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Unendlichkeiten in der Natur
 
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Hochseeangler
Gast





Beitrag Hochseeangler Verfasst am: 26. März 2026 07:40    Titel: Unendlichkeiten in der Natur Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Guten Tag,

ich habe mal eine zugegebenermaßen seltsame Frage. Und zwar: gibt es in der Natur unter Umständen Unendlichkeiten?
Ich bin auf diese Frage gestoßen, da ja in manchen Theorien Unendlichkeiten in Form von Grenzwertprozessen oder Singularitäten vorkommt. Nun heißt es ja meistens, dass dies nur ein Hinweis darauf sei, dass die Theorie an diesem Punkt ihre Gültigkeit verliert.

Trotzdem frage ich mich, kommen in der Natur vielleicht wirklich Unendlichkeiten vor?

Meine Ideen:
Ein Kandidat wäre natürlich dies Größe des Universums, was ja allerdings noch nicht völlig klar ist (vielleicht ist es auch endlich, aber verdammt groß?). Da man das eh nie überprüfen kann, würde ich mich lieber auf andere Beispiele beschränken:

1. Superpositionen als unendliche Summe

2. Felder mit unendlich vielen Freiheitsgraden

Inwieweit kann man sagen, ist das in der Natur Realität?

Also, dass ein Quantenobjekt, das sich in einem Superpositionszustand befindet, aus unendlich vielen weiteren Objekten zusammensetzt?
Und wie kann man sich unendlich große Freiheitsgrade in der Realität vorstellen?

Dies sind gerade zwei Beispiele von Unendlichkeiten, die ich im Kopf habe.
Was ist eure Meinung dazu? Interpretiere ich womöglich zu viel hinein oder etwas gar falsch? Lasst es mich wissen.
Corbi



Anmeldungsdatum: 17.07.2018
Beiträge: 498

Beitrag Corbi Verfasst am: 26. März 2026 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Was es in der Natur tatsächlich gibt ist schwer zu beantworten, da wir uns in der Wissenschaft immer innerhalb von Modellen bewegen und diese Modelle dann mit dem Experiment abgleichen können.

Die Frage welche Elemente innerhalb der Modelle "real" sind ist eine komplexe Frage innerhalb der Wissenschafts- und Erkenntnistheorie.

Wenn wir diese philosophischen Schwierigkeiten jedoch beiseite lassen, und unsere physikalischen Modelle naiv realistisch verstehen wollen, dann findest du bereits viel früher als in der Quantenphysik Unendlichkeiten.

Ein Beispiel wäre das Kontinuum - in seiner einfachsten Form modelliert durch die reellen Zahlen .

Durch diese wird in den meisten physikalischen Modellen Raum und Zeit modelliert, aber ohne Unendlichkeiten lässt sich dieses Kontinuum überhaupt nicht verstehen. Denn die Konstruktion des Kontinuums gelingt nicht ohne die Betrachtung von Grenzwerten im unendlichen.

Bereits das Kontinuum zwischen 0 und 1 benötigt den Begriff der Unendlichkeit.

_________________
Die Natur beginnt eben nicht mit Elementen, so wie wir genötigt sind mit Elementen zu beginnen - Ernst Mach
Hochseeangler
Gast





Beitrag Hochseeangler Verfasst am: 26. März 2026 11:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Corbi,

da hast du völlig recht. Allerdings finde ich dieses Art der Unendlichkeit eigentlich unproblematisch.

Schwierigkeiten bereiten mir eher unendlich große Werte eines Parameters oder zb. die unendlich vielen Elemente einer Superposition. Oder sehe ich das zu extrem bzw falsch?
Aruna_17
Gast





Beitrag Aruna_17 Verfasst am: 27. März 2026 00:14    Titel: Re: Unendlichkeiten in der Natur Antworten mit Zitat

Hochseeangler hat Folgendes geschrieben:

Trotzdem frage ich mich, kommen in der Natur vielleicht wirklich Unendlichkeiten vor?

Meine Ideen:
Ein Kandidat wäre natürlich dies Größe des Universums, was ja allerdings noch nicht völlig klar ist


Als Kind hab ich mir gedacht, wenn das irgendwo aufhört...dann muss ja dort was anderes kommen...
Wenn man mir nun sagt, ich könne ja in einem endlichen Würfel leben,
bei dem rechte und linke Seite, oben und unten, vorne und hinten identisch sind, so dass ich mich in beliebiger Richtung ewig lang geradeaus bewegen kann, ohne den endlichen Würfel zu verlassen....fühlt sich das immer noch komisch an...mein Alltagsverstand sagt: da muss doch was Größeres außen rum sein...
Hammer

Aber selbst wenn auch die Zeit so wäre und die nicht ewig weiter geht, sondern dann wieder auf Anfang springt....würde der Zyklus ja irgendwie unendlich oft durchlaufen, da alles aber wieder in den Anfangszustand versetzt wird, wäre das äquivalent zu einem Durchlauf....(siehe geschlossene zeitartige Linie in der Raumzeit) grübelnd
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