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[quote="TomS"]Was ist der Regulator alpha? Doch, das Verschwinden der Variation des Funktionals entspricht letztlich der Extremalbedingung für eine Funktion. Man kann sich das im Übrigen algebraisch klarmachen, wenn man spezielle Funktionen f und darüber zu minimierende Funktionale S[f] betrachtet, nämlich [latex]f(t) = \sum_n f_n \, e^{int}[/latex] Dann führt die Variation von S, d.h. die Funktionalableitung nach f(t) auf die entsprechenden gewöhnlichen partiellen Ableitungen nach den Koeffizienten f_n. Letztlich entspricht das einer Taylor-Entwicklung erster Ordnung.[/quote]
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PhysikLama
Verfasst am: 08. Feb 2025 13:26
Titel: Antwort auf TomS
Okay, dass habe ich verstanden. Uns es also möglich mittels einer Taylor Reihe das Funktional um zu schreiben.
Bedeutet, dass dann
oder verstehe ich da was falsch?
Außerdem wieso darf ich die Taylor Entwicklung bereits nach den ersten Termen abbrechen? Wäre die Approximation dann nicht ungenau?
TomS
Verfasst am: 07. Feb 2025 12:54
Titel: Re: Antwort auf TomS
PhysikLama hat Folgendes geschrieben:
Okay, d.h. ich versuche mittels der Taylor Entwicklung das Funktional hier
zu approximieren, so wie ich es mit einer "normalen" Funktion tue oder?
F ist die Funktion unter dem Integral, also
In den obigen Beispielen war das
wobei oben x statt f verwendet wurde *
Worauf ich hinaus will, ist, dass unter dem Integral letztlich nichts wirklich Neues passiert. Man verwendet eine Taylor-Näherung, allerdings jetzt für die Funktion F um die Funktion f_0, nicht mehr eine für die Funktion f um den Wert x_0.
Wenn ich heute Abend mal Zeit habe, gehe ich durch die Diskussion durch und bereinige die Nomenklatur.
PhysikLama
Verfasst am: 07. Feb 2025 10:10
Titel: Post Scriptum Frage
PS:
Sind das
und
bzw.
hier nur andere Besetzungen für
und
?
PhysikLama
Verfasst am: 07. Feb 2025 10:07
Titel: Antwort auf TomS
Okay, d.h. ich versuche mittels der Taylor Entwicklung das Funktional hier
zu approximieren, so wie ich es mit einer "normalen" Funktion tue oder?
TomS
Verfasst am: 06. Feb 2025 19:05
Titel:
Ist dir dann in der Zwischenzeit klar, dass die Variationensrechnung nichts anders macht als die Idee der Taylorentwicklung bis erste Ordnung auf Funktionale zu übertragen?
Also statt
jetzt unter dem Integral
(wobei ich die Frage von df/dt und partieller Integration erst mal zurückgestellt habe)
PhysikLama
Verfasst am: 06. Feb 2025 15:27
Titel: Antwort auf TomS
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ok, dann einfacher.
Sagt dir die Ableitung einer Funktion, die Bedingung für ein Extremum und die Taylor-Entwicklung bis erste Ordnung etwas?
Das differenzieren einer Funktion ist mir wohl bekannt, auch eine Taylor-Entwicklung verstehe ich (dadurch kann ich eine Funktion über ihre Ableitungen approximieren oder?). Aber die Bedingungen für ein Extrememum eher weniger, sofern du damit nicht meinst, dass
ein Extrememum (stationären Punkt) definiert.
TomS
Verfasst am: 06. Feb 2025 13:40
Titel:
Ok, danke.
Letzteres ist natürlich klar. Man müsste immer explizit dazusagen, dass man Minima, Maxima und Sattelpunkte zulässt.
Corbi
Verfasst am: 06. Feb 2025 10:31
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Außerdem denke ich, dass meine Anmerkung wohl falsch ist, denn
Z.B.
führt doch ebenfalls zum Ziel.
Ich denke dieser Ansatz ist mathematisch sinnvoller. Hier kannst du
als Funktion
in der variable a auffassen und damit hast du dann eine wohldefinierte Taylorentwicklung.
Was ich dann meinte mit " aus
folgen die Euler-Lagrange-Gleichungen nicht." ist, dass du ja zusätzlich die Bedingung benötigst, dass die Terme der Ordnung a^2 verschwinden. Das steckt ja aber nicht allein in
.
Corbi
Verfasst am: 06. Feb 2025 10:21
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Ich verstehe das Problem nicht.
Wenn ich eine Funktion V(x(t)) habe, ist dann der Ansatz
wobei man üblicherweise nur die erste Ordnung betrachtet, mathematisch fragwürdig?
Das ist ja etwas ganz anders als du oben machen willst
Das Wirkungsfunktional ist eine Abbildung
Für solche Abbildungen bin ich mir nicht sicher ob du das Taylorentwickeln kannst. Was du in einem letzten Post dagegen machst, ist du nimmst eine Abbildung
machst dann eine Taylor-Entwicklung in der R^d-variable und verkettest danach mit der Kurvenfunktion. Damit Approximierst du aber einfach dein Potential durch eine Taylor-Reihe und nicht das Wirkungsfunktional in der Kurvenvariable.
TomS
Verfasst am: 06. Feb 2025 06:10
Titel:
Ich verstehe das Problem nicht.
Wenn ich eine Funktion V(x(t)) habe, ist dann der Ansatz
wobei man üblicherweise nur die erste Ordnung betrachtet, mathematisch fragwürdig?
Außerdem denke ich, dass meine Anmerkung wohl falsch ist, denn
Z.B.
führt doch ebenfalls zum Ziel.
Kannst du evtl. nochmal erklären, was genau du damit
Corbi hat Folgendes geschrieben:
Aus der anderen Definition
folgen aus
die Euler-Lagrange-Gleichungen dagegen nicht.
meinst?
Corbi
Verfasst am: 05. Feb 2025 23:44
Titel:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Letztlich ist das unter dem Integral eine Taylor-Entwicklung in eta bis einschließlich erster Ordnung sowie partielle Integration, um die Zeitableitungen bei eta loszuwerden.
Mir ist nicht klar, was eine Taylorentwicklung in eta bedeuten soll. Zumindest kenne ich keine Erweiterung der Taylorentwicklung für Funktionen auf unendlichdimensionalen Räumen wie
.
Corbi
Verfasst am: 05. Feb 2025 23:37
Titel: Re: Antwort und Anschlussfrage
PhysikLama hat Folgendes geschrieben:
Eine Frage hätte ich aber noch.
Was kann ich mir "bildlich" unter dem variieren eines Funktionals vorstellen? Beim Ableiten kann man es sich ja so vorstellen, dass man an jede Stelle eine Gerade zeichnet, die dann die Steigung angibt. Aber was ist hier das Pendant zu
?
Das Wirkungsprinzip bedeutet, dass du genau diejenige Kurve auswählst für die sich die Wirkung kaum ändert wenn du die Kurve ein klein wenig veränderst (variierst). Genau wie bei einer eindimensionalen Funktion: wenn die Funktion an einem Minimum oder Maximum ist, also die Ableitung verschwindet, ist die Steigung Null. Das heißt der Funktionswert ändert sich kaum wenn du dich ein klein wenig vom Minimum wegbewegst.
Darüberhinaus lässt sich noch mehr Anschauliches sagen. Das Wirkungsfunktional in der klassichen Mechanik ist gegeben durch
also durch das Zeitintegral über die Differenz kinetischer und potentieller Energie.
In den meisten Fällen ergibt das Variationsprinzip ein Minimum. Das Integral lässt sich als eine Mittelung über die Zeit verstehen. Das heißt die Wirkung gibt dir die mittlere Differenz aus kinetischer und potentieller Energie. Wenn dieses Mittel nun ein Minimum annimmt, bedeutet das die Differenz von kinetischer und potentieller Energie wird im Mittel so klein wie möglich. Das heißt also anschaulich gesprochen, dass sich kinetische und potentielle Energie über die Zeit gesehen die Waage halten, also sich gegenseitig ausgleichen.
PhysikLama
Verfasst am: 05. Feb 2025 21:54
Titel: Antwort und Anschlussfrage
Ich danke euch für eure Antworten
und werde mich die Tage nochmal in das Thema reinarbeiten um eure Antworten besser zu verstehen.
Eine Frage hätte ich aber noch.
Was kann ich mir "bildlich" unter dem variieren eines Funktionals vorstellen? Beim Ableiten kann man es sich ja so vorstellen, dass man an jede Stelle eine Gerade zeichnet, die dann die Steigung angibt. Aber was ist hier das Pendant zu
?
TomS
Verfasst am: 05. Feb 2025 16:48
Titel:
Ich denke, das Problem ist die Auftrennung der Variation in alpha und eta. Lässt man das bleiben, folgen die Euler-Lagrange-Gleichungen unmittelbar aus
Z.B.
Andere Fälle wie
analog.
Letztlich ist das unter dem Integral eine Taylor-Entwicklung in eta bis einschließlich erster Ordnung sowie partielle Integration, um die Zeitableitungen bei eta loszuwerden.
Oder übersehe ich etwas?
Corbi
Verfasst am: 05. Feb 2025 14:13
Titel: Re: Verbesserte Formulierung
Myon hat Folgendes geschrieben:
Meines Erachtens ist das die einzig sinnvolle Definition. Hieraus folgt dann aus der Annahme, dass
für alle
mit verschwindenen Randbedingungen
sowie dem Fundamentallemma der Varitionsrechnung die Euler-Lagrange-Gleichungen.
Aus der anderen Definition
folgen aus
die Euler-Lagrange-Gleichungen dagegen nicht.
PhysikLama
Verfasst am: 05. Feb 2025 14:12
Titel: Antwort
Also ich persönlich habe beides gesehen. Einerseits über die Ableitung und andererseits auch über die andere Definition.
Wieso ist aber
?
Vielleicht hilft mir das, den Sachverhalt besser zu verstehen.
Myon
Verfasst am: 05. Feb 2025 12:13
Titel: Re: Verbesserte Formulierung
PhysikLama hat Folgendes geschrieben:
Gemäß der Definition, die ich recherchiert habe gilt
,
wobei
eine Störfunktion ist und
eine Art Regulator mit dem die Stärke der Störfunktion reguliert werden kann.
Eine solche Definition wäre meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Auch die Notation finde ich nicht ganz klar. Ist hier vielleicht eher gemeint, dass S ein Funktional von y sein soll, z.B.
wobei f eine reellwertige Funktion und y eine Funktion
ist? Eine Variation von S wäre dann
Oder man versteht darunter die Ableitung
Man korrigiere mich bitte, wenn auch das nicht korrekt ist.
TomS
Verfasst am: 04. Feb 2025 21:38
Titel:
Ok, dann einfacher.
Sagt dir die Ableitung einer Funktion, die Bedingung für ein Extremum und die Taylor-Entwicklung bis erste Ordnung etwas?
PhysikLama
Verfasst am: 04. Feb 2025 20:53
Titel: Antwort
Sorry Tom,
aber leider verstehe ich deine Antwort nicht so ganz. Bin auch nicht an einer Universität oder ähnlichem, meinst du du könntest es genauer oder anders erklären. Vielleicht liegt das Problem auch darin, dass ich nicht ganz die Operation des Variierens eines Funktionales verstehe. Was bedeutet es jetzt Konkret, nicht in einer Gleichung oder Formel ausgedrückt, wenn ich ein Funktional variiere?
PhysikLama
Verfasst am: 04. Feb 2025 20:18
Titel: Verbesserte Formulierung
PS(2): Da meine Formulierung so dermaßen grauenvoll gewesen ist hier eine sprachlich verbesserte Version:
ich habe mich letztens mit der Variationsrechnung und dem Prinzip der minimalen Wirkung auseinander gesetzt.
Meine Frage wäre wieso für ein Funktional
, dessen Variation
, wenn wir sie gleich Null setzen, also
, dann das Funktional (hier die Wirkung) dadurch minimiert wird.
Gemäß der Definition, die ich recherchiert habe gilt
,
wobei
eine Störfunktion ist und
eine Art Regulator mit dem die Stärke der Störfunktion reguliert werden kann. Für
existiert diese Störfunktion nicht mehr.
Meine Idee
Ich persönlich glaube, dass ich mit der Definition etwas durcheinander gekommen bin. Allgemein verstehe ich die Operation des Variierens eines Funktionals nicht so ganz.
TomS
Verfasst am: 04. Feb 2025 20:17
Titel:
Was ist der Regulator alpha?
Doch, das Verschwinden der Variation des Funktionals entspricht letztlich der Extremalbedingung für eine Funktion.
Man kann sich das im Übrigen algebraisch klarmachen, wenn man spezielle Funktionen f und darüber zu minimierende Funktionale S[f] betrachtet, nämlich
Dann führt die Variation von S, d.h. die Funktionalableitung nach f(t) auf die entsprechenden gewöhnlichen partiellen Ableitungen nach den Koeffizienten f_n. Letztlich entspricht das einer Taylor-Entwicklung erster Ordnung.
PhysikLama
Verfasst am: 04. Feb 2025 19:25
Titel: Variationsrechnung, Prinzip der minimalen Wirkung
Meine Frage:
Servus,
ich habe mich letztens mit der Variationsrechnung und dem Prinzip der minimalen Wirkung auseinander gesetzt.
Ich habe mich gefragt wieso die Wirkung wenn wir S variieren und diese Variation gleich Null setzen, das dass Minimum von S darstellt. Oder andersrum wieso das Minimum von S durch
definiert ist.
Denn gemäß folgender Definition über eine Störfunktion eta macht das für mich keinen Sinn:
Meine Ideen:
Ich persönlich habe anfangs gedacht, das Variieren mit dem Operator delta als Pendant zum Ableiten gesehen, nur eben für Funktionale anstatt normalen Funktionen, aber anscheinend, gemäß meiner Recherche, bedeutet es ein Funktional zu variieren, kleine Änderungen über die Störfunktion eta und dessen Regulator alpha vorzunehmen. Wieso sollte jetzt aber diese Änderung der Funktion bei dem Minimum gleich Null sein, das verstehe ich nicht.
PS:
Hi,
ich möchte mich für meine grauenhafte Formulierung und Grammatik, in obiger Frage, entschuldigen. Eigentlich war das nur ein Entwurf, den ich dann irgendwie in aller Eile aus Versehen abgeschickt habe.
Danke schonmal an alle die meiner Frage auf den Grund gehen
Zwei Beiträge zusammengefasst, damit es nicht so aussieht, als ob schon jemand antwortet. Steffen