungen in der Unterlage unter dem Elektroskop angezogen werden, bin ich völlig einverstanden.

Wenn die Kondensatorplatten auseinandergezogen werden, dann können sich die positiven und negativen Ladungen also ein kleines bisschen näher bleiben, wenn ein Teil von ihnen aufs Elektroskop bzw. in die Unterlage unter dem Elektroskop fließt.

Damit hast du also ein ganz konkretes, anschauliches Bild dafür, warum das Elektroskop stärker ausschlägt, wenn man die Kondensatorplatten auseinanderzieht (und dabei die Spannung zwischen ihnen vergrößert). Und du hast für diese Erklärung noch gar nicht mal den Begriff der Kapazität eines Kondensators benötigt (das bekommt ihr erst später im Unterricht, hast du ja oben mal gesagt).
chell



Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 215

Beitrag chell Verfasst am: 24. Okt 2008 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Den Grund, dass sie von den negativen Ladungen im Elektroskop angezogen werden, würde ich weglassen, denn insgesamt sitzt auf dem Elektroskop ja bereits eine positive Überschussladung.

Warum das?
dermarkus
Administrator


Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 14788

Beitrag dermarkus Verfasst am: 24. Okt 2008 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Na, vor dem Auseinanderziehen der Kondensatorplatten sind die ja auch schon geladen, also ist da das Elektroskop auch bereits etwas positiv geladen und schlägt etwas aus.

Mit dem Auseinanderziehen der Platten wird dieser Zeigerausschlag des Elektroskops dann nur noch etwas stärker.
Liberty



Anmeldungsdatum: 08.11.2009
Beiträge: 26

Beitrag Liberty Verfasst am: 08. Nov 2009 14:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo dermarkus,
habe Deine Erklärungen, wenngleich sie schon etwas älter sind, eben mit sehr großen Interesse gelesen, hatte nämlich die gleiche Frage. Nun meine Frage: Wie würdest Du das Phänomen des Zeigerausschlags beim Elektroskop nun in Zusammenhang mit einer Spannungsänderung durch das Einführen eines Dielektrikums erklären? Die Spannung wird geringer, der Zeiger schlägt geringer aus.
Genauso bei einer Änderung der "scih überschneidenden" Plattenflächen. Spannung wird größer, Zeiger schlägt stärker aus. Warum? Das Elektroskop ist doch kein Spannungsmesser sondern zeigt lediglich Ausschlag je nach Menge der darauf befindlichen Ladungen an?
Danke sehr!
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