Autor Nachricht
Brillant
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 18:19    Titel:

Sorry, habs noch nicht kapiert.

Ein Satellit eiert also gewollt oder ungewollt um einen labilen Punkt L2 herum? Habe ich den Begriff „Punkt“ zu wörtlich genommen? Wenn der hinter dem Himmelskörper liegt, liegt er doch im Funkschatten.

Wikipedia: „2018 nahm Queqiao, ein Relais-Satellit der chinesischen Chang’e-4-Mission, einen Halo-Orbit um L2 ein.“

Ist dieser Orbit so groß, dass von ihm am Mond vorbei Sichtverbindung zur Erde besteht? Jederzeit? Dann ist der Einsatz des Satelliten wegen Treibstoffbedarf ungefähr wann zuende?

Edit: Habe den Wiki-Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Elsternbr%C3%BCcke_(Relaissatellit) entdeckt, der beantwortet die Fragen.
Zeitlos
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 18:08    Titel:

Das JWT umkreist den L2 Punkt damit es eben nicht komplett im Schatten ist, warum man es nicht einfach geparkt hat und mit einer Radionuklidbatterie statt Solarzellen betreibt darfst du selbst herausfinden.
DrStupid
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 17:17    Titel:

Zeitlos hat Folgendes geschrieben:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Da schickt man nur Sonden hin, die kein Sonnenlicht mögen (z.B. das James-Web-Teleskop).

Genau, darum hat das JWT auch Solarzellen als Stromversorgung Oo


Nein, darum hat es einen Sonnenschutzschild. Den Unterschied zwischen Halbschatten und Kernschatten darfst Du selbst herausfinden.
Zeitlos
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 16:59    Titel:

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Da schickt man nur Sonden hin, die kein Sonnenlicht mögen (z.B. das James-Web-Teleskop).

Genau, darum hat das JWT auch Solarzellen als Stromversorgung Oo
DrStupid
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 16:54    Titel:

Brillant hat Folgendes geschrieben:
Da zuvor unbemannte und unbeweibte Satelliten den Mond umkreisten, wäre doch damals schon die Technik möglich gewesen?


Die Bahn um L2 ist instabil. Es müssen ständig Kurskorrekturen durchgeführt werden. Das war mit der damaligen Technik möglicherweise so schwierig, dass man lieber ein paar Minuten Funkschatten in Kauf genommen hat.

Brillant hat Folgendes geschrieben:
waren die damals noch nicht bekannt?


Die kennt man schon seit 250 Jahren.

Brillant hat Folgendes geschrieben:
Und erst die Chinesen haben das für den Mond entdeckt?


Beim Mond sind sie meines Wissens die ersten. Alle anderen sind den leichten Weg gegangen und auf der Vorderseite gelandet. Da braucht man keinen Relais-Satelliten.

Auch der L2-Punkt der Erde ist nicht gerade überlaufen. Da schickt man nur Sonden hin, die kein Sonnenlicht mögen (z.B. das James-Web-Teleskop).
Brillant
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 16:37    Titel:

Ich erinnere mich, dass beim Projekt „Männer auf dem Mond“ in den 1960er Jahren der Funkschatten Probleme bereitete. Zumal das Landemanöver im Schatten eingeleitet werden musste.

Da zuvor unbemannte und unbeweibte Satelliten den Mond umkreisten, wäre doch damals schon die Technik möglich gewesen? Von Lagrange-Punkten habe ich aber erst viel später erfahren (was nichts bedeuten muss), waren die damals noch nicht bekannt?

Und erst die Chinesen haben das für den Mond entdeckt?
DrStupid
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 16:04    Titel: Re: Funksattelit für Mondrückseite

Brillant hat Folgendes geschrieben:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Die Elsternbrücke kreist in einem Halo-Orbit um den Lagrange Punkt L2 hinter dem Mond.
Wieso kann der Funkkontakt zur Erde hergestellt werden, wenn sich die Funkstation hinter dem Mond befindet?


Der L2-Punkt ist hinter dem Mond. Der Satellit scheint aber in so großer Entfernung um diesen Punkt zu kreisen, dass er von der Erde aus sichtbar ist.

Brillant hat Folgendes geschrieben:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Wegen den Exzentrizität der Umlaufbahn pendelt (L2) nur ein wenig hin und her.
Und schaut dabei mal links oder rechts am Mond vorbei? Das wäre doch kein ständiger Kontakt.


Nicht der L2-Punkt pendelt hin und her, sondern der Mond aus Sicht von L2.
Brillant
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 15:41    Titel: Re: Funksattelit für Mondrückseite

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Die Elsternbrücke kreist in einem Halo-Orbit um den Lagrange Punkt L2 hinter dem Mond.
Wieso kann der Funkkontakt zur Erde hergestellt werden, wenn sich die Funkstation hinter dem Mond befindet?

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Wegen den Exzentrizität der Umlaufbahn pendelt (L2) nur ein wenig hin und her.
Und schaut dabei mal links oder rechts am Mond vorbei? Das wäre doch kein ständiger Kontakt.
DrStupid
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 14:30    Titel: Re: Funksattelit für Mondrückseite

Brillant hat Folgendes geschrieben:
Wo ist das?


Die Elsternbrücke kreist in einem Halo-Orbit um den Lagrange Punkt L2 hinter dem Mond.

Brillant hat Folgendes geschrieben:
Der Mond dürfte sich doch unter den Lagrange Punkten wegdrehen?


Die Lagrange-Punkte des Erde-Mond-Systems kreisen mit dem Mond um die Erde. Genauso wie er uns dabei immer seine Vorderseite zuwendet, zeigt seine Rückseite immer in Richtung L2. Wegen den Exzentrizität der Umlaufbahn pendelt nur ein wenig hin und her.
Brillant
BeitragVerfasst am: 25. Jan 2022 14:15    Titel: Funksatellit für Mondrückseite

Moin,

die Chinesen haben eine Relaisstation „irgendwo“ in der Nähe des Mondes positioniert, um Kontakt mit der Mondrückseite zu halten.

Wo ist das? Der Mond dürfte sich doch unter den Lagrange Punkten wegdrehen?

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group