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[quote="TomS"][quote="Ferdi11"][quote="TomS"]In deiner o.g. Näherung steckt der Fehler also nicht.[/quote] Wenn die Gleichung also stimmt, sollte man vielleicht doch ohne Näherung weiter rechnen?![/quote] Ich sehe immer noch kein Problem, außer dem Faktor 0.2. [quote="Ferdi11"][quote="TomS"]Du hast in deinem früheren Beitrag hier aber 0.2 stehen; das passt nicht.[/quote]Nein, habe ich nicht.[/quote] Doch, hast du schon: [quote="Ferdi9"]Mit der heutigen Dichte von 4,7*10^-27 kg/m^3 erhält man [latex]H(1,63 \rho_0)-H(\rho_0)=4 \cdot 10^{-19 }/s=0,2 H_0[/latex] Das ist eine Änderung des Hubble Parameters im Verlauf des Diagramms, die auf jeden Fall erkennbar sein müsste. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall.[/quote] Da steht 0,2. Also nochmal: Außer diesem Faktor sehe ich kein Problem. Kurven und Berechnungen stimmen nach mehrfacher und unabhängiger Prüfung überein.[/quote]
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TomS
Verfasst am: 23. Apr 2025 19:31
Titel:
Woher stammt diese Kurve, und warum sollte sie richtig sein?
Oben schreibst du …
Zitat:
… obwohl nach meiner Rechnung aus der ersten Friedmann Gleichung eine
Änderung
der Steigung von 14% folgt.
Jetzt sagst du
Zitat:
Meine Gerade H = 1,14H_0
Meinst du eine von z abhängige
Änderung
des Hubble-Parameters H(z) über den Bereich des Diagramms, oder eine um den Faktor 1.14 größere z-unabhängige Hubble-
Konstante
?
Was du schreibst, passt nicht zusammen.
Ferdi
Verfasst am: 23. Apr 2025 19:28
Titel:
Meine Gerade H = 1,14H_0
TomS
Verfasst am: 23. Apr 2025 18:03
Titel:
Warum soll ich den Link nicht ergänzen?!
Jetzt zeichne bitte deine Kurve ein, dann reden wir weiter.
Ferdix2
Verfasst am: 23. Apr 2025 17:17
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ich habe den Link ergänzt.
Warum? Es geht mir nur um den Bereich 0<entfernung<500Mpc. Dazu gibt's
Figure 1. Hubble diagram of velocity vs. (observed) distance for 36 Type Ia supernovae.
In diesem Diagramm ändert sich die Steigung der Geraden ganz sicher nicht um 14%.
Ich beziehe mich ausschließlich auf dieses Diagramm im Artikel:
CORRECTING A STATISTICAL ARTIFACT IN THE ESTIMATION OF THE HUBBLE CONSTANT BASED ON TYPE IA SUPERNOVAE RESULTS IN A CHANGE IN ESTIMATE OF 1.2%
TomS
Verfasst am: 23. Apr 2025 07:51
Titel:
Ich habe den Link ergänzt. Außerdem hier das ursprüngliche Paper, auf das sie sich beziehen:
https://arxiv.org/abs/astro-ph/0012376
Final Results from the Hubble Space Telescope Key Project to Measure the Hubble Constant
Die Autoren schreiben in dem Artikel sehr klar, dass sie statistische Methoden zur Bestimmung der Hubble-
Konstante
untersuchen, also nehmen sie (zumindest hypothetisch) an, dass eine Konstante vorliegt, und daher verwenden sie eine Gerade.
Schau dir doch mal den angehängten Plot an. Wie willst du denn zwischen einem konstanten und einem (nach Messungen bei deutlich größeren Distanzen) ermittelten variablen Hubble-Parameter in dem von dir gewählten Plot und dessen Parameterbereich von einigen 100 Mpc
einen Unterschied sehen können
?
Das ein variabler Hubble-Parameter bei kleinen Distanzen mit den Daten verträglich ist, bedeutet ja nicht, dass man ihm auch aus diesen Daten extrahieren kann.
Zeichne doch mal die von dir errechnete Kurve in diese Diagramme ein und lade das hoch.
Ferdi1x
Verfasst am: 22. Apr 2025 23:34
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ohne Artikel und Diagramm kann ich dazu nichts sagen.
Link zum Artikel mit dem Hubble Diagramm, das ich meinte:
https://iopscience.iop.org/article/10.1088/0004-637X/723/1/966/pdf
In diesem Diagramm ist keine Änderung der Geradensteigung erkennbar, obwohl nach meiner Rechnung aus der ersten Friedmann Gleichung eine Änderung der Steigung von 14% folgt.
TomS
Verfasst am: 13. Apr 2025 16:59
Titel:
Ohne Artikel und Diagramm kann ich dazu nichts sagen.
Ferdi18
Verfasst am: 13. Apr 2025 16:06
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ich tu dir den Gefallen und suche konsistente Datensätze
Dafür erst einmal herzlichen Dank.
TomS hat Folgendes geschrieben:
zu 1.: der Wert zu Fig. 3 wird im Artikel nicht eindeutig genannt; 70 [konv. Einheiten] entspr. laut Fußnote 2.27 • 10^(-1
/ s; der im Artikel genannte Wert von 72 entspr. 2.33 • 10^(-1
/ s; dein Wert wäre dann um ca. 20 % falsch
Du hast recht. Ich war anfangs von einem Diagramm ausgegangen, bei dem die Messpunkte bis z=0,17 auf einer Geraden lagen. Dann merkte ich, dass die z-Skala logarithmisch war. Ich fand das Diagramm Fig. 3, vergas aber z=0,17 entsprechend zu ersetzen.
Tatsächlich ist aber das Diagramm (fig.3 von Kirshner) auch nicht recht brauchbar, weil offenbar die Distanz Skala nicht stimmt, sodass der Wert für H_o zu klein wird.
Ich habe nun ein anderes Hubble Diagramm gefunden (fig.1 im Artikel von Esben-Budtz-Jorgensen im researchgate) mit H_0=2,3 *10^{-18}/s. Daraus entnehme ich v=33000km/s, z=0,117 und rho=1,39 rho(t_0). Das Ergebnis ist
Das sind jetzt 14% Abweichung der Geraden im Verlauf des Diagramms.
TomS
Verfasst am: 11. Apr 2025 15:40
Titel:
Ferdi17 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ich helfe gerne, aber du musst bitte konkreter werden.
Konkret: Gibt es Einwände dagegen, dass
1. im Hubble Diagramm in fig.3 (PNAS Artikel) der Hubble Parameter H_=2*10^{-18}/s ist?
2. zur Rezessionsgeschwindigkeit v=40000km/s die Rotverschiebung z=0,17 gehört?
3. zu z=0,17 der Skalenfaktor a=0,85 gehört?
4. die Dichte Rho(z=0,17) gleich rho_0/a^3 =1,63 rho_0 ist?
5. die Dichte der baryonischen Masse in der heutigen Epoche auf rho_0=4,7+^10^{-27}kg/ m^3 geschätzt wird?
6. bei z<0,2 gilt
Ich tu dir den Gefallen und suche konsistente Datensätze
Du beziehst dich auf
https://www.physics.rutgers.edu/~jackph/2012f/kirshner.pdf
zu 1.: der Wert zu Fig. 3 wird im Artikel nicht eindeutig genannt; 70 [konv. Einheiten] entspr. laut Fußnote 2.27 • 10^(-18) / s; der im Artikel genannte Wert von 72 entspr. 2.33 • 10^(-18) / s; dein Wert wäre dann um ca. 20 % falsch
zu 3.: 0.8547
zu 4.: 1.6016
zu 5.: wieso nur baryonisch? in unsere Berechnungen geht die gesamte Massendichte ein
zu 6.: mit einem kleinen Fehler – s.o. mein Diagramm
zu 2.: meinst du
recessional velocity
wobei D für die
proper distance
steht, oder
redshift velocity
– d.h. als die Geschwindigkeit, die dieselbe Rotverschiebung z erzeugen
würde
, wenn diese durch den kinematischen Dopplereffekt verursacht
wäre
, und wenn nicht-relativistisch gerechnet werden dürfte – was i.A. in die Irre führt
für z = 0.17 folgt cz = 51000 km/s; dein Wert 40000 km/s wäre als um 20% falsch
antaris
Verfasst am: 11. Apr 2025 15:17
Titel:
Ferdi17 hat Folgendes geschrieben:
Konkret: Gibt es Einwände...
GPT4.5 hat 2 Einwände gefunden. Der obige Link ist mit deiner Liste aktualisiert.
Ferdi17
Verfasst am: 11. Apr 2025 14:01
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ich helfe gerne, aber du musst bitte konkreter werden.
Konkret: Gibt es Einwände dagegen, dass
1. im Hubble Diagramm in fig.3 (PNAS Artikel) der Hubble Parameter H_=2*10^{-18}/s ist?
2. zur Rezessionsgeschwindigkeit v=40000km/s die Rotverschiebung z=0,17 gehört?
3. zu z=0,17 der Skalenfaktor a=0,85 gehört?
4. die Dichte Rho(z=0,17) gleich rho_0/a^3 =1,63 rho_0 ist?
5. die Dichte der baryonischen Masse in der heutigen Epoche auf rho_0=4,7+^10^{-27}kg/ m^3 geschätzt wird?
6. bei z<0,2 gilt
TomS
Verfasst am: 10. Apr 2025 22:45
Titel:
@Ferdi16 –
Ich habe jetzt mehrfach versucht, zu verstehen, wo du einen Fehler siehst; es gelingt mir nicht.
Schreibe bitte zwei Rechnungen hin, jeweils mit dem Urheber (du, ich, andere Quelle …), Annahmen (Formeln, Werte), kurze Berechnung und Ergebnis (Werte). Und dann zeige mir konkret, dass für ein und die selbe Größe zwei verschiedene Werte folgen.
Ich helfe gerne, aber du musst bitte konkreter werden.
Ferdi16
Verfasst am: 10. Apr 2025 22:34
Titel:
antaris hat Folgendes geschrieben:
Nein, nicht jemand aber möglicherweise GPTo3-mini-high mit direkter Auswertung dieses Threads.
Sehr interessant, z.B.
Zitat:Er [Ferdi] argumentiert, dass – da bei der Expansion des Universums das Produkt .... offenbar um einen Faktor von etwa 10^60 abgenommen habe
Zitat Ende
Zitat: Seine [Ferdis] fehlerhafte Aussage lautet (wörtlich zitiert aus seinem Beitrag): „[...] deshalb muss 1/Ω -1≈(1−Ω)/Ω um den gleichen Faktor zugenommen haben.“
Zitat Ende
Mehr dazu zu sagen ist wohl überflüssig.
antaris
Verfasst am: 10. Apr 2025 22:20
Titel:
Die Antwort, direkt an dich:
https://chatgpt.com/share/67f81878-ca5c-800e-8d50-4dfdb338cd9c
TomS
Verfasst am: 10. Apr 2025 22:03
Titel:
Ich kann die Kritik der KI nicht nachvollziehen.
antaris
Verfasst am: 10. Apr 2025 21:16
Titel:
Ferdi15 hat Folgendes geschrieben:
Mich interessiert zunächst mal nur, ob
jemand
in meinen Rechnungen ausgehend von der ersten Friedmann Gleichung einen Fehler findet...
Nein, nicht jemand aber möglicherweise GPTo3-mini-high mit direkter Auswertung dieses Threads.
https://chatgpt.com/share/67f81878-ca5c-800e-8d50-4dfdb338cd9c
Ferdi15
Verfasst am: 10. Apr 2025 20:53
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Was erwartest du?
Mich interessiert zunächst mal nur, ob jemand in meinen Rechnungen ausgehend von der ersten Friedmann Gleichung einen Fehler findet oder mir erklärt, dass die drei Daten, die ich nutze, falsch sind. Ob und warum Dein Ergebnis meinem widerspricht, ist erst mal uninteressant, darüber kann man später reden. Ich mag ein Pferd nicht von hinten aufzäumen.
TomS
Verfasst am: 10. Apr 2025 15:48
Titel:
Ferdi13 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Nochmal mit deiner Näherung
In deiner o.g. Näherung steckt der Fehler also nicht.
Gut. nun ist
Also
Nun kannst Du H_0=2*10^{-18}/s, rho=1,63 rho_0 und rho_0=4,7*10^{-27}kg/m^3 einsetzen und H-H_0 einfach ausrechnen. Weitere Theorien, Reihenentwicklungen und theoretische Kurven sind hier völlig überflüssig.
Du fragst ständig, ob ich etwas nicht verstehe, und behauptest, meine Ergebnisse seien falsch. Könnte es vielleicht eher anders herum sein?
Ich behaupte nicht einfach, dass deine Ergebnisse falsch sind. Ich habe mittels verschiedener unabhängiger Wege gezeigt, dass dein Faktor 0.2 falsch ist.
Stimmst du mir da zu?
Was erwartest du? Soll ich deine Zahlen, für die du deine Quellen nennst, auf innere Konsistenz prüfen, darin einen Fehler finden ... ?
Ferdi13
Verfasst am: 10. Apr 2025 13:46
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Nochmal mit deiner Näherung
In deiner o.g. Näherung steckt der Fehler also nicht.
Gut. nun ist
Also
Nun kannst Du H_0=2*10^{-18}/s, rho=1,63 rho_0 und rho_0=4,7*10^{-27}kg/m^3 einsetzen und H-H_0 einfach ausrechnen. Weitere Theorien, Reihenentwicklungen und theoretische Kurven sind hier völlig überflüssig.
Du fragst ständig, ob ich etwas nicht verstehe, und behauptest, meine Ergebnisse seien falsch. Könnte es vielleicht eher anders herum sein?
TomS
Verfasst am: 10. Apr 2025 12:05
Titel:
Jetzt verstehe ich gar nichts mehr.
Wenn deine Rechnung 0.2 • H_0 liefert, ist sie falsch.
Was genau liefert deine Rechnung? Und hast du jetzt noch ein Verständnisproblem?
Ferdi12
Verfasst am: 10. Apr 2025 12:02
Titel:
Ferdi11 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Du hast in deinem früheren Beitrag hier aber 0.2 stehen; das passt nicht.
Nein, habe ich nicht.
Entschuldige, mein Fehler.
Mein Ergebnis war mal 0,43*10^{-18}s^{-1} und mal gerundet 0,2 H_0.
Wegen H_0=2*10^{-18}s^{-1} ist das aber dasselbe Ergebnis.
TomS
Verfasst am: 10. Apr 2025 11:59
Titel:
Ferdi11 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
In deiner o.g. Näherung steckt der Fehler also nicht.
Wenn die Gleichung also stimmt, sollte man vielleicht doch ohne Näherung weiter rechnen?!
Ich sehe immer noch kein Problem, außer dem Faktor 0.2.
Ferdi11 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Du hast in deinem früheren Beitrag hier aber 0.2 stehen; das passt nicht.
Nein, habe ich nicht.
Doch, hast du schon:
Ferdi9 hat Folgendes geschrieben:
Mit der heutigen Dichte von 4,7*10^-27 kg/m^3 erhält man
Das ist eine Änderung des Hubble Parameters im Verlauf des Diagramms, die auf jeden Fall erkennbar sein müsste. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall.
Da steht 0,2.
Also nochmal: Außer diesem Faktor sehe ich kein Problem. Kurven und Berechnungen stimmen nach mehrfacher und unabhängiger Prüfung überein.
Ferdi11
Verfasst am: 10. Apr 2025 11:16
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
In deiner o.g. Näherung steckt der Fehler also nicht.
Wenn die Gleichung also stimmt, sollte man vielleicht doch ohne Näherung weiter rechnen?!
TomS hat Folgendes geschrieben:
Du hast in deinem früheren Beitrag hier aber 0.2 stehen; das passt nicht.
Nein, habe ich nicht.
TomS
Verfasst am: 09. Apr 2025 23:51
Titel:
Nochmal mit deiner Näherung
Für die rechte Seite folgt
mit z = 0.17 und (1+z)³ = 1.6 sowie der Materie-Dichte von ca. 0.3 folgt wieder
In deiner o.g. Näherung steckt der Fehler also nicht.
Du hast in deinem früheren Beitrag hier aber 0.2 stehen; das passt nicht.
TomS
Verfasst am: 09. Apr 2025 22:22
Titel:
Ferdsi10 hat Folgendes geschrieben:
Wo fehlt hier ein Faktor 2?
Das sehe ich noch nicht, ich sehe nur,
dass
er fehlt – siehe meine beiden voneinander unabhängigen Rechnungen.
Dritte Methode:
https://astro.uchicago.edu/~gnedin/cc/
Omega_matter = 0.31
Omega_Lambda = 0.69
H_0 = 70
H(z = 0.17) = 76.25 ~ 1.
09
• 70
Analog:
https://colossus.astro.umd.edu/
https://light-cone-calc.github.io/
Ferdsi10
Verfasst am: 09. Apr 2025 20:08
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Deine Näherung ist insgs. zu ungenau
Meine einzige Näherung ist
und daran ist wohl kaum etwas auszusetzen. Ansonsten ist alles stinknormale Schulalgebra bis zur vorletzten Gleichung ohne jede Näherung. Bleibt eventuell noch die Schlussrechnung.
Und das ist nach Adam Riese
Wo fehlt hier ein Faktor 2?
TomS
Verfasst am: 09. Apr 2025 16:33
Titel:
Deine Näherung ist insgs. zu ungenau oder an irgendeiner Stelle falsch; evtl. hast du einen Faktor 1/2 vergessen. Ich erhalte eine Differenz von ~ 0.09 H_0.
Die erste Ordnung der Taylornäherung lautet
Das liefert zunächst
Dabei verwende ich, dass für z=0 die Summe über die Dichten Omega exakt Eins ergibt.
Für die verbleibende Summe gilt
3 ist der Exponent für die Materiedichte; für Lambda ist der Exponent Null; Krümmung und Strahlung tragen nicht bei.
Damit erhalte ich
Für den Korrekturterm in der Klammer folgt mit z=0.17 ein Wert von ~ 0.08, also etwas kleiner als der o.g. Wert von 0.09.
Dabei ist diese Rechnung mit der numerischen Auswertung, d.h. Zoomen in die Diagramme hinein, konsistent.
Ferdi9
Verfasst am: 09. Apr 2025 12:00
Titel:
Mir geht es nur um den Bereich des Hubble Diagramms von v=0 bis v=40000km/s, der in fig.3 des erwähnten PNAS Artikels dargestellt ist. Darin liegen die Messpunkte mit sehr geringen Abweichungen auf einer Geraden mit der Steigung dv/dD=60,8 km /(s Mpc)=2*10^(-1
/s. Das ist der Hubble Parameter H_0 für dieses Diagramm.
Der Grenze dieses Bereichs von v=40000km/s entspricht die Rotverschiebung z=0,17. Deine Kurven gehen weit über diesen Bereich hinaus, für den Bereich bis z=0,17 sind sie wenig hilfreich.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Also wo liegt das Problem? Was ist die Frage? Erklärst du's mir?
Nach der ersten Friedmann Gleichung gilt für den Hubble Parameter
Man kann inswehr guter Näherung setzen
Damit erhält man
Wie schon oben beschrieben gehört zu z=0,17 das 1,63-fache der heutigen Dichte.
Mit der heutigen Dichte von 4,7*10^-27 kg/m^3 erhält man
Das ist eine Änderung des Hubble Parameters im Verlauf des Diagramms, die auf jeden Fall erkennbar sein müsste. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall.
TomS
Verfasst am: 08. Apr 2025 15:22
Titel:
Ferdi7 hat Folgendes geschrieben:
Bei z=0,17 ist die Dichte rund 60% größer als zur heutigen Epoche. Nach der ersten Friedmann Gleichung müsste diese Dichteänderung einen merkbaren Einfluss auf den Hubble Parameter haben. Das ist aber nicht der Fall.
Hier nochmal die konkreten Berechnungen zum Lambda-CDM-Modell, basierend auf den Planck-Daten (andere Parameterwerte ändern nur irrelevante Details).
Geplottet sind
1) der Zusammenhang zwischen Skalenfaktor a und Rotverschiebung z, beide als Maß für die kosmische Zeit t; z = -1100 entspräche der CMB, z = 0 entspricht "heute", z = -1 der unendlich fernen Zukunft. Die Zeit t verläuft sozusagen von rechts nach links in Pfeilrichtung.
2) der Zusammenhang zwischen Rotverschiebung z und Hubble-Parameter H(z); man erkennt, dass der Hubble-Parameter mit z zu- d.h. mit t abnimmt, jedoch immer positiv ist.
3) der Zusammenhang zwischen Rotverschiebung z und Deceleration-Parameter q(z); dabei ist
Der Vorzeichenwechsel von q > 0 zu q < 0 signalisiert den Übergang von verzögerter hin zu beschleunigter Expansion. Am Verlauf von H(z) erkennt man das nicht unmittelbar, an dem von q(z) jedoch sehr deutlich.
(für verschwindende kosmologische Konstante wäre q immer positiv, d.h. die Expansion immer verzögert)
TomS
Verfasst am: 04. Apr 2025 23:05
Titel:
Ich wollte nur klarstellen, dass es unterschiedliche Darstellungen gibt.
Wo liegt dein Problem?
In diesem Bereich passen die Daten und die nach dem Lambda-CDM-Modell berechnete Kurve zusammen; sie sehen allesamt so aus wie meine Graphik oben. Alle Veröffentlichungen, die ich mir anschaue, liefern die selben Graphiken und bis auf Details die selben Fits.
Z.B. hier
https://www.researchgate.net/figure/The-best-fit-plot-of-the-Hubble-parameter-versus-redshift-for-the-Hubble-dataset-red_fig1_374269694
Also wo liegt das Problem? Was ist die Frage? Erklärst du's mir?
Zitat:
Nach der ersten Friedmann Gleichung muss eine Verdoppelung der Dichte einen deutlichen Einfluss auf den Hubble Parameter haben.
Was meinst du mit, "muss eine Verdoppelung der Dichte einen deutlichen Einfluss auf den Hubble Parameter haben"?
Wie Hubble-Parameter und Dichten zusammenhängen, steht in der Friedmann-Gleichung. Die habe ich oben nochmal hingeschrieben und daraus die Graphik generiert. Was passt an dieser Graphik nicht?
Ferdi8
Verfasst am: 04. Apr 2025 19:20
Titel:
Es ist v (die Rezessionsgeschwindigkeit) gegen D (Distanz) aufgetragen, so wie es vor hundert Jahren schon Hubble gemacht hat. Und seitdem wird die Steigung der Geraden die Hubble Konstante H0 genannt.
TomS
Verfasst am: 04. Apr 2025 16:24
Titel:
Ich sehe dein Problem nicht. Was ist die Frage zu dem Diagramm? Ist dir klar, dass nicht H sondern v aufgetragen ist?
Ferdi7
Verfasst am: 04. Apr 2025 16:00
Titel:
Robert Kirshner hat 2003 in einem PNAS-Artikel "Hubble's diagram and cosmic expanasion" ein Hubble Diagramm (fig.3) gezeigt, in dem die Messpunkte bis zu einer Geschwindigkeit von 40000km/s (z=0,17) mit geringen Abweichungen auf einer Geraden liegen.
Bei z=0,17 ist die Dichte rund 60% größer als zur heutigen Epoche. Nach der ersten Friedmann Gleichung müsste diese Dichteänderung einen merkbaren Einfluss auf den Hubble Parameter haben. Das ist aber nicht der Fall.
TomS
Verfasst am: 02. Apr 2025 06:43
Titel:
Hier statt H(z) die für z=0 auf Eins normierte Funktion h(z) sowie die Ableitung h'(z) für Lambda-CDM mit typischen Werten für die Dichten. Wie man sieht ist
TomS
Verfasst am: 02. Apr 2025 00:02
Titel:
Du musst dich nicht einloggen, es reicht, wenn du einen "verstümmelten" Link einstellst.
Ja, die Messpunkte liegen für kleine z näherungsweise auf einer Geraden. Aber nein, damit folgt für der Hubble-Parameter
nicht
denn
Siehe dazu auch hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Deceleration_parameter
Ferdi5
Verfasst am: 01. Apr 2025 21:49
Titel:
Leider gelingt es mir nicht, mich einzuloggen. Deshalb kann ich auch nicht das Diagramm von Perlmutter u. a. von 1998 verlinken, aus dem eindeutig ablesbar ist, dass der Hubble-Parameter bis etwa z=0,25 konstant ist. Die Messpunkte liegen bis dahin mit geringen Abweichungen auf der Geraden. Erst bei z>0.25 beginnen sie nach oben auszuwandern. Dies ist die Grenze zwischen geringerer und größerer Expansion, dann (z<0,24) liegen die Messpunkte auf der Geraden, also mit konstantem Hubble-Parameter.
antaris
Verfasst am: 01. Apr 2025 19:49
Titel:
Du meinst
MEASUREMENTS OF Ω AND Λ FROM 42 HIGH-REDSHIFT SUPERNOVAE
?
GPT4.0
Zitat:
Im Paper “Measurements of Omega and Lambda from 42 High-Redshift Supernovae” von Perlmutter et al. (1998) wird
nicht
behauptet, dass der Hubble-Parameter bis zu einer Rotverschiebung von z≈0,25 konstant sei oder dass eine Verdopplung der Dichte keinen Einfluss auf den Hubble-Parameter habe. Im Gegenteil, das Paper zeigt deutlich, dass:
- Der Hubble-Parameter sich mit der Zeit ändert – dies wird durch die gemessene beschleunigte Expansion des Universums belegt.
- Kosmologische Modelle, die auf den Friedmann-Gleichungen basieren, können sehr wohl eine Abhängigkeit des Hubble-Parameters von der Dichte vorhersagen.
- Die Daten signifikant nicht mit einem Modell ohne kosmologische Konstante (Λ=0) übereinstimmen, was nahelegt, dass sich die Expansionsrate verändert hat und nicht konstant ist.
Ferdi4
Verfasst am: 01. Apr 2025 18:27
Titel: Erste Friedmann-Gleichung
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ferdi hat Folgendes geschrieben:
Die erste Friedmann Gleichung führt zu einem Widerspruch zu den Ergebnissen der Astronomie, nach denen der Hubble Parameter eine Konstante ist ...
Das ist falsch.
Nach den Friedmann-Gleichungen und den aus den Beobachtungsdaten gewonnen Werte für die Omegas gelten genau die obigen Gleichungen mit einem
zeitabhängigen Hubble-Parameter
H(a) und a(t).
Die Beobachtungen von Saul Perlmutter u. a. zeigen, dass der Hubble-Parameter nach seiner ursprünglichen Definition bis zu einer Rotverschiebung von etwa z=0,25 konstant ist. Zu diesem z gehört der Skalenfaktor a=0,8 und die Dichte war etwa halb so groß wie heute.
Nach der ersten Friedmann Gleichung muss eine Verdoppelung der Dichte einen deutlichen Einfluss auf den Hubble Parameter haben. Das ist aber nicht der Fall.
TomS
Verfasst am: 01. Apr 2025 15:31
Titel:
Mittels
schreibt man die erste Friedmann-Gleichung in der Form
wobei H(t) und a(t) Funktionen der Zeit sind; der Index 0 bezieht sich auf die Werte der Größen heute.
Man könnte weitere, exotische Energieformen betrachten; ich schreibe das allgemein als
Wäre H zeitlich konstant, also
so folgt mittels Ableitung der rechten Seite, dass eine der beiden folgenden Gleichungen erfüllt sein muss:
Letzteres ist aber eine Polynomgleichung mit diskreten Nullstellen d.h. diskreten Lösungen für a, d.h. wieder
und somit
Ferdi hat Folgendes geschrieben:
Die erste Friedmann Gleichung führt zu einem Widerspruch zu den Ergebnissen der Astronomie, nach denen der Hubble Parameter eine Konstante ist ...
Das ist falsch.
Nach den Friedmann-Gleichungen und den aus den Beobachtungsdaten gewonnen Werte für die Omegas gelten genau die obigen Gleichungen mit einem
zeitabhängigen Hubble-Parameter
H(a) und a(t).
antaris
Verfasst am: 01. Apr 2025 15:24
Titel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hubble-Konstante
Zitat:
Die Hubble-Konstante
...ist eine der fundamentalen Größen der Kosmologie. Sie beschreibt
die gegenwärtige
Rate der Expansion des Universums. In allgemeiner Form sollte der Begriff Hubble-Parameter
verwendet werden,
da er nur im Raum, jedoch nicht in der Zeit konstant ist
, sondern
sich mit der Zeit verändert
. Der homogene Vorgang der Expansion wird als
Hubble-Fluss oder Hubble Flow
bezeichnet.