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| Kurt |
Verfasst am: 22. Aug 2025 19:58 Titel: Re: Akustische Resonanz (Stimmveränderung durch Helium) |
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| NickKlas hat Folgendes geschrieben: | Meine Frage:
Hallo,
Helium hat eine geringere Dichte als Luft. Nach c = Lambda * f sollte also die Wellenlänge des Schalls im Vokaltrakt größer sein als bei Luft (weil die Frequenz identisch ist, die Schallgeschwindigkeit aber größer als in Luft).
Klar ist auch, dass Helium nicht die Frequenz des Grundtons ändert. Ich habe ein Spektrum aufgenommen und gesehen, dass die Peaks der Obertöne (?) bei Helium und Luft an den gleichen Stellen sind (330 Hertz und Vielfache davon).
Die 330 Herz werden ja erzwungene Schwingungen.
Bei Helium haben die obersten Obertöne aber eine größere Amplitude.
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Die Obertöne sind nicht erzwungene Schwingungen sondern entstehen im Resonanzraum.
Da dieser ja für eine niedrigere Schallgeschwindigkeit (Luft) ausgelegt ist
ist er für die Geschwindigkeit von Helium eigentlich viel zu klein, darum auch die geringe Amplitude bei den 330 Hz.
Die Obertöne werden deshalb bevorzugt weil die Laufzeiten in der Mundhöhle dazu viel besser passen.
Es bilden sich höhere Schwingungsamplituden aus als beim Grundton.
Die Obertöne sind grundsätzlich ungeradzahlige Harmonische weil sich geradzahlige durch gegensätzlich Phasenzustände selber niederringen.
Erzeugt werden auch geradzahlige Harmonische, diese können sich aber nicht aufbauen.
Schliesslich ist so eine Höhle ein Resonanzkörper der akkumuliert, bei gegensätzlichen Phasenlagen geschieht diese Akkumulation nicht, darum auch nur ungeradzahlige.
Kurt |
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| Nils Hoppenstedt |
Verfasst am: 22. Aug 2025 13:28 Titel: Re: Akustische Resonanz (Stimmveränderung durch Helium) |
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| NickKlas hat Folgendes geschrieben: |
Meine Vermutung ist, dass der Vokaltrakt doch keine einseitig geschlossene Röhre, sondern eine beidseitig offene Röhre ist. |
Es ist natürlich nur eine stark vereinfachte Näherung, aber im Grunde kann den Mund- und Rachenraum schon als eine einseitig geschlossene Röhre betrachten: Am Mund ist die Röhre offen und an der Glottis ist die Röhre geschlossen.
Viele Grüße,
Nils |
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| A.T. |
Verfasst am: 22. Aug 2025 11:05 Titel: Re: Akustische Resonanz (Stimmveränderung durch Helium) |
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| NickKlas hat Folgendes geschrieben: | | Größere Wellenlänge sollte doch geringere Frequenz bedeuten. |
Das gilt für einfache Schallübertragung bei gleicher Ausbreitungsgeschwindigkeit. Nicht für Resonanz mit verschiedenen Ausbreitungsgeschwindigkeiten. |
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| NickKlas |
Verfasst am: 22. Aug 2025 04:10 Titel: Akustische Resonanz (Stimmveränderung durch Helium) |
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Meine Frage: Hallo,
Helium hat eine geringere Dichte als Luft. Nach c = Lambda * f sollte also die Wellenlänge des Schalls im Vokaltrakt größer sein als bei Luft (weil die Frequenz identisch ist, die Schallgeschwindigkeit aber größer als in Luft). Klar ist auch, dass Helium nicht die Frequenz des Grundtons ändert. Ich habe ein Spektrum aufgenommen und gesehen, dass die Peaks der Obertöne (?) bei Helium und Luft an den gleichen Stellen sind (330 Hertz und Vielfache davon). Bei Helium haben die obersten Obertöne aber eine größere Amplitude. Man sagt auch, dass die Obertöne durch Einatmen von Helium verstärkt werden. Aber ich verstehe den Zusammenhang zwischen größerer Wellenlänge und der Verstärkung der Obertöne nicht. Größere Wellenlänge sollte doch geringere Frequenz bedeuten.
Auch verstehe ich nicht, warum sich die Frequenz der Obertöne ein Vielfaches des Grundtons sind. Der Vokaltrakt soll angeblich einer einseitig geschlossenen Pfeife entsprechen und die Obertöne sollten bei 3/4, 5/4, 7/4....der Frequenz des Grundtons liegen und nicht bei ganzzahligen Vielfachen davon.
Hoffe auf Hilfe, danke!
Meine Ideen: Meine Vermutung ist, dass der Vokaltrakt doch keine einseitig geschlossene Röhre, sondern eine beidseitig offene Röhre ist. Das würde die Vielfachen des Grundtons erklären.
Wie die Wellenlänge mit der Verstärkung/Abschwächung von Obertönen formelmäßig zusammenhängt, verstehe ich aber überhaupt nicht. |
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