| schnudl |
Verfasst am: 27. Okt 2010 20:36 Titel: |
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Eine Lecherleitung ist nichts anderes als eine parallele Zweidrahtleitung, entlang derer sich elektromagnetische Wellen ausbreiten können: Strom und Spannung sind dann vom Abstand zum Leitungsende und von der Zeit abhängig. Um die Größe der Wellenamplitude an jedem Ort abzuschätzen, kann man eine Glühlampe zwischen den beiden Einzelleitern anbringen. Man misst so qualitativ die Spannung zwischen den Einzel-Leitern als Funktion der Position.
Die Vorgänge sind bei einer Koaxialleitung die selben, nur kann man da keine Spannungen abgreifen. Deshalb ist die Lecherleitung didaktisch sehr gut geeignet, da man sehr einfach auf ihr herummessen kann.
Bei Reflexionen an den Leitungsenden (Fehlanpassung) kommt es zu stehenden Wellen, die sich dadurch auszeichnen, dass die Schwingungsamplituden von Strom oder Spannung ortsabhängig werden. Bei Anpassung bilden sich keine stehenden Wellen aus und die Amplitude der Schwingung ist überall gleich groß.
Zu deiner Frage:
| Zitat: | | Nun verstehe ich nicht wozu man zwei parallele Leiter benötigt, man kann doch alles an einem Leiter zeigen (siehe Dipol). |
Ein Dipol ist wesentlich schwieriger zu behandeln als eine parallele Leitung, kann aber näherungsweise genauso behandelt werden.
| Zitat: | | Und überhaupt: warum kann man die Spannung zwischen den beiden Leitern abgreifen versteh ich auch nicht. |
Wenn du ein Kabel in eine Steckdose steckst, kannst du ja auch eine Spannung zwischen den Einzelleitern abgreifen oder messen. Wo ist das Problem? |
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