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Spannung in einem Wechselstromnetzwerk mit Kondensator uvm.
 
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meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 18. Aug 2016 21:17    Titel: Spannung in einem Wechselstromnetzwerk mit Kondensator uvm. Antworten mit Zitat

Hallo,

ich bin beim Lernen für ET1 so verzweifelt an dieser Aufgabe das ich mich hier angemeldet habe.

Die richtige Lösung laut Skipt ist D 215V ich komme aber einfach nicht dahinter warum E 240v falsch sein soll.

Ich hoffe ihr könnt mir meinen Fehler erläutern. Ich kann sonst auch meinen scheinbar falschen Rechenweg hier posten.

Ich wäre für Hilfe sehr Dankbar

http://www.bilder-upload.eu/thumb/4b1661-1471548025.jpg



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GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 19. Aug 2016 00:10    Titel: Antworten mit Zitat

meeen hat Folgendes geschrieben:
Ich kann sonst auch meinen scheinbar falschen Rechenweg hier posten.


Du sollst nicht rechnen, sondern zeichnen!

Zeichne UR2 und IR2 in dieselbe Richtung und IL um 90° im Uhrzeigersinn gedreht (Strrom durch die Induktivität um 90° nacheilend). Addiere IR2 und IL geometrisch zu I. Die Spannung UR1 hat dieselbe Richtung wie I, UC ist ist dagegen um 90° im Uhrzeigersinn gedreht (Spannung an der Kapazität um 90° nacheilend). Addiere die Spannungen UR2, UR1 und UC zeichnerisch zu der gesuchten Spannung U. Fertig!
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 19. Aug 2016 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Perfekt! Danke das hat mir wirklich sehr geholfen, du hast mir nicht nur meinen Fehler aufgezeigt sondern auch erklärt wie man die Zeichnung zur Lösung anfertigt. In unserem Skript ist da einfach keine für mich verständliche Erklärung


Ich habe das die ganze Zeit nicht verstanden und habe deshalb gedacht ach kannst du ja rechnen muss ja das gleich rauskommen Hammer
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 19. Aug 2016 01:31    Titel: Antworten mit Zitat

meeen hat Folgendes geschrieben:
... und habe deshalb gedacht ach kannst du ja rechnen muss ja das gleich rauskommen


Rechnen kann man das natürlich auch. Muss man nur den Kosinussatz kennen.
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 19. Aug 2016 14:02    Titel: Antworten mit Zitat

und wie würde man das dann rechnen?

I = I(L) + I(R2)

Z(c) = U(C) / I

So halt jeden einzelnen Scheinwiderstand berechnet.

Dann die Scheinwiderstände in der Masche zusammen gefasst die parallel geschaltet und die dann mit den anderen in Reihenschaltung addiert.

So hatte ich dann Z

U = Z * I und zack das falsche U war berechnet.


Ich hab jetzt in Erfahrung gebracht das man das Ohmsche Gesetzt an Komplexen Widerständen wohl so nicht anwenden kann wegen der Phasenverschiebung.

Der Cosinussatz hat dann was mit der Phasenverschiebung zu tun?

Kannst du mir das genauer erläutern ich finde dazu nur eine Darstellung mit e der Kreisfrequenz und so aber es ist mir dennoch nicht Schlüssig was die eigentlich meinen
franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11573

Beitrag franz Verfasst am: 19. Aug 2016 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

komplex?
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 19. Aug 2016 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

bei uns werden die Kondensatoren und Induktivitäten als komplexe Widerstände aufgeführt wenn ich das richtig verstanden habe?

oder meinst du das man das auch an normalen Widerständen wegen der Phasenverschiebung nicht anwenden kann?
Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 6279

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 19. Aug 2016 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

Doch, das geht recht elegant. Du kannst jede der vier Impedanzen komplex ausdrücken, zu einer Gesamtimpedanz zusammenfassen und dann über den komplexen Gesamtstrom die komplexe Gesamtspannung ausrechnen.

Beispielsweise ist die Impedanz der Spule

Viele Grüße
Steffen
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 19. Aug 2016 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die komplexe Rechnung wird ziemlich kompliziert, da die Frequenz nicht bekannt ist und die Blindwiderstände durch Quotienten aus komplexer Spannung und komplexem Strom ausgedrückt werden müssen. Das geht für den induktiven Widerstand recht elegant, wird aber beim kapazitiven Widerstand schon deutlich komplizierter (ausprobieren, Steffen!). Da in der Aufgabenstellung aber alle Spannungen und die Ströme in der Parallelschaltung betragsmäßig vorgegeben sind, drängt sich die Rechnung mit Beträgen geradezu auf. Im Prinzip folgt die Rechnung der in meinem ersten Beitrag beschriebenen Entwickung des Zeigerbildes:

Berechnung der Phasenlage des Gesamtstromes I mit UR2 als Bezugsgröße mit Phasenwinkel 0°:



Berechnung des Betrages von URC=UR1+UR2:



Berechnung der Phasenlage von URC:




Berechnung des Betrages der Gesamtspannung (Summe von UR2 und URC) mit Hilfe des Kosinussatzes:

Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 6279

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 19. Aug 2016 16:12    Titel: Antworten mit Zitat

GvC hat Folgendes geschrieben:
... wird aber beim kapazitiven Widerstand schon deutlich komplizierter (ausprobieren, Steffen!).


Hab ich gemacht. Natürlich brauchen wir vorher den Strom I, aber der ist ja mit schnell berechnet. Und dann ergibt sich
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 19. Aug 2016 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ja und dann musst Du auch noch R1 und R2 auf dieselbe Art und Weise bestimmen, dann komplexe Größen in Exponentialform multiplizieren bzw. dividieren, in kartesische Form umwandeln und addieren und dann noch den Betrag bilden. Da finde ich meine Vorgehensweise der in vier Zeilen ermittelten Lösung deutlich einfacher. Ich habe ja nicht behauptet, dass die komplexe Rechnung nicht funktioniert (die funktioniert immer), sondern nur, dass der Lösungsweg über die Beträge einfacher scheint. Dabei brauchen beispielsweise weder Widerstände noch der Gesamtstrom berechnet zu werden.
Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 6279

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 19. Aug 2016 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ach, so meinst Du das. Nun, das ist dann wohl Geschmackssache. Ich zum Beispiel muss zu meiner Schande gestehen, dass ich den Cosinussatz nicht im Kopf habe und diese geometrischen Zeiger mir wiederum zu kompliziert sind. Da rechne ich lieber vier Impedanzen aus, schalte sie (natürlich mit dem Taschenrechner) zusammen und lasse den Gesamtstrom durchfließen.

Viele Grüße
Steffen
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 19. Aug 2016 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

das ist viel Komplizierter als ich gedacht hätte. Aber das hilft mir schon weiter danke smile

Trotzdem habe ich noch Probleme mit diesem Thema ich habe hier eine Aufgabe und konnte alles richtig lösen bis auf 5.4

5.1 U eff =200 V und 35Hz war richtig


5.3 U(R)eff = 106 V

Xc = 39,9 Ohm

106V / 39,9 Ohm = 2,65 A = I(C)

106V * 2,65 A = 281 var auch das war richtig

5.4

I(R) = 3,5 A

I = I(R) + I(C) = 6,15 A

Z = 200 V / 6,15 A = 32 Ohm flasch ! 45 soll richig sein. Warum?

Wenn ich Z = 283/6,15 rechne komme ich in die Nähe von 45 aber warum denn der Wert der Amplitude?



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GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 20. Aug 2016 01:37    Titel: Antworten mit Zitat

meeen hat Folgendes geschrieben:
das ist viel Komplizierter als ich gedacht hätte.


Was ist denn daran kompliziert? Es geht doch im Wesentlichen nur darum, die Tatsache zu erkennen und anzuwenden, dass Spannung und Strom an einem Schaltelement eine bekannte Phasenverschiebung haben: Am Widerstand sind Spannung und Strom in Phase, an der Induktivität eilt der Strom um 90° der Spannung nach, an der Kapazität eilt der Strom um 90° der Spannung voraus. Für die hier geforderte zeichnerische Lösung brauchst Du nicht mehr. Alles Andere - Betrags- oder auch komplexe Rechnung - wirst Du umso besser verstehen, je selbstverständlicher Dir die geometrische Symbolisierung sinusförmiger Wechselgrößen (Zeigerbilder) von der Hand geht.

meeen hat Folgendes geschrieben:
... aber warum denn der Wert der Amplitude?


... weil auch der Stromwert der Amplitudenwert ist. Entweder Du nimmst den Amplitudenwert für Strom und Spannung oder den Effektivwert für Strom und Spannung. Wenn Du aber, was Du offensichtlich gemacht hast, den Effektivwert der Spannung durch den Amplitudenwert des Stromes dividierst, ist das Ergebnis um den Faktor 1/sqrt(2) falsch.
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 20. Aug 2016 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Okay also mit welchen Themen sollte ich mich schrittweise auseinander Setzten um solche Aufgaben lösen zu können?

Ich schreibe in 4 Tagen ET1 für Maschinenbau und habe bei Wechselstrom noch einige Defizite wie ihr seht Hilfe

Ich darf in die Klausur alles an Material mitnehmen was ich möchte außer halt Laptop Big Laugh

Wie gehe ich generell vor um eine Wechselstromschaltung zu verstehen?
Wie kann ich von einem Bauteil auf die Phasenverschiebung kommen?
Wie verrechne ich mehrere dieser Phasenverschiebungen?

Die angefügte Aufgabe geht in die Gleiche Richtung, aber die Teilwiderstände sind bekannt.

Gesucht ist der Phasenwinkel zwischen Uc und UR, das passende Zeigerbild, und U.


Wie gehe ich vor das ich solche Aufgaben zielsicher in der Klausur lösen kann? Die bringen ja ordentlich Punkte....



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GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 20. Aug 2016 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

meeen hat Folgendes geschrieben:
Ich schreibe in 4 Tagen ET1 für Maschinenbau und habe bei Wechselstrom noch einige Defizite wie ihr seht


Dir die Grundlagen der Wechselstromlehre in dieser kurzen Zeit auf diesem Wege beizubringen, halte ich für unmöglich.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Wie gehe ich generell vor um eine Wechselstromschaltung zu verstehen?


Mit einem qualitativen Zeigerbild.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Wie kann ich von einem Bauteil auf die Phasenverschiebung kommen?


Bereits beantwortet:

GvC hat Folgendes geschrieben:
Am Widerstand sind Spannung und Strom in Phase, an der Induktivität eilt der Strom um 90° der Spannung nach, an der Kapazität eilt der Strom um 90° der Spannung voraus.


meeen hat Folgendes geschrieben:
Wie verrechne ich mehrere dieser Phasenverschiebungen?


Im Allgemeinen mit Hilfe des Kosinussatzes.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Wie gehe ich vor das ich solche Aufgaben zielsicher in der Klausur lösen kann?


Beginne mit dem qualitativen Zeigerbild aller Spannungen und Ströme. Berücksichtige dabei die genannten Grundsätze über die Phasenverschiebungen an den einzelnen Elementen. Wenn Du dabei im vorliegenden Fall Schwierigkeiten hast, kannst Du hier konkrete Fragen stellen. Wenn Du das Zeigerbild ohne Schwiergkeiten fertigstellen kannst, stelle es anschließend hier zur Überprüfung vor. Dann können wir gemeinsam über das weitere Vorgehen diskutieren.
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 20. Aug 2016 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab keine Wahl als es bis dahin zu können LOL Hammer
Aber ich mache auch nichts anderes als lernen

Im Grunde ist es ja "nur" dieser Aufgabentyp den ich können muss

Zur Aufgabe :

Mein Ergebnis sieht nach E aus

Daraus habe ich jetzt 3 Formeln aufgestellt die mich zum Ergebnis bringen sollen:



U(L) = X(L1) * I(L1)



Das Rechnen ist dann doch schwieriger als gedacht:

U (R) = 70,7 V

I(R) 1,41 A

I(C) = -j1

I(L1) = 1,73 A

U(L1)=316 V

U = 331V was keiner der Antwortmöglichkeiten entsprach.
Dann hab das noch mal durch Wurzel 2 geteilt underhielt U=234 V
Eine Antwortmöglichkeit war 224V und eine andere 245V
Es war dichter an 224V deshalb hab ich das genommen, war sogar richtig.

Die Frage ist jetzt viel Glück war dabei das ich trotzdem das richtige Ergebnis gefunden hab. Wo liegen meine Rechenfehler



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GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 20. Aug 2016 20:29    Titel: Antworten mit Zitat

Offensichtlich rätst Du nur. Hast Du auch konkrete Fragen?
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 20. Aug 2016 20:54    Titel: Antworten mit Zitat

Sind meine aufgestellten Formeln Sinnvoll? Ich dachte der Ansatz wäre gar nicht so schlecht . traurig Ich habe das so aus meiner Zeichnung interpretiert.

Wie komme ich auf I(r)?

Meine Annahme:

U(L2) und U(R2) sind gleich groß, weil sie vom gleichen Strom druchflossen werden und die Widerstände betragsmäßig gleich sind.

Die Geometrische Summe aus U(L2) und U(R2) ist U(C).
U(C) = 100V und deshalb U(R) = 70,7 V

I(R) = 70,7V / 50 Ohm = 1,41 Ohm

Wie Komme ich auf I(C)) ?

Xc = 100 OhM Uc = 100v

100v/-j100 Ohm = -j Ohm = I(C)

Wie funktioniert das komplexe rechnen an einem beliebigen komplexen oder nicht komplexen Widerstand nach dem ohmschen Gesetz wenn man 2 Größen hat?
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 20. Aug 2016 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, bin erst jetzt wieder da. War am Abend anderweitig beschäftigt.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Sind meine aufgestellten Formeln Sinnvoll?


Nein.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Ich habe das so aus meiner Zeichnung interpretiert.


Deine Formel für IL1 (Pythagoras) würde nur stimmen, wenn IR senkrecht auf Ic stünde. Schau mal in Dein Zeigerbild. Stehen da IR und Ic senkrecht aufeinander? Dasselbe gilt für Deine Spannungsformel. UL1 und Uc stehen laut Deinem eigenen Zeigerbild nicht senkrecht aufeinander. Für die Summe aus Größen, die nicht senkrecht aufeinander stehen, gilt der Kosinussatz, z.B.



Dabei ist der Winkel zwischen den Zeigern für IR und Ic. Der ist im vorliegenden Fall 135°.

meeen hat Folgendes geschrieben:
I(R) = 70,7V / 50 Ohm = 1,41 Ohm


Falsche Einheit. Der Strom hat nicht die Einheit Ohm!

meeen hat Folgendes geschrieben:
100v/-j100 Ohm = -j Ohm = I(C)


Hier ebenfalls falsche Stromeinheit.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Wie funktioniert das komplexe rechnen an einem beliebigen komplexen oder nicht komplexen Widerstand nach dem ohmschen Gesetz wenn man 2 Größen hat?


Wieso willst Du jetzt plötzlich komplex rechnen? Bislang hast Du Dich mit der Betragsrechnung begnügt. Aber um Deine Frage zu beantworten:

Bei sinusförmigem Wechselstrom gelten dieselben Gesetze sinngemäß wie bei Gleichstrom (auch das ohmsche Gesetz), wenn man statt der reellen Größen U und I die komplexen Größen U und I (unterstrichene Großbuchstaben) einführt mit



und



und für die Widerstandselemente deren komplexe Widerstandsoperatoren

für den ohmschen Widerstand R


für die Kapazität C


und für die Induktivität L


Für die nicht unterstrichenen Großbuchstaben können die Effektivwerte von Spannung und Strom oder die Scheitelwerte eingesetzt werden, nicht aber beide gleichzeitig. Sinnvoll sind im Allgemeinen die Effektivwerte. Sie werden auch Beträge genannt.
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 21. Aug 2016 14:49    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen dank langsam kommt Licht ins Dunkle - sehr langsam Big Laugh

Ich hab das ganze mal versucht nach zu vollziehen:

Zwischen IR und UC liegen 45° und zwischen UC und IC 90° deshalb liegen dann zwischen IC und IR 135°

Dadurch bekomme ich dann mit dem Cosinussatz IL1 = 2,41 A was ich zeichnerisch überprüft hab und relativ Gut hinkommt.

Jetzt mein erstes Problem:

UL1 = XL1 * IL1

UL1 = 200 Ohm * 2,41 A = 482 V

Das ist aber kein Effiktivwert oder ? Der Effiktivwert ist dann 342 v

Zwischen UL1 und UC müssen 69,4° liegen.

Wenn ich es Zeichnerisch löse als mit 342V und 100V bekomme ich 320V raus.
Wieder kein Effiktivwert? Weil der der Effiktivwert von 320V wäre 226V und das vorgegebene Ergebnis ist ja 224 wäre als garnicht so schlecht

Die Frage wäre nur wo ist der Fehler? Wieso bekomme ich beim rechnen mit Effektivwerten immer eine Amplitude raus?



Und warum komme ich damit rechnerisch nicht ans Ergebnis?

Fehlerquelle : Mein Kosinussatz ist Falsch. Es ist nicht + sondern -

dadurch ist IL1 nicht 2,42 A sonder 2,23 A

UL1 (eff) = 315,4 V

U = 215,4 V Was schon ziemlich unganu im bezug auf 224V ist

Und weil ich den Winkel zwischen IL1 und IR mit dem sinussatzt ausgerechnet habe ist der dann auch falsch. Der ist dann nicht 24,4° sondern 26,6°

Dadurch ist der Winkel zwischen UL1 und UC dann 71,6°

Mhh irgendwie komm jetzt nur noch Käse raus unglücklich
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 21. Aug 2016 16:19    Titel: Antworten mit Zitat

meeen hat Folgendes geschrieben:
Dadurch bekomme ich dann mit dem Cosinussatz IL1 = 2,41 A ...


Bei mir kommt was Anderes raus. Kannst Du das mal vorrechnen?

meeen hat Folgendes geschrieben:
... was ich zeichnerisch überprüft hab und relativ Gut hinkommt.


Dann ist Dein Zeigerbild falsch. Ich hatte es noch nicht genau überprüft. Es ist nur ungefähr richtig. Eigentlich hätte, wenn Du die Beträge (Zeigerlängen) richtig gezeichnet hättest, herauskommen müsssen, dass IL1 dieselbe Richtung hat wie Uc.

meeen hat Folgendes geschrieben:
UL1 = XL1 * IL1

UL1 = 200 Ohm * 2,41 A = 482 V

Das ist aber kein Effiktivwert oder ? Der Effiktivwert ist dann 342 v


Doch, das wäre der Effektivwert (allerdings ist hier wegen falschem IL1 der Wert falsch), denn Du bist von dem Effektivwert von Uc ausgegangen, hast damit den Effektivwert von UR bestimmt und daraus den Effektivwert von IR, außerdem mit dem Effektivwert von Uc den Effektivwert von Ic. Du rechnest also die ganze Zeit mit Effektivwerten. Diese Entscheidung hast Du ganz zu Anfang getroffen, als Du zur Grundlage Deiner Berechnungen den Effektivwert der Kondensatorspannung genommen hast.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Zwischen UL1 und UC müssen 69,4° liegen.


Nein. Der Winkel ist 90°. Denn der Winkel zwischen Uc und IL1 ist 0°, Die Spannung UL1 eilt aber dem Strom um 90° voraus, also ist der Winkel zwischen den Spannungen UL1 und Uc 90°. Da lässt sich die summe wieder einfach mit dem Pythgoras berechnen.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Wieso bekomme ich beim rechnen mit Effektivwerten immer eine Amplitude raus?


Weil Du mit falschen Werten rechnest. Außerdem bekommst Du nur zufällig ungefähre Amplitudenwerte raus.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Fehlerquelle : Mein Kosinussatz ist Falsch. Es ist nicht + sondern -


Du meinst wahrscheinlich das Vorzeichen vor dem "gemischten" Glied, also dem mit dem Kosinus. Nein, das positive Vorzeichen ist schon richtig. Du hast Dich vermutlich irritieren lassen, als Du gegoogelt und den Kosinussatz mit einem Minuszeichen vor dem gemischten Glied gefunden hast. Du hättest aber auch bemerken müssen, dass es sich bei dem dort verwendeten Winkel um den Innenwinkel eines Dreiecks handelt, in der komplexen Wechselstromlehre aber um den entsprechenden Außenwinkel (Winkel zwischen den positiven Zeigerrichtungen). Und da



ist das Pluszeichen bei der Verwendung des Kosinussatzes in der komplexen Wechselstromlehre das richtige Vorzeichen.

meeen hat Folgendes geschrieben:
... dadurch ist IL1 nicht 2,42 A sonder 2,23 A

UL1 (eff) = 315,4 V

U = 215,4 V Was schon ziemlich unganu im bezug auf 224V ist

Und weil ich den Winkel zwischen IL1 und IR mit dem sinussatzt ausgerechnet habe ist der dann auch falsch. Der ist dann nicht 24,4° sondern 26,6°

Dadurch ist der Winkel zwischen UL1 und UC dann 71,6°

Mhh irgendwie komm jetzt nur noch Käse raus


Ja, das ist alles Quatsch oder, wie Du sagst, Käse.
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 21. Aug 2016 16:39    Titel: Antworten mit Zitat

IR = 1,41 A
IC = 1A

Mit deiner Formel:



Dann wäre UL1 = 200 Ohm * 1A = 200 V


Außenwinkel :o Welche Außenwinkel ? Bei mir ist zwischen Ic und IR 135° aber innen unglücklich Und das zeigerdiagramm sind auch so aus wie das vom Professor.
Wie interpretiere ich die Winkel richtig?

Also wenn 135° der Außenwinkel ist macht es aber Sinn das zwischen IL1 zu IR 45° sind und das zwischen IL1 und UC 0° liegen




Das sieht doch sehr sehr gut aus Big Laugh

Warum ist aber 135° der Außenwinkel während 45° im von L1 Und IR ein innenwinkel ist ?

Ist meine Zeichnung die Erklärung?



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GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 21. Aug 2016 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Du musst nur die richtigen Dreiecke betrachten, z.B. das Dreieck aus IC, IR und IL1. In diesem Dreieck ist der Winkel zwischen den positiven Richtungen von IR und Ic der Außenwinkel.
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 21. Aug 2016 18:06    Titel: Antworten mit Zitat

Das heißt jetzt ist alles richtig ? smile

Vielen Dank! Aufgabe gelöst und viel über Wechselstromnetzwerke gelernt.

Hat das auch Auswirkungen auf den Sinussatz wenn ich fehlende Winkel oder Größen aus rechnen will?
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 21. Aug 2016 18:17    Titel: Antworten mit Zitat

meeen hat Folgendes geschrieben:
Das heißt jetzt ist alles richtig ?


Bis auf die Tatsache, dass Du IL1 - wieder einmal - ohne Einheit angegeben hast (Punktabzug!) und nur ungefähr zu 1A ausgerechnet hast anstatt festzustellen, dass es genau 1A ist, ist alles, soweit ich es auf die Schnelle sehen kann, richtig.

meeen hat Folgendes geschrieben:
Hat das auch Auswirkungen auf den Sinussatz wenn ich fehlende Winkel oder Größen aus rechnen will?


Ich verstehe nicht, was Du meinst. Den Sinussatz haben wir hier doch überhaupt nicht verwendet.
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 21. Aug 2016 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit der Einheit stimmt aber ich muss in der Klausur "nur" das richtige Ergebnis ankreuzen Big Laugh

Sinussatz war jetzt eher Allgemein falls es ne andere Wechselstromaufgabe gibt und der sich da gerade anbieten würde. Der Professor muss ja nicht den gefallen tun und immer die gleichen Aufgaben abfragen - auch wenn er meinen Segen hätte
GvC



Anmeldungsdatum: 07.05.2009
Beiträge: 14812

Beitrag GvC Verfasst am: 21. Aug 2016 23:52    Titel: Antworten mit Zitat

Um es nochmal ganz deutlich zu sagen: Wenn Du solche Aufgaben mit Hilfe eines Zeigerbildes lösen willst, rechnest Du nur mit Beträgen, wozu Du den Kosinussatz oder dessen Sonderfall, den Satz des Pythagoras benötigst. Die sich ergebenden Winkel misst Du mit dem Winkelmesser oder kannst sie gegebenenfalls berechnen. Diese Berechnung sich zu merken ist für Dich vielleicht zu schwer. Aber möglicherweise kannst Du Dir das auch merken.

Wenn Du zwei Zeigergrößen A und B unterschiedlichen Betrages und unterschiedlicher Phasenlage und addieren willst, dann hat der Summenzeiger C den Betrag laut Kosinussatz



wobei der Winkel zwischen den positiven Richtungen von A und B ist,

und die Phasenlage

,

was man leicht an einem Zeigerbild nachvollziehen könnte, wenn man es denn wollte.

Du kannst natürlich auch rein zeichnerisch lösen, musst dann aber Längen von Summenzeigern und ihre Winkellage ausmessen. Wirklich rechnen musst Du dann nur noch mit dem ohmschen Gesetz für die Beträge und musst die Phasenverschiebung an den einzelnen Elementen kennen und berücksichtigen (0°, +90° und -90°).
meeen



Anmeldungsdatum: 18.08.2016
Beiträge: 13

Beitrag meeen Verfasst am: 22. Sep 2016 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die tolle Hilfe!

ich wurde in der Klausur total überrascht weil ich nicht wusste, dass ich auch noch ET2 zusätzlich zu ET1 schreiben musste.
Von Transistoren und Dioden hatte ich wirklich gar keine Ahnung LOL Hammer

War aber in ET1 so gut das ich die ganze Klausur noch mit 3.7 bestanden habe.
In 9 Tage lernen also ET1 und ET2 bestanden Big Laugh

Nochmals Danke

Nerve dann weiter mit Strömungsmechanik Teufel
Steffen Bühler
Moderator


Anmeldungsdatum: 13.01.2012
Beiträge: 6279

Beitrag Steffen Bühler Verfasst am: 22. Sep 2016 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

Na, dann herzlichen Glückwunsch!

Viele Grüße
Steffen
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