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Kin. Energie, Trägheitsmoment-Umrechnung und Wirkungsgrad
 
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verwirrter123
Gast





Beitrag verwirrter123 Verfasst am: 10. Aug 2015 16:29    Titel: Kin. Energie, Trägheitsmoment-Umrechnung und Wirkungsgrad Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Wenn ich ein Trägheitsmoment umrechne ("auf die Antriebsseite) und dazwischen Ein Getriebe habe, muss ich den Wirkungsgrad berücksichtigen?

Es gilt J1*(n1)²=J2*(n2)²

wobei:
J1 : Trägheitsmoment auf die Antriebsseite bezogen
J2 : Trägheitsmoment auf der Originalseite
n1 : Getriebedrehzahl an der Antriebsseite
n2 : Getriebedrehzahl an der Originalseite

Meine Ideen:
Meine Uni lässt leider bei diesen Aufgaben den Wirkungsgrad bei der "Umrechnung von Trägheitsmomenten auf die Antriebsseite" weg, obwohl dieser nicht bei "1" liegt. Berücksichtigt wird der Wirkungsgrad hingegen, wenn das Lastmoment auf die Antriebsseite bezogen wird.
Nun hab ich in verschiedene Bücher geschaut und es ist mal so mal so. Einzig bei der Umrechnung von Lastmomenten ist sich die Literatur einig, dass da Wirkungsgrad berücksichtigt wird.
Meiner meinung Nach muss da der Wirkungsgrad klar mit reinspielen. Ich weiss allerdings, dass eine Prüfungsfrage ist, wieso der Wirkungsgrad da weggelassen werden kann. (Deshalb kann ich auch keinen der Betreuer fragen ...)

Was ist denn nun richtig?
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6115
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 11. Aug 2015 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Beim Trägheitsmoment J spielt der Wirkungsgrad keine Rolle, da J nicht an der Energieübertragung beteiligt ist.

Bei den Lastmomenten muß der Wirkungsgrad berücksichtigt werden, da es z.Bsp. Momente durch Reibungskräfte gibt.

Ich hoffe, dass Dir das weiterhilft.
verwirrter123
Gast





Beitrag verwirrter123 Verfasst am: 12. Aug 2015 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen, vielen Dank erstmal dafür.

Vielleicht kannst du mir noch weiter aus meiner Verwirrung helfen:

Wenn ich den Energieerhaltungssatz einer Translationsbewegung betrachte, gibt es dort einen Energieanteil, der in Reibung umgewandelt wird. (Ich denke da immer an den berühmten Schlitten auf dem Hang).

Wieso also nicht bei der Rotationsbewegung?

Und was hats mit den ganzen Büchern auf sich, die das mit Wirkungsgrad machen? Ist das dort dann tatsächlich überall fehlerhaft? Das wär schon ganz schön übel ...
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6115
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 13. Aug 2015 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

verwirrter123 hat Folgendes geschrieben:
Vielen, vielen Dank erstmal dafür.

Vielleicht kannst du mir noch weiter aus meiner Verwirrung helfen:

Wenn ich den Energieerhaltungssatz einer Translationsbewegung betrachte, gibt es dort einen Energieanteil, der in Reibung umgewandelt wird. (Ich denke da immer an den berühmten Schlitten auf dem Hang).

Wieso also nicht bei der Rotationsbewegung?

Und was hats mit den ganzen Büchern auf sich, die das mit Wirkungsgrad machen? Ist das dort dann tatsächlich überall fehlerhaft? Das wär schon ganz schön übel ...



Wenn ein Rad auf einer Ebene Rollt, sind neben den rotatorischen Trägheitskräften auch die Reibungskräfte wirksam - analog zum Schlittenbeispiel.
In einem Getriebe treten neben den Trägheitskräften der Zahnräder auch Reibungskräfte an den im Eingriff befindlichen Zahnflanken auf.

Insofer unterscheiden sich translatorische und rotatorische Systeme nicht.
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