| Jayk |
Verfasst am: 29. Sep 2015 22:55 Titel: |
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Also erstmal: Du rechnest immer mit allen Größen in ihrer jeweiligen Genauigkeit. Auf keinen Fall rundest Du alle Größen auf die Genauigkeit der ungenauesten!
Zweitens: Daß man die Genauigkeit des Ergebnisses direkt aus der Genauigkeit der Eingangsdaten erhalten kann, lernt man manchmal so in der Schule, ist aber bestenfalls als Faustregel brauchbar. Das hängt nämlich sehr davon ab, welche Rechenvorschrift dazwischen steht. Betrachten wir ein ganz einfaches Beispiel: Aus der Fallzeit im homogenen Schwerefeld soll die Höhe bestimmt werden. Die Formel ist , wobei C eine hier unwichtige Konstante ist. Die Wurzelfunktion wächst nur sehr schwach mit steigendem Argument, wenn dieses sehr groß ist. Wenn dieses dagegen klein ist, wächst die Wurzelfunktion sehr stark! Bei kleinen Fallzeiten brauchst Du also eine extrem genaue Zeitmessung, um eine halbwegs brauchbare Höhengenauigkeit zu erreichen. Bei großen Fallzeiten kannst Du Dir dagegen eine ungenaue Zeitmessung erlauben und kannst trotzdem eine gute Genauigkeit bei der Höhe bekommen. Die Anzahl signifikanter Stellen beim Ergebnis ist nicht einfach der Anzahl signifikanter Stellen der Ausgangsdaten. Du kannst die Genauigkeit des Ergebnisses auf zwei Methoden abschätzen:
1. Es gibt eine Formel namens "Gaußsches Fehlerfortpflanzungsgesetz"
2. Ausgangsdaten im Rahmen ihrer Fehlergrenzen variieren und schauen, was mit dem Endergebnis passiert. |
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