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jh8979
BeitragVerfasst am: 01. Apr 2014 15:09    Titel:

Ich denke, das dient da nur der Illustration und ist keine quantitative Darstellung.
rasterfari
BeitragVerfasst am: 01. Apr 2014 14:11    Titel:

Danke Dir nochmals. Auf dem Slide "History of the Universe" sind oben zwei Wellenarten abgebildet, die "Density Wave" und die "Gravitational Wave". Ist aus dem Rhythmus der GravWave eine Frequenz bzw. Wellenlänge abzuleiten ?

Thx !
raster
jh8979
BeitragVerfasst am: 01. Apr 2014 13:44    Titel:

Na ja, einfache Modelle ergeben z.B. r=0.1 ( http://arxiv.org/pdf/0907.5424v2.pdf , Gleichung 243). Da der Fehler bei der Messung ~0.05 ist würde ich mich mir da keine allzu grossen Sorgen machen.. aber das hindert die Kosmologen sicher nicht Augenzwinkern
rasterfari
BeitragVerfasst am: 01. Apr 2014 12:15    Titel:

ich danke Dir. Kannst Du mir das bitte mal deuten ? Im Spiegel war nur zu lesen, daß dieser Wert unerwartet hoch gewesen sein soll ...

Thx
raster
jh8979
BeitragVerfasst am: 01. Apr 2014 12:09    Titel:

r=0.2 ist das Verhältnis von Intensitäten der B-mode zu E-mode Polarisationen.

http://bicepkeck.org
http://bicepkeck.org/visuals.html
rasterfari
BeitragVerfasst am: 01. Apr 2014 11:58    Titel:

Im Spiegel von gestern ist ein ausführlicher Artikel dazu. Es wird immer von einem Wert von r = 0,2 gesprochen, was bedeutet dieser und wie wird er angewendet ? Auf den Fotos der Pressekonferenz ist im Hintergrund eine Präsentation zu sehen, hat jemand diese schonmal irgendwo gesehen evtl. zum download ?

Thx !
raster
Günther
BeitragVerfasst am: 25. März 2014 18:16    Titel:

jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Nein soweit ich weiss nicht. Es wurde wie gesagt etwas ganz anderes gemessen, nämlich eine bestimmte Art der Polarization der CMB. Diese Art der Polarization, kann nicht von "normalen Störungen" wie z.B. Dichteschwankungen im frühen Universum herrühren, sondern nur von 'komplizierteren' Störungen wie z.B. Gravitationswellen.

Gemessen wurde nun die sog. B-mode Polarisation von Graviationswellen, die während der Inflation durch Quantenfluktuationen des Gravitationsfeldes produziert wurden. Ein älteres Signal wird man kaum noch finden.

Verglichen damit ist die 2002 mit dem DASI Interferometer detektierte E-mode Polarisation, der Dichteschwankungen zugrunde liegen, wenig aufregend.
rasterfari
BeitragVerfasst am: 25. März 2014 17:12    Titel:

Ich danke Dir !
Gruß,
raster ###
jh8979
BeitragVerfasst am: 25. März 2014 17:08    Titel:

Nein soweit ich weiss nicht. Es wurde wie gesagt etwas ganz anderes gemessen, nämlich eine bestimmte Art der Polarization der CMB. Diese Art der Polarization, kann nicht von "normalen Störungen" wie z.B. Dichteschwankungen im frühen Universum herrühren, sondern nur von 'komplizierteren' Störungen wie z.B. Gravitationswellen. Selbst wenn die experimentellen Daten besser wären als sie sind, glaub ich nicht dass man daraus das mögliche Spektrum der Wellenlängen der Gravitationswellen berrechnen könnte.

Eine recht detaillierte Auseinandersetzung findest Du z.B. hier:
http://profmattstrassler.com/2014/03/17/bicep2-new-evidence-of-cosmic-inflation/
rasterfari
BeitragVerfasst am: 25. März 2014 16:54    Titel:

ok, danke für Eure Antworten. JH8979, Du scheinst Dich in den preadvice bereits eingelesen zu haben, ist Dir weiteres bekannt ? Lassen sich aus den Angaben Rückschlüsse über z.B. Wellenlängen der (indirekt) beobachteten Gravitationswellen machen ? Würde mich mal interessieren ...

Thx !
jh8979
BeitragVerfasst am: 25. März 2014 16:37    Titel:

Ich hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
ist aber komplett falsch.
Ist es nicht. Es handelt sich hierbei um einen indirekten Nachweis und keineswegs um etwas, dessen Ursache im Dunklen liegt. Es gibt keine (mir bekannten) plausiblen konkurrierenden Erklärungsansätze ohne Gravitationswellen.

Ich wusste ich hätte das Wort "komplett" streichen sollen, weil sonst sowas kommt. Es handelt sich nicht nur im einen indirekten Nachweis, sondern mMn einen aeusserst indirekten.

Davon abgesehen wurde das ganze als "First Direct Evidence of Cosmic Inflation" verkauft und gesagt " 'This is the first direct image of gravitational waves across the primordial sky,' said co-leader Chao-Lin Kuo (Stanford/SLAC)."

Nach der Definition haben wir das Higgs auch schon vor Jahrzehnten entdeckt.

PS: Das macht die Entdeckung nicht weniger interessant. Aber das was da alles gesagt wurde, war arg übertrieben.
Ich
BeitragVerfasst am: 25. März 2014 16:28    Titel:

Zitat:
ist aber komplett falsch.
Ist es nicht. Es handelt sich hierbei um einen indirekten Nachweis und keineswegs um etwas, dessen Ursache im Dunklen liegt. Es gibt keine (mir bekannten) plausiblen konkurrierenden Erklärungsansätze ohne Gravitationswellen.
jh8979
BeitragVerfasst am: 25. März 2014 16:11    Titel: Re: Gravitationswellen gemessen, Artikel Welt 17.03.14

rasterfari hat Folgendes geschrieben:
Die Welt am Sonntag berichtete, daß es jüngst gelungen sei, Gravitationswellen von kurz nach dem Urknall zu detektieren.

Dies wurde so von allen rausposaunt, ist aber komplett falsch.

Es wurde ein Effekt in der Polarization der kosmischen Hintergrundstrahlung gemessen und eine der möglichen Ursachen für diesen Effekt wären Gravitationswellen aus der Frühzeit unseres Universums.

.. das klingt doch schon ganz anders, oder? smile
rasterfari
BeitragVerfasst am: 25. März 2014 16:04    Titel: Gravitationswellen gemessen, Artikel Welt 17.03.14

Die Welt am Sonntag berichtete, daß es jüngst gelungen sei, Gravitationswellen von kurz nach dem Urknall zu detektieren.

http://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article125898853/Gravitationswellen-des-Urknalls-nachgewiesen.html#disqus_thread

Hat jemand weitergehende Infos dazu ? Wellenlänge, Frequenz etc ? Wie ist diese Beobachtung/Messung einzuordnen, "beweist" das jetzt die Urknalltheorie ?

Thx !

siggi

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