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Überhöhte Kurve mit Reibung
 
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Bokuno



Anmeldungsdatum: 07.11.2019
Beiträge: 1

Beitrag Bokuno Verfasst am: 07. Nov 2019 18:08    Titel: Überhöhte Kurve mit Reibung Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Also, folgendes Problem: Ein Auto fährt auf einer überhöhten Kurve mit Neigungswinkel 30°. Der Radius beträgt 50m und der Reibungskoeffizient ist 0,6.

Frage: Welche Geschwindigkeit ist für das Auto unter diesen Bedingungen möglich?

Meine Ideen:
Mein Ansatz:

Ich bin mir gerade echt nicht sicher, ob das überhaupt stimmt oder ich doch irgendetwas vergessen habe.

Vielen Danke für jede schnelle Antwort!
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 07. Nov 2019 18:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die Zentripetalkraft wirkt in einer Normal- und Parallelkomponente zur schiefen Ebene.
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 5803

Beitrag Myon Verfasst am: 08. Nov 2019 10:24    Titel: Re: Überhöhte Kurve mit Reibung Antworten mit Zitat

Bokuno hat Folgendes geschrieben:

Mein Ansatz:

Ich bin mir gerade echt nicht sicher, ob das überhaupt stimmt oder ich doch irgendetwas vergessen habe.

Der Ansatz ist sieht auf den ersten Blick gut aus, ist aber nicht richtig. Auf den Wagen wirken die Gewichts-, die Haftreibungskraft sowie die Normalkraft der Fahrbahn. Die Gewichtskraft und die Normalkraft sind in diesem Fall betragsmässig nicht gleich.

Versuche, die Bewegungsgleichungen entweder in horizontaler/vertikaler Richtung oder parallel/senkrecht zur Bahnebene aufzustellen. In horizantaler Richtung ist die Beschleunigung v^2/r, in vertikaler Richtung ist sie gleich null, wenn der Wagen nicht schleudern soll. Damit hast Du 2 Gleichungen für die 2 Unbekannten Geschwindigkeit und Normalkraft.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 08. Nov 2019 16:10    Titel: Re: Überhöhte Kurve mit Reibung Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
Bokuno hat Folgendes geschrieben:

Mein Ansatz:

Ich bin mir gerade echt nicht sicher, ob das überhaupt stimmt oder ich doch irgendetwas vergessen habe.

Der Ansatz ist sieht auf den ersten Blick gut aus, ist aber nicht richtig. Auf den Wagen wirken die Gewichts-, die Haftreibungskraft sowie die Normalkraft der Fahrbahn. Die Gewichtskraft und die Normalkraft sind in diesem Fall betragsmässig nicht gleich.

Versuche, die Bewegungsgleichungen entweder in horizontaler/vertikaler Richtung oder parallel/senkrecht zur Bahnebene aufzustellen. In horizantaler Richtung ist die Beschleunigung v^2/r, in vertikaler Richtung ist sie gleich null, wenn der Wagen nicht schleudern soll. Damit hast Du 2 Gleichungen für die 2 Unbekannten Geschwindigkeit und Normalkraft.


Wenn ich die Aufgabe nicht völlig falsch verstanden habe, ergibt sich unter Berücksichtigung der Normal- und Parallelkomponente der Zentripetalkraft

Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 5803

Beitrag Myon Verfasst am: 08. Nov 2019 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das Minuszeichen im Nenner ist mir etwas unsympathisch, denn das würde bedeuten, dass die Geschwindigkeit bei einem gewissen Winkel gegen unendlich geht und darüber keine Lösung existiert.

Ich komme auf



Ist aber sehr gut möglich, dass es nicht richtig ist.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 08. Nov 2019 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
Das Minuszeichen im Nenner ist mir etwas unsympathisch, denn das würde bedeuten, dass die Geschwindigkeit bei einem gewissen Winkel gegen unendlich geht und darüber keine Lösung existiert.

Ich komme auf



Ist aber sehr gut möglich, dass es nicht richtig ist.


@Myon
Danke für Dein e Antwort.

Stimmt



Bei Deiner Formel



Was auch nicht sein kann, da



sein muss, damit das Fahrzeug "kleben" bleibt.

Ich habe folgende Gleichungen aufgestellt:

1. Normalkräfte

Zentripetalkraft



Gewichtskraft



Normalkraft



2. Hangkräfte

Reibkraft



Gewichtskraft



Zentripetalkraft



3. Gleichgewichtsbedingung



4. Geschwindigkeit



Kannst Du einen Fehler entdecken?
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 5803

Beitrag Myon Verfasst am: 09. Nov 2019 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, stimmt, ich hatte mich beim Auflösen vertan. Der Nenner, der ab einem bestimmten Winkel negativ wird, hat mich gestern allerdings zweifeln lassen.

Nach etwas Überlegen sehe ich es so:
Die obige Gleichung für gilt nur bis zu einem kritischen Winkel, d.h. für gilt:



Der Grund liegt darin, dass es zwar eine Mindestgeschwindigkeit gibt (nur für ), aber für Winkel keine Maximalgeschwindigkeit .

Für Winkel gilt für die Haftreibungskraft oberhalb der Mindestgeschwindigkeit



d.h., die maximale Haftreibungskraft wird gar nie erreicht. Setzt man

,

dann haben für die Gleichungen (vertikal/horizontal)




keine Lösungen mehr mit reellem v.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 09. Nov 2019 11:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Myon,
das war Gedankenübertragung. Mir hat das auch keine Ruhe gelassen.

Es ist eine Frage der Betrachtung:

Welche Mindestgeschwindigkeit muss das Fahrzeug haben, damit es die schiefe Ebene nicht hinabgleitet.

Gleichgewichtsbedingung



Mindestgeschwindigkeit



Unterschreitung: das Fahrzeug gleitet herab
Überschreitung: das Fahrzeug gleitet herauf

Die Mindestgeschwindigkeit ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Interessant ist, welche Fragen das scheinbar einfache Problem aufwirft.

Man könnte die Geschwindigkeit steigern, wenn der Winkel nicht konstant bleibt: Alpha = f(r). Diese Rechnung spare ich mir, das Wetter ist schön.

Schönes Wochenende.
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 5803

Beitrag Myon Verfasst am: 09. Nov 2019 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Mathefix hat Folgendes geschrieben:
Mindestgeschwindigkeit



Unterschreitung: das Fahrzeug gleitet herab
Überschreitung: das Fahrzeug gleitet herauf

Die Mindestgeschwindigkeit ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Das sehe ich nicht ganz so. Weshalb sollte die Mindestgeschwindigkeit gleich der Maximalgeschwindigkeit sein? Das würde ja bedeuten, dass nur genau eine bestimmte Geschwindigkeit ein Gleiten verhindern würde.

Man muss hier drei Fälle unterscheiden.
Die beiden Geschwindigkeiten

,



gelten je nach Haftreibungskoeffizient in unterschiedlichen Bereichen.

1. Fall :

Mindestgeschwindigkeit ist für , Höchstgeschwindigkeit ist für .
Für Winkel mit gibt es also eine Mindest- und eine Höchstgeschwindigkeit. Für kleinere Winkel ist , für grössere ist .

2. Fall :
Mindestgeschwindigkeit ist für , Höchstgeschwindigkeit ist für .
Für gibt es weder eine Mindest- noch eine Höchstgeschwindigkeit, ein Gleiten tritt nie auf!

3. Fall :
Es gibt entweder nur eine Mindestgeschwindigkeit (, wenn ) oder nur eine Maximalgeschwindikt (, wenn ). Für Winkel dazwischen tritt nie ein Gleiten auf.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 09. Nov 2019 14:05    Titel: Antworten mit Zitat

@Myon
Klasse Analyse!
Jetzt ist das Problem erschöpfend behandelt.

Für die gestellte Aufgabe gilt dann Fall 1 wegen





die Formel
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 10. Nov 2019 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

@Bokuno

Nur interessenhalber. Wer hat Dir diese Aufgabe gestellt?
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 09. Aug 2021 10:52    Titel: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
Mathefix hat Folgendes geschrieben:
Mindestgeschwindigkeit



Unterschreitung: das Fahrzeug gleitet herab

Nö!

Überschreitung: das Fahrzeug gleitet herauf

Die Mindestgeschwindigkeit ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Das sehe ich nicht ganz so. Weshalb sollte die Mindestgeschwindigkeit gleich der Maximalgeschwindigkeit sein? Das würde ja bedeuten, dass nur genau eine bestimmte Geschwindigkeit ein Gleiten verhindern würde.

Man muss hier drei Fälle unterscheiden.
Die beiden Geschwindigkeiten

,



gelten je nach Haftreibungskoeffizient in unterschiedlichen Bereichen.

1. Fall :

Mindestgeschwindigkeit ist für , Höchstgeschwindigkeit ist für .
Für Winkel mit gibt es also eine Mindest- und eine Höchstgeschwindigkeit. Für kleinere Winkel ist , für grössere ist .

2. Fall :
Mindestgeschwindigkeit ist für , Höchstgeschwindigkeit ist für .
Für gibt es weder eine Mindest- noch eine Höchstgeschwindigkeit, ein Gleiten tritt nie auf!

3. Fall :
Es gibt entweder nur eine Mindestgeschwindigkeit (, wenn ) oder nur eine Maximalgeschwindikt (, wenn ). Für Winkel dazwischen tritt nie ein Gleiten auf.


Alles viel zu kompliziert.

Es existiert keine Mindestgeschwindigkeit.
Auch wenn das Auto steht, rutscht es wegen my= 0,6 nicht die schiefe Ebene hinab.
Es gibt nur eine max.- Geschwindigkeit, bei der das Auto die Kreisbahn verläßt (aus der Kurve fliegt).
Die ist bei meiner Betrachtung größer als bei der hier geposteten Lösung



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Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 09. Aug 2021 11:32    Titel: Re: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

roycy hat Folgendes geschrieben:

Alles viel zu kompliziert.

Es gibt nur eine max.- Geschwindigkeit, bei der das Auto die Kreisbahn verläßt (aus der Kurve fliegt).
Die ist bei meiner Betrachtung größer als bei der hier geposteten Lösung


Versuche die strukturierte Rechnung vom Myon und mir nachzuvollziehen.

Hinweis: F_z hat eine Normal- und eine Parallelkomponente.
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 09. Aug 2021 11:53    Titel: Re: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

Mathefix hat Folgendes geschrieben:
roycy hat Folgendes geschrieben:

Alles viel zu kompliziert.

Es gibt nur eine max.- Geschwindigkeit, bei der das Auto die Kreisbahn verläßt (aus der Kurve fliegt).
Die ist bei meiner Betrachtung größer als bei der hier geposteten Lösung


Versuche die strukturierte Rechnung vom Myon und mir nachzuvollziehen.

Hinweis: F_z hat eine Normal- und eine Parallelkomponente.


Strukturiert?
Schön, aber auch richtig?

Die Zentrifugalkraft wirkt nur horizontal.
Sie erhöht dadurch die Normalkraft um einen bestimmten Anteil und deshalb ist die übertragbare Reibkraft auch größer.
Fz hat m.E. gar keine Normal- u. Parallelkomponente.
Ansonsten könnten im Flic-Flac- Zirkus die Motorradfahrer nicht horizontal im kugelförmigen Käfig am "Äquator" herumfahren.
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 09. Aug 2021 11:59    Titel: Re: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

roycy hat Folgendes geschrieben:
Mathefix hat Folgendes geschrieben:
roycy hat Folgendes geschrieben:

Alles viel zu kompliziert.

Es gibt nur eine max.- Geschwindigkeit, bei der das Auto die Kreisbahn verläßt (aus der Kurve fliegt).
Die ist bei meiner Betrachtung größer als bei der hier geposteten Lösung


Versuche die strukturierte Rechnung vom Myon und mir nachzuvollziehen.

Hinweis: F_z hat eine Normal- und eine Parallelkomponente.


Strukturiert?
Schön, aber auch richtig?

Die Zentrifugalkraft wirkt nur horizontal.
Sie erhöht dadurch die Normalkraft um einen bestimmten Anteil und deshalb ist die übertragbare Reibkraft auch größer.
Weshalb willst du eine horizontal wirkende Kraft im Krafteck noch zerlegen?.
Ansonsten könnten im Flic-Flac- Zirkus die Motorradfahrer nicht horizontal im kugelförmigen Käfig am "Äquator" herumfahren.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5007

Beitrag DrStupid Verfasst am: 09. Aug 2021 13:04    Titel: Re: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

roycy hat Folgendes geschrieben:
Schön, aber auch richtig?


Ich komme zum gleichen Ergebnis. Physik ist zwar nicht demokratisch, aber dass mehrere unabhängige Herleitungen zum gleichen falschen Ergebnis führen, ist eher unwahrscheinlich.

roycy hat Folgendes geschrieben:
Die Zentrifugalkraft wirkt nur horizontal.
Sie erhöht dadurch die Normalkraft um einen bestimmten Anteil und deshalb ist die übertragbare Reibkraft auch größer.


Das wird in der Herleitung berücksichtigt.

roycy hat Folgendes geschrieben:
Fz hat m.E. gar keine Normal- u. Parallelkomponente.


Du schreibst oben, dass Fz die Normalkraft erhöht. Das heißt schon mal, dass sie eine Normalkomponente hat. Um nur eine Normal- und keine Parallelkomponente zu haben, müsste die Fahrbahn senkrecht stehen. Tatsächlich ist sie aber nur im 30° geneigt. Deshalb geht dieses Beispiel am Thema vorbei:

roycy hat Folgendes geschrieben:
Ansonsten könnten im Flic-Flac- Zirkus die Motorradfahrer nicht horizontal im kugelförmigen Käfig am "Äquator" herumfahren.


In der obigen Lösung ist es aber trotzdem als Spezialfall mit enthalten.
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 5803

Beitrag Myon Verfasst am: 09. Aug 2021 13:23    Titel: Antworten mit Zitat

@roycy: Ich versuchte, Deine Lösung nachzuvollziehen, aber es gelang mir nicht (mein Fehler, selbstverständlich ist sie viel weniger kompliziert;)). Könntest Du diese etwas erläutern, insbesondere die Bedeutung des Vektors R und des Winkels von 29.04°.

Teilt man die Kräfte in horizontale und vertikale Komponenten auf, ergeben sich die Gleichungen




Daraus folgt das Verhältnis



was hier etwa 1.8 ergibt, nicht 2.68.
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 09. Aug 2021 13:43    Titel: Auto und Kurve Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
@roycy:
Könntest Du diese etwas erläutern, insbesondere die Bedeutung des Vektors R und des Winkels von 29.04°.
.


R ist die Wirkrichtung der Resultierenden, die sich aus den Richtungen von N und der senkrecht hierzu stehenden Kraft N*my ergibt.
Das schließt den Reibwinkel (rho) ein.
Damit liegt bei einer zeichnerischen Lösung - unabhängig von den konkreten Kraftbeträgen- die Wirkrichtung fest.
Egal wie groß N nun tatsächlich ist, der Reibwinkel bleibt stets gleich.
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 09. Aug 2021 13:49    Titel: Re: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
roycy hat Folgendes geschrieben:
Schön, aber auch richtig?


Ich komme zum gleichen Ergebnis. Physik ist zwar nicht demokratisch, aber dass mehrere unabhängige Herleitungen zum gleichen falschen Ergebnis führen, ist eher unwahrscheinlich.

roycy hat Folgendes geschrieben:
Die Zentrifugalkraft wirkt nur horizontal.
Sie erhöht dadurch die Normalkraft um einen bestimmten Anteil und deshalb ist die übertragbare Reibkraft auch größer.


Das wird in der Herleitung berücksichtigt.

roycy hat Folgendes geschrieben:
Fz hat m.E. gar keine Normal- u. Parallelkomponente.


Du schreibst oben, dass Fz die Normalkraft erhöht. Das heißt schon mal, dass sie eine Normalkomponente hat. Um nur eine Normal- und keine Parallelkomponente zu haben, müsste die Fahrbahn senkrecht stehen. Tatsächlich ist sie aber nur im 30° geneigt. Deshalb geht dieses Beispiel am Thema vorbei:

roycy hat Folgendes geschrieben:
Ansonsten könnten im Flic-Flac- Zirkus die Motorradfahrer nicht horizontal im kugelförmigen Käfig am "Äquator" herumfahren.


In der obigen Lösung ist es aber trotzdem als Spezialfall mit enthalten.

Mach doch eine eigene Skizze die deine Aussage verdeutlicht.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 09. Aug 2021 14:08    Titel: Re: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

[quote="roycy"][quote="Mathefix"]
roycy hat Folgendes geschrieben:



a) Fz hat m.E. gar keine Normal- u. Parallelkomponente.
b) Ansonsten könnten im Flic-Flac- Zirkus die Motorradfahrer nicht horizontal im kugelförmigen Käfig am "Äquator" herumfahren.


zu a) Wie bitte? Wie liegt denn Dein Koordinatensystem?

zu b)

Formel Myon/Mathefix



Wenn Du alpha = 90° setzt, kommst Du auf die richtige Lösung



Denn aus den Gleichgewichtsbedingungen





und



folgt



Zuletzt bearbeitet von Mathefix am 09. Aug 2021 14:29, insgesamt einmal bearbeitet
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 5803

Beitrag Myon Verfasst am: 09. Aug 2021 14:18    Titel: Antworten mit Zitat

@roycy: Danke. „H“ steht wahrscheinlich für Hangabtriebskraft. Diese gehört aber ins Kräftediagramm unten rechts nicht hin. Sie ist keine separate Kraft, sondern tritt auf, wenn man in einer Skizze die parallel zum Hang wirkende Komponente der Gewichtskraft einzeichnen will. Es gilt im rotierenden Bezugssystem, wo der Wagen in Ruhe ist (F_R=Haftreibungskraft):

Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 09. Aug 2021 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
@roycy: Danke. „H“ steht wahrscheinlich für Hangabtriebskraft. Diese gehört aber ins Kräftediagramm unten rechts nicht hin. Sie ist keine separate Kraft, sondern tritt auf, wenn man in einer Skizze die parallel zum Hang wirkende Komponente der Gewichtskraft einzeichnen will. Es gilt im rotierenden Bezugssystem, wo der Wagen in Ruhe ist (F_R=Haftreibungskraft):



Eindeutiger und kompakter geht's nicht Thumbs up!
Henry345



Anmeldungsdatum: 22.09.2020
Beiträge: 77

Beitrag Henry345 Verfasst am: 09. Aug 2021 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Einfach nur noch fremdschämen, alles in Frage stellen, keine fundierten Erklärungen äußern, dann auch noch grundlegende Sachverhalte falsch darstellen.

Wie war das noch mal was man angeblich berechnen kann und was nicht?
Hier scheint die ursprüngliche Haltung "der bunten Bildchen" bzw. Theorie ja nicht zu gelten, ich dachte nur Feldversuche wäre ausschließlich das einzige Wahre.

Übrigens schönen Gruß an der Stelle an einen Herren Namens Albert Einstein und Herrn Higgs. Für sehr lange Zeit theoretisch hergeleitet und vorausgesagt, bevor dann mal gemessen.

Ich glaube Du bist hier in einem völlig falschen "Board" unterwegs.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 09. Aug 2021 21:04    Titel: Antworten mit Zitat

Henry345 hat Folgendes geschrieben:


Ich glaube Du bist hier in einem völlig falschen "Board" unterwegs.


Sei nicht so streng. Er stempelt seine Graphiken doch mit "Irrtum vorbehalten ".
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 09. Aug 2021 22:29    Titel: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
@roycy: Danke. „H“ steht wahrscheinlich für Hangabtriebskraft. Diese gehört aber ins Kräftediagramm unten rechts nicht hin.



Ich werd's die nächsten Tage mal so aufzeichnen (ohne H).
Irrtum ist ja immer vorbehalten.
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 10. Aug 2021 10:25    Titel: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
@roycy: Ich versuchte, Deine Lösung nachzuvollziehen, aber es gelang mir nicht (mein Fehler, selbstverständlich ist sie viel weniger kompliziert;)). Könntest Du diese etwas erläutern, insbesondere die Bedeutung des Vektors R und des Winkels von 29.04°.

was hier etwa 1.8 ergibt, nicht 2.68.


Nun stimmt's



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roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 10. Aug 2021 10:34    Titel: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

Henry345 hat Folgendes geschrieben:
Einfach nur noch fremdschämen, alles in Frage stellen, keine fundierten Erklärungen äußern, dann auch noch grundlegende Sachverhalte falsch darstellen.

Ich glaube Du bist hier in einem völlig falschen "Board" unterwegs.


Eine zeichnerische Lösung ist in den meisten Fällen anschaulicher und effizienter (von gelegentlichen Fehlern abgesehen- das trifft aber auch bei Berechnungen zu). Wenn man vllt. noch nie effizient arbeiten mußte, kann man das allerdings wohl nicht verstehen.
Im übrigen hat dei statement mit der eigentlichen Frage "Auto" gar nichts zu tun u. liegt völlig daneben.
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 10. Aug 2021 10:44    Titel: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

Mathefix hat Folgendes geschrieben:
Henry345 hat Folgendes geschrieben:


Ich glaube Du bist hier in einem völlig falschen "Board" unterwegs.


Sei nicht so streng. Er stempelt seine Graphiken doch mit "Irrtum vorbehalten ".

Du hingegen arbeitest stets irrtumsfrei (wie ich mich an einen Kommentar "Unsinn" eines deiner Kollegen bei einem anderen Thema erinnere.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 5843
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 10. Aug 2021 10:57    Titel: Re: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

roycy hat Folgendes geschrieben:
Henry345 hat Folgendes geschrieben:
Einfach nur noch fremdschämen, alles in Frage stellen, keine fundierten Erklärungen äußern, dann auch noch grundlegende Sachverhalte falsch darstellen.

Ich glaube Du bist hier in einem völlig falschen "Board" unterwegs.


Eine zeichnerische Lösung ist in den meisten Fällen anschaulicher und effizienter (von gelegentlichen Fehlern abgesehen- das trifft aber auch bei Berechnungen zu). Wenn man vllt. noch nie effizient arbeiten mußte, kann man das allerdings wohl nicht verstehen.
Im übrigen hat dei statement mit der eigentlichen Frage "Auto" gar nichts zu tun u. liegt völlig daneben.


Was bedeutet der Winkel 29,04°?
In der Zeit in der Du die zeichnerische Lösung anfertigst, habe ich die Lösungsgleichung 3x hingeschrieben. Das zum Thema Effizienz.
Ein Teil der Diskussion bezog sich auf den Einfluss des Neiigungswinkels und des Reibungskoeffizienten : v_min und v_max. Eine Diskussion der Funktion ist bei einer zeichnerischen Lösung schwer vorstellbar.
roycy



Anmeldungsdatum: 05.05.2021
Beiträge: 961

Beitrag roycy Verfasst am: 10. Aug 2021 11:18    Titel: Re: Auto in Kurve Antworten mit Zitat

Mathefix hat Folgendes geschrieben:
roycy hat Folgendes geschrieben:
Henry345 hat Folgendes geschrieben:
Einfach nur noch fremdschämen, alles in Frage stellen, keine fundierten Erklärungen äußern, dann auch noch grundlegende Sachverhalte falsch darstellen.

Ich glaube Du bist hier in einem völlig falschen "Board" unterwegs.


Eine zeichnerische Lösung ist in den meisten Fällen anschaulicher und effizienter (von gelegentlichen Fehlern abgesehen- das trifft aber auch bei Berechnungen zu). Wenn man vllt. noch nie effizient arbeiten mußte, kann man das allerdings wohl nicht verstehen.
Im übrigen hat dei statement mit der eigentlichen Frage "Auto" gar nichts zu tun u. liegt völlig daneben.


Was bedeutet der Winkel 29,04°?
In der Zeit in der Du die zeichnerische Lösung anfertigst, habe ich die
Lösungsgleichung 3x hingeschrieben. Das zum Thema Effizienz.
Ein Teil der Diskussion bezog sich auf den Einfluss des Neiigungswinkels und des Reibungskoeffizienten : v_min und v_max. Eine Diskussion der Funktion ist bei einer zeichnerischen Lösung schwer vorstellbar.


Bei dieser Aufgabe mit my=0,6 gibt es doch gar keine erforderliche Mindestgeschwindigkeit.
Erzähl' also nicht so einen überflüssigen Schmonzes mit "3X hingeschrieben".
Dabei kommt dir halt auch leicht gelegentlich "Unsinn" unter.
Du weißt doch gar nicht, wie lange ich für eine Skizze brauche.
Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 7201

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 10. Aug 2021 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Da zum Thema nichts mehr beigetragen wird, schließe ich.

Ich bitte die Kollegen zukünftig generell um einen gemäßigteren Ton, der eines Physikerboards würdig ist.

Viele Grüße
Steffen
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