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Schwimmlage eines Holzstabs
 
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Obi2



Anmeldungsdatum: 25.06.2018
Beiträge: 1

Beitrag Obi2 Verfasst am: 25. Jun 2018 09:03    Titel: Schwimmlage eines Holzstabs Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo,
ich sitze momentan an folgendem Problem:
Ein runder Holzstab mit Länge = 1m, Durchmesser = 0,2m und der Dichte = 525 schwimmt im Wasser. Wie tief taucht er bei horizontaler Schwimmlage ein?

Meine Ideen:
Mein Ansatz wäre, das Volumen durch ein Integral in unendlich Teile aufzuteilen, und dann über die Dichte das zu berechnen.
Sprich:
Ist der Ansatz korrekt?

Vielen Dank schonmal für die Antworten
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 6200

Beitrag Myon Verfasst am: 25. Jun 2018 13:09    Titel: Antworten mit Zitat

Aus Deinem Integral werde ich nicht ganz schlau. Der Stab liegt ja horizontal im Wasser.

Aus dem Kräftegleichgewicht Auftriebskraft=Gewichtskraft folgt der Anteil a des Volumens des Holzstabs, das im Wasser ist. Oder auch der Anteil der Querschnittsfläche, die unter dem Wasser liegt. Also



Der Zähler ist die Querschnittfläche, die bis zur Höhe h unter Wasser liegt. Auf diese Weise lässt sich h aber nicht einfach bestimmen.

Auch die Formel für die Fläche eines Kreissegments kann man wegen nicht einfach auflösen.

Ich sehe im Moment keinen Weg, h explizit auszurechnen. Es bliebe nur die Möglichkeit, h numerisch auszurechnen. Oder man nutzt eine Näherung für den Sinus, denn da a nur wenig über 0.5 liegt, ist der Kreissegmentwinkel nur wenig kleiner als pi.

Vielleicht weiss ja sonst jemand einen Lösungsweg.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6115
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 25. Jun 2018 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Auch mit der Näherungslösung für das Kreissegment unter Wasser

y = Eintauchtiefe



führt das zu der unangenehmen Gleichung



die sich meinem Lösungsversuch widersetzt.

Es bleibt wohl nichts anderes übrig, als y numerisch zu bestimmen.

Frankx



Anmeldungsdatum: 04.03.2015
Beiträge: 1022

Beitrag Frankx Verfasst am: 25. Jun 2018 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Die Rechnung von Mathefix habe ich nicht im Detail nachvollzogen, aber das Ergebnis scheint plausibel.

Die Lösung für y ist unabhängig von der Länge des Stabes.

Bleibt zu sagen, dass die horizontale Schwimmlage nicht stabil ist.

.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6115
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 25. Jun 2018 19:19    Titel: Antworten mit Zitat

Frankx hat Folgendes geschrieben:
Die Rechnung von Mathefix habe ich nicht im Detail nachvollzogen, aber das Ergebnis scheint plausibel.

Die Lösung für y ist unabhängig von der Länge des Stabes.

Bleibt zu sagen, dass die horizontale Schwimmlage nicht stabil ist.

.


Plausibilitätsprüfung:

Die Gewichtskraft des Stabes beträgt 161,72 N.

Bei halber Eintauchtiefe beträgt die Auftriebskraft 154,02 N.

Bei Gleichgewicht muss die Eintauchtiefe etwas grösser als der Radius von 0,1 m sein.


Zuletzt bearbeitet von Mathefix am 25. Jun 2018 19:21, insgesamt einmal bearbeitet
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 6200

Beitrag Myon Verfasst am: 25. Jun 2018 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, das Ergebnis ist nicht plausibel. Ich weiss auch nicht, was Mathefix gerechnet hat, aber schon eine Rechnung Handgelenk mal pi sollte einem sagen, dass dieser Wert zu hoch ist. Die Dichte des Holzstabs beträgt ja praktisch die Hälfte des Wassers, weshalb auch ungefähr die Hälfte des Stabs unter Wasser sein muss.

Löst man die Gleichung



numerisch, erhält man h=10.39cm.
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6115
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Beitrag Mathefix Verfasst am: 25. Jun 2018 19:47    Titel: Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
Nein, das Ergebnis ist nicht plausibel. Ich weiss auch nicht, was Mathefix gerechnet hat, aber schon eine Rechnung Handgelenk mal pi sollte einem sagen, dass dieser Wert zu hoch ist. Die Dichte des Holzstabs beträgt ja praktisch die Hälfte des Wassers, weshalb auch ungefähr die Hälfte des Stabs unter Wasser sein muss.

Löst man die Gleichung



numerisch, erhält man h=10.39cm.


Ich habe erwähnt, dass es sich um eine Näherungslösung handelt. Vllt. habe ich mich auch verrechnet.

Man hätte näherungsweise auch so vorgehen können, indem man das geringe zum Restauftrieb erforderliche Volumen direkt oberhalb der halben Eintauchtiefe als Quader betrachtet.





Zuletzt bearbeitet von Mathefix am 25. Jun 2018 19:58, insgesamt 3-mal bearbeitet
Frankx



Anmeldungsdatum: 04.03.2015
Beiträge: 1022

Beitrag Frankx Verfasst am: 25. Jun 2018 19:50    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Nein, das Ergebnis ist nicht plausibel. Ich weiss auch nicht, was Mathefix gerechnet hat, aber schon eine Rechnung Handgelenk mal pi sollte einem sagen, dass dieser Wert zu hoch ist.

Jetzt wo du drauf hinweist, scheint mir der Wert auch ziemlich hoch.

Allerdings komme ich auch nicht auf deine Formel.


.
Myon



Anmeldungsdatum: 04.12.2013
Beiträge: 6200

Beitrag Myon Verfasst am: 25. Jun 2018 21:43    Titel: Antworten mit Zitat

Mathefix hat Folgendes geschrieben:
Ich habe erwähnt, dass es sich um eine Näherungslösung handelt. Vllt. habe ich mich auch verrechnet.

Numerisch heisst ja nicht Näherungslösung. Man kann in diesem Fall aber eine Näherungslösung finden, die immer noch auf 5 Stellen genau ist, indem man den Sinus um pi herum entwickelt. Man erhält für den Segmentwinkel dann die Gleichung



Für die Höhe unter Wasser ergibt sich



(diese Stellen stimmen mit der exakten Lösung überein).
Mathefix



Anmeldungsdatum: 05.08.2015
Beiträge: 6115
Wohnort: jwd

Beitrag Mathefix Verfasst am: 25. Jun 2018 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Myon hat Folgendes geschrieben:
Mathefix hat Folgendes geschrieben:
Ich habe erwähnt, dass es sich um eine Näherungslösung handelt. Vllt. habe ich mich auch verrechnet.

Numerisch heisst ja nicht Näherungslösung. Man kann in diesem Fall aber eine Näherungslösung finden, die immer noch auf 5 Stellen genau ist, indem man den Sinus um pi herum entwickelt. Man erhält für den Segmentwinkel dann die Gleichung



Für die Höhe unter Wasser ergibt sich



(diese Stellen stimmen mit der exakten Lösung überein).


Ich habe meine erste Lösung nachgeprüft. Ich habe um die Nullstelle ncht fein genug iteriert.

Mit meiner zweiten simplen Formel bin ich für diesen Fall zu einem ähnlich genauen Ergebnis wie Du gekommen

y = 0,1039270

Es hängt nur von der berücksichtigten Stellenzahl pi ab.
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