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infinit386
BeitragVerfasst am: 11. Feb 2012 15:30    Titel:

vielen dank für die umfangreiche antwort. Das hat mich um einiges weitergebracht!
GvC
BeitragVerfasst am: 09. Feb 2012 15:37    Titel:

@infinit386

1.
Der Strom wird nur dann von Plus nach Minus eingezeichnet, wenn man einen Verbraucher, z.B. einen Widerstand betrachtet. In einer Quelle fließt der Strom immer von Minus nach Plus.

2.
Wenn eine elektrische Strömung mit dem Symbol I oder i bezeichnet wird, ist immer die "technische" Stromrichtung gemeint. Dieser Definition liegt die historisch bedingte Vorstellung zugrunde, dass der Stromtransport durch positive Ladungsträger vorgenommen wird. Mathematisch und physikalisch ist das gleichbedeutend mit einem negativen Ladungsträgerstrom in entgegengesetzter Richtung. Der Begriff der "physikalischen" Stromrichtung ist deshalb ziemlich irreführend.

3.
In elektrischen Leitern erster Ordnung gibt es keine Bewegung von positiven Ladungsträgern (Löchern, Defektelektronen), was mit ihrem Molekülaufbau zusammenhängt. Alle Leitungselektronen sind ständig quasi frei beweglich und besetzen auch nicht kurzzeitig zwischendurch mal positive Haftstellen, wie das beispielsweise bei Halbleitern der Fall ist. Die positiven "Ladungsträger" in elektrischen Leitern bestehen aus den positven Molekülrümpfen, die ortsfest in der Molekülgitterstruktur verankert sind. Wie gesagt, in Halbleitern ist das etwas anders. Da sitzen die Elektronen zwischendurch auch mal in "Löchern" fest und hüpfen danach auch mal wieder weiter, so dass sowohl eine negative Ladungsträgerbewegung von Minus nach Plus als auch eine positive Ladungsträgerbewegung von Plus nach Minus zu beobachten ist.
isi1
BeitragVerfasst am: 09. Feb 2012 15:20    Titel: Re: Technische Stromrichtung vs Physikalische Stromrichtung

infinit386 hat Folgendes geschrieben:
Allerdings frage ich mich, ob auch von dem "+"Pol auch positive Ladungen fließen? Würden die sich dann die Ladungen nicht gegenseitig aufheben?
Oder handelt es sich dabei nur um die Defektelektronen/Löcher?
Ja, kann schon sein in einem Halbleiter.
Die physikalische Stromrichtung kannst ruhig mit der technischen gleichsetzen, z.B. beim verkupfern in Kupfersulfat. Da wandern selbstverständlich positive Kupferionen.

Aber auch im Metall wandern die Elektronen extrem langsam (mm/s), so dass sie nicht einmal bei einem ganz scharf abgeknickten Draht aus der Kurve getragen werden.
infinit386
BeitragVerfasst am: 09. Feb 2012 14:56    Titel: Technische Stromrichtung vs Physikalische Stromrichtung

Meine Frage:
Hallo zusammen,

ich brauche einmal eine Bestätigung folgenden Gedankenganges zum Thema Strom.

Strom wird ja technisch vom "+"Pol zum "-"Pol eingezeichnet. Allerdings fließen die Elektronen bekannterweise von "-" nach "+".

Da ja der Strom I = Q/t Ladung pro Zeit ist, dachte ich, dann müsste der Strom ja negativ sein. Also entgegen der technischen Stromrichtung. Dadurch, dass eine Elektron aber ja eine negative Ladung ist, stimmt dies ja wieder überein da -I =-Q/t.

Allerdings frage ich mich, ob auch von dem "+"Pol auch positive Ladungen fließen? Würden die sich dann die Ladungen nicht gegenseitig aufheben?
Oder handelt es sich dabei nur um die Defektelektronen/Löcher?


Gruß infinit3

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