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[quote="TomS"]Es gibt kein "Huygens-Spiegelungs-Prinzip" für "Strahlen die im Raum teilweise gespiegelt werden". Das im quellenfreien Bereich gültige Huygens-Fresnel-Prinzip wird formuliert mittels der Greenschen Funktion G: [latex]A_\mu(x') = \int_{\mathbb{R}^4} d^4x \, {G_{- \, \mu}}^\nu(x' - x) \, A_\nu(x) [/latex] wobei x, x' für 4er-Vektoren steht und "-" die retardierte Greensche Funktion bezeichnet; diese trägt für x' nur bei auf dem Vergangenheitslichtkegel von x'. Für elektromagnetische Wellen muss man eine geeignete Eichung wählen, üblicherweise die Lorentz-Eichung. Setzt man die Antenne an den Ursprung O, so erhält man für Zeiten [latex]t < t' < t''[/latex] und geeignete Orte X innerhalb eines Spacetime Diamonds die Beziehung "liegt in der kausalen Vergangenheit von" [latex](O,t) \prec (X \neq 0, t') \prec (O, t'')[/latex] d.h. das Feld propagiert von der Antenne weg zu anderen Orten und auch wieder zurück zu zur Antenne; das ist aber keine Reflexion.[/quote]
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MBastieK
Verfasst am: 18. Jul 2025 16:43
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
und "Strahlen" ist natürlich blanker Unsinn.
Oh, da ist mir der richtige Begriff nicht eingefallen.
TomS
Verfasst am: 18. Jul 2025 16:37
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Es gibt kein "Huygens-Spiegelungs-Prinzip" für "Strahlen die im Raum teilweise gespiegelt werden".
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
quasi
gespiegelt werden
dementsprechend auch nur quasi
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Huygens-Spiegelungs-Prinzip
https://www.dwds.de/wb/quasi
dwds hat Folgendes geschrieben:
quasi
Adv. ‘gewissermaßen, gleichsam, angeblich,
nur zum Schein
’
Sie und Ihr überfliegendes Lesen und dementsprechender Interpretation oder Projektion.
Sie und Ihre unsinnige Märchenstunde. Ich habe das gelesen, und genau deswegen meinen Beitrag geschrieben.
Zitat:
… die zeitverzögerte Rückwirkung der abgestrahlten Felder …
von Nils sagt alles wichtige.
"Quasi gespiegelt" ist höchstens quasi richtig, und "Strahlen" ist natürlich blanker Unsinn.
MBastieK
Verfasst am: 18. Jul 2025 16:13
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Es gibt kein "Huygens-Spiegelungs-Prinzip" für "Strahlen die im Raum teilweise gespiegelt werden".
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
quasi
gespiegelt werden
dementsprechend auch nur quasi
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Huygens-Spiegelungs-Prinzip
https://www.dwds.de/wb/quasi
dwds hat Folgendes geschrieben:
quasi
Adv. ‘gewissermaßen, gleichsam, angeblich,
nur zum Schein
’
Sie und Ihr überfliegendes Lesen und dementsprechender Interpretation oder Projektion.
TomS
Verfasst am: 18. Jul 2025 15:58
Titel:
Es gibt kein "Huygens-Spiegelungs-Prinzip" für "Strahlen die im Raum teilweise gespiegelt werden".
Das im quellenfreien Bereich gültige Huygens-Fresnel-Prinzip wird formuliert mittels der Greenschen Funktion G:
wobei x, x' für 4er-Vektoren steht und "-" die retardierte Greensche Funktion bezeichnet; diese trägt für x' nur bei auf dem Vergangenheitslichtkegel von x'. Für elektromagnetische Wellen muss man eine geeignete Eichung wählen, üblicherweise die Lorentz-Eichung.
Setzt man die Antenne an den Ursprung O, so erhält man für Zeiten
und geeignete Orte X innerhalb eines Spacetime Diamonds die Beziehung "liegt in der kausalen Vergangenheit von"
d.h. das Feld propagiert von der Antenne weg zu anderen Orten und auch wieder zurück zu zur Antenne; das ist aber keine Reflexion.
MBastieK
Verfasst am: 18. Jul 2025 13:32
Titel:
Nils Hoppenstedt hat Folgendes geschrieben:
ja, ich denke, die Beschreibung, dass durch die zeitverzögerte Rückwirkung der abgestrahlten Felder eine zweite Stromkomponente entsteht, die in der Summe eine Phasenverschiebung < 90° bewirkt, und dass daraus ein Strahlungswiderstand entsteht – ist physikalisch richtig und ein sehr anschaulicher Zugang.
Ja, danke, wenn Sie mit
zeitverzögerte Rückwirkung
abgesendete Strahlen meinen, die (leicht) entfernt von der Antenne im Raum teilweise quasi gespiegelt werden, zur Antenne zurückkehren und so zeitverzögert auf die Antenne induzierend einwirken.
Man könnte diese Denkweise vielleicht mal mathematisch mit dem Huygens-Prinzip als zentrales Prinzip ausformulieren, was sicherlich nicht einfach ist. Oder mit der Finiten-Differenz-Methode simulieren. Was ich mir aufgund der 2 Komponenten des Feldes (e. und m.) nicht so einfach vorstelle. Jedenfalls mit einer lokal-funktionalen Berechnung, anstatt einer globalen (übergeordneten) Differential-Gleichung.
Soweit ich es verstanden habe, kann die gesamte Komplexität des Nahfeldes (und des Fernfeldes) allein durch das komplexe magnetische Vektor-Potential A beschrieben werden. Was aber nicht dieses Bild oder Aspekt bzw. die Motivation dieses Threads bezüglich der Teil-Spiegelung durch das Huygens-Prinzip explizit darstellt oder beinhaltet.
Darüber hinaus denke ich, dass dieses Huygens-Spiegelungs-Prinzip bei em.-Strahlen nur dann funktioniert, wenn sich magnetische Felder etablieren können bzw. bei nicht-radial-symmetrischen Strahlungen (selbst wenn geometrisch symmetrisch, wie eine Ring-Antenne). Eine nur hypothetisch* in seiner elektrischen Feldstärke oszilierende Punkt-Ladung (oder Orts-Ladung) würde aufgrund seiner Symmetrie keine magnetischen Feld-Linien etablieren, die das Huygens-Prinzip bedienen können bzw. rückstrahlen können.
Ich glaube in irgendeinem Thread wollte ich mal darauf hinaus bzw. hatte es vor. Vielleicht habe ich es aber auch nur indirekt in diesem
Thread
eingebracht.
*hypothetisch, weil das die Kontinuitäts-Gleichung verletzen würde
Nette Grüsse
Nils Hoppenstedt
Verfasst am: 17. Jul 2025 18:09
Titel:
Moin,
ja, ich denke, die Beschreibung, dass durch die zeitverzögerte Rückwirkung der abgestrahlten Felder eine zweite Stromkomponente entsteht, die in der Summe eine Phasenverschiebung < 90° bewirkt, und dass daraus ein Strahlungswiderstand entsteht – ist physikalisch richtig und ein sehr anschaulicher Zugang.
Viele Grüße,
Nils
MBastieK
Verfasst am: 08. Mai 2023 14:06
Titel:
Hallo!
Ist meine Darstellung unverständlich?
Grüsse
MBastieK
Verfasst am: 05. Mai 2023 14:03
Titel:
Hallo!
Gibt es eine alternative Erklärung für die Entstehung des Wirk- d.h. Strahlungs-Widerstandes in der Antenne? Eine konkrete und detaillierte?
Grüsse
MBastieK
Verfasst am: 04. Mai 2023 16:18
Titel:
Hallo!
Der Grundgedanke bei dieser Darstellung ist einfach, dass die Induktion durch das Blindfeld die ursprüngliche Ausgangs-Stromkurve in der Antenne mit einer weiteren Stromkurve so überlagert und in Gesamtheit oder Addition so versetzt, sodass die idealen 90° des Phasenverschiebungs-Winkels nicht mehr existieren und so ein Wirkwiderstand abgebildet wird.
Das muss man doch so sehen dürfen?
Grüsse
MBastieK
Verfasst am: 03. Mai 2023 18:26
Titel: Strahlungs-Widerstand bei einer supraleitenden Antenne
Hallo!
Ich möchte gerne mein Verständnis darstellen und bestätigen lassen, wie der Wirk- bzw. Strahlungs-Widerstand bei einer supraleitenden Antenne entsteht.
Bei einem supraleitenden Schwingkeis hat man ja in anfänglicher Betrachtung ersteinmal ein Leistungs-Dreick mit einem Phasenverschiebungs-Winkel von 90°. D.h. es wird kein Wirk-Widerstand projeziert oder abgebildet. Abbildung 1 soll diesen idealen Zustand anhand der (Ausgangs-)Strom-Kurve aufzeigen, welche einen Hoch-Punkt zu einem idealen Zeitpunkt besitzt.
Nun ist es ja bei einer Antenne so, dass ein Teil der abgestrahlten Leistung im Nah- oder Blindfeld zur Antenne zurück gestrahlt wird. Die Rückkehr der abgestrahlten Leistung unterliegt einer gewissen Laufzeit oder Retardierung, aufgrund der endlichen Geschwindigkeit der Strahlung und der Distanz, die im Nahfeld zurückgelegt wurde. D.h. die zurückgesendete Strahlung oder Leistung induziert in der Antenne eine zweite Strom-Kurve, die aufgrund der Retardierung phasenversetzt ist zur erwähnten ersten Ausgangs-Strom-Kurve. Dargestellt durch Abbildung 2.
Nun besitzt die Summe dieser beiden Strom-Kurven einen Hochpunkt, der nicht mehr den idealen Zeitpunkt durchläuft. D.h. es ensteht ein Phasenverschiebungs-Winkel ungleich oder kleiner 90° und es wird dem entsprechend ein Wirk-Widerstand im Leistungs-Dreieck (bzw. eher Widerstands-Dreieck) abgebildet.
Abbildung 3.
Kann man die Entstehung des Wirk- bzw. Strahlungs-Widerstand so beschreiben?
Zusatz:
Die induzierte Stromkurve durch das Blindfeld wird wahrscheinlich einer anderen Phase oder Stärke entsprechen. Wichtig ist mir bei dieser Darstellung, dass der Hochpunkt der addierten (resultierenden) Stromkurve nicht mehr den idealisierten Zeitpunkt durchläuft, der einem Phasenverschiebungs-Winkel von 90° entspricht.
Grüsse