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Thomas W. Campbell seriös?
 
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schnudl
Moderator


Anmeldungsdatum: 15.11.2005
Beiträge: 6620
Wohnort: Wien

Beitrag schnudl Verfasst am: 13. Jan 2017 17:21    Titel: Thomas W. Campbell seriös? Antworten mit Zitat

Ich bin ein wenig zurückhaltend mit diesem Posting. Es geht um dieses Video:

https://www.youtube.com/watch?v=GYdyY7PmVV4&list=WL&index=91


Ist das Schwachsinn, irgendwie ernst zu nehmen oder kann man den Typen als Scharlatan bezeichnen? Ich habe nichts gefunden, was auf seriöse Publikationen des Typen hindeutet.

Weiß jemand was über ihn?
Ich stufe das - nachdem ich darauf angesprochen wurde - als kompletten Müll ein - will aber nicht arrogant sein...

_________________
Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen (Goethe)
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8210

Beitrag jh8979 Verfasst am: 13. Jan 2017 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hab leider keine Moeglichkeit das gerade zu gucken, aber zumindest hier tauchte der Name schonmal auf... nicht positiv Augenzwinkern
http://www.physikerboard.de/topic,31917,-doppelspaltexperiment-und-messen.html
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8210

Beitrag jh8979 Verfasst am: 13. Jan 2017 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hab kurz reingesehen (die Synchronisation nervt, da weiss man nicht ob alle Fehler von Campbell sind, oder von der Übersetzung):
Die Aussage, dass man bei einem Teilchen den Spin flippen kann und dann das andere automatisch (und instahntan) auch den Spin flippt ist nicht korrekt (und es gibt auch kein Experiment, das dies nahelegen würde).
Nescio



Anmeldungsdatum: 05.12.2015
Beiträge: 279

Beitrag Nescio Verfasst am: 13. Jan 2017 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Die Erklärungen im Video sind in der Tat falsch. Das Video widerspricht sich mehrfach selbst.
Der Fehler liegt in der Vorstellung, der Spin des zweiten Teilchens würde sich instantan umpolen, wenn man den Spin des ersten Teilchens umpolt. So funktioniert das aber nicht. Wenn zwei Teilchen verschänkt sind, dann wird erst im Moment der Messung festgelegt, welches Teilchen welchen Spin bekommt. Wenn du also Teilchen 1 an Ort A misst, dann kannst du mit 50% Wahrscheinlichkeit Spin Up oder Spin down erhalten und du weißt dann, dass das Teilchen zwei an Ort B den umgehrten Spin hat. Die Messergebnisse sind alle korreliert. Aber da die Messergebnisse zufällig sind, lässt sich dadurch keine Information übertragen.

Siehe auch:
Wikipedia hat Folgendes geschrieben:

Informationsübertragung

Wenn auch nicht buchstabengetreu, so gehorcht die Verschränkung doch dem Geist der Relativitätstheorie. Zwar können verschränkte Systeme auch über große räumliche Entfernung miteinander wechselwirken, dabei kann aber keine Information übertragen werden, sodass die Kausalität nicht verletzt ist. Dafür gibt es zwei Gründe:

- Quantenmechanische Messungen sind probabilistisch, d. h. nicht streng kausal.
- Das No-Cloning-Theorem verbietet die statistische Überprüfung verschränkter Quantenzustände.

Zwar ist Informationsübertragung durch Verschränkung allein nicht möglich, wohl aber mit mehreren verschränkten Zuständen zusammen mit einem klassischen Informationskanal (Quantenteleportation). Trotz des Namens können wegen des klassischen Informationskanals keine Informationen schneller als das Licht übertragen werden.


Der erste Punkt wird im Video völlig ignoriert.
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