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Ausströmgeschwindigkeit Wasserrakete
 
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MF§§
Gast





Beitrag MF§§ Verfasst am: 30. Mai 2010 15:57    Titel: Ausströmgeschwindigkeit Wasserrakete Antworten mit Zitat

Hallo

Bei unserer Fächerübergreifendenkompetenzprüfung haben wir(3Schüler) das Thema:
Wernher von Braun: Von Kummersdorf bis zum Mond

Für die Demonstration des raketenantriebs habe ich eine Wasserrakete gebaut. Nun möchte ich mit der Raketengrundgleichung :
v(t)= vg *ln(m0/m(t))

Die "Geschwindigkeit" der Rakete berechnen.
Dafür benötige ich aber noch die Ausströmungsgeschindigkeit(vg)

Könnte ich diesen Wert berechnen, mit Druck, größe der Düsenöffnung ?
Über eure Hilfe wäre ich dankbar.
Steel93



Anmeldungsdatum: 30.03.2009
Beiträge: 166

Beitrag Steel93 Verfasst am: 30. Mai 2010 16:59    Titel: Antworten mit Zitat

Also du könntest mithilfe der Bernoulli-Gleichung auf die Ausströmgeschwindigkeit kommen. Sagt dir diese Formel was?

Die Bernoulli-Gleichung

besagt, dass die Summe aus normalem Druck, statischem Druck und dynamischen Druck auf einer Stromlinie des Flusses konstant bleibt.

In unserem Fall betrachtest du zwei Stellen:
1.) Ganz oben an der Wassersäule, die in der Rakete ist. Man nimmt aber hierbei an, dass die Sinkgeschwindigkeit dieser Flüssigkweitsoberfläche sehr klein ist (hängt eigentlich hauptsächlich davon ab, wie groß die Querschnittfläche deiner Rakete und die der Öffnung ist, ich werde sie in der Formel jetzt trotzdem mal berücksichtigen! ---> wie groß ???).
2.) Austrittspunkt

Es folgt mit der Bernulli-Gleichung dann also:


Jetzt überlegt man sich, was überhauot was bedeutet:
: Druck in Rakete ( gibt es da etwas??? )
: (momentane) Höhe der Flüssigkeitssäule in der Rakete
: (momentane) Sinkgeschwindigkeit des Wasserspiegels
: Normdruck ()
: in dieser Betrachtung gleich null
: (momentane) Ausströmgeschwindigkeit
: Wasserdichte (bleibt hier konstant)

Die Formel wird also kürzer zu:


Jetzt gibt es einen Zusammenhang zwischen und über die Kontinuitätsgleichung:
, also:

Man erhält daraus also:


Das kann man jetzt nach der Ausströmgeschwindigkeit umformen:


So, das sieht jetzt vllt etwas kompliziert aus, aber naja ...
Das blöde an der Sache ist halt, dass das nur die momentane Auströmgeschwindigkeit ist, also nur für eine bestimmte Höhe.

Hast du alles verstanden?
Wenn ja, dann kannst du dir auch überlegen, wie du die Veränderung der Höhe mit einbeziehst!

Mfg, Steel93 ...

_________________
10. Klasse
gast0011
Gast





Beitrag gast0011 Verfasst am: 01. Nov 2016 14:13    Titel: Fehler Antworten mit Zitat

Verläuft die Strömung horizontal, dann spielt der Schweredruck keine Rolle und es ergibt sich:

pgh kann weggelassen werden da die Wasserrakete horizontal verläuft 1
Brillant



Anmeldungsdatum: 12.02.2013
Beiträge: 1973
Wohnort: Hessen

Beitrag Brillant Verfasst am: 01. Nov 2016 22:37    Titel: Re: Ausströmunggeschindigkeit von einer Wasserrakete berechn Antworten mit Zitat

MF§§ hat Folgendes geschrieben:
Von Kummersdorf bis zum Mond
gast0011 hat Folgendes geschrieben:
pgh kann weggelassen werden da die Wasserrakete horizontal verläuft 1
Lustig. Horizontal zum Mond.
VeryApe



Anmeldungsdatum: 10.02.2008
Beiträge: 3320

Beitrag VeryApe Verfasst am: 02. Nov 2016 08:00    Titel: Antworten mit Zitat

Das Ruhsystem der Rakete ist ein beschleunigtes Bezugssystem!
_________________
WAS IST LOS IN EUROPA? https://www.youtube.com/watch?v=a9mduhSSC5w
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6119
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 02. Nov 2016 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn m(t) gegeben ist und Durchmesser der Düse bekannt ist, kann daraus die gesuchte Geschwindigkeit berechnet werden.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6119
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 04. Nov 2016 17:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die Lösung ist nicht trivial.

Es gilt für m(t) in der Grundgleichung:



mit = Massenverlust pro Zeiteinheit, der bei einer mit Treibstoff angetriebenen Rakete als konstant angenommen wird.

Im Fall der Wasserrrakete ist der Massenverlust durch das ausgestossene Wasser nicht konstant, sondern hängt vom Wasserdruck, der abnimmt, ab.

Sinngemäß das gleiche gilt für die Ausströmgeschwindigkeit.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6119
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 04. Nov 2016 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

Steel93 hat Folgendes geschrieben:
Also du könntest mithilfe der Bernoulli-Gleichung auf die Ausströmgeschwindigkeit kommen. Sagt dir diese Formel was?

Das kann man jetzt nach der Ausströmgeschwindigkeit umformen:


So, das sieht jetzt vllt etwas kompliziert aus, aber naja ...
Das blöde an der Sache ist halt, dass das nur die momentane Auströmgeschwindigkeit ist, also nur für eine bestimmte Höhe.

Hast du alles verstanden?
Wenn ja, dann kannst du dir auch überlegen, wie du die Veränderung der Höhe mit einbeziehst!

Mfg, Steel93 ...


Genau das ist das Problem: Höhe der Wassersäule h und der Druck p_1 sind nicht konstant.
VeryApe



Anmeldungsdatum: 10.02.2008
Beiträge: 3320

Beitrag VeryApe Verfasst am: 04. Nov 2016 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

@mathefix der thread ist von 2010, steel wird wahrscheinlich nicht mehr antworten

nebenbei ist nicht nur h und der Druck nicht konstant sondern das Ruhsystem der Rakete ist auch noch ein beschleunigtes System wodurch da drinnen -g - [a res inertial] als beobachtete Schwerkraft wirkt

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