| GvC |
Verfasst am: 03. Dez 2011 12:50 Titel: |
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Auch hier ist zum grundlegenden Verständnis das Wasserleitungsmodell hilfreich. Die Spannung entspricht dem Druck, der von einer Pumpe (Kraftwerk) erzeugt wird. Der Wechselspannung entspricht also ein periodisch wechselnder Druck, der von einer Spezialpumpe (Kraftwerk) erzeugt wird. Unter- und Oberseite der Pumpe sind durch Röhren (Leitungen) mit den beiden Löchern der Steckdose verbunden. Steckt kein Stecker drin, sind die Röhren verschlossen. Man wird demnach in einer Halbperiode in der einen Röhre einen Überdruck, also einen höheren Druck als in der anderen Röhre haben, in der nächsten Halbperiode einen Unterdruck. Solange die Röhren verschlossen sind, erfolgt keine Bewegung der Wasserteilchen (keine Bewegung der Elektronen, kein Stromfluss). Du siehst also, dass der Druck (d.h. die Spannung) durch ein einfaches Röhrensystem (Leitungen) an die Steckdose gelangt. Beantwortet das Deine Frage?
Wenn nun an die Röhren ein Verbraucher angeschlossen wird, die Röhren also geöffnet sind und eine Verbindung von der einen Röhre über den Verbraucher zur anderen Röhre hergestellt ist, wird infolge des sich ändernden Wasserdrucks in der einen Halbperiode das Wasser im Verbraucher in die eine Richtung bewegt, in der anderen Halbperiode in die Gegenrichtung. Im Mittel wird als kein Wasser (keine Elektronen) wirklich herumgepumpt, dennoch kann das periodisch sich bewegende Wasser im Verbraucher Arbeit verrichten.
Zugegeben: Dieses Modell kann das tatsächliche Verhalten des Stromkreises nur unvollständig beschreiben, insbesondere dann, wenn zusätzlich zu den durch Wasserfluss angetriebenen Verbrauchern noch Energiespeicher (Spulen, Kondensatoren) hinzukommen, obwohl es auch dafür Modelle gibt (Wassercontainer und durch Wasserströmung angetriebene Schwungräder). Doch das würde hier zu weit führen und geht deutlich über den Inhalt Deiner Fragestellung hinaus. |
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