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[quote="TomS"][quote="DrStupid"]Heißt das jetzt Ja oder Nein? Davon hängt ab, ob ein Antitelefon möglich ist oder nicht.[/quote] Dass und warum ein Antitelefon in der Alcubierre-Lösung aufgrund prinzipieller Überlegungen sicher unmöglich ist, habe ich oben erklärt. Welcher der Punkte in der von mir skizzierten Konstruktion mathematisch an welcher Stelle konkret wie scheitert, müsste man im Detail untersuchen – sorry, das klingt nach großem Aufwand, das schiebe ich auf. [quote="DrStupid"][quote="TomS"]Ich sehe nicht, warum das Hinein- und Hinaussenden alleine (in deiner ursprünglichen Formulierung) hinreichend sein soll.[/quote] Ich bin davon ausgegangen, dass die Zeit für das Hinein- oder Hinaussenden unabhängig vom Abstand zwischen A und B ist. Dann müsste der Abstand nur groß genug werden um diese Verzögerung durch die Verkürzung des Weges innerhalb der Blase zu kompensieren.[/quote] Aufgrund der Verzerrung der Raumzeit würde ich nicht zu derartigen Argumenten greifen. Ich schaue mal, ob es handhabbare Darstellungen für Null-Geodaten in der Alcubierre-Lösung gibt.[/quote]
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DrStupid
Verfasst am: 06. Jul 2024 20:39
Titel:
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
Das Problem ist das DrStupid kein Lottogewinner ist und auch keiner werden wird, jedenfals nicht in der Vergangenheit.
Wenn das überhaupt ein Problem ist, dann sicher keines von Zeitreisen. Das ist schließlich mit oder ohne Zeitreise der Fall.
Schmuz
Verfasst am: 06. Jul 2024 16:50
Titel:
Das Problem ist das DrStupid kein Lottogewinner ist und auch keiner werden wird, jedenfals nicht in der Vergangenheit.
DrStupid
Verfasst am: 06. Jul 2024 16:15
Titel:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
=> nur Lottogewinner können Lottozahlen an sich selbst in die Vergangenheit schicken, und so den eigenen Lottogewinn verursachen.
Das kann man auch kürzer formulieren: Nur Lottogewinner sind Lottogewinner. Das ist trivial und hat nichts mit Zeitreisen zu tun. Ich sehe immer noch nicht, wo das Problem ist.
Aruna
Verfasst am: 06. Jul 2024 14:23
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Du übertreibst maßlos. Fest steht hier nur die bekannte Vergangenheit (was auch ohne Zeitreisen immer der Fall ist) und dass in der Zukunft Lotto-Zahlen in die Vergangenheit geschickt werden.
von einer Person A an sich selbst.
Wenn die Person A dann mit diesen Zahlen Lotto spielt und gewinnt, wird sie in der Zukunft Lottogewinner sein,
bevor
sie die Zahlen abschickt.
Wenn A die Gewinnzahlen abschickt, ohne darauf getippt zu haben, wird das Erhalten der Zahlen aus der Zukunft nicht dazu führen, zu gewinnen, sonst wären die Lösungen der ART nicht eindeutig.
=> nur Lottogewinner können Lottozahlen an sich selbst in die Vergangenheit schicken, und so den eigenen Lottogewinn verursachen.
Schmuz
Verfasst am: 06. Jul 2024 14:03
Titel:
Und was nützen mir Lottozahlen aus der Vergangenheit?
Die aus der Gegenwart sind schon besonders hilfreich.
DrStupid
Verfasst am: 06. Jul 2024 13:47
Titel:
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
Das würde ja nichts ändern
Was meinst Du mit "ändern"?
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
wenn pro Durchlauf nichts verändert werden kann
Was meinst Du mit "Durchlauf"?
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
ist alles vorherbestimmt und du hast keine Kontrolle über dich selbst, alles Schicksal und im Lotto gewinnt immer derselbe.
Du übertreibst maßlos. Fest steht hier nur die bekannte Vergangenheit (was auch ohne Zeitreisen immer der Fall ist) und dass in der Zukunft Lotto-Zahlen in die Vergangenheit geschickt werden.
Schmuz
Verfasst am: 06. Jul 2024 11:49
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Was wäre so schlimm daran, sich Lottozahlen aus der Zukunft in die Vergangenheit zu schicken und sich als Multimillionär zur Ruhe zu setzen?
Das würde ja nichts ändern wenn pro Durchlauf nichts verändert werden kann ist alles vorherbestimmt und du hast keine Kontrolle über dich selbst, alles Schicksal und im Lotto gewinnt immer derselbe.
Aruna
Verfasst am: 06. Jul 2024 11:38
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
CTC hat etwas von Sisyphos, die Qualen des Lebens immer und immer wieder erleben. Das gefällt mir nicht, nenene. Gibts keine anderen Ansätze?
Was wäre so schlimm daran, sich Lottozahlen aus der Zukunft in die Vergangenheit zu schicken und sich als Multimillionär zur Ruhe zu setzen?
Dukkha
DrStupid
Verfasst am: 06. Jul 2024 10:59
Titel:
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
CTC hat etwas von Sisyphos, die Qualen des Lebens immer und immer wieder erleben. Das gefällt mir nicht, nenene. Gibts keine anderen Ansätze?
Was wäre so schlimm daran, sich Lottozahlen aus der Zukunft in die Vergangenheit zu schicken und sich als Multimillionär zur Ruhe zu setzen?
Aruna
Verfasst am: 06. Jul 2024 05:46
Titel:
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
CTC hat etwas von Sisyphos, die Qualen des Lebens immer und immer wieder erleben. Das gefällt mir nicht, nenene.
1.) "immer und immer wieder" impliziert wieder eine Metazeit.
2.) Selbst wenn: Man merkt es ja nicht, da man sich nicht an die vorherigen "Durchläufe" nicht erinnert.
3.) Da die Erinnerung und jegliche auf der Reise passierte Veränderung am Anschlusspunkt mit der vergangenen Existenz zurückgestellt werden muss, um die Bedingung einer eindeutigen Lösung zu erfüllen, kann ein komplexeres Wesen, eine solche Schleife ohnehin nicht durchlaufen, siehe auch weiter vorne:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Wenn eine geschlossenes zeitartige Kurve C zu
verschiedenen Eigenzeiten
den selben Punkt P enthält, bedeutet das dann nicht, dass in dem Punkt P
verschiedene
Eigenzeiten realisiert sind?
Wie kann das sein, wenn die Lösung der ART in dem Punkt P eindeutig ist?
Solange man die Eigenzeit als rein geometrische Größe auffasst, gibt es damit kein Problem. Wenn man die Eigenzeit physikalisch interpretiert, also als eine Zeitanzeige auf einer Uhr mit verschiedenen Zeigerpositionen, dann entspräche dies (3) und wär er VC verboten. Zu Ende gedacht bedeutet dies, dass in gewisser Weise auch keine konsistenten Lösungen existieren können – dahingehend dass ein physikalischer Beobachter tatsächlich entlang C reist, jedoch sein späteres Verhalten konsistent ist, da zumindest seine Körperfunktionen andere sind – er ist gealtert.
=> "Zeitreisen" gemäß der ART sind ziemlich lame....
Schmuz
Verfasst am: 06. Jul 2024 01:04
Titel:
CTC hat etwas von Sisyphos, die Qualen des Lebens immer und immer wieder erleben. Das gefällt mir nicht, nenene. Gibts keine anderen Ansätze?
antaris
Verfasst am: 05. Jul 2024 23:21
Titel:
Ja das hast du recht. Aber ich denke die Beschäftigung mit Zeitreisen, auch im Bezug zur ART, sollte eher dem Spaß, als dem Ernst dienen.
Letztendlich sind die Geschichten alle reine Metaphysik, solange keine Zeitreisen beobachtet werden..
Dennoch grenzt das Prinzip zusätzlich Möglichkeiten ein, die über das Thema Zeitreisen hinaus gehen, wie im dort genannten Beispiel der MWI. Damit hätte es einen tieferen Sinn, als es für das hier besprochene Thema nötig wäre?
Ist dann aber nicht auch die Zeitumkehrung ausgeschlossen, wenn "nur eine einzige Zeitlinie existiert, die nicht abgeändert werden kann"?
DrStupid
Verfasst am: 05. Jul 2024 22:39
Titel:
antaris hat Folgendes geschrieben:
Aber man muss sich dafür genauso auch wieder Geschichten einfallen lassen, damit es einen Sinn ergibt (z.B. den Schuss der Kugel durch ein Wurmloch)?
Solange Zeitreisen nicht real beobachtet werden, muss man sich immer irgendwas ausdenken um darüber reden zu können. Das Prinzip schränkt die Geschichten ein, die man sich ausdenken kann.
antaris
Verfasst am: 05. Jul 2024 22:24
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
antaris hat Folgendes geschrieben:
Selbstkonsistenz im psychologischen Sinne halte ich entsprechend als zu schwach.
Ich meine das hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nowikow-Selbst%C3%BCbereinstimmungsprinzip
Ah ok, hattest du ja auch geschrieben.
Aber man muss sich dafür genauso auch wieder Geschichten einfallen lassen, damit es einen Sinn ergibt (z.B. den Schuss der Kugel durch ein Wurmloch)?
Die Quintessenz ist schon erwähnenswert:
Zitat:
Das Prinzip setzt gewisse Umstände voraus, die die Möglichkeit der Zeitreise sehr eng beschränken. Genauer gesagt geht es sogar davon aus, dass nur eine einzige Zeitlinie existiert, die nicht abgeändert werden kann und somit die Möglichkeit einer Viele-Welten-Interpretation gänzlich verneint.
Aus dieser Überlegung ist auch der Schluss gezogen worden, dass das Prinzip nicht mehr als eine Tautologie darstellt – was bedeutet, dass es aus der eigenen Definition heraus korrekt sein muss und keiner Verifikation bedarf.
DrStupid
Verfasst am: 05. Jul 2024 18:03
Titel:
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
Das denke ich nicht
Doch, ich denke schon:
https://www.physikerboard.de/topic,69497,181,-zeitreise-ohne-paradoxien.html
Schmuz
Verfasst am: 05. Jul 2024 17:27
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
@Schmuz – dies ist aber ein Physik- und kein SF-Forum.
Zeitreisen oder Matrix, das liegt nicht so weit auseinander. Aber gut wenn du meinst, gleich is eh Fussball.
TomS
Verfasst am: 05. Jul 2024 17:24
Titel:
@Schmuz – dies ist aber ein Physik- und kein SF-Forum.
TomS
Verfasst am: 05. Jul 2024 17:20
Titel:
Qubit hat Folgendes geschrieben:
Wenn man es naiv - wie ich - betrachtet, kann es in rein klassischen, kausal-deterministischen Theorien (und das schliesst die ART ein) für Objekte, die (auch) klassischen Theorien unterliegen, gar keine "Zeitreisen" geben, da sich Trajektorien in Raumzeit (Weltlinien) nicht selbst schneiden können. Dann müsste am Ort und der Zeit der "Zeitreise", schon in allen Fällen der "Zeitreisende" da sein, somit auch schon "gereist" sein.
Das habe ich oben beschrieben in das ist mathematisch konsistent formulierbar. Im Gödel-Universum verhält es sich exakt so.
Qubit hat Folgendes geschrieben:
Dies wäre dann überhaupt nur mit Zeitreise in ein "Paralleluniversum" (mit paralleler Raumzeit) denkbar, das aber durch keine klassische Theorie beschrieben wird und offenbar für unser Universum selbst (nach Erfahrung) nicht zutrifft.
Nein, das ist ausschließlich in einem Universum denkbar.
Wenn die Reise nicht am selben Raumzeitpunkt P endet, wo sie begonnen hat, ist es keine Zeitreise, sondern eine Reise zu einem anderen Punkt Q. Welche kausale Relation bestünde zwischen P und Q?
Qubit hat Folgendes geschrieben:
Im rein quantenmechanischen Regime, sozusagen ausserhalb der Raumzeit, mag es anders sein …
Was soll denn ein quantenmechanisches Regime außerhalb der Raumzeit sein? Ich kenne nur Quantenmechanik auf Basis einer Raumzeit.
Schmuz
Verfasst am: 05. Jul 2024 17:19
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Das haben wir alles schon diskutiert.
Das denke ich nicht, tun wir für den Moment einmal als ob wir nicht in einer physischen realen Welt leben sondern in einer Simulation.
Es gibt soweit ich weiss auch keinen Beweis dafür das es nicht so sein könnte, jetzt musst du die Simulation nur davon überzeugen das du eine Zeitreise machst, dann wird ein Snapshot erstellt und du in die neue Instanz versetzt und da geht es dann für dich weiter.
TomS
Verfasst am: 05. Jul 2024 17:14
Titel:
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
Es ist doch nur Paradox weil ihr von einem CTC ausgeht, wieso muss eine Zeitreise denn unbedingt so ablaufen ?
Das muss nicht so sein, aber ist der einzige Weg, den wir heute mathematisch präzise fassen können.
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht wird einfach alles kopiert und ab dort ein zweiter Zeistrang etabliert, dann …
… solltest du erklären, wie du das no-cloning Theorem umgehst, welchen Formalismus du anwendest, um eine Raumzeit mit Kausalstruktur und lokalen Wechselwirkungen zu beschreiben, wie sämtliche etablierte Ergebnisse relativistischer Quantenfeldtheorien reproduziert werden – und wie deine alternative mathematische Formulierung von Zeitreisen letztlich aussieht.
Bis dahin ist das doch nicht greifbar.
DrStupid
Verfasst am: 05. Jul 2024 17:13
Titel:
Qubit hat Folgendes geschrieben:
Dann müsste am Ort und der Zeit der "Zeitreise", schon in allen Fällen der "Zeitreisende" da sein, somit auch schon "gereist" sein.
Dies wäre dann überhaupt nur mit Zeitreise in ein "Paralleluniversum" (mit paralleler Raumzeit) denkbar
Kannst Du erklären, wozu man da ein Paralleluniversum braucht?
DrStupid
Verfasst am: 05. Jul 2024 17:07
Titel:
Schmuz hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht wird einfach alles kopiert und ab dort ein zweiter Zeistrang etabliert, dann könnst du auch deinen Grossvater umnieten.
Das haben wir alles schon diskutiert.
Qubit
Verfasst am: 05. Jul 2024 17:04
Titel:
Wenn man es naiv - wie ich - betrachtet, kann es in rein klassischen, kausal-deterministischen Theorien (und das schliesst die ART ein) für Objekte, die (auch) klassischen Theorien unterliegen, gar keine "Zeitreisen" geben, da sich Trajektorien in Raumzeit (Weltlinien) nicht selbst schneiden können. Dann müsste am Ort und der Zeit der "Zeitreise", schon in allen Fällen der "Zeitreisende" da sein, somit auch schon "gereist" sein.
Dies wäre dann überhaupt nur mit Zeitreise in ein "Paralleluniversum" (mit paralleler Raumzeit) denkbar, das aber durch keine klassische Theorie beschrieben wird und offenbar für unser Universum selbst (nach Erfahrung) nicht zutrifft.
Im rein quantenmechanischen Regime, sozusagen ausserhalb der Raumzeit, mag es anders sein, und ist es wohl auch..
Schmuz
Verfasst am: 05. Jul 2024 16:44
Titel:
Es ist doch nur Paradox weil ihr von einem CTC ausgeht, wieso muss eine Zeitreise denn unbedingt so ablaufen ?
Vielleicht wird einfach alles kopiert und ab dort ein zweiter Zeistrang etabliert, dann könnst du auch deinen Grossvater umnieten.
DrStupid
Verfasst am: 05. Jul 2024 14:38
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Das Novikovsche Konsistenzprinzip liefert natürlich exakt das gewünschte, es greift auch bei meinem Beispiel. Es leidet natürlich darunter, dass das Pfadintegral i.A. nicht vernünftig definiert ist.
Zumindest in einem idealisierten Modell (Billard mit Zeitreisen) wurde es wohl tatsächlich durchgerechnet. Leider konnte ich die Publikation nicht finden. In der realen Welt sieht die Sache natürlich komplizierter aus. Aber wenn Zeitreisen möglich sind (keine Zeitreisen sind natürlich der einfachste Schutz vor einem Paradoxon) dann ist das Selbstübereinstimmungsprinzip die eleganteste Lösung.
TomS
Verfasst am: 05. Jul 2024 14:06
Titel:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Es muss weitere Bedingungen geben, was entlang der Weltlinien geschehen kann bzw. nicht kann (Beschaffung des Lasers, Wiederentstehung des Ichs aus dem zerstörten Körper ...)
Es führt zu nichts, so weit ins Detail zu gehen. Laut Novikov ist Selbstkonsistenz hinreichend. Soweit ich es verstanden habe, ist das Pfadintegral im Falle eines Inkonsistenz-Paradoxons immer Null. Sowas passiert einfach nicht. Wodurch es konkret verhindert wird, mag im Einzelfall ganz interessant sein, aber man braucht dafür keine zusätzlichen Bedingungen.
Ich wollte lediglich darauf hinaus, dass das von mir skizzierte lokale Konsistenzprinzip nicht ausreichend ist.
Das Novikovsche Konsistenzprinzip liefert natürlich exakt das gewünschte, es greift auch bei meinem Beispiel. Es leidet natürlich darunter, dass das Pfadintegral i.A. nicht vernünftig definiert ist.
DrStupid
Verfasst am: 05. Jul 2024 13:19
Titel:
antaris hat Folgendes geschrieben:
Selbstkonsistenz im psychologischen Sinne halte ich entsprechend als zu schwach.
Ich meine das hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nowikow-Selbst%C3%BCbereinstimmungsprinzip
antaris
Verfasst am: 05. Jul 2024 13:04
Titel:
@Toms
Was willst du damit sagen? Ich glaube nicht, dass einmal nach richtig tot das Ich wieder in die gleiche Materie zum leben erweckt.
Die Materie unserer Körper ist schon zu Lebzeiten besonders dynamisch. Die meiste Materie (Wasser) durchströmt uns im wahrsten Sinne des Wortes gar ununterbrochen.
Ich denke das Ich und die Materie haben nicht so viel gemein, wenn zusätzlich auch bedacht wird, dass das Bewusstsein und die Erinnerungen an sich selbst sehr fragil sein können.
@DrStupid
Selbstkonsistenz im psychologischen Sinne halte ich entsprechend als zu schwach.
DrStupid
Verfasst am: 05. Jul 2024 10:23
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Es muss weitere Bedingungen geben, was entlang der Weltlinien geschehen kann bzw. nicht kann (Beschaffung des Lasers, Wiederentstehung des Ichs aus dem zerstörten Körper ...)
Es führt zu nichts, so weit ins Detail zu gehen. Laut Novikov ist Selbstkonsistenz hinreichend. Soweit ich es verstanden habe, ist das Pfadintegral im Falle eines Inkonsistenz-Paradoxons immer Null. Sowas passiert einfach nicht. Wodurch es konkret verhindert wird, mag im Einzelfall ganz interessant sein, aber man braucht dafür keine zusätzlichen Bedingungen.
TomS
Verfasst am: 05. Jul 2024 09:25
Titel:
Suche mal insbs. in arxiv.com nach "traversable wormholes"; da gibt's einen wahren Zoo an Ideen.
Man muss natürlich unterscheiden, ob im Rahmen der ART oder in erweiterten Gravitationstheorien, mit oder ohne exotischen Energieformen, stationär oder dynamisch, unter Einbeziehung möglicher Effekte der Quantengravitation (in semiklassischer Näherung ...).
Nichts davon muss real existieren. Nichts davon ist m.E. realistisch genug, um die Geschichte von Lebensformen zu erzählen, die das Ding durchqueren.
Noch eine Anmerkung zu Konsistenz:
Nehmen wir an, wir benutzen die vorhin genannte Idee, um entlang
fast
geschlossener CTCs
in die Nähe des Ausgangspunktes
zu reisen. Dann würde man nicht den selben Raum einnehmen, könnte sich jedoch für eine gewisse Zeit gegenseitig sehen. Nun endet die Weltlinie nicht, man kommt also irgendwoher und geht irgendwohin. Während der wechselweisen Sichtbarkeit und kausalen Beeinflussung wären gewisse Aktionen aus logischen Gründen verboten. Würde z.B. das (gemessen auf einer mitgeführten Uhr) ältere Ich das jüngere zerstören, könnte das jüngere nicht entlang seiner Weltlinie altern um später ... Da mit der Zerstörung die Materieverteilung jedoch nicht verschwindet sondern nur ihre Form ändert, spricht logisch nichts dagegen, dass irgendwie und irgendwann später auf der Weltlinie aus der Materieverteilung des zerstörten jüngeren Ichs wieder das ältere Ich entsteht ... Allerdings wäre dazu ein geheimnisvoller Prozess notwendig, der das bewerkstelligt. Betrachtet man nur den Zeitraum der wechselweisen Beobachtung, so entsteht aus dieser Beobachtung alleine noch kein logisches Paradoxon. Beobachtung bedeutet den Austausch Photonen, und es ist natürlich nicht einzusehen, warum der Austausch von Photonen im Zuge der Beobachtung möglich, der mittels eines hochenergetischen Laserstrahls jedoch unmöglich sein sollte. Daraus folgt, dass die von mir genannten lokalen Bedingungen an die Feldkonfigurationen zwar notwendig jedoch nicht hinreichend sind. Es muss weitere Bedingungen geben, was entlang der Weltlinien geschehen kann bzw. nicht kann (Beschaffung des Lasers, Wiederentstehung des Ichs aus dem zerstörten Körper ...) Letztlich läuft das wohl auf einen vollständigen Determinismus insbs. ohne Willensfreiheit hinaus.
Ostseefan
Verfasst am: 05. Jul 2024 08:20
Titel:
Zitat:
Ostseefan hat Folgendes geschrieben:
1. Niemand weiß, ob CTCs überhaupt vorkommen. Denke die meisten Physiker gehen davon aus, dass sie nicht vorkommen. Streng genommen: wir wissen es nicht.
2. Bezogen auf das ganze Universum: nach dem aktuellen Wissensstand rotiert das Universum nicht. Global kommen CTCs also nicht vor.
Zustimmung.
Okay, super!
Wie gesagt, bei "lokalen CTC Strukturen" weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie diese stabil bestehen sollen, ohne dass sie von äußerlichen Ereignissen verändert werden
TomS
Verfasst am: 04. Jul 2024 21:19
Titel:
Silent hat Folgendes geschrieben:
… gibt es hier eine gültige Definition, was eine Zeitreise überhaupt ist?
Ja.
Eine geschlossene zeitartige Kurve ist eine Weltlinie, die an jedem Punkt P auf der CTC zeitartig d.h. im Inneren des Zukunftslichtkegels bei P verläuft, und die in sich geschlossenen ist. Äquivalent dazu ist, dass ein Punkt zugleich in seinem eigenen Zukunfts- und Vergangenheitslichtkegel liegt.
https://s3.cern.ch/inspire-prod-files-9/9e243ddb6420681ac2362781c9754c04
Das ist noch keine Zeitreise im Auto und dem Opa mit an Bord, aber die geometrische Definition im Rahmen der ART.
Silent hat Folgendes geschrieben:
Wo ich noch Verständnisprobleme habe: Die ART verbietet Zeitreisen nicht, fordert sie aber sie auch nicht. Ist die ART damit nicht völlig ungeeignet, etwas über Zeitreisen auszusagen?
Sie beschreibt sehr präzise, was eine Zeitreise im geometrischen Sinn besagt.
Außerdem: Die Quantenmechanik verbietet Supraleitung nicht, fordert sie aber sie auch nicht. Ist die Quantenmechanik damit nicht völlig ungeeignet, etwas über Supraleitung auszusagen? Nein. Die Quantenmechanik gestattet Modelle, aus denen die Eigenschaften von Supraleitern sehr präzise folgen.
Du verwechselst den theoretischen Rahmen – die ART – mit konkreten Modellen innerhalb dieses Rahmens – also z.B. die Gödel-Raumzeit oder ein Wurmloch.
TomS
Verfasst am: 04. Jul 2024 21:15
Titel:
Ostseefan hat Folgendes geschrieben:
1. Niemand weiß, ob CTCs überhaupt vorkommen. Denke die meisten Physiker gehen davon aus, dass sie nicht vorkommen. Streng genommen: wir wissen es nicht.
2. Bezogen auf das ganze Universum: nach dem aktuellen Wissensstand rotiert das Universum nicht. Global kommen CTCs also nicht vor.
Zustimmung.
antaris
Verfasst am: 04. Jul 2024 21:12
Titel:
Es ging in dem Thread nicht darum in der Zeit zu reisen, sondern ob das Zeitreisen ohne Paradoxien funktionieren würde. Die Antwort von TomS ist, dass in der durch die ART beschriebenen Geometrie der Raumzeit Paradoxien mathematisch ausgeschlossen sind.
Um mehr geht es hier nicht.
Du willst in der Zeit reisen, willst antworten auf Fragen über "Geschichten" und musst das demnach definieren. Es wäre aber ein anderes Thema, als das ursprünglich hier im Thread besprochene.
Silent
Verfasst am: 04. Jul 2024 20:51
Titel:
Hi,
antaris hat Folgendes geschrieben:
Nein? Springt deine Uhr nicht von eine Sekunde auf die nächste?
....
mein Barometer springt auch, bin trotzdem nicht auf einer Luftdruckreise.
antaris hat Folgendes geschrieben:
..
Du musst erst definieren was Zeitreisen bedeuten soll.
Zur Reise braucht es einen Reisenden und ein Medium, durch das gereist wird.
6 Seiten, und Ihr habt "Zeitreise" noch nicht definiert.
Nachti
antaris
Verfasst am: 04. Jul 2024 20:36
Titel:
Nein? Springt deine Uhr nicht von eine Sekunde auf die nächste?
Du musst erst definieren was Zeitreisen bedeuten soll.
Schmuz
Verfasst am: 04. Jul 2024 20:35
Titel:
Paradoxe blockieren einem den Verstand.
Und ich weigere mich einfach zu akzeptieren das alles was ist nur auf Mathematik beruht, Mathe ist eine Erfindung des Menschen und der Mensch wiederrum ist eine Erfindung des Universums und da ist es schonwieder blockiert das Denken.
Immerhin kann man in die Vergangenheit reisen als reiner Beobachter braucht ja nur mit dem Teleskop die Sterne anguggen.
Silent
Verfasst am: 04. Jul 2024 20:33
Titel:
Hi,
antaris hat Folgendes geschrieben:
Silent hat Folgendes geschrieben:
Danach könnte ich, und jeder andere auch, jetzt, zu diesem Zeitpunkt, auf einer Zeitreise sein.
Das bist du doch auch und nicht nur du...
......
Ich bin nicht auf einer Zeitreise. Das war ja mein Einwand, dass das, was Zeitreisen sein sollen gar nicht richtig definiert sind.
Grüße
antaris
Verfasst am: 04. Jul 2024 20:22
Titel:
Silent hat Folgendes geschrieben:
Danach könnte ich, und jeder andere auch, jetzt, zu diesem Zeitpunkt, auf einer Zeitreise sein.
Das bist du doch auch und nicht nur du...
Zitat:
Wo ich noch Verständnisprobleme habe: Die ART verbietet Zeitreisen nicht, fordert sie aber sie auch nicht. Ist die ART damit nicht völlig ungeeignet, etwas über Zeitreisen auszusagen?
Die ART sagt nichts über Zeitreisen aus, sondern
nur
das alle Raumzeitpunkte der Vergangenheit bzw. des jeweiligen Vergangenheitslichtkegel eineindeutig determiniert sind und somit keine Zweideutigkeiten in der Raumzeit entstehen können. Wenn du eine Zeitreisemaschine bauen willst, dann musst du diese Einschränkung hinnehmen und dich letztendlich Fragen ob es überhaupt unter diesen Voraussetzungen möglich ist in die Vergangenheit zu reisen.
Die ART ist die Theorie, welche zwingend angewendet werden muss, denn eine "echte" Zeitreise funktioniert nur, wenn du in der Raumzeit zu einen Raumzeitpunkt, innerhalb deines Vergangenheitslichtkegel reist. Würdest du außerhalb deines Vergangenheitslichtkegel reisen, so wäre die Kausalität wohl komplett kaputt.
Silent
Verfasst am: 04. Jul 2024 20:01
Titel:
Hi,
wenn ich hier mal einklicken darf, gibt es hier eine gültige Definition, was eine Zeitreise überhaupt ist?
Aruna hat Folgendes geschrieben:
......
Du wirst zu dem Ich in der Vergangenheit.
Murmeltiertag nur ohne Erinnerung, dass das schon mal passiert ist und ohne Variationsmöglichkeit...
Wenn mir als Zeitreisender meine Zeitreise nicht bewusst ist, bin ich nicht auf einer Reise. Danach könnte ich, und jeder andere auch, jetzt, zu diesem Zeitpunkt, auf einer Zeitreise sein.
---------------------------
Wo ich noch Verständnisprobleme habe: Die ART verbietet Zeitreisen nicht, fordert sie aber sie auch nicht. Ist die ART damit nicht völlig ungeeignet, etwas über Zeitreisen auszusagen?
Grüße