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[quote="Lorz"]@Füsik-Gast a Ich kann für mich feststellen, dass ich die gestellten Rückfragen als für mich unnütz und nervig empfand. Wie viel Psychologie-Verstand liegt bei Dir vor, dass Du meinst, mir zu erklären, wie ich mich zu fühlen habe? Du sagst hier mehr über Dich aus als über mich. Und den Disput sollten doch die Beteiligten selbst regeln, oder? Und ja - ich sehe selbst, dass ich mich darüber aufrege und dass es Menschen gibt, die sich über sowas nicht aufregen. Meine Aufregen hat aber nicht nur Nachteile - ich bin durch meine Emotionen auch physik-technisch hartnäckig. Wenn ich etwas nicht verstehe, es aber verstehen will, dann macht mich das sehr unruhig/ungeduldig. Ohne diese Ungeduld hätte ich sicher mein Physikstudium weniger intensiv gestaltet, vielleicht gar nicht das Interesse aufgebracht. Kleinkariert sein, genau so - das gehört für mich zum Physiker-sein dazu. Und auf dieser Ebene können wir uns gerne streiten, das gehört für mich in dieses Forum. Und da lass ich mich gern auch überzeugen, wenn Du mir zB erklärst, was denn fachlich nützlich an den Rückfragen war.[/quote]
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Lorz
Verfasst am: 24. Mai 2026 23:57
Titel:
@Füsik-Gast a
Ich kann für mich feststellen, dass ich die gestellten Rückfragen als für mich unnütz und nervig empfand. Wie viel Psychologie-Verstand liegt bei Dir vor, dass Du meinst, mir zu erklären, wie ich mich zu fühlen habe? Du sagst hier mehr über Dich aus als über mich.
Und den Disput sollten doch die Beteiligten selbst regeln, oder?
Und ja - ich sehe selbst, dass ich mich darüber aufrege und dass es Menschen gibt, die sich über sowas nicht aufregen.
Meine Aufregen hat aber nicht nur Nachteile - ich bin durch meine Emotionen auch physik-technisch hartnäckig. Wenn ich etwas nicht verstehe, es aber verstehen will, dann macht mich das sehr unruhig/ungeduldig. Ohne diese Ungeduld hätte ich sicher mein Physikstudium weniger intensiv gestaltet, vielleicht gar nicht das Interesse aufgebracht. Kleinkariert sein, genau so - das gehört für mich zum Physiker-sein dazu. Und auf dieser Ebene können wir uns gerne streiten, das gehört für mich in dieses Forum. Und da lass ich mich gern auch überzeugen, wenn Du mir zB erklärst, was denn fachlich nützlich an den Rückfragen war.
Füsik-Gast a
Verfasst am: 10. Mai 2026 10:10
Titel: Fragequalität
Zitat:
Zu meiner Empfindlichkeit: Ich spiegele Dir gerne zurück als Aufforderung an Dich: "warum nicht mal empathisch sein und sich dahineinversetzen, wie sehr einen
nutzlose Rückfragen
abwerten können".
Na,hat da einer noch Küchenpsychologie als 2. Fach.
Das Speigeln kannst du dir sparen,meiner Ansicht nach war die Rückfrage nicht nutzlos,sondern hat versucht,einen etwas unklaren Sachverhalt etwas näher zu beleuchten.
Telefonman hat sich da geirrt,war aber nicht herab lassend.
Die Qualität einer Fragestellung entscheidet auch über die Qualität der Antworten allgemein.
Wenn der Sachverhalt klar ist,können entsprechende Fakten geprüft,Berechnungen angestellt und in die Antwort eingearbeitet werden.
Füsik-Gast.
Lorz
Verfasst am: 09. Mai 2026 22:51
Titel:
@Füsik-Gast II
Zur Empfindlichkeit der Glasröhre: Danke für Deine Einschätzung zur Röhre, damit kann ich was anfangen. Den zur Verfügung Strahlenstift hatte ich noch angeben, Thallium 204 mit 925 kBq. Es stehen jedoch auch andere zur Verfügung.
Zu meiner Empfindlichkeit: Ich spiegele Dir gerne zurück als Aufforderung an Dich: "warum nicht mal empathisch sein und sich dahineinversetzen, wie sehr einen nutzlose Rückfragen abwerten können". So einen Satz zu lesen, macht Dir wahrscheinlich genauso viel Freude, wie mir Dein Satz Freude bereitet hat.
Füsik-Gast II
Verfasst am: 05. März 2026 17:25
Titel: Plasma
Man kann sich informieren über die verschiedenen wichtigen Eckdaten der verwendeten Materialien und Geräte.
Beim Fadenstrahlrohr ist die Glaskugel mit wenig Gas beladen,gerade groß genug,um durch den Elektronenstrahl zum Leuchten angeregt zu werden.
Üblicherweise ein Druck von 0,1 - 1 Pa,man befindet sich im Bereich von Niededruckplasma,also nicht-thermischen Bedingungen.
Für eine gute Fragestellung sind Infos wichtig,z.B. auch das verwendete Material im Strahlerstift(-> Aktivität..).
Oft ein Sr90-Präparat darin (3,7kBq).
Die im FSR verwendete Elektronenkanone erzeugt das Leuchten des Gases durch Ionisation,die Betastrahlung wirkt analog.
Aufgrund der teilweisen Absorption durch die Glashülle,die geringe Dichte des Gases und Energie der Betastrahlung sollte ein "Versuch"(im Sinne der Anregung des Füllgases durch den Strahlenstift) gefahrlos sein,vermutlich wird es zu keiner Anregung kommen.
Davon abgesehen vielleicht mal nicht so empfindlich sein und überlegen,ob die Frage nicht wirklich etwas unklar formuliert ist,was die "Kompetenz" des TES angeht.
Füsik-Gast.
Lorz
Verfasst am: 05. März 2026 13:26
Titel:
Ja, ich denke schon, dass das eine Rolle spielt. Denn zwei Dinge korrelieren miteinander:
A: Kompetenz in ein Fachgebiet haben, um korrekte Einschätzungen liefern zu können.
B: Anhand der Äußerung einer Person feststellen können, ob diese Laie oder ausgebildete Fachkraft auf dem Gebiet ist.
Nachtrag: Obiges klingt von mir klingt nicht entspannt. Denn - ja, ich bin genervt und fühle mich abgewertet. Warum wird denn versucht, irgendwas anderes in meine Anfangsfrage hineinzuinterpretieren als das, was ich faktisch frage?
Nach dem Motto:
Frage: Mein Fahrradreifen verliert ständig Luft, obwohl ich im Wasserbad kein Loch im Schlauch finde. Hat jemand eine Idee?
Antwort: Bist Du Dir sicher, dass es ein Fahrradreifen ist?
Und insgesamt finde ich meine Frage interessant und nicht bloß verwirrt. Angenommen, es möglich ist, mittels Strahlung aus radioaktiven Präparaten ein Gas hinreichend zu ionisieren, dessen Emissionsspektrum im sichtbaren Bereich liegt. Und ich könnte dieses in ein einsichtiges Gefäß zu füllen, dessen Wandmaterial (zumindest an einer Stelle) durchlässig für Strahlung ist, so hätte ich quasi eine 3-D-"Nebelkammer" in Farbe!
Aber vermutlich geht das nicht. Einfach aus dem Grund, dass man es nirgends kaufen kann. Große Nebelkammern, wie etwa diese
https://www.phywe.de/physik/moderne-physik/kern-teilchenphysik/grossraumdiffusions-nebelkammer-45-x-45-cm-pj45-230-vac_1544_2475/
gibt es hingegen schon.
Nils Hoppenstedt
Verfasst am: 05. März 2026 12:20
Titel:
Nichts für ungut: Ich habe aufgrund der Befürchtungen (großflächige Plasmabildung, Explosion der Glaskugel) und der unrealistischen Annahme über die Glasdicke (0,5-1 mm) tatsächlich eher an einen Schüler gedacht.
Aber was spielt das für eine Rolle?
Lorz
Verfasst am: 04. März 2026 23:11
Titel:
Haltet ihr mich für eine/n Schüler/in?
Ein paar Hinweise aus dem Text
- „ein Kollege wies mich bereits(…)“
- und allgemein: Ausdrucksweise, etwa mein Satzbau, Benutzung von Fachsprache, Hintergrundinfos, Themenwahl; weiter der geschilderte Zugang zu den Materialien (empfindliche Röhre, empfindliches Zählrohr, Hochspannung, radioaktives Präparat)
Telefonmann
Verfasst am: 21. Feb 2026 19:09
Titel: Re: Radioaktives Präparat auf Fadenstrahlröhre richten
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube, Lorz ist ein Lehrer und hat den Strahler nicht im Darknet gekauft, sondern will einen von/über seine Schule erworbenen nutzen...
Gut möglich. Die obigen Aussagen sind eher stichpunktartig und vielleicht schreibt Lorz ja noch etwas mehr dazu
Aruna
Verfasst am: 21. Feb 2026 18:24
Titel: Re: Radioaktives Präparat auf Fadenstrahlröhre richten
Telefonmann hat Folgendes geschrieben:
Was sagt die Lehrkraft zu dieser Idee?
Normalerweise sind die doch dankbar für solche Experimentiervorschläge,
falls das Präparat legal erworben wurde.
Das hört sich für mich so an, als ob Du glaubst, dass Lorz ein Schüler ist, der nicht nur eine Experimentieridee hat, sondern auch noch den passenden Beta-Strahler dafür zu Hause, den er gerne mitbringt?
ich hab mal CoPi gefragt:
Zitat:
Ein Thallium‑204‑Strahler mit 925 kBq ist in Deutschland:
nicht frei verkäuflich,
nicht für Privatpersonen erlaubt,
nur mit Genehmigung nach Strahlenschutzrecht erwerbbar,
nur über Einrichtungen mit Strahlenschutzbeauftragtem nutzbar.
da man Aussagen von CoPi nicht ungeprüft glauben sollte, hier seine Quelle zu Freigrenzen:
https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/anlage_4.html?utm_source=copilot.com
von dort:
Radionuklid: Tl-204
Freigrenze in Bq: 1 E+4
Ich glaube, Lorz ist ein Lehrer und hat den Strahler nicht im Darknet gekauft, sondern will einen von/über seine Schule erworbenen nutzen...
Telefonmann
Verfasst am: 21. Feb 2026 15:31
Titel: Re: Radioaktives Präparat auf Fadenstrahlröhre richten
Lorz hat Folgendes geschrieben:
Angenommen, ich richte (von außen) einen Beta-Strahler hoher Aktivität auf die Röhre, was ist zu erwarten?
Hallo Lorz, an welchen Beta-Strahler hast Du da gedacht? Mehr Informationen zum Präparat wären interessant. Welche radioaktive Substanz wird verwendet und mit welcher Aktivität? Erst dann kann man abschätzen, welche Glasdicke die Elektronen durchdringen können. Es müsste dann ja auch noch Energie für die Ionisation des Wasserstoffgases übrig bleiben.
Präparate für den Unterricht sollten eher eine geringe Aktivität und Energie haben. Ich tippe deshalb auch darauf, dass es da zu keiner Ionisation im Glas kommt.
Was sagt die Lehrkraft zu dieser Idee? Normalerweise sind die doch dankbar für solche Experimentiervorschläge, falls das Präparat legal erworben wurde.
Siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bethe-Formel
Nils Hoppenstedt
Verfasst am: 16. Feb 2026 17:48
Titel:
Hi,
Probiere es ruhig aus. Es kann nichts kaputt gehen. Aber vermutlich wird die beta-Strahlung komplett im Glas absorbiert, so dass du gar nichts siehst.
Viele Grüße,
Nils
Lorz
Verfasst am: 16. Feb 2026 17:20
Titel:
@Nils Hoppenstedt danke für Deine Einschätzung!
Also im Fadenstrahlrohr lässt sich wunderbar eine Elektronenkreisbahn erzeugen aus Elektronen der E-Kanone. Unsere hat sogar zusätzlich zu den Helmholtz-Spulen auch noch Ablenkplatten. Auch dies funktioniert wunderbar.
Was ich vorhabe, ist eine Zweckentfremdung der gasgefüllten Glaskugel. Ich erhoffe mir, Strahlung(swege) sichtbar zu machen. Ähnlich wie in einer Nebelkammer. Das habe ich noch nie gemacht oder irgendwo gesehen, deshalb frage ich hier der Risikoeinschätzung halber.
Was ich schon gemacht habe, ist:
Den inneren Elektronenstrahl aus der E-Kanone an die Glaswand zu richten und direkt hinter der Glaswand das GMZ aufzustellen. Da ließ jedoch keine erhöhte Strahlung messen. Also lässt die Glaswand schon mal von innen nach draußen vom Elektronenstrahl (bzw. unterhalb der Messbarkeitsgrenze) nix durch.
Aber ich weiß natürlich nicht, wie hoch die Energie und die Intensität der Strahlungsteilchen unserer Strahlerstifte im Vergleich zur Energie und Intensität der E-Kanonen-Elektronen sind (die werden mit maximal 250 Volt beschleunigt).
Als beta-Strahlerstift hätten wir zB Thallium 204 mit 925 kBq.
Nils Hoppenstedt
Verfasst am: 16. Feb 2026 09:39
Titel:
Hallo,
die angegebene Glasstärke kommt mir viel zu dünn vor. Die Wandstärke dürfte eher im Bereich mehrerer Millimeter sein. Hier dringen nur sehr energiereiche Betastrahlen durch das Glas.
Sichheitsmäßig wird da dennoch nichts gefährliches passieren. Aber seid ihr sicher, dass es bei der Frage um Sicherheitsaspekte geht? Im Kontext der Schule ist doch die viel interessantere Frage wie die Elektronen der Betastrahlung mit dem Magnetfeld reagieren. Vor allem im Vergleich zu den Elektronen aus der Quelle im Rohr. Könnte es sein, dass es eigentlich darum geht?
Viele Grüße,
Nils
Lorz
Verfasst am: 15. Feb 2026 21:27
Titel: Radioaktives Präparat auf Fadenstrahlröhre richten
Hallo!
Wir haben in unserer Schule ein Fadenstrahlrohr. Also eine Glaskugel (etwa 0,5 bis 1 mm Wandstärke) gefüllt mit Wasserstoffgas und einer Elektronenkanone (siehe Bild).
Angenommen, ich richte (von außen) einen Beta-Strahler hoher Aktivität auf die Röhre, was ist zu erwarten?
A: Das Glas lässt die Beta-Teilchen nicht durch, man sieht keine Anregung des Gases.
B: Die Beta-Strahlung wird zwar verringert, aber es gelangen noch viele Betateilchen durch das Glas.
Was ist im Fall B zu erwarten? Also ich frage wegen der Sicherheit. Kann dies zu einer großflächigen Plasmaisierung führen? Mit entsprechender Hitzebildung? Können dadurch Metallteile beschädigt werden (von der Elektronenkanone)? Kann die Kugel gar explodieren?
Also ein Kollege wies mich bereits darauf hin, dass in der Kugel mangels Sauerstoff ja zumindest nix verbrennen könnte. Aber die Hitzeentwicklung? Von Geiger-Müller-Zählrohren weiß ich, dass der Zähldraht bei zu viel Strahlung (und/oder zu hoher Betriebsspannung) schmelzen kann.