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Schnellkochtopf
 
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Voessli



Anmeldungsdatum: 14.06.2006
Beiträge: 50

Beitrag Voessli Verfasst am: 19. Jun 2024 23:14    Titel: Schnellkochtopf Antworten mit Zitat

Guten Tag
Hier mal eine thermodynamische Frage.
Wenn in einem Schnellkochtopf die Wassermenge hoch oder niedrig ist.
Bei welcher Wassermenge wird die Temperatur höher sein, wenn das Druckventil pfeift?
jaklar
Gast





Beitrag jaklar Verfasst am: 20. Jun 2024 01:48    Titel: Antworten mit Zitat

Die Temperatur in einem Schnellkochtopf hängt nicht von der Menge des Wassers ab, sondern vom Druck im Topf. Unabhängig von der Wassermenge erreicht der Schnellkochtopf eine Temperatur von etwa 120 Grad Celsius12, wenn er unter Druck steht.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Schnellkochtopf nie mehr als zwei Drittel gefüllt sein sollte32. Bei schäumenden Speisen wie Reis oder Hülsenfrüchten sollte er eher nur zur Hälfte gefüllt sein2. Die genaue Menge an Wasser, die benötigt wird, hängt vom Rezept und dem zu garenden Lebensmittel ab3.

Sobald der Druck und die Temperatur erreicht sind, lässt das Ventil überschüssigen Dampf ab und der Schnellkochtopf beginnt zu zischen2. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die gewünschte Temperatur erreicht ist und die eigentliche Garzeit beginnt2. Es ist also nicht die Wassermenge, die die Temperatur bestimmt, sondern der Druck im Schnellkochtopf.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21443

Beitrag TomS Verfasst am: 20. Jun 2024 14:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wäre schön, wenn sich jemand die Mühe machen würde, ein vernünftiges thermodynamisches Modell durchzurechnen.
_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 20. Jun 2024 15:58    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Wäre schön, wenn sich jemand die Mühe machen würde, ein vernünftiges thermodynamisches Modell durchzurechnen.


Ich glaube nicht, dass sich das lohnt. Der Druck im Topf setzt sich aus den Partialdrücken des Wasserdampfes und der eingeschlossenen Luft zusammen. Beides hängt in guter Näherung nur von der Temperatur ab. Das einzige, was aus meiner Sicht zum Problem werden könnte, wäre die Volumenänderung der Gasphase durch Verdampfen und unterschiedliche thermische Ausdehnung von Topf und Flüssigkeit. Das kann man ausrechnen, aber am Ende wird da nicht viel rauskommen.
Voessli



Anmeldungsdatum: 14.06.2006
Beiträge: 50

Beitrag Voessli Verfasst am: 20. Jun 2024 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Herr Gast. Danke für die KI-Antwort.
Fakt ist, dass eine höhere Wassermenge das Potential für eine größere Ausdehnung des flüssigen Wassers bietet. Und somit fördert dies die Druckerhöhung des Dampfs. Also wird das Ventil bei hoher Füllung bereits bei noch niedriger Temperatur pfeifen. ^^

Interessant wär noch der Sachverhalt, wenn statt Wasser nur Luft enthalten ist. Dann ist die Frage, ob sich eine kleiner Topf von einem großen unterscheidet.

Ps. mein Experiment war prozedual nicht ganz sauber. Ich könnte auch falsch liegen
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 21. Jun 2024 00:31    Titel: Antworten mit Zitat

Voessli hat Folgendes geschrieben:
Fakt ist, dass eine höhere Wassermenge das Potential für eine größere Ausdehnung des flüssigen Wassers bietet. Und somit fördert dies die Druckerhöhung des Dampfs.


Auf den Wasserdampfdruck hat das keine Einfluss, weil er sich im Gleichgewicht mit der flüssigen Phase befindet und die Lage dieses Gleichgewichts hängt nur von der Temperatur ab. Wenn das Volumen der Gasphase kleiner wird, dann trägt das nur zur Erhöhung des Partialdrucks der eingeschlossenen Luft bei und ich gehe weiterhin davon aus, dass das im Rahmen der Genauigkeit, mit der das Ventil arbeitet, vernachlässigbar ist.
Voessli



Anmeldungsdatum: 14.06.2006
Beiträge: 50

Beitrag Voessli Verfasst am: 24. Jun 2024 21:22    Titel: Antworten mit Zitat

Auch wenn Du Dich auf die Grenzphase beziehst, die Gasphase insgesamt wird sich unweigerlich druckmäßig erhöhen.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 24. Jun 2024 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Voessli hat Folgendes geschrieben:
Auch wenn Du Dich auf die Grenzphase beziehst, die Gasphase insgesamt wird sich unweigerlich druckmäßig erhöhen.


Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wenn sich das Volumen der Gasphase verringert, dann erhöht sich zwar der Partialdruck der eingeschlossenen Luft, aber der Wasserdampfpartialdruck kann maximal bis zum Gleichgewichtsdampfdruck steigen und der hängt nur von der Temperatur ab.
Voessli



Anmeldungsdatum: 14.06.2006
Beiträge: 50

Beitrag Voessli Verfasst am: 25. Jun 2024 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, der Partialdruck von Dampf im Wasser hat keinen Einfluß wie z.b. CO2 in der Athmosphäre, denn wir haben hier ein geschlossenes System, somit bedingt das Volumen und nicht die Temperatur den Druck
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