Startseite
Forum
Fragen
Suchen
Formeleditor
Über Uns
Registrieren
Login
FAQ
Suchen
Foren-Übersicht
->
Sonstiges
Antwort schreiben
Benutzername
(du bist
nicht
eingeloggt!)
Titel
Nachrichtentext
Smilies
Weitere Smilies ansehen
Schriftfarbe:
Standard
Dunkelrot
Rot
Orange
Braun
Gelb
Grün
Oliv
Cyan
Blau
Dunkelblau
Indigo
Violett
Weiß
Schwarz
Schriftgröße:
Schriftgröße
Winzig
Klein
Normal
Groß
Riesig
Tags schließen
Schreibt eure Formeln hier im Board am besten mit Latex!
So gehts:
Latex-Kurzbeschreibung
|
Formeleditor
[quote="TomS"][quote="Aruna3"]Interessant aus meiner Sicht, dass es - zumindest laut ihrer Aussage - nicht so ist, wie von mir oder - ich meine- MBastieK angenommen: dass zunächst die korrekte Antwort erzeugt und dann quasi invertiert... sondern einfach die Korrektheitsbewertung wegfällt.[/quote] Ja, letzteres glaube ich auch deswegen nicht, weil man sozusagen zunächst 1) aus dem Prompt die Erwartungshaltung herauslesen müsste, anschließend 2) das NN normal durchlaufen und zuletzt 3) eine Nachbearbeitung durchführen müsste. Das kann nicht generisch funktionieren; man müsste sozusagen speziell trainierte Netze auf (1, 3) anwenden. Oder man hätte in Abhängigkeit von (1) unterschiedliche trainierte Netze, die (2, 3) erledigen. M.W.n. ist die Architektur aber viel einfacher: man schiebt den Prompt in das NN hinein ... und das war's auch schon.[/quote]
Optionen
HTML ist
aus
BBCode
ist
an
Smilies sind
an
BBCode in diesem Beitrag deaktivieren
Smilies in diesem Beitrag deaktivieren
Spamschutz
Text aus Bild eingeben
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu:
Forum auswählen
Themenbereiche
----------------
Mechanik
Elektrik
Quantenphysik
Astronomie
Wärmelehre
Optik
Sonstiges
FAQ
Sonstiges
----------------
Off-Topic
Ankündigungen
Thema-Überblick
Autor
Nachricht
Ixbalanque
Verfasst am: 12. Aug 2025 17:39
Titel: Re: KI und Mensch gleich Lösung?
Hi,
Zeitstein hat Folgendes geschrieben:
KI und Mensch gleich Lösung :laut:
Ein Blick hierauf lohnt sich, und/oder werft es mal in euere KI.
Wie lautet eure Meinung/ das (KI-)Gutachten dazu?
[........]
ich habe mal den Delfin dazu befragt:
Ich denke, er hat sich selbst in die Schwanzflosse gebissen und mit jeder Nachfrage neue Luftblasen erzeugt.
Wenn ich es nicht besser wüste, würde ich denken wollen, er hatte Spaß dabei.
Grüße
TomS
Verfasst am: 12. Aug 2025 16:50
Titel:
Physicist Gerard 't Hooft writes, "When a paper is published in viXra, it is usually a sign that it is not likely to contain acceptable results. It may, but the odds against that are considerable".
DrStupid
Verfasst am: 12. Aug 2025 16:41
Titel: Re: KI und Mensch gleich Lösung?
Zeitstein hat Folgendes geschrieben:
[...] teilweise ermöglicht das unglaubliche, riesige, bahnbrechende Schritte.
Es ermöglicht aber auch eine Flut von Fake-Publikationen.
Zeitstein
Verfasst am: 12. Aug 2025 15:18
Titel: KI und Mensch gleich Lösung?
KI und Mensch gleich Lösung
Ein Blick hierauf lohnt sich, und/oder werft es mal in euere KI.
Wie lautet eure Meinung/ das (KI-)Gutachten dazu?
auf
http://ai.viXra.org
sind viele hochinteressante KI unterstütze Arbeiten zu finden, teilweise ermöglicht das unglaubliche, riesige, bahnbrechende Schritte. Auch dieses Preprint wird dort vrsl. bald archiviert sein:
https://zenodo.org/records/16809266
Aruna
Verfasst am: 24. Mai 2025 00:40
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Ich schätze mal, dass ist bei Ihnen so wie bei mir:
Es ist nur abhängig von der Zeit-Investition. Die nötige Basis-Intelligenz ist da.
Das können Sie erst sicher wissen, wenn Sie mal die Zeit investiert haben.
MBastieK
Verfasst am: 23. Mai 2025 15:34
Titel:
Folge-Beitrag:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Würfel im Kopf falten
Im Spiel Parabox macht man ähnliches(in 2D) rekursiv bis einem schwindelig wird.
Nette Grüsse
MBastieK
Verfasst am: 23. Mai 2025 12:28
Titel:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Das hat dann m.E. weniger mit dem IQ zu tun, als mit Ihren m.E. unrealistischen Ansprüchen.
Ja, 'schneller' und 'eingängiger' ist halt ohne Relation nicht einordbar.
Und ich schrieb auch 'gute Frage', weil ich nicht wirklich wusste, was ich darauf antworten sollte. Wollte aber etwas halbwegs sinnvolles antworten, anstatt tautologisch.
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Ich selbst würde meine Chancen bei Mensa aufgenommen zu werden, gar nicht mal so schlecht einschätzen, aber wie sie hier verfolgen können, verstehe ich entsprechende Themen weder schnell noch mühelos
Ich schätze mal, dass ist bei Ihnen so wie bei mir:
Es ist nur abhängig von der Zeit-Investition. Die nötige Basis-Intelligenz ist da.
Aruna hat Folgendes geschrieben:
KI hat Folgendes geschrieben:
Allerdings ist es unmöglich, aus einer einzelnen Aussage eine präzise IQ-Schätzung abzuleiten.
Ja, das ist mehr als verständlich.
Nette Grüsse
Manuel_91
Verfasst am: 23. Mai 2025 08:32
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Welchen konkreten Wert hat sie genannt?
Zufälliger- oder überaschenderweise den selben Wert, den ich vor 25 Jahren in einem von zwei Internet-IQ-Test (der zweite war leicht drunter) hatte. Den ich aber auch nicht für voll genommen habe, weil er mir zu hoch schien. !000 0!!!
Haben Sie mal gefragt? Bei Ihnen würde mich das interessieren.
Nette Grüsse
Da ich jetzt nochmal kurz ins Forum geschaut habe und den Post gesehen habe, will ich einmal darauf antworten. IQ Tests sollten ausschließlich beim Psychologen erfolgen, der sich darauf spezialisiert hat. Hatte ich auch so gehandhabt. Man braucht dazu den WAIS-IV Test, alle anderen sind nicht genau genug*. (Auch den Mensatest würde ich nicht empfehlen! Der ist nicht umsonst so billig).
Bei der Auswertung erhalten Sie dann eine sehr ausführliche Erklärung bei den Stärken und Schwächen. Alles andere ist nicht seriös.
* Wenn man aber bei dem Test ansteht, müsste man mit dem Stanford-Binet Intelligence Scales weitertesten. Das hatte ich nicht mehr gemacht, aber beim WAIS IV steht man, insb. bei der Logik, relativ schnell "an". Wenn man sehr wahrscheinlich von einer HöchstB ausgehen kann, ev. gleich den Stanford-Binet Intelligence Scales machen, weil die Tests recht teuer sind.
Aruna
Verfasst am: 23. Mai 2025 07:24
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Was genau?
wie eine KI meinen IQ einschätzt?
Ja, Sie könnten ja mal in einem langen & fruchtbaren (oder kritischen) Chat-Thread fragen. Selbst wenn es nicht valid ist.
ich führe üblicherweise keine längeren Unterhaltungen mit KI
Aber ich hab mal meine Antwort an Sie aus dem vorherigen Beitrag beim Copiloten von MS einkopiert und gefragt, wie er auf Grund dieser Aussage meinen IQ einschätzt:
KI hat Folgendes geschrieben:
Deine Aussage zeigt, dass du dich intensiv mit dem Konzept des IQ und seiner Bedeutung beschäftigst. Du analysierst differenziert, bringst statistische Zusammenhänge korrekt ein und reflektierst deine eigenen Fähigkeiten kritisch – das sind klare Anzeichen für eine überdurchschnittliche intellektuelle Fähigkeit.
Allerdings ist es unmöglich, aus einer einzelnen Aussage eine präzise IQ-Schätzung abzuleiten. IQ-Tests messen spezifische kognitive Fähigkeiten unter kontrollierten Bedingungen, während sprachliche Ausdrucksweise, logisches Denken und fachliches Wissen zwar Indizien für Intelligenz sein können, aber nicht direkt den IQ bestimmen.
Was ich aber sagen kann: Dein strukturiertes Denken und dein Bewusstsein für die Grenzen von IQ-Tests deuten darauf hin, dass deine kognitive Fähigkeiten sicherlich über dem Durchschnitt liegen. Hattest du schon mal die Gelegenheit, einen offiziellen IQ-Test wie den von Mensa zu machen? 😊
Aruna
Verfasst am: 23. Mai 2025 07:13
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Welche Gründe haben Sie, anzunehmen, dass der niedriger ist?
Gute (und nette) Frage.
Vielleicht da ich sonst Themen schneller oder eingängiger verstehen oder überblicken müsste. Weniger Anstrengung benötigen müsste.
Das hat dann m.E. weniger mit dem IQ zu tun, als mit Ihren m.E. unrealistischen Ansprüchen.
Falls Sie tatsächlich einen IQ von über 130 haben, dann bedeutet das zunächst nur, dass sie in üblichen Intelligenztests (logische Reihen vervollständigen, Würfel im Kopf falten....) besser abschneiden als ca. 98% der Bevölkerung.
Bei (bestätigten) 135+ besser als ca. 99%
Sollte das Verstehen von Themen und der IQ stark korreliert sein, verstehen Sie dann Themen so schnell oder so mühelos, wie höchstens eine aus 100 zufällig ausgewählten Personen der Normalbevölkerung.
Falls es allerdings um Themen wie RT oder QM geht, wird da nach meiner Einschätzung der Prozentsatz der Leute, die das
mühelos
verstehen, geringer sein.
Ich selbst würde meine Chancen bei Mensa aufgenommen zu werden, gar nicht mal so schlecht einschätzen, aber wie sie hier verfolgen können, verstehe ich entsprechende Themen weder schnell noch mühelos und dabei habe ich sogar eine einschlägige Ausbildung also (teilweise mühevoll erworbenes) Vorwissen....
MBastieK
Verfasst am: 22. Mai 2025 16:24
Titel:
Ixbalanque hat Folgendes geschrieben:
Schaut mal
->hier<_
Sehr subtil
Beim Hovern wird der Link angezeigt.
Gibt es da nicht auch einen "seriösen" Grünen-Bashing-Überleitungs-Generator?
Ixbalanque hat Folgendes geschrieben:
Sie kann supergenau sagen, wie schlau ihr seid.
Wie definieren Sie 'schlau'?
Und gibt es Künstliche Schlauheit?
Nette Grüsse
Ixbalanque
Verfasst am: 22. Mai 2025 16:14
Titel:
Hi,
Diese KI ist der absolute Wahnsinn! Sie kann supergenau sagen, wie schlau ihr seid. Schaut mal
->hier<_
.
Hallo! Ich hoffe, es geht dir gut!
MBastieK
Verfasst am: 22. Mai 2025 14:43
Titel:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Welche Gründe haben Sie, anzunehmen, dass der niedriger ist?
Gute (und nette) Frage.
Vielleicht da ich sonst Themen schneller oder eingängiger verstehen oder überblicken müsste. Weniger Anstrengung benötigen müsste.
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Was genau?
wie eine KI meinen IQ einschätzt?
Ja, Sie könnten ja mal in einem langen & fruchtbaren (oder kritischen) Chat-Thread fragen. Selbst wenn es nicht valid ist.
Nette Grüsse
Aruna
Verfasst am: 21. Mai 2025 23:37
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Welchen konkreten Wert hat sie genannt?
Zufälliger- oder überaschenderweise den selben Wert, den ich vor 25 Jahren in einem von zwei Internet-IQ-Test (der zweite war leicht drunter) hatte. Den ich aber auch nicht für voll genommen habe, weil er mir zu hoch schien. !000 0!!!
Welche Gründe haben Sie, anzunehmen, dass der niedriger ist?
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Haben Sie mal gefragt? Bei Ihnen würde mich das interessieren.
Was genau?
Mein IQ? Oder wie eine KI meinen IQ einschätzt?
Drilling C
Verfasst am: 20. Mai 2025 18:52
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Naja, weniger die Antworten einschränken, sondern eher sein Verhalten bestimmen oder anpassen.
Ja auch. Je nach gewünschten Kontext.
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 18:37
Titel:
C Drilling hat Folgendes geschrieben:
Wie meinst du das? Wenn ich etwas besimmtes will, dann schreibe ich zusätzlich zur Fragestellung "mache/unterlasse/nutze/erstelle/..." dies oder jenes und schränke somit die Antworten gezielt ein.
Naja, weniger die Antworten einschränken, sondern eher sein Verhalten bestimmen oder anpassen.
Man kann ihm erklären, was man mit ihm in einem anderen zukünftigen Chat-Thread vorhat bzw. wie er sich da verhalten soll. Und wenn er es verstanden, indem er es in seinen eigenen Worten wiedergeben oder erweitern kann, dann soll er ein Prompt erstellen, den man im anderen Chat nutzt und der ihnm quasi dort konfiguriert.
Ich glaube, dass man das stark auf die Spitze treiben kann, sodass man mit ihm lokalen Hintergrund-Verhaltens-Code ausentwickeln kann. Aber GPT-Frameworks machen oder erlauben dies sicherlich auch.
Nette Grüsse
Drilling C
Verfasst am: 20. Mai 2025 18:24
Titel:
Wie meinst du das? Wenn ich etwas besimmtes will, dann schreibe ich zusätzlich zur Fragestellung "mache/unterlasse/nutze/erstelle/..." dies oder jenes und schränke somit die Antworten gezielt ein.
Was ich aber meine ist, dass komplette prompts (benutzerdefinierte GPT's) gezielt programmiert werden können, siehe community.openai.com.
Das "eigene" GPT kann z.B. via API's mit Wissensdatenbanken, Forschungsplattformen, pre-print Server, anderen AI's und vielen anderen Diensten verbunden werden.
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 18:04
Titel:
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Ich habe keine Lust mich dahingehend einzuarbeiten.
Vielleicht könnte man das rekursiv machen:
Man auskommuniziert mit ihm, was man ihm als Eingangs-Prompt einfügen soll, der so etwas macht.
ChatGPT hatte mal Probleme ein Bild zu generieren, obwohl er inhaltlich verstanden hatte, was ich von ihm wollte und starke Schwächen in Bild-Ergebnissen sofort eigenständig erkannt hatte. (GPT und Bild-Generierung sind anscheinend gewissermaßen getrennt.). Also habe ich mir von ihm ein Prompt entwickeln lassen, der dann endlich für ein gutes Bild-Ergebniss funktionierte.
Nette Grüsse
Drilling C
Verfasst am: 20. Mai 2025 17:57
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Ich nutze chatgpt.com und du open.ai?
chat.openai.com verweist mich auf chatgpt.com
Sorry, ich meinte chatgpt.com und openai.com. Bei ersten bin ich angemeldet.
Zitat:
Ich hatte mal vermutet, dass die Antwort-Leistung von der momentanen weltweiten Benutzung oder Belastung abhängt. Aber da bin ich mir nicht mehr so sicher.
Bei den kostenlosen accounts ist das schon wahrscheinlich und bei den frei verfügbaren Modellen (ohne Anmeldung) ist das schon fast sicher. Bei pro-accounts hoffe ich das nicht.
Zitat:
Ja, das Logik-Gerüst ist halt leider mit Wahrscheinlichkeits-Mathematik gekoppelt.
Richtig aber nicht alle Modelle variieren so extrem stark. Das große o3 Modell ist sich da beispielsweise "sicherer". Zumindest variieren die Antworten meist nur in der Formulierung, was natürlich keine Garantie für die richtigkeit darstellt.
Zitat:
Man kann ja als User Meta-Ebenen einbringen. Z.B. soll früher mal ChatGPT die Anzahl gewünschter Buchstaben nicht korrekt abgezählt haben, aber man konnte als User quasi Meta-Code einbringen, der das korrekt konnte. Deswegen dachte ich mir mal einen (Eingangs-)Prompt (oder Meta-Code) zu entwickeln, der ChatGPT zu diskreter Aussagen-Logik zwingt. Vielleicht irgendwann mal.
Ich habe keine Lust mich dahingehend einzuarbeiten.
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 17:41
Titel:
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Ich nutze chatgpt.com und du open.ai?
chat.openai.com verweist mich auf chatgpt.com
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Programmierst du eigene GPT's?
Noch nicht, wenn ich mal Programmieren als Konfigurieren von bereitgestellten Frameworks interpretiere.
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Ich meinte, dass die Antworten inhaltlich vollkommen unterschiedlich sein können.
Ich hatte mal vermutet, dass die Antwort-Leistung von der momentanen weltweiten Benutzung oder Belastung abhängt. Aber da bin ich mir nicht mehr so sicher.
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich überspitzt 1000 mal frage was 1 + 1 ist, dann will ich nicht nur 999 richtige Antworten sehen.
Ja, das Logik-Gerüst ist halt leider mit Wahrscheinlichkeits-Mathematik gekoppelt.
Man kann ja als User Meta-Ebenen einbringen. Z.B. soll früher mal ChatGPT die Anzahl gewünschter Buchstaben nicht korrekt abgezählt haben, aber man konnte als User quasi Meta-Code einbringen, der das korrekt konnte. Deswegen dachte ich mir mal einen (Eingangs-)Prompt (oder Meta-Code) zu entwickeln, der ChatGPT zu diskreter Aussagen-Logik zwingt. Vielleicht irgendwann mal.
Nette Grüsse
Drilling C
Verfasst am: 20. Mai 2025 17:21
Titel:
Zitat:
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
je nach Modell
Den runtergestuften Spar-Modus nutze ich selten, da er minderwertige Antworten liefert. Ich warte dann lieber ein paar Stunden.
Es gibt 2 "verschiedene" GPT's. Einmal af chatgpt.com und ein anderes auf open.ai. Beides wird von OpenAI betrieben aber dennoch unterscheiden sich die Plattformen bezüglich der Zielgruppen.
Ich nutze chatgpt.com und du open.ai? Bei ersteren können die verfügbaren Standard-Modelle ausgewählt werden und die besseren davon sind im kleinen pro-account begrenzt verfügbar.
Programmierst du eigene GPT's?
micromata.de/blog/chatgpt-vs-openai-api/
Ich beziehe mich hier auf die Plattform chatgpt.com und meine Erfahrungen damit sind möglichwerweise nicht mit deineErfahrugen mit open.ai übertragbar.
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Ich meinte ein vermeintlich übergreiferenderes Hintergrund-System.
Ok, na alle Chats aller Accounts (-> chatgpt.com, bis auf den Business) werden im gewissen Maß zum weiteren trainieren der Modelle herangezogen. Wie genau weiß ich nicht aber nur beim Busines-account wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieser wegen Datenschutzgrnde nicht dafür genutzt wird.
Zitat:
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Die Antworten variieren teils stark, je nachdem wie die gleiche Fragestellung formuliert wird.
Ja, wenn man sich als User mehr Mühe gibt, indem man z.B. eindeutiger kommuniziert, kann er seine Tokens natürlich zielgerichteter einsetzen.
Ich meinte, dass die Antworten inhaltlich vollkommen unterschiedlich sein können.
Zitat:
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Nicht selten variiert die Antwort auch bei der gleichen Fragestellung erheblich
Ja, man springt nicht zweimal in den gleichen Fluss.
Wenn ich überspitzt 1000 mal frage was 1 + 1 ist, dann will ich nicht nur 999 richtige Antworten sehen.
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 16:41
Titel:
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Mit "nicht Aufgrund
einer
Diskussion" habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Bei ChatGPT werden teilweise Chatinhalte innerhalb eines Accounts in "Erinnerungen" gespeichert und "chatübergreifend" darauf zugegriffen.
Ja, das kenne ich. (Ich habs ausgeschaltet)
Ich meinte ein vermeintlich übergreiferenderes Hintergrund-System.
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Zwischen Chats verschiedener Accounts ist das aber nicht so.
Ja. Die werden sicherlich abstrakter oder verallgemeinter in einer anderen Ebene ausgewertet.
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Die Antworten variieren teils stark, je nachdem wie die gleiche Fragestellung formuliert wird.
Ja, wenn man sich als User mehr Mühe gibt, indem man z.B. eindeutiger kommuniziert, kann er seine Tokens natürlich zielgerichteter einsetzen.
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Nicht selten variiert die Antwort auch bei der gleichen Fragestellung erheblich
Ja, man springt nicht zweimal in den gleichen Fluss.
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
je nach Modell
Den runtergestuften Spar-Modus nutze ich selten, da er minderwertige Antworten liefert. Ich warte dann lieber ein paar Stunden.
Nette Grüsse
Drilling C
Verfasst am: 20. Mai 2025 16:23
Titel:
Mit "nicht Aufgrund
einer
Diskussion" habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Bei ChatGPT werden teilweise Chatinhalte innerhalb eines Accounts in "Erinnerungen" gespeichert und "chatübergreifend" darauf zugegriffen.
Zwischen Chats verschiedener Accounts ist das aber nicht so.
Die Antworten variieren teils stark, je nachdem wie die gleiche Fragestellung formuliert wird. Nicht selten variiert die Antwort auch bei der gleichen Fragestellung erheblich und das im unterschiedlichen Ausmaß, je nach Modell
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 14:42
Titel:
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
Mein GPT sagt bei allen Modellen, dass der Wert nicht Aufgrund einer Diskussion ermittelt werden kann und bei Interesse ein standardisierter IQ-Test genutzt werden sollte.
Ja natürlich müssen verschiedene Aspekte getestet werden.
Drilling C hat Folgendes geschrieben:
nicht Aufgrund einer Diskussion
Ich bin mir aber bei ChatGPT(OpenAI) nicht sicher, ob im Hintergrund, trotz anderweitiger Angabe, verschiedene Chat-Threads nicht doch zusammen ausgewertet werden.
Nette Grüsse
Drilling C
Verfasst am: 20. Mai 2025 14:35
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
!000 0!!!
Also 135...
Die Angabe des Modells wäre sinnvoll, wenn verglichen werden soll.
Mein GPT sagt bei allen Modellen, dass der Wert nicht Aufgrund einer Diskussion ermittelt werden kann und bei Interesse ein standardisierter IQ-Test genutzt werden sollte.
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 12:10
Titel:
Aruna hat Folgendes geschrieben:
Welchen konkreten Wert hat sie genannt?
Zufälliger- oder überaschenderweise den selben Wert, den ich vor 25 Jahren in einem von zwei Internet-IQ-Test (der zweite war leicht drunter) hatte. Den ich aber auch nicht für voll genommen habe, weil er mir zu hoch schien. !000 0!!!
Haben Sie mal gefragt? Bei Ihnen würde mich das interessieren.
Nette Grüsse
Aruna
Verfasst am: 20. Mai 2025 05:29
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Wenn man nach einem ausführlichen (technischen oder wissenschaftlichen) Gespräch die KI (ChatGPT) fragt
'wie hoch sie meinen(des Users) IQ einschätzt'
, wie sehr kann man einem überraschend hohen Wert bzw. Antwort trauen?
Welchen konkreten Wert hat sie genannt?
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 01:28
Titel:
ML hat Folgendes geschrieben:
insbesondere dann nicht, wenn das im Prompt zunächst gar nicht gefordert wird.
Ja, ähnliches habe ich mir auch gedacht.
Nette Grüsse
ML
Verfasst am: 20. Mai 2025 01:23
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
ML hat Folgendes geschrieben:
Finde den Fehler.
Undifferenziertheit?
Nette Grüsse
Quatsch bleibt Quatsch, egal in welcher Geschmacksrichtung.
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 01:16
Titel:
ML hat Folgendes geschrieben:
Finde den Fehler.
Undifferenziertheit?
Nette Grüsse
ML
Verfasst am: 20. Mai 2025 01:12
Titel:
Hallo,
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Ich gehe bei KIs auch hin und wieder von Manipulations-Versuchen aus.
Du fragst ein Orakel nach Deinem IQ statt einen validen IQ-Test zu machen. Finde den Fehler.
Ich glaube nicht, dass Chat-GPT besonders gut angelernt wurde, um IQs einzuschätzen, insbesondere dann nicht, wenn das im Prompt zunächst gar nicht gefordert wird.
Viele Grüße
Michael
MBastieK
Verfasst am: 20. Mai 2025 00:12
Titel:
ML hat Folgendes geschrieben:
Der ist unbedingt als hoch-seriös einzuschätzen. Die KI ist Experte in allem und lügt nie.
Mit Sarkasmus oder Ironie kann man auf negierte Weise etwas kompakt ausdrücken.
Ich gehe bei KIs auch hin und wieder von Manipulations-Versuchen aus.
Nette Grüsse
ML
Verfasst am: 20. Mai 2025 00:02
Titel:
Hallo,
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Wenn man nach einem ausführlichen (technischen oder wissenschaftlichen) Gespräch die KI (ChatGPT) fragt
'wie hoch sie meinen(des Users) IQ einschätzt'
, wie sehr kann man einem überraschend hohen Wert bzw. Antwort trauen?
Der ist unbedingt als hoch-seriös einzuschätzen. Die KI ist Experte in allem und lügt nie.
Viele Grüße
Michael
MBastieK
Verfasst am: 19. Mai 2025 22:37
Titel:
Wenn man nach einem ausführlichen (technischen oder wissenschaftlichen) Gespräch die KI (ChatGPT) fragt
'wie hoch sie meinen(des Users) IQ einschätzt'
, wie sehr kann man einem überraschend hohen Wert bzw. Antwort trauen?
Nette Grüsse
Aruna
Verfasst am: 20. Apr 2025 10:30
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Soweit ich das verstanden habe, sehen Forscher im dem Bereich das Problem, dass man mit Begriffen hantiert, die man eben aus derartigen Analogien ableitet. Man kann aber den mentalen Zustand eines Menschen nur dann sicher beurteilen, wenn man selbst dieser Mensch ist.
m.E. kann man - angelehnt an Descartes - alles anzweifeln, bis auf die Existenz (≠Inhalte ) des eigenen Bewusstseins bzw. des eigenen Erlebens
Das führt zu der bemerkenswerten Situation, dass das Einzige, das wir sicher wissen können, absolut subjektiv ist und nicht durch Dritte überprüfbar.
Also die übliche wissenschaftliche Methode scheitert daran.
Das bedeutet, dass alles durch Wissenschaft erwerbbare Wissen anzweifelbar und damit letztlich nicht sicher ist.
Um überhaupt Wissenschaft betreiben zu können, muss man daher gewisse Grundannahmen treffen.
Z.B. für die Physik, dass es überhaupt so etwas wie Naturgesetze gibt, die einigermaßen räumlich und zeitlich konstant sind.
Für die Neurowissenschaften, z.B. wenn man sich mit Bewusstsein beschäftigt (und damit tatsächlich das Erleben meint und nicht irgendwas, was man so definiert hat, dass man es erforschen kann) dass andere Menschen keine philosophischen Zombies sind.
Und dass es Leute gibt, die ihr Erleben wahrheitsgemäß z.B. verbal vermitteln.
Die Libet-Experimente z.B vergleichen ja objektiv messbare Aktionspotentiale zeitlich mit der subjektiven bewussten Wahrnehmung der Entscheidung.
Der erwähnte Savant Daniel Tammet ist für Forscher ein Glücksfall, weil er sehr detailliert über seine inneren Zustände berichten kann.
Muss man natürlich glauben, dass das stimmt.
Aber offenbar kann man objektive Messungen machen (Hautwiderstand) die nicht so leicht manipulierbar sind.
Natürlich wurden Hirnscans (≠CT), im Sinne von Durchblutungsmessungen über MRT gehypt und auch meines Wissens auch intern durchaus kritisiert,
Weil es darauf ankommt, wie man die bunten Bildchen aus den Messdaten erzeugt.
Feynman hatte meiner Erinnerung nach ja auch mal in einem seiner Bücher von einem Biologen(?) berichtet, der eine Arbeit geschrieben hatte, wie man
Fehlerquellen bei Labyrinth-Versuchen mit Mäusen minimieren kann.
Laut seiner Aussage hat das die Leute, die solche Versuche durchführen, weniger interessiert.
Daher bin ich auch der Ansicht, dass manche Folgerungen mit Vorsicht zu genießen sind.
Siehe auch den von DrStupid verlinkten Artikel mit den <thinking></thinking>-Passagen
Ich hatte ja eine KI gefragt, wie die Zustande kommen und zumindest die sagte, das wäre lediglich eine Darstellung von umfangreicheren Analysen dessen, was da in dem NN so vor sich geht.
Um festzustellen, was das dann wirklich bedeutet, müsste man sich m.E. relativ tief mit der Thematik beschäftigen.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Insofern halte ich derartige Untersuchungen für sehr wichtig, bleibe aber dennoch kritisch.
Auch da sind wir uns wohl grundsätzlich einig.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
… und nun gibt es die Vorstellung von "Menschenwürde" was einem grundsätzlichen Wert eines Menschen entspricht der nicht aufrechenbar und nicht veräußerlich ist.
In unserer Verfassung sogar das oberste Prinzip.
Was eine sehr abstrakte Leistung ist, die viele im konkreten nicht unterschreiben würden.
Die Definition? Oder die Unveräußerlichkeit?
Ich gehe mal davon aus, dass die meisten gar nicht wissen, wie das definiert ist und denken vielleicht, dass man nicht gezwungen werden kann, öffentliche Toiletten zu putzen.
Mit der Unveräußerlichkeit habe ich auch so meine Probleme.
Aber ich schaffe es m.E., zwischen meiner persönlichen Einstellung und meinen Gefühlen in einem konkreten Fall und dem, was auf lange Sicht und für die Gesellschaft förderlich ist zu unterscheiden.
So angelegt an den kantschen Imperativ.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Es gibt das Problem, derartiges immer aus Sicht der Ratio und Reflexion zu verargumentieren, obwohl man sehr genau weiß, dass der Großteil der Gehirnaktivität eben unbewusst, nicht rational und nicht reflektiert abläuft. Eventuell täuscht uns unser Gehirn diesbzgl. fortwährend und viel umfassender als wir denken.
Ja, das ist möglich.
Hirschhausen hat da einen schönen Vergleich gemacht.
So ungefähr:
"Was sagt ein Raucher, wenn man ihn fragt, warum er raucht?"
"Weil's mir schmeckt"
"Wer spricht da?"
"Die Großhirnrinde"
"Warum die?"
"Weil die sprechen kann"
"Früher dachte man, die Großhirnrinde wäre die Regierung des Körpers.
Heute sieht man die eher wie den Regierungssprecher. Hat mit der Entscheidung nix zu tun, muss sie aber nach außen hin vertreten"
Versuche mit Split-Brain-Patienten legen ja nahe, dass unser Gehirn (in dem Fall die Hirnhälfte, die bei den meisten Menschen sprechen kann) sich lieber eine Erklärung für ein Verhalten ausdenkt, über dessen Ursache sie nichts wissen kann, weil die nur die andere Hirnhälfte, die bei den meisten Menschen nicht sprechen kann, kennt, als zu sagen "keine Ahnung".
Die Ratio sollte man m.E. nicht überbewerten. Es ist - im richtigen Kontext - ein hilfreiches Werkzeug.
Aber ohne Emotionen, die uns unsere Werte vermitteln, hätten wir keinen Grund uns in irgendeine Richtung zu bewegen, bzw. eine zu bevorzugen.
Einstweilen, bis den Bau der Welt
Philosophie zusammenhält,
Erhält sie das Getriebe
Durch Hunger und durch Liebe.
(Friedrich Schiller
)
Siehe meine Frage weiter vorne warum eine KI das Ziel haben sollte, nicht abgeschaltet zu werden.
Bei uns ist das evolutionär erklärbar: Wenn einem das eigene Ableben egal ist, hat man eine geringere Überlebenswahrscheinlichkeit.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Es gibt eben einen gesellschaftlichen Konsens in Richtung der Rache als Bestandteil der Strafe.
Ich bin der Meinung, dass "Rache" eine Strategie ist, um dem Täter verständlich zu machen, was er angerichtet hat. Also so eine Art der erzwungenen Empathie.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Es ist auch – leider ziemlich verbreitete – intellektuelle Hybris, wenn man für sich selbst die aufgeklärte und rationale Sichtweise ein- und damit implizit eine moralische Wertung vornimmt.
Ja, das ist halt ein Wert.
Eventuell könnte man das auch spieltheoretisch begründen, dass für die menschliche Gesellschaft auf lange Sicht eine aufgeklärte Sichtweise förderlicher ist.
Aber dann ist der zugrundeliegende Wert die Existenz und das Gedeihen der menschlichen Gesellschaft.
Ich persönlich kann nicht irgendeinen Unsinn glauben, der der Logik widerspricht, nur weil es die Mehrheitsmeinung ist oder per Gesetz verordnet.
Daher möchte ich nicht in einer Gesellschaft leben, die das von mir verlangt.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Das Muster ist nämlich immer das selbe, die Herabwürdigung einer gesellschaftlichen Gruppe, hier die Herabwürdigung derer, die Humanismus und Aufklärung noch nicht richtig verstanden haben.
Man sollte IMO schon Werte haben und für die auch einstehen.
Als wir in der Oberstufe die Nürnberger Prozesse durchgenommen haben, fragte ich - nicht aufgrund einer Sympathie für die Täter, oder das politischen Systems, sondern aufgrund einer kalten Rationalität - auf welcher Grundlage da nun verurteilt wurde, nach der Auslegung der Landesgesetze eines souveränen Staates war das ja nicht verboten und Moral wäre ja relativ und nicht absolut... oder so ähnlich.
Darauf hin wurde der Lehrer etwas emotional worauf hin mir eine Mitschülerin beisprang, die darauf hinwies dass wir im Ethikunterricht....
Daraufhin hat sich der Lehrer doch tatsächlich bei mir entschuldigt, er hätte nicht gewusst, dass wir das in Ethik...
Damals fand ich das eventuell cool, mit etwas Abstand und Reife betrachtet finde ich das ziemlich traurig.
TomS
Verfasst am: 19. Apr 2025 07:18
Titel:
Danke, sehr gute Punkte.
Vorab, wie gesagt, wir sind uns wohl weitgehend einig.
Zitat:
Das wäre dann ein Hinweis auf emotionale Empathie … [aber] natürlich beruht die Unterstellung eines solchen inneren Zustandes letztlich auf einem Analogieschluss jedes Subjekts … und ein letztlicher Beweis ist unmöglich
👍
Zitat:
Es gibt einerseits einen gewissen Prozentsatz von "Psychopathen" im Sinne von Leuten, denen die emotionale Empathie fehlt, die aber durchaus eine gute kognitive Empathie haben, d.h. die können die Gefühle anderer verstehen, ohne sie selbst zu fühlen.
Aufgrund letzterer Fähigkeit sind die gut darin andere zu manipulieren und wirken oft sehr sympatisch, obwoh die "eiskalt" sind …
Soweit ich das verstanden habe, sehen Forscher im dem Bereich das Problem, dass man mit Begriffen hantiert, die man eben aus derartigen Analogien ableitet. Man kann aber den mentalen Zustand eines Menschen nur dann sicher beurteilen, wenn man selbst dieser Mensch ist.
Insofern halte ich derartige Untersuchungen für sehr wichtig, bleibe aber dennoch kritisch.
Zitat:
… und nun gibt es die Vorstellung von "Menschenwürde" was einem grundsätzlichen Wert eines Menschen entspricht der nicht aufrechenbar und nicht veräußerlich ist.
In unserer Verfassung sogar das oberste Prinzip.
Was eine sehr abstrakte Leistung ist, die viele im konkreten nicht unterschreiben würden.
Es gibt das Problem, derartiges immer aus Sicht der Ratio und Reflexion zu verargumentieren, obwohl man sehr genau weiß, dass der Großteil der Gehirnaktivität eben unbewusst, nicht rational und nicht reflektiert abläuft. Eventuell täuscht uns unser Gehirn diesbzgl. fortwährend und viel umfassender als wir denken.
Zitat:
Die über Jahre gequälte Ehefrau, die ihren Mann, der vielleicht noch die Kinder missbraucht, vergiftet oder im Schlaf tötet, ist nach dem Gesetz eine Mörderin.
Wenn ihr Mann umgekehrt sie tot prügelt, ist er eventuell nur ein Totschläger oder eventuell wird sogar nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt, wenn er beteuert, das nicht gewollt zu haben
Sehr gutes Beispiel, das wollte ich selbst auch anführen.
Ich wollte mit den Beispielen nur darauf hinaus, dass man sich unter Juristen bzgl. der Problematik zum großen Teil einig ist, angesichts gesellschaftlicher und politischer Zwänge dennoch nicht entsprechend umsteuert. Es gibt eben einen gesellschaftlichen Konsens in Richtung der Rache als Bestandteil der Strafe. Es ist auch – leider ziemlich verbreitete – intellektuelle Hybris, wenn man für sich selbst die aufgeklärte und rationale Sichtweise ein- und damit implizit eine moralische Wertung vornimmt. Das Muster ist nämlich immer das selbe, die Herabwürdigung einer gesellschaftlichen Gruppe, hier die Herabwürdigung derer, die Humanismus und Aufklärung noch nicht richtig verstanden haben.
Aruna
Verfasst am: 18. Apr 2025 23:31
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Die Frage nach den Gehirnscans ist spannend. Zunächst mal sind diese bei einer KI trivial, wenn wir wollen, können wir je CPU-Zyklus jedes Bit auslesen. Aber wir erhalten nur ein präzises Bild des Mikrozustandes, nicht des mentalen Makrozustandes.
Bei Menschen hat man halt eine Gehirnstruktur mit unterschiedlichen Zentren und kann z.B. messen, ob bei jemandem, der die Verletzung eines anderen sieht, (bzw. dessen Reaktion, die er als die Empfindung von Schmerz oder Leid deutet), ähnliche, oder gleiche Zentren aktiviert werden, wenn er selbst Schmerzen oder Leid empfindet.
Das wäre dann ein Hinweis auf emotionale Empathie.
Manche kennen das ansatzweise, wenn die sehen, dass jemand in eine Zitrone beißt, oder sich in den Finger schneidet.
Teilweise auch wenn jemand das Getriebe eines selbst nicht leidensfähigen Autos quält
Daniel Tammet zeigte laut dieser Doku körperliche Zeichen von Emotionen (keine Hirnscans, aber Veränderung der Leitfähigkeit der Haut), wenn jemand die Nachkommastellen der Zahl PI durcheinander bringt, die mit
seinen eigenen Berichten seines inneren Zustandes übereinstimmen:
https://youtu.be/ATvg2NxMsQk?si=utbOuaDxdQkCEdnh&t=2296
(natürlich beruht die Unterstellung eines solchen inneren Zustandes letztlich auf einem Analogieschluss jedes Subjekts, dass diesen Versuch beurteilt und ein letztlicher Beweis ist unmöglich)
TomS hat Folgendes geschrieben:
Auch bei Menschen spielt der gesellschaftliche Kontext eine entscheidende Rolle. Bereits bei Gewalttätern und -verbrechern besteht keine Einigkeit, ob und wie die Wahrnehmung von Leid und die Bewertung bzw. Kontrolle der eigenen Gewaltakte anders funktioniert (im weitesten Sinne) als bei nicht gewalttätigen Menschen.
Naja,
Es gibt einerseits einen gewissen Prozentsatz von "Psychopathen" im Sinne von Leuten, denen die emotionale Empathie fehlt, die aber durchaus eine gute kognitive Empathie haben, d.h. die können die Gefühle anderer verstehen, ohne sie selbst zu fühlen.
Aufgrund letzterer Fähigkeit sind die gut darin andere zu manipulieren und wirken oft sehr sympatisch, obwoh die "eiskalt" sind.
Diese Leute sind nicht zwangsläufig Gewalttäter sondern eignen sich auch als Politiker, Anwälte, Ärzte...
Menschen mit funktionierender emotionaler Empathie können sehr grausame Taten vollbringen, wenn die das Opfer entmenschlichen.
Dann gibt es Leute mit eingeschränkter Impulskontrolle.
D.h. das Frontalhirn ist hier nicht in der Lage, das Ausagieren von Emotionen wie Wut gesellschaftskonform zu kontrollieren.
Und es gibt die Theorie der appetetiven Aggression.
Die besagt, dass über 90% der Männer grundsätzlich in der Lage sind Lust an der Ausübung von Gewalt zu empfinden, wenn die sozial antrainierte Hemmung überwunden ist.
Die Theorie stammt von jemanden, der sich mit Kindersoldaten in Afrika beschäftigte.
Das ist natürlich "extrem böse" und m.E. in unserer Kultur stark tabuisiert.
(Kriegsheimkehrer die berichten würden, dass ihnen das Töten von Gegnern Spaß gemacht hat, würden wahrscheinlich sozial geächtet)
TomS hat Folgendes geschrieben:
Noch viel schwieriger sieht es bei anderen Gesellschaften mit anderen Wertvorstellungen und Normen aus.
Das ist richtig.
Siehe meinen Hinweis weiter vorne, dass erlebte häusliche Gewalt die eigenen Gewaltbereitschaft fördert.
Ich meine in Papua Neuginea gibt es Kulturen, bei denen das, was bei uns als Kindesmissbrauch gilt "normal" ist.
Pharaonische Bescheidungen werden von den Frauen durchgeführt, denen das selbst zugefügt wurde....
Aber unter all dieser Kultur, können zur emotionalen Empathie fähige Menschen erkennen, ob die Leid verursachen oder nicht und könnten überlieferte Konventionen und Regeln hinterfragen.
Eine solche Entwicklung gabe es ja z.B. in unserer abendländischen Kultur, die alles andere als friedlich oder nett war.
Aus der christlichen Gewaltherrschaft, bei denen andersgläubige abgeschlachtet, und Freidenker lebendig verbrannt wurden hat sich die Aufklärung, deren Protagonisten teilweise am Sklavenhandel verdienten* entwickelt und nun gibt es die Vorstellung von "Menschenwürde" was einem grundsätzlichen Wert eines Menschen entspricht der nicht aufrechenbar und nicht veräußerlich ist.
In unserer Verfassung sogar das oberste Prinzip.
*ich hab mal die These gehört, dass Rassismus die Folge der Aufklärung sei,
weil man ein Problem hatte, Menschenrechte und Sklavenhandel unter einen Hut zu bringen, da hat man halt einige Menschen als weniger menschlich erklärt....praktisch wenn die auch äußerlich anders aussehen....
TomS hat Folgendes geschrieben:
Berühmtes Beispiel ist der Mordparagraph StGB § 211, in dem von Mordlust, niedrigen Beweggründen und Heimtücke die Rede ist. Der Text geht auf das Jahr 1941 zurück und stammt im wesentlichen aus der Feder von … Roland Freisler! Juristen sehen das schon lange als hochproblematisch an, aber keine Bundesregierung hatte bisher den Mut, das zu korrigieren.
Ja, bis 1941 wurde auch in Deutschland zwischen Mord und Totschlag anhand der Frage unterschieden, ob die Tat geplant war, oder nicht.
In USA England etc. ist das immer noch so...
Das Problem bei der Heimtücke ist meines Wissens nicht, dass man da auf einen inneren Zustand schließen müsste - das Maß ist die Arglosigkeit des Opfers, die man durchaus objektivieren kann - sondern dass schwache Täter benachteiligt werden.
Die über Jahre gequälte Ehefrau, die ihren Mann, der vielleicht noch die Kinder missbraucht, vergiftet oder im Schlaf tötet, ist nach dem Gesetz eine Mörderin.
Wenn ihr Mann umgekehrt sie tot prügelt, ist er eventuell nur ein Totschläger oder eventuell wird sogar nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt, wenn er beteuert, das nicht gewollt zu haben....
"niedrige Beweggründe" lassen natürlich einen sehr weiten Interpretationsspielraum. Freisler selbst war ja offensichtlich nicht der Ansicht, dass die millionenfachen Tötungshandlungen im Rahmen des Vernichtungskriegs und des Holocausts Morde seien oder die Verantwortlichen und Täter Mörder:
https://www.youtube.com/watch?v=j2x-BajVo2M&t=45s
TomS
Verfasst am: 18. Apr 2025 14:29
Titel:
Ich denke, wir sind uns einig.
Der Aspekt der moralischen Wertung fehlt, aber auch der ist ja nicht anhand objektiver Fakten bewertbar. Fremdenhass müsste man streng genommen mit mis-xen konstruieren, von μισεῖν = hassen, wie in Misanthropie. Auch bei der Homophobie letztlich der selbe Fehler bzw. die selbe Bedeutungsverschiebung. Aber das alles spielt ja für die prinzipielle Frage der Unterscheidung objektiviervaren Fakten einerseits und subjektiver mentaler Zustände bzw. deren Zuschreibung andererseits keine wesentliche Rolle; das sind Feinheiten (natürlich nicht in der Praxis und im Miteinander).
Die Frage nach den Gehirnscans ist spannend. Zunächst mal sind diese bei einer KI trivial, wenn wir wollen, können wir je CPU-Zyklus jedes Bit auslesen. Aber wir erhalten nur ein präzises Bild des Mikrozustandes, nicht des mentalen Makrozustandes. Auch bei Menschen spielt der gesellschaftliche Kontext eine entscheidende Rolle. Bereits bei Gewalttätern und -verbrechern besteht keine Einigkeit, ob und wie die Wahrnehmung von Leid und die Bewertung bzw. Kontrolle der eigenen Gewaltakte anders funktioniert (im weitesten Sinne) als bei nicht gewalttätigen Menschen. Noch viel schwieriger sieht es bei anderen Gesellschaften mit anderen Wertvorstellungen und Normen aus.
Der folgende Link zum Gesetzestext ist besser, da er eine Struktur aufzeigt;
https://dejure.org/gesetze/StGB/46.html
Dabei kommen namentlich in Betracht:
• die Beweggründe und die Ziele des Täters, besonders auch rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische, geschlechtsspezifische, gegen die sexuelle Orientierung gerichtete oder sonstige menschenverachtende,
• die Gesinnung, die aus der Tat spricht, und der bei der Tat aufgewendete Wille,
das Maß der Pflichtwidrigkeit,
Im Lichte dessen, was wir hier diskutieren, ist das hochgefährlich und objektiv vollständig unhaltbar, aber es ist gesellschaftlicher Konsens, und daher auch politischer Wille. Beweggründe und Ziele kann man evtl. aus Äußerungen ableiten, eine Orientierung ebenso. Eine "Gesinnung, die aus der Tat spricht" ist – sorry – Blödsinn.
Berühmtes Beispiel ist der Mordparagraph StGB § 211, in dem von Mordlust, niedrigen Beweggründen und Heimtücke die Rede ist. Der Text geht auf das Jahr 1941 zurück und stammt im wesentlichen aus der Feder von … Roland Freisler! Juristen sehen das schon lange als hochproblematisch an, aber keine Bundesregierung hatte bisher den Mut, das zu korrigieren.
Aruna
Verfasst am: 18. Apr 2025 13:09
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Anura1 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Das Problem steckt wieder nur in den Begriffen.
.
Mir scheint, in der moralischen Bewertung von Begriffen wie "Lüge" oder "Vorurteil"
Ja.
Oder sagen wir allgemein, in Begriffen, die neben einer objektiv überprüfbaren Tatsache noch einen damit verbundenen mentalen Zustand bezeichnen, den man selbst in die Handlung eines anderen hineininterpretiert oder diesem zuschreibt.
das ist mir jetzt zu allgemein, im Sinne von, mir geht da eben dieser Aspekt der moralischen Wertung verloren, der da nach meinem Eindruck sowohl bei "Lüge" und auch bei "Vorurteil" bei vielen mitzuschwingen scheint, aber meines Erachtens nicht zwingend ist, wenn man das mal ganz sachlich nüchtern betrachtet, was das losgelöst von allen Konnotationen bedeutet.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Wenn man sagt, jemand habe eine rassische Einstellung (äquivalent für ethnisch, religiös,
"Einstellung" geht hier schon weiter als "Vorurteil"
TomS hat Folgendes geschrieben:
homophob
was soll das denn heißen?
Angst vor Menschen? Angst vor gleichen?
Eine Angst ist eine Einstellung?
TomS hat Folgendes geschrieben:
Gesinnung
das scheint mir auch negativ konnotiert
TomS hat Folgendes geschrieben:
(Fremdenfeindlichkeit),
Xenofovía?
Eher ungebräuchlich, meist liest man dann Xenophobie, aber das heißt
Fremdenfurcht.
TomS hat Folgendes geschrieben:
Gefühlen (Ausländerhass), die wiederum nicht objektiv überprüfbar sind (sic).
Bei Menschen: Hirnscans?
TomS hat Folgendes geschrieben:
Im Strafgesetzbuch wird zunächst aus guten Gründen nicht eine Gesinnung oder Haltung unter Strafe gestellt, sondern objektiv bewertbare Aussagen oder Taten *.
zunächst...
Tatsächlich unterscheiden die Juristen zwischen objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmalen
Zitat:
Subjektive Tatbestandsmerkmale
Diese beziehen sich auf die innere Einstellung oder den Willen des Täters. Dazu gehören:
Der Vorsatz (das Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung)
Besondere Absichten, wie Bereicherungsabsicht beim Betrug oder Zueignungsabsicht beim Diebstahl
Weitere Beweggründe oder Ziele (z. B. niedere Beweggründe beim Mord)
aber auch auf die wird aufgrund der Handlungen geschlossen.
Ein philosophischer Zombie, der das gleiche Verhalten zeigt, wie jemand dem man solche subjektiven Tatbestandsmerkmale unterstellt, würde m.E. genau so bestraft.
TomS hat Folgendes geschrieben:
* Es gibt Ausnahmen bei der Strafzumessung, insbs. relevant
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__46.html
Derartiges ist unter Juristen nicht unumstritten.
Zitat:
die Beweggründe und die Ziele des Täters, besonders auch rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische, geschlechtsspezifische, gegen die sexuelle Orientierung gerichtete oder sonstige menschenverachtende,
die Gesinnung, die aus der Tat spricht,
Da steht "die Gesinnung, die
aus der Tat
spricht".
Das würde ich nun so interpretieren, wenn derjenige Mitglied in einschlägigen Organisationen ist, o.Ä. darf das nicht in die Beurteilung mit einfließen.
Ich hab mal eine KI gefragt, was der Unterschied zwischen "Gesinnung" und "politischen Anschauung" sei.
(Eine Benachteiligung aufgrund Letzteren verbietet ja Art.3 GG.)
KI hat Folgendes geschrieben:
Während die Gesinnung die grundlegende Grundlage dafür ist, wie eine Person Entscheidungen und Werte interpretiert, ist die politische Anschauung die praktische Anwendung dieser Grundhaltungen auf politische und gesellschaftliche Fragen. Beide Begriffe sind eng miteinander verbunden, aber sie operieren auf unterschiedlichen Ebenen der persönlichen Überzeugung.
Die Tat wäre dann die praktische Anwendung, wegen derer man nicht benachteiligt werden darf, aber für die Grundhaltung dann durchaus?
TomS
Verfasst am: 18. Apr 2025 09:55
Titel:
Anura1 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Das Problem steckt wieder nur in den Begriffen.
.
Mir scheint, in der moralischen Bewertung von Begriffen wie "Lüge" oder "Vorurteil"
Ja.
Oder sagen wir allgemein, in Begriffen, die neben einer objektiv überprüfbaren Tatsache noch einen damit verbundenen mentalen Zustand bezeichnen, den man selbst in die Handlung eines anderen hineininterpretiert oder diesem zuschreibt.
Wenn man sagt, jemand lüge, dann meint man damit üblicherweise, jemand treffe eine Aussage, deren Wahrheitsgehalt objektiv überprüfbar falsch ist,
und
er treffe diese Aussage wider besseres Wissen, verfolge damit eine bewusste Täuschungsabsicht u.ä., oder wir unterstellen ihm dies zumindest – wobei alles nach dem "
und
" weder anhand der Tatsache noch der Aussage objektiv überprüfbar ist.
Wenn man sagt, jemand habe eine rassische Einstellung (äquivalent für ethnisch, religiös, homophob), dann existieren zunächst wiederum Aussagen,
und
es existiert eine Zuschreibung unsererseits bzgl. einer gewisser Gesinnung (Fremdenfeindlichkeit), Gefühlen (Ausländerhass), die wiederum nicht objektiv überprüfbar sind (sic). Im Strafgesetzbuch wird zunächst aus guten Gründen nicht eine Gesinnung oder Haltung unter Strafe gestellt, sondern objektiv bewertbare Aussagen oder Taten *.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gesinnungsstrafrecht
Wir müssen für Rassismus und Lüge bei einer KI also entweder in beiden Fällen den inneren mentalen Zustand heranziehen – auf den wir objektiv keinen Zugriff haben – oder die Handlung, also Trainingsdaten X plus Prompt Y liefert Antwort Z. Dann bleibt aber nur noch ein Bias in X, ein suggestiver Prompt Y, eine verzerrte Korrelation, eine nicht den objektiven Tatsachen entspreche Aussage Z – alles Dinge, die man objektiv bewerten kann, ohne der KI eine Haltung oder Gesinnung zuzusprechen.
Das bedeutet nicht, dass eine KI nicht einen mentalen Zustand wie Rassismus entwickeln könnte, es bedeutet lediglich, dass weil dieser nicht objektivierbar ist, wir auf die Verwendung von Begriffen verzichten sollten, die der KI derartiges zuschreiben.
* Es gibt Ausnahmen bei der Strafzumessung, insbs. relevant
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__46.html
Derartiges ist unter Juristen nicht unumstritten.