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| TomS |
Verfasst am: 28. Nov 2024 15:21 Titel: |
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| jow hat Folgendes geschrieben: | Na es wird ja keinen Preis für eine unbestätigte Theorie geben.
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Einmal haben sie sich sehr weit aus dem Fester gelehnt.
Glashow, Salam und Weinberg 1979 "for their contributions to the theory of the unified weak and electromagnetic interaction between elementary particles, including, inter alia, the prediction of the weak neutral current".
Die GSW-Theorie hängt aber essentiell von der Existenz der W- und Z-Bosonen sowie des Higgs ab. Erstere wurden erst 1983 tatsächlich nachgewiesen (Rubbia und van der Meer, Nobelpreis 1984), Nachweis des Higgs erst 2012. |
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| TomS |
Verfasst am: 28. Nov 2024 15:08 Titel: Re: Nobelpreiskomitee |
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| Füsik-Gast hat Folgendes geschrieben: | Wenn man sich die Geschichte des Nobelrpreises für Einstein anschaut,dabei auch die erst später zugänglichen Unterlagen des Nobel-Komitees,sieht man,daß es kein objektives Verfahren ist,sondern ein recht subjektives,wo manche Meinungsführer,aus teils persönlichen Gründen,Verleihungen verhindert oder zumindest länger verzögert haben.
Dabei war es anfangs üblich,sehr spezifische Entdeckungen zu bevorzugen gegenüber eher allgemeinen Theorien.
Persönliche Animositäten spielten u.U. eine Rolle. |
Ich habe mich da wenig mit den Internas befasst, aber ich sehe, dass irgendwie die rote Linie fehlt bzw. Dinge nicht mehr zeitgemäß sind. Ich nenne mal folgende Punkte:
1) Limitierung der Anzahl der Preisträger
2) Dauer zwischen Entdeckung und Würdigung
Zu 1)
Feynman, Schwinger, Tomonaga für die QED; Dyson fehlt
Englert und Higgs haben den Preis erhalten; eigtl. hätten es Brout, Englert, Higgs, Kibble und ggf. dessen Mitarbeiter sein müssen; ich weiß nicht, wer leer ausging bzw. wer nicht mehr am, Leben war
Kobayashi und Maskawa; es fehlt Cabibbo
Verleihung an Organisationen ist nicht möglich, also geht der Preis an den / die Leiter, z.B. bei CERN, LIGO ...
Eine Erweiterung auf fünf Preisträger würde die Verdienste nicht schmälern jedoch weitere Wissenschaftler mit ähnlichen Verdiensten ebenfalls würdigen.
Zu 2)
Jeweils Jahrzehnte nach der Entdeckung:
Friedman, Kendall, Taylor für die Entdeckung der tief-inelastische Streuung
Gross, Politzer und Wilczek für das Verständnis der asympotischen Freiheit
Clauser, Aspect für Experimente zur Bellschen Ungleichung
Kobayashi und Maskawa für die Entdeckung der CP-Verletzung
u.a.m. |
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| jow |
Verfasst am: 28. Nov 2024 14:52 Titel: |
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Na es wird ja keinen Preis für eine unbestätigte Theorie geben.
Is eh.. der Erfinder des Dynamites vergibt Preise für Frieden und Abrüstung also er hätte da auch keinen bekommen! |
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| Füsik-Gast |
Verfasst am: 28. Nov 2024 12:56 Titel: Nobelpreiskomitee |
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Wenn man sich die Geschichte des Nobelrpreises für Einstein anschaut,dabei auch die erst später zugänglichen Unterlagen des Nobel-Komitees,sieht man,daß es kein objektives Verfahren ist,sondern ein recht subjektives,wo manche Meinungsführer,aus teils persönlichen Gründen,Verleihungen verhindert oder zumindest länger verzögert haben.
Dabei war es anfangs üblich,sehr spezifische Entdeckungen zu bevorzugen gegenüber eher allgemeinen Theorien.
Persönliche Animositäten spielten u.U. eine Rolle.
Füsik-Gast. |
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| TomS |
Verfasst am: 27. Nov 2024 23:13 Titel: |
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| jow hat Folgendes geschrieben: | | TomS hat Folgendes geschrieben: |
Es werden konkrete Ergebnisse gewürdigt, nicht einfach nur das Lebenswerk. Maßgeblich sind sicher die Singularitätentheoreme.
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Welche sich aber über Graviationswellen beweisen lassen würden.
so wie das Ereignishorizont Theorem. |
Gravitationswellen als experimentelle Ergebnisse beweisen kein mathematisches Theorem, und Gravitationswellen sind nur ein indirektes Indiz dafür, dass die Mathematik von Penrose die Natur tatsächlich zutreffend beschreibt.
Das Nobelpreiskomitee hat übrigens Roy Kerr ignoriert – das ist angesichts der Tatsache, dass alle beobachteten Schwarzen Löcher seinem Modell entsprechen, mehr als nur ein Versehen. Und Kerr bezweifelt, dass die Theoreme von Penrose wie behauptet oder von anderen interpretiert zutreffen; da spielt evtl. auch eine gewisse Bitterkeit eine Rolle. |
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| TomS |
Verfasst am: 27. Nov 2024 23:01 Titel: |
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| Das wäre für die SRT knapp geworden und für die ART hätte er's nicht erlebt. So war's bei den Kollegen von Englert und Higgs. |
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| jow |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:58 Titel: |
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| TomS hat Folgendes geschrieben: |
Es werden konkrete Ergebnisse gewürdigt, nicht einfach nur das Lebenswerk. Maßgeblich sind sicher die Singularitätentheoreme.
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Welche sich aber über Graviationswellen beweisen lassen würden.
so wie das Ereignishorizont Theorem. |
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| Aruna |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:57 Titel: |
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| TomS hat Folgendes geschrieben: |
Übrigens hat Einstein den Preis nicht für die RT erhalten … |
Ja, aber er war sich nach meiner Erinnerung so sicher, dass er den für irgendeine seiner Arbeiten bekommen würde, dass er den seiner Frau für die Scheidung versprochen hat, oder so...
Man stelle sich vor, der hätte 50+ Jahre warten müssen. |
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| TomS |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:53 Titel: |
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| Aruna hat Folgendes geschrieben: | | Aruna hat Folgendes geschrieben: | | TomS hat Folgendes geschrieben: | | Der Preis für Penrose bezieht sich auf Themen, an denen Hawking maßgeblich mitgearbeitet hat. |
wird da das Lebenswerk geehrt oder der konkret benannte Artikel? |
Falls Letzeres: der Artikel ist 60 Jahre alt, das hätte schon früher auffallen können.... |
Sowas kommt immer wieder vor, z.B. Alain Aspect und John Clauser zusammen mit Anton Zeilinger. John Bell stand vor Jahrzehnten auf der Liste ganz oben, ist dann aber sehr plötzlich verstorben – das wäre ganz ähnlich gelagert.
Bei Penrose war sicher ausschlaggebend, dass er die mathematischen Methoden erweitert und vertieft und damit viele andere Ergebnisse indirekt beeinflusst hat. Nachdem dann Gravitationswellen und Ereignishorizonte von Schwarzen Löchern preiswürdig wurden, war es schon angeraten, auch die Theorie zu berücksichtigen.
Übrigens hat Einstein den Preis nicht für die RT erhalten … |
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| Aruna |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:41 Titel: |
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| Aruna hat Folgendes geschrieben: | | TomS hat Folgendes geschrieben: | | Der Preis für Penrose bezieht sich auf Themen, an denen Hawking maßgeblich mitgearbeitet hat. |
wird da das Lebenswerk geehrt oder der konkret benannte Artikel? |
Falls Letzeres: der Artikel ist 60 Jahre alt, das hätte schon früher auffallen können....
Das erinnert an 1986, als der Preis für das fünf Jahre vorher entwickele Rastertunnelmikroskop verliehen wurde und man noch Ernst Ruska mit auszeichnete, für das 1933 von ihm entwickelte Elektronenmikroskop.
Da macht man mit Mitte zwanzig eine tolle Erfindung und bekommt dann mit 80 den Nobelpreis...
Penrose ist sogar schon 93. |
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| TomS |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:38 Titel: |
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Für Gravitationswellen gab es schon zwei Nobelpreise, und dazu haben Hawking und Penrose nicht gearbeitet.
Es werden konkrete Ergebnisse gewürdigt, nicht einfach nur das Lebenswerk. Maßgeblich sind sicher die Singularitätentheoreme.
Siehe hier
https://www.nobelprize.org/prizes/physics/2020/advanced-information/
Ansonsten siehe die Antwort von Telefonmann. |
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| Telefonmann |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:26 Titel: |
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| jow hat Folgendes geschrieben: | | Das kann ich nicht beurteilen. Vielleicht werden wir ja bald bessere Messungen von Gravitationswellen bekommen, da ist er dann dabei auch wenn er schon tot is. |
Eher nicht, denn nach den Statuten der Nobelstiftung dürfen Nobelpreise nur an lebende Personen vergeben werden. |
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| Aruna |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:25 Titel: |
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| TomS hat Folgendes geschrieben: | | Der Preis für Penrose bezieht sich auf Themen, an denen Hawking maßgeblich mitgearbeitet hat. |
wird da das Lebenswerk geehrt oder der konkret benannte Artikel? |
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| jow |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:22 Titel: |
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| TomS hat Folgendes geschrieben: | | Der Preis für Penrose bezieht sich auf Themen, an denen Hawking maßgeblich mitgearbeitet hat. |
Das kann ich nicht beurteilen. Vielleicht werden wir ja bald bessere Messungen von Gravitationswellen bekommen, da ist er dann dabei auch wenn er schon tot is. |
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| TomS |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:13 Titel: |
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| Der Preis für Penrose bezieht sich auf Themen, an denen Hawking maßgeblich mitgearbeitet hat. |
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| jow |
Verfasst am: 27. Nov 2024 22:00 Titel: |
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| Siebertpetra9 hat Folgendes geschrieben: | | Ja schade, dass Hawkin keinen bekommen hat. |
Warum sollte er, ist es denn bewiesen das er Recht hat mit seiner Hawking Strahlung? |
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| Siebertpetra9 |
Verfasst am: 13. Dez 2020 20:01 Titel: |
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| Ja schade, dass Hawkin keinen bekommen hat. |
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| TomS |
Verfasst am: 06. Okt 2020 12:20 Titel: Nobelpreis für Physik ... |
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... geht zur einen Hälfte an Roger Penrose (Großbritannien) sowie zur anderen Hälfte an Reinhard Genzel (Deutschland) und Andrea Ghez (USA) für Forschungen zu Schwarzen Löchern.
Penrose hat zusammen mit Steve Hawking maßgeblich zum theoretischen Verständnis beigetragen. Die beiden anderen Physiker stehen für die Beobachtung und insbs. den direkten optischen Nachweis des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße.
Wie immer stellt sich die Frage nach der Gerechtigkeit. Steven Hawking kann nicht posthum ausgezeichnet werden. Wäre er noch am Leben, könnte der Preis jedoch nicht an vier Forscher gehen.
The Nobel Prize in Physics 2020 was divided, one half awarded to Roger Penrose "for the discovery that black hole formation is a robust prediction of the general theory of relativity", the other half jointly to Reinhard Genzel and Andrea Ghez "for the discovery of a supermassive compact object at the centre of our galaxy."
https://www.nobelprize.org/uploads/2020/10/press-physicsprize2020.pdf
https://pdfs.semanticscholar.org/faad/1f4358fddf70df2e00c0a290b7e4501c27de.pdf?_ga=2.190945775.459568676.1601981187-2036685092.1570864825
Gravitational Collapse and Space-Time Singularities
Roger Penrose
Phys. Rev. Lett. 14, 57 – Published 18 January 1965
An article within the collection: 2015 - General Relativity’s Centennial |
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