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[quote="akapuma"][quote="Mathefix"]Ob das Solldrehmoment mit kurzem Hebelarm und grosser Kraft oder mit langem Hebelarm und geringer Kraft erreicht wird ist unerheblich. Das Produkt aus Kraft und Hebelarm muss in jedem Fall das Solldrehmoment ergeben.[/quote] Hallo Mathefix, das ist nicht korrekt. Ich habe mal ein neues Bild gemacht. Wenn man ganz links am schwarzen Griff drückt, dann braucht man natürlich eine unendlich hohe Kraft, damit der Drehmomentschlüssel auslöst. Das Drehmoment an der Schraube "M" wird dann unendlich groß. Geht man z.B. 1cm nach rechts, dann braucht man immer noch riesengroße Kräfte zum Auslösen, da der schwarze Hebelarm ja kurz ist. Für das Drehmoment an der Schraube kommen aber noch die silbernen Teile dazu, hier wirkt ein deutlich längerer Hebelarm. Je weiter man nach rechts drückt, desto kleiner wird die Kraft, die aufgewendet werden muß, damit der Drehmomentschlüssel auslöst. Links am Griff löst er bei etwa 9Nm aus, in der Mitte des Griffs bei etwa 8Nm, und ganz rechts bei 7Nm. Eingestellt waren 5Nm, nach den WERA-Umrechnungsfaktoren sollte er bei 7Nm auslösen. Mein zweiter, messender Schlüssel ist in diesem Bereich allerdings auch nicht so genau. Meine eingangs gestellte Frage, wie das funktioniert, ist also ganz einfach zu beantworten: Es funktioniert garnicht! Das eingestellte Drehmoment wird nur erreicht, wenn man den Griff ein etwa mittig packt. Gruß akapuma https://akapuma.info/webspace/dms2.jpg[/img][/quote]
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Mathefix
Verfasst am: 14. März 2025 15:40
Titel:
Habe mir den Drehmomentschlüssel genauer angesehen. Das Dremoment wird nicht, wie von mir angenommen, über eine einstellbare Rutschkupplung am Dtrehpunkt übertragen, sondern über einen Sensor unterhalb es Handgriffs. Der Hebelarm ware dann der mittige Kraftangriffspunkt am Handgriff bis zum Sensor. Um die Kräfte und Momente zu bestimmen, muss man das Innenleben kennen.
akapuma
Verfasst am: 14. März 2025 13:11
Titel:
Mathefix hat Folgendes geschrieben:
Ob das Solldrehmoment mit kurzem Hebelarm und grosser Kraft oder mit langem Hebelarm und geringer Kraft erreicht wird ist unerheblich.
Das Produkt aus Kraft und Hebelarm muss in jedem Fall das Solldrehmoment ergeben.
Hallo Mathefix,
das ist nicht korrekt. Ich habe mal ein neues Bild gemacht. Wenn man ganz links am schwarzen Griff drückt, dann braucht man natürlich eine unendlich hohe Kraft, damit der Drehmomentschlüssel auslöst. Das Drehmoment an der Schraube "M" wird dann unendlich groß. Geht man z.B. 1cm nach rechts, dann braucht man immer noch riesengroße Kräfte zum Auslösen, da der schwarze Hebelarm ja kurz ist. Für das Drehmoment an der Schraube kommen aber noch die silbernen Teile dazu, hier wirkt ein deutlich längerer Hebelarm.
Je weiter man nach rechts drückt, desto kleiner wird die Kraft, die aufgewendet werden muß, damit der Drehmomentschlüssel auslöst.
Links am Griff löst er bei etwa 9Nm aus, in der Mitte des Griffs bei etwa 8Nm, und ganz rechts bei 7Nm.
Eingestellt waren 5Nm, nach den WERA-Umrechnungsfaktoren sollte er bei 7Nm auslösen. Mein zweiter, messender Schlüssel ist in diesem Bereich allerdings auch nicht so genau.
Meine eingangs gestellte Frage, wie das funktioniert, ist also ganz einfach zu beantworten: Es funktioniert garnicht!
Das eingestellte Drehmoment wird nur erreicht, wenn man den Griff ein etwa mittig packt.
Gruß
akapuma
https://akapuma.info/webspace/dms2.jpg[/img]
Mathefix
Verfasst am: 13. März 2025 20:42
Titel:
Ob das Solldrehmoment mit kurzem Hebelarm und grosser Kraft oder mit langem Hebelarm und geringer Kraft erreicht wird ist unerheblich.
Das Produkt aus Kraft und Hebelarm muss in jedem Fall das Solldrehmoment ergeben.
akapuma
Verfasst am: 13. März 2025 17:00
Titel:
Mal angenommen, ich drücke bei Lk (240mm) mit 11,8N. Dann habe ich ein Drehmoment von 11,8N x 0,24m = 2,83Nm.
Jetzt drücke am äußersten Ende (283mm) mit 10N. Ich habe wieder 2,83Nm.
Im ersten Fall (ich beziehe mich auf meine Zeichnung) ist F2 11,8N. F3 ist 0N.
Im zweiten Fall ist F2 wegen der Hebelwirkung 11,98N nach unten, F3 drückt aber mit 1,93Nm nach oben.
Wie kann der Drehmomentschlüssel beide Fälle unterscheiden?
F2 ist in beiden Fällen unterschiedlich (11,8N vs 11,98N).
Auch das Drehmoment im Inneren des Schlüssels ab dem vorderen Lagerungspunkt bei F3, also F2 x l2, ist unterschiedlich.
Nur F2 x (l1 + l2) - F3 x l1 ist gleich.
Mathefix
Verfasst am: 13. März 2025 15:36
Titel:
In der Bedienungsanleitung ist auf Seite 2 unten in einer Tabelle sder artikelabhängige Hebelarm L_k - Abstand Kraftangriffspunkt bis Drehachse - angegeben.
Das Solldrehmoment kann eingestellt werden. Wird dieser Wert erreicht d.h ist F * L_k = M_soll, dann"knackt" es.
Die notwendige Kraft ist F = M_soll/L_k.
akapuma
Verfasst am: 12. März 2025 20:41
Titel: Drehmomentschlüssel - Funktion und Berechnung
Hallo,
ich habe eine Frage zu einem Drehmomentschlüssel, genau genommen zu einem WERA Click-Torque X1 mit auswechselbarem Werkzeug. Die Bedienungsanleitung befindet sich hier, es geht speziell um Bild 1 auf Seite 2:
https://www-de.wera.de/fileadmin/user_upload/downloads/manuals/05679304001-0050400-01.pdf
Den inneren Aufbau stelle ich mir wie folgt (siehe jpg) vor:
https://akapuma.info/webspace/dms.jpg
Man hat ein Vierkantrohr, an dessen Seite sich rechts ein Handgriff befindet. Dieser wird von der Hand gedrückt, die Kraft ist F1.
In diesem Vierkantrohr ist eine Stange, an der sich links das Werkzeug befindet. Die Stange ist links im Vierkantrohr gelagert. Der Abstand zwischen diesem Lager und dem Drehpunkt der festzuziehenden Schraube beträgt laut Hersteller 17,5mm.
Rechts ist die Stange im Werkzeug laut Hersteller 222,5mm lang. Das Vierkantrohr drückt auf die Stange mit F2. Wird ein einstellbarer Wert überschritten, dann knackt es.
Die Formel in der Bedienungsanleitung dient übrigens zur Umrechnung, wenn links ein Werkzeug aufgesteckt wird, das nicht 17,5mm lang ist.
Jetzt zu meinem Problem:
Das Drehmoment, das auf die Schraube wirkt, ist zweifelsohne F1 x (l1 + l2 + l3). Der Drehmomentschlüssel kennt aber F1 am Handgriff garnicht. Ebenfalls ist l3 unbekannt, da die Hand ja irgendwo drücken kann.
Wenn ich nun mit F1 drücke, dann bildet der Punkt F2 ja auch einen Drehpunkt, so daß eine weitere Kraft F3 entsteht. F3 ist aber nur eine Metallachse (im Originalprodukt links von der grünen Schrift). ich denke nicht, daß der Schlüssel F3 kennt.
Der Drehmomentschlüssel dürfte nur F2, l1 und l2 kennen. Ich versuche nun, nur mit diesen 3 Werten M zu berechnen, F1 und l3 sollten ja dabei herausfallen. Das gelingt aber nicht. Ist vielleicht mein Modell falsch?
Danke für jede Hilfe.
Gruß
akapuma