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ML
BeitragVerfasst am: 05. Aug 2020 19:53    Titel:

Hallo,

Sonderschuh hat Folgendes geschrieben:

Mir geht es ja eher um die Frage des resultierenden Vektors aus Schwerebeschleunigung und Zentrifugalkraft . Das Müsste dann doch die Richtung sein, in die ein beliebiger Massepunkt ( Des Motorrads oder meines Körpers beschleunigt wird)


ich würde die Angelegenheit zunächst aus Sicht einer auf der Straße stehenden Person betrachten.

Dann gibt es im Wesentlichen folgende Kräfte:
1) Schwerkraft
2) ZentriPETALkraft (nach INNEN gerichtet) und
3) Kräfte auf den Reifen

In dem Bezugssystem gibt es keine Zentrifugalkraft.

Die Summe der genannten Kräfte führt zu der Beschleunigung.


Viele Grüße
Michael
Zerdenker
BeitragVerfasst am: 05. Aug 2020 13:38    Titel:

Schwerebeschleunigung und Zentrifugalkraft wirken in unterschiedlichen Raumrichtungen. Die Resultierende kannst Du dann mithilfe des Pythagoras herausfinden.

Die resultierende Zentrifugalkraft in z.B. x-y Richtung kannst Du mit:

bestimmen.
Die Schwerekraft in dem Beispiel in z-Richtung kannst Du mit:

bestimmen.

mal angenommen andere Kräfte würden nicht vorliegen.
Kannst du daraus den resultierenden Vektor bestimmen:
Sonderschuh
BeitragVerfasst am: 05. Aug 2020 12:43    Titel:

Ja , das Prinzip, dass die Schräglage in Abhängigkeit vom Schwerpunkt für ein Momentgleichgewicht sorgt, habe ich verstanden.
Mir geht es ja eher um die Frage des resultierenden Vektors aus Schwerebeschleunigung und Zentrifugalkraft . Das Müsste dann doch die Richtung sein, in die ein beliebiger Massepunkt ( Des Motorrads oder meines Körpers beschleunigt wird)
Zerdenker
BeitragVerfasst am: 05. Aug 2020 11:45    Titel:

Hallo,
ich denke ein Motorrad hat in einer Kurve keine vorgegebene Schräglage. Die Schräglage hängt vielmehr vom Fahrer des Motorrads ab. Und seiner Bereitschaft/Fähigkeit die äußeren auf ihn wirkende Kräfte über das Motorrad auf den Boden zu übertragen.
Damit eine Kurvenfahrt überhaupt möglich ist muss eine Zentripetalkraft wirken, wirkt diese Kraft stellt sich gemäß actio=reactio eine nach außen wirkende Zentrifugalkraft ein. Diese kann für eine Näherungsweise rechnerische Betrachtung im Schwerpunkt wirkend angenommen werden.
Der Abstand des Schwerpunkts zum Auflagepunkt des Reifens auf dem Boden stellt dann einen Hebelarm dar, es liegt also aufgrund dieses Abstands und der Zentrifugalkraft ein Moment vor, welches das Motorrad umkippen lassen würde.
Je enger die Kurve wird umso größer ist dann die Zentrifugalkraft.

Nimmt der Fahrer jetzt eine Schräge Position ein, liegt der Schwerpunkt tiefer und der Hebelarm und daraus resultierend das Kippmoment wird dann kleiner.
Darüber hinaus wirkt die Gewichtskraft ebenfalls im Schwerpunkt und erzeugt durch die Schräglage ein entgegen gerichtetes Moment, wodurch sich innerhalb der Kurvenfahrt eine Stabilitätslage ergibt.
Sonderschuh
BeitragVerfasst am: 05. Aug 2020 09:09    Titel: Kurvenfahrt Trägheit

Meine Frage:
Hallo, ich versuche meine Frage mal gut verständlich auszudrücken:
Ein Motorrad mit hohem Schwerpunkt hat in einer Kurve bei bestimmtem Radius und Geschwindigkeit eine geringere Schräglage, als ein Motorrad mit niedrigem Schwerpunkt. Das leuchtet ein. Aber: ich habe wenn mich jemand gefragt hat, ob man in Schräglage nicht vom Sattel rutschen kann immer behauptet: nein , weil die Zentrifugalkraft in Kombination mit der Schwerkraft immer in den Sattel geleitet werden.

Aber da passt doch etwas nicht zusammen. Wenn die Schräglage bei gleicher Geschwindigkeit und Kurvenradius anders sein kann, dann doch auch die Richtung der Trägheitskraft .


Meine Ideen:
Es würde mich freuen wenn jemand hier mein Wissen erweitern könnte . LG

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