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Fusion über Neutronenzerfall/Umgehung der Coulombabstoßung?
 
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kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 14:22    Titel: Fusion über Neutronenzerfall/Umgehung der Coulombabstoßung? Antworten mit Zitat

Die Idee: Ich habe gelesen, dass freie Neutronen in Protonen, Elektronen, Neutrinos und Energie zerfallen. Wenn man freie Neutronen auf die geforderte Distanz für Proton/Proton Fusion bringen würde und die Neutronen zerfallen in dieser Distanz zueinander dann wären ja plötzlich 2 Protonen in der geforderten "Fusionsdistanz".

Problem: Kann man Neutronen dazu bringen sich so nahe zu kommen?
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

Da zum Größten Teil die starke Wechselwirkung für die Bindungsenergie von Kernen verantwortlich ist, unterscheidet sich diese nicht sehr zwischen Protonen und Neutronen. Sprich: Wenn sich zwei Neutronen schon so nahe sind, ist der Zustand schon gebunden und die Fusion hat schon stattgefunden.
kelloggs



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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 15:10    Titel: Antworten mit Zitat

ahhh und der gebundene Zustand von 2 Neutronen nennt man wie?
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Dineutron. Allerdings ist das kein gebundener Zustand.... Details...
http://de.wikipedia.org/wiki/Dineutron
http://en.wikipedia.org/wiki/Neutronium#Neutronium_and_the_periodic_table
TomS
Moderator


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Beitrag TomS Verfasst am: 31. Okt 2014 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Noch ein paar Anmerkungen zum Dineutron.

Man weiß, dass die Wechselwirkung zwischen zwei Neutronen schwach anziehend ist. Allerdings ist sie zu schwach, um zu einem gebundenen Zustand zu führen. Im Bild eines Potentialtopfes wäre dieser zu flach.

Die Wechselwirkung zwischen Nukleonen darf man sich eigtl. nicht als Potentialtopf vorstellen; insbs. ist sie stark Spin- und Isospin-abhängig. Versuchen wir das trotzdem, so muss man mit verschiedenen Potentialtöpfen je Spin- und Isospin-Zustand rechnen.

Im Falle des Dineutrons verhält es wich wie folgt: beide Nukleonen sind Neutronen, haben also identischen Isospin. Um dem Pauli-Prinzip Rechnung zu tragen, müssen sie also entgegengesetzten Spin haben. Für diese Kombination liegt eine stark abstoßende Komponente der Wechselwirkung vor, die die anziehende Komponente fast aufhebt.

Im Falle des Deuterons sind die Isospins nicht gleich, daher dürfen die Spins identisch sein, und für diese Kombination ist die Wechselwirkung stark anziehend; das Deuteron ist ein gebundener Zustand mit Gesamtspin Eins.

Für den hypothetischen Zustand des Deuterons mit Spin Null gilt das oben für's Dineutron gesagte.

_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.


Zuletzt bearbeitet von TomS am 31. Okt 2014 15:56, insgesamt 2-mal bearbeitet
kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

und was bedeutet das nun für die 2 Neutronen im Gedankenexperiment? Das ist ja ein Widerspruch den du aufgezeigt hast.
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

Das bedeutet, dass dort tatsächlich Energie frei werden würde, falls eines der Neutronen zerfällt (was so a priori nicht unbedingt klar ist). Ich hatte bei meiner ersten Antwort auch mehr an ein Atomkern-Neutron-System gedacht als an zwei Neutronen.
kelloggs



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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

okay dann hat ja meine Idee noch Bestand. Wenn 2 Neutronen so nahe aneinander zerfallen, dass die entstehenden Protonen in "Fusionsdistanz" zueinander sind, dann müsste sich ja automatisch eine Proton-Proton Fusion fortsetzen.

@TomS
Neutronen stoßen sich ab? Ab welcher Distanz?
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
okay dann hat ja meine Idee noch Bestand. Wenn 2 Neutronen so nahe aneinander zerfallen, dass die entstehenden Protonen in "Fusionsdistanz" zueinander sind, dann müsste sich ja automatisch eine Proton-Proton Fusion fortsetzen.

Nein. Deuterium ist stabil und Diproton existiert nicht als gebundener Zustand.
kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 15:43    Titel: Antworten mit Zitat

aber ich rede ja nicht von gebundenen Neutronen - ich rede von Neutronen die z.b. aus einer Neutronenquelle kommen und die werden nun irgendwie mit einer magnetischen Falle in einem Vakuum gesammelt und sobald die Neutronen zerfallen dann hat man den von mir erdachten Fall.

Zuletzt bearbeitet von kelloggs am 31. Okt 2014 15:49, insgesamt einmal bearbeitet
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Falls in Deinem Zwei-Neutronen-Zustand ein Neutron zerfällt (was wie gesagt nicht so offensichtlich ist, aber vermutlich ok), dann wolltest Du doch, dass das Proton und Neutron gebunden sind ("Fussion"). Das ist Deuterium und ist stabil. Das Neutron im Deuteriumkern zerfällt nicht.
kelloggs



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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 15:51    Titel: Antworten mit Zitat

okay dann müssen 2 Neutronen zeitgleich zerfallen z.b. mit einem Trigger, den man von außen aktivieren kann.

edit: ich rede von Sonnen Fusionsreaktionen / Proton-Proton Reaktion


Zuletzt bearbeitet von kelloggs am 31. Okt 2014 15:56, insgesamt 2-mal bearbeitet
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

1. Nein kann man nicht.

2. Dann gibt es da keine "Fusionsenergie", die Du doch irgendwie erhalten möchtest.
Chillosaurus



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Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 31. Okt 2014 15:55    Titel: Re: Fusion über Neutronenzerfall/Umgehung der Coulombabstoßu Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
Die Idee: Ich habe gelesen, dass freie Neutronen in Protonen, Elektronen, Neutrinos und Energie zerfallen. Wenn man freie Neutronen auf die geforderte Distanz für Proton/Proton Fusion bringen würde und die Neutronen zerfallen in dieser Distanz zueinander dann wären ja plötzlich 2 Protonen in der geforderten "Fusionsdistanz".

Also, so wie dur dir das denkst, wäre die Energieerhaltung verletzt.

Wenn du ein Neutron im Kern gebunden hast und sich dieses in ein Proton umwandelt, so hast du Beta-Zerfall...
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
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Beitrag TomS Verfasst am: 31. Okt 2014 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
@TomS
Neutronen stoßen sich ab? Ab welcher Distanz?

Nein, sie stoßen sich nicht ab. Lies bitte mal genau, was ich geschrieben habe!

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kelloggs



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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

oh mann versteht man hier wirklich jeder falsch?

-ein einzelnes Neutron ist instabil und zerfällt in ein Proton, Elektron, Neutrino und Energie.
-Wenn 2 einzelne Neutronen zerfallen dann habe ich logischerweise 2 Protonen, 2 Elektronen, 2 Neutrino und die 2fache Energie.
-wenn die Neutronen zeitgleich in unmittelbarer Nähe zerfallen dann habe ich im Endeffekt 2 Protonen direkt nebeneinander und diese können die viel energiereicherer Sonnenfusionsreaktion durchführen

@TomS
Zitat:
Im Falle des Dineutrons verhält es wich wie folgt: beide Nukleonen sind Neutronen, haben also identischen Isospin. Um dem Pauli-Prinzip Rechnung zu tragen, müssen sie also entgegengesetzten Spin haben. Für diese Kombination liegt eine stark abstoßende Komponente der Wechselwirkung vor, die die anziehende Komponente fast aufhebt.


oh sorry
Zitat:
anziehende Komponente fast aufhebt
jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
oh mann versteht man hier wirklich jeder falsch?

-ein einzelnes Neutron ist instabil und zerfällt in ein Proton, Elektron, Neutrino und Energie.
-Wenn 2 einzelne Neutronen zerfallen dann habe ich logischerweise 2 Protonen, 2 Elektronen, 2 Neutrino und die 2fache Energie.
-wenn die Neutronen zeitgleich in unmittelbarer Nähe zerfallen dann habe ich im Endeffekt 2 Protonen direkt nebeneinander und diese können die viel energiereicherer Sonnenfusionsreaktion durchführen

Nein, aber Du verstehst die Physik nicht. Es wäre besser Du würdest Deine Zeit in das Lernen der Grundlagen investieren, dann würden sich diese ewig langen Threads arg kürzer (und interessanter) gestallten:
Zwei Protonen können nicht du Diproton fusionieren, da dieser Endzustand nicht als gebundener (sprich: fusionierter) Endzustand existiert.
Chillosaurus



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Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 31. Okt 2014 16:13    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
oh mann versteht man hier wirklich jeder falsch?

Nö, man versteht dich richtig.
Zitat:

-ein einzelnes Neutron ist instabil und zerfällt in ein Proton, Elektron, Neutrino und Energie.

Ja.
Zitat:

-Wenn 2 einzelne Neutronen zerfallen dann habe ich logischerweise 2 Protonen, 2 Elektronen, 2 Neutrino und die 2fache Energie.

Du meinst es wohl richtig.
Zitat:

-wenn die Neutronen zeitgleich in unmittelbarer Nähe zerfallen dann habe ich im Endeffekt 2 Protonen direkt nebeneinander und diese können die viel energiereicherer Sonnenfusionsreaktion durchführen

Nein, die Protonen stoßen sich ab. Für eine stabile Verbindung brauchst du auch noch Neutronen.
Vergleich doch einfach die bei dem Betazerfall eines Neutrons an das Proton übergehende Energie, mit der Energie, die notwendig ist, um die Coulomb-barriere zu überwinden.


Zuletzt bearbeitet von Chillosaurus am 31. Okt 2014 16:15, insgesamt einmal bearbeitet
kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 16:14    Titel: Antworten mit Zitat

@TomS
freie Neutronen im Vakuum würden sich also noch anziehen bevor sie nach ihrer Halbwertszeit zerfallen. Ist das korrekt?

Das ist gut weil ich will ja, dass die Neutronen so nahe wie möglich aneinanderkleben bevor sie zerfallen. Wenn man es schafft, dass der ganze Neutronenhaufen simultan zerfällt dann hat man wie gesagt den Effekt, das die entstandenen Protonen sich gegenseitig auf die Füße treten und sogleich die "bessere" Proton-Proton Fusion starten (nicht nur die Neutron Proton Fusion).
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 13701

Beitrag TomS Verfasst am: 31. Okt 2014 16:25    Titel: Antworten mit Zitat

Du stellst dir vor, dass da irgendwelche Kügelchen nebeneinander liegen. Das ist unzutreffend, irreführend und führt zu nichts.
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kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
Beiträge: 244

Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

@jh8979

ohhh - ich sagte immer Proton-Proton Fusion aber eigentlich meinte ich die Proton-Proton-Reaktion bzw. Reaktionskette die in der Sonne abläuft (http://de.wikipedia.org/wiki/Proton-Proton-Reaktion)

war das nicht offensichtlich was ich gemeint habe?

@Chillosaurus

das nach dem Zerfall von 2 einzelnen, weit von einander entfernten Neutronen nicht genug Energie da ist, um eine weitere Fusion durchzuführen ist schon klar aber die Idee war ja, dass die Neutronen so nahe beieinander sind, dass wenn sie zerfallen, die Protonen direkt durch die starke Wechselkraft miteinander reagieren ohne dass sie die Coulomb-barriere überwinden müssen - weil sie eben schon so nahe beieinander sind.

@TomS

anders als mit Kügelchen kann man sich das aber nicht vorstellen.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/78/FusionintheSun.svg/640px-FusionintheSun.svg.png
kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 17:07    Titel: Antworten mit Zitat

so - wenn ich mich korregieren darf:
laut dem wiki Bild braucht man 6 Protonen um eine vollständige Fusionskette zu erhalten. Die einzige Bedingung für die Fusion ist, dass die Protonen sich nahe genug kommen. Genau das sollen die 6 Neutronen erreichen, die durch ihre Anziehung diese Distanz unterschreiten denn sobald sie zerfallen sind auch automatisch die 6 Protonen in der notwendigen Fusionsdistanz.

Jetzt kann man dieser Annahme glauben schenken oder nicht aber ich bin mir ziemlich sicher das noch nicht viele über so eine Vorgehensweise nachgedacht haben.
Chillosaurus



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Beitrag Chillosaurus Verfasst am: 31. Okt 2014 17:24    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
[...]
@Chillosaurus

das nach dem Zerfall von 2 einzelnen, weit von einander entfernten Neutronen nicht genug Energie da ist, um eine weitere Fusion durchzuführen ist schon klar aber die Idee war ja, dass die Neutronen so nahe beieinander sind,[...]

Entweder sind die Neutronen an den Kern gebunden = Betazerfall oder Protonen von zerfallenden Neutronen werden durch Coulomb-Kraft abgestoßen.
Die dritte Möglichkeit ist, dass das Elektron eingefangen wird und sich ein Molekül formt.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:

Jetzt kann man dieser Annahme glauben schenken oder nicht aber ich bin mir ziemlich sicher das noch nicht viele über so eine Vorgehensweise nachgedacht haben.

Das vermute ich auch Big Laugh

Und nein, das war nicht offensichtlich, was Du meinst, da Du was anderes gesagt hast. Deine 6 Neutronen auf einem Haufen werden nicht in 6 Protonen zerfallen, sondern vermutlich nur in 3 Protonen und 3 bleiben Neutronen und bilden dann Lithium 6.

Davon abgesehen seh ich nicht so ganz was Dein Ziel ist: Das Fusion generell möglich ist, ist bekannt. Technisch einen Reaktor daraus zu gewinnen ist mit Deinen abwegigen Ideen nicht möglich...
kelloggs



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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 19:00    Titel: Antworten mit Zitat

da ich so gut mit Paint umgehen kann hier ein weiterer, verzweifelter Versuch meinen Standpunkt zu erklären:

der rote Kreis soll die Bedingung darstellen, bei der die Protonen zu einem Deuterium (@jh8979) verschmelzen können. Die Coulomb-Kraft (@Chillosaurus) verhindert normalerweise, dass diese Teilchen sich Nahe kommen. In der Sonne jedoch werden durch viele viele Grad Celsius und ordentliche Teilchendichten diese abstoßenden Kräfte überwunden.

Was wäre aber wenn man statt abstoßenden Protonen freie Neutronen zusammenhäuft?
Fall 1: die Neutronen zerfallen außerhalb der "Magic Bubble" und die Coulomb-Kraft treibt die Protonen weiter auseinander.
Fall 2: die Neutronen zerfallen "innerhalb" der Magic Bubble und die Bedingungen für die erste Fusionsreaktion vom Wasserstoff zum Helium ist erfüllt.

zerfallen genug Neutronen in der Magic Bubble dann sollte auch eine vollständige Wasserstoff zu Helium Fusion herbeigeführt werden können.



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jh8979
Moderator


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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 19:29    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
d
Fall 2: die Neutronen zerfallen "innerhalb" der Magic Bubble und die Bedingungen für die erste Fusionsreaktion vom Wasserstoff zum Helium ist erfüllt.

Wieso muessen die Neutronen zerfallen? Die können direkt zu Deuterium fusionieren.

Du hast nur überhaupt keine Möglichkeit genügend Neutronen zu bekommen und diese dann auch noch so zusammenzubringen, dass es zur Fusion kommt. Das ich technisch nicht machbar (noch weniger als Deine "Druckkonstruktion" aus dem anderen Thread).

PS: Ich faende es toll, wenn Du kleinere Bilder einfügen könntest, weil dann die Posts in kompletter Breite in mein Browserfenster passen, aber das ist nur ein Nebenpunkt. smile
kelloggs



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Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

komisch... nach dieser Schilderung könnte man ja meinen das Neutronen und Protonen komplett austauschbar sind was Fusionsreaktionen angeht...

Ich weiß das man sich Reaktionswege irgendwie errechnen kann aber das Fusionsreaktionen nur durch Neutronen initiert werden? eine google suche nach Neutron-Neutron Reaktionen hat keine brauchbaren Informationen geliefert.

Ein neues Problem soll aber jetzt auch die Beschaffung von freien Neutronen sein. Warum das? Von dem was ich gelesen habe scheint es ausreichend Möglichkeiten zu geben Neutronen zu erzeugen - http://de.wikipedia.org/wiki/Neutronenquelle

Was die systematische Ansammlung von Neutronen betrifft muss natürlich tiefer in die Trickkiste gegriffen werden weil es nur eine magnetische Komponente gibt mit der man die Neutronen beeinflussen kann aber jetzt soll diese Idee noch unmachbarer sein als die Druckkonstruktionsidee? Give me a break traurig

übrigens sind auch weiterhin Vorschläge und Anregungen im anderen Thread erwünscht
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
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Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
komisch... nach dieser Schilderung könnte man ja meinen das Neutronen und Protonen komplett austauschbar sind was Fusionsreaktionen angeht...

Sind sie im wesentlichen auch. Zumindest was die freiwerdende Energie angeht. Aber technisch kann man Neutronen einfach nicht gut kontrollieren wie Protonen.
Zitat:

Ich weiß das man sich Reaktionswege irgendwie errechnen kann aber das Fusionsreaktionen nur durch Neutronen initiert werden? eine google suche nach Neutron-Neutron Reaktionen hat keine brauchbaren Informationen geliefert.

http://arxiv.org/abs/nucl-th/0507048
Zitat:

Ein neues Problem soll aber jetzt auch die Beschaffung von freien Neutronen sein. Warum das? Von dem was ich gelesen habe scheint es ausreichend Möglichkeiten zu geben Neutronen zu erzeugen - http://de.wikipedia.org/wiki/Neutronenquelle

Du brauchst doch nicht nur ein paar Neutronen um einen Reaktor zum laufen zu kriegen.
Zitat:

Was die systematische Ansammlung von Neutronen betrifft muss natürlich tiefer in die Trickkiste gegriffen werden weil es nur eine magnetische Komponente gibt mit der man die Neutronen beeinflussen kann aber jetzt soll diese Idee noch unmachbarer sein als die Druckkonstruktionsidee? Give me a break traurig

Traurig aber wahr smile
kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
Beiträge: 244

Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

hmm, der Name Neutron-Neutron Fusion könnte aber wieder zu Missverständnissen führen da ja keine "Neutronen" sich verbinden. Einigen wir uns auf Neutron-Neutron Reaktion Big Laugh

Zitat:
Sind sie im wesentlichen auch. Zumindest was die freiwerdende Energie angeht. Aber technisch kann man Neutronen einfach nicht gut kontrollieren wie Protonen.

Ich hätte da eine offensichtliche Idee um Neutronen greifbarer zu machen - Diamagnetismus. Ich stelle mir gerade vor das eine Neutronenquelle Neutronen durch einen Hohlzylinder aus diamagnetischen Material schießt. Der Diamagnetismus stoppt die Neutronen nach einer gewissen Flugstrecke und verhindert gleichzeitig, dass sie sich weiterbewegen können. Dadurch sammeln sich immer mehr und mehr Neutronen im Zylinder an, die dann nach und nach miteinander reagieren können.

Zitat:
Du brauchst doch nicht nur ein paar Neutronen um einen Reaktor zum laufen zu kriegen.
na wenigstens kann der Reaktor dann nicht überhitzen Zunge raus

Ich versuche gerade einzuordnen welche Vorteile die Neutron-Neutron Reaktion gegenüber der Proton-Proton Reaktion hat und was für Auswirkungen das auf die nächsten Reaktionsstufen hat. Die Aussagen, die über die Proton-Proton Reaktion in der Sonne gemacht werden sind eigentlich nicht das gelbe vom Ei: es steht geschrieben, das Protonen Millionen und Abermillionen von Jahren in der Sonne herumschwirren bevor sie sich gegenseitig finden und miteinander reagieren. Das ist natürlich ein Problem wenn man "jetzt" Fusion haben will. Das macht die Sonne aber durch ihre Größe/Anzahl an Teilchen wett. Bei Protonen geht es im Prinzip nur darum die Coulomb-Kraft zu überwinden damit Reaktionen stattfinden können. Dazu müssen sie hohe Geschwindigkeiten haben die durch extremen Druck/Temperatur/Teilchendichte erzeugt werden. Es steht zwar etwas geschrieben mit quantenmechanischer Tunneleffekt aber das entspricht auch nur der Überwindung einer Distanz damit eine Reaktion stattfinden kann. Bei Neutronen muss aber nun keine Geschwindigkeit vorliegen weil diese sich nicht gegenseitig abstoßen. Das heißt, die Reaktionsprodukte besitzen im Prinzip auch kein Geschwindigkeitsmoment (in meinem erdachten Fall wo die Neutronen gestoppt werden hat man im Prinzip gar keine Geschwindigkeit) während die Reaktionsprodukte in der Sonne weiterflitzen und wieder Abermillionen Jahre brauchen um den nächsten Reaktionsschritt einzuleiten (He3 + He3 Reaktion). Was ich damit erfragen will ist folgendes: die Neutron-Neutron Reaktionspartner besitzten zwar ein Elektrisches Feld aber kaum eine Geschwindigkeit. Wäre es denkbar, dass die Deuterium-Neutron (->Proton austauschbar Ja/Ja?) Reaktion und anschließend die He3 + He3 Reaktion in einem Zug stattfindet bevor die Teilchen durch ihre elektrischen Felder sich zuweit voneinander abstoßen? Gibt es sowas wie einen Reaktionsradius, der einen 100%tigen Erfolg für eine Reaktion verspricht? Dann würde es sozusagen nur davon abhängen wie genau man die Neutronen in das notwendige Zielgebiet feuern kann.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8184

Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 23:06    Titel: Antworten mit Zitat

Diese Diskussion ist sinnlos, da Du nicht einmal ansatzweise versteht was hier vor sich geht....
kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
Beiträge: 244

Beitrag kelloggs Verfasst am: 31. Okt 2014 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

vielleicht liegts daran dass deine Antworten keinen Ansatz liefern
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8184

Beitrag jh8979 Verfasst am: 31. Okt 2014 23:36    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
vielleicht liegts daran dass deine Antworten keinen Ansatz liefern

Möglich... aber bei Deinem Physikgrundwissen kann ich guten Gewissens sagen, dass das nicht das Hauptproblem ist ...
franz



Anmeldungsdatum: 04.04.2009
Beiträge: 11573

Beitrag franz Verfasst am: 01. Nov 2014 00:00    Titel: Antworten mit Zitat

jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Diese Diskussion ist sinnlos...
conclusio?
kelloggs



Anmeldungsdatum: 08.06.2014
Beiträge: 244

Beitrag kelloggs Verfasst am: 01. Nov 2014 00:10    Titel: Antworten mit Zitat

...und das hindert dich wie daran einen gehaltvollen Post zu schreiben?
Natürlich muss man ein Gefühl dafür haben was man dem Gegenüber zurückschreiben kann damit er/sie eine ungefähre Vorstellung davon hat was man ihm/ihr erklären will.
jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8184

Beitrag jh8979 Verfasst am: 01. Nov 2014 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

kelloggs hat Folgendes geschrieben:
...und das hindert dich wie daran einen gehaltvollen Post zu schreiben?
Natürlich muss man ein Gefühl dafür haben was man dem Gegenüber zurückschreiben kann damit er/sie eine ungefähre Vorstellung davon hat was man ihm/ihr erklären will.

Diese Aussage ist schlicht dreist von Dir: Lern Physikgrundlagen wenn Du etwas verstehen willst. Dass Du keine Ahnung davon hast, ist nicht meine Schuld, weil ich "schlecht antworte" auf Deine Fragen... Hammer
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