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[quote="TomS"][quote="Aruna_Gast"][quote]In the case of three slits, the calculation produces three terms describing interference between waves travelling through the three possible pairs of slits. [b]There are, however, no “third-order” terms involving waves travelling through all three slits. [/b] While Born’s rule has been central to quantum theory since the 1920s, it has not been tested experimentally with any degree of rigour. Now, Gregor Weihs of the University of Innsbruck in Austria and colleagues at the University of Waterloo in Canada have done a three-slit experiment that shows there is no third-order interference. physicsworld.com/a/quantum-theory-survives-its-latest-ordeal/ [/quote] inwiefern wird das von Born's Regel verlangt? ?([/quote] Ich verstehe nicht, was da genau gemeint ist. Interferenz resultiert aus bilinearen Termen [latex]f(\psi_a^\ast \, \psi_b)[/latex] und es gibt keine dritte Ordnung im Sinne von [latex]f(\psi_a \, \psi_b \, \ldots)[/latex] (wobei mir noch nicht mal klar ist, wie ich die komplexe Konjugation hinkriege) Aber es gibt für drei bzw. n Wege natürlich alle 3 bzw. alle n(n-1)/2 bilineare Terme.[/quote]
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TomS
Verfasst am: 27. Jan 2025 17:26
Titel:
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
In the case of three slits, the calculation produces three terms describing interference between waves travelling through the three possible pairs of slits.
There are, however, no “third-order” terms involving waves travelling through all three slits.
While Born’s rule has been central to quantum theory since the 1920s, it has not been tested experimentally with any degree of rigour. Now, Gregor Weihs of the University of Innsbruck in Austria and colleagues at the University of Waterloo in Canada have done a three-slit experiment that shows there is no third-order interference.
physicsworld.com/a/quantum-theory-survives-its-latest-ordeal/
inwiefern wird das von Born's Regel verlangt?
Ich verstehe nicht, was da genau gemeint ist.
Interferenz resultiert aus bilinearen Termen
und es gibt keine dritte Ordnung im Sinne von
(wobei mir noch nicht mal klar ist, wie ich die komplexe Konjugation hinkriege)
Aber es gibt für drei bzw. n Wege natürlich alle 3 bzw. alle n(n-1)/2 bilineare Terme.
TomS
Verfasst am: 27. Jan 2025 17:06
Titel:
Ich habe noch etwas Probleme mit dieser Formulierung:
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Nach der Kopenhagener Deutung kollabiert die Wellenfunktion bei einer Orts-Messung in ...
Es gibt ja irgendwie nicht
die
Kopenhagener Interpretation sondern eher ein Sammelsurium mehr oder weniger konsistenter oder inkonsistenter Meinungen. Reduziert man es auf den instrumentalistischen Kern im Sinne einer minimalen Interpretation, so beschriebt die Wellenfunktion nicht objektiv das Quantensystem sondern subjektiv unser Wissen über selbiges.
Ich würde daher sagen, im Sinne dieser minimalistischen Interpretation kollabiert nicht die Wellenfunktion, sondern der theoretische Physiker wendet aktiv das Projektionspostulat an.
"The process of measurement is represented by a non-unitary transformation which reduces the state vector to an eigenvector of the measured observable."
(von Neumann)
"A measurement always causes the system to jump into an eigenstate of the dynamical variable that is being measured, the eigenvalue of this eigenstate being equal to the result of the measurement."
(Dirac)
"In the observation of quantum phenomena, the outcome is inseparably linked to the experimental arrangement, and the quantum state must be redefined after measurement."
(Bohr)
TomS
Verfasst am: 27. Jan 2025 16:44
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Wenn man von der Interpretation ausgeht, das Quantenobjekt entspricht (ohne Messung) der Wellenfunktion und die erstreckt sich durch alle drei Spalte, dann würde das Messergebnis an Spalt 1 (ursprüngliches Beispiel), dass sich das Quantenobjekt dort
nicht
befindet, ja das Quantenobjekt auf eine Wellenfunktion kollabieren lassen, die sich immer noch gleichzeitig über die Spalte 2 und 3 erstreckt.
Kann man das gemäß des Projektionspostulats darstellen, also einem Operator mit den Eigenvektoren (Spalt 1) und (Spalt 2 oder Spalt 3), so dass bei einer ausbleibenden Detektion an Spalt 1 der Zustandsvektor auf den Zustand (Spalt 2 oder Spalt 3) projiziert wird, respektive "kollabiert", nur nicht in einen klassischen Zustand?
Das folgende ist mathematisch nicht sauber (man muss wohl
POVMs
verwenden) aber das Prinzip sollte werden:
Bei einer Messung eines Messwertes wird eine Projektion auf den zum Messwert gehörigen Eigenraum durchgeführt.
Für eine nicht-Ortsmessung im Intervall
trägt dieser Bereich nicht mehr bei, d.h. der Projektor auf den verbleibenden Bereich
wäre (vorbehaltlich der Tatsache, dass die einzelnen Projektoren E_x nicht vernünftig definiert sind, da der Ortsoperator zwar ein kontinuierliches Spektrum jedoch keine diskreten Eigenwerte und damit keine Eigenzustände hat)
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 22:05
Titel:
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
In the case of three slits, the calculation produces three terms describing interference between waves travelling through the three possible pairs of slits.
There are, however, no “third-order” terms involving waves travelling through all three slits.
While Born’s rule has been central to quantum theory since the 1920s, it has not been tested experimentally with any degree of rigour. Now, Gregor Weihs of the University of Innsbruck in Austria and colleagues at the University of Waterloo in Canada have done a three-slit experiment that shows there is no third-order interference.
physicsworld.com/a/quantum-theory-survives-its-latest-ordeal/
inwiefern wird das von Born's Regel verlangt?
Ist das äquivalent dazu, dass hier nur Produkte mit zwei Faktoren vorkommen, bzw. jeweils maximal zwei Teilchenorte kombiniert?
jh8979
Verfasst am: 26. Jan 2025 19:08
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
antaris hat Folgendes geschrieben:
Ich muss nochmal nachhaken.
Wenn am 3. Spalt eine Messung des Ortes des Quantenobjekts durchgeführt wird, so interferieren nur noch Spalt 1 und 2, beim 3. Spalt aber nicht mehr...also Bild 3 vom 1. Beitrag?
Die Wellenfunktion kollabiert nicht über alle Spalte?
Ja.
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 18:05
Titel:
Zitat:
In the case of three slits, the calculation produces three terms describing interference between waves travelling through the three possible pairs of slits.
There are, however, no “third-order” terms involving waves travelling through all three slits.
While Born’s rule has been central to quantum theory since the 1920s, it has not been tested experimentally with any degree of rigour. Now, Gregor Weihs of the University of Innsbruck in Austria and colleagues at the University of Waterloo in Canada have done a three-slit experiment that shows there is no third-order interference.
physicsworld.com/a/quantum-theory-survives-its-latest-ordeal/
inwiefern wird das von Born's Regel verlangt?
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 17:38
Titel:
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Die Nebendiagonalelemente
und
deuten dann darauf hin, dass sich das System (nach der Wechselwirkung) nicht in einem Gemisch aus klassischen Zuständen befindet, sondern weiterhin kohärente Zustände bezüglich der Zustände
und
, bzw. einer Superposition der Zweige der Wellgenfunktion bezüglich der Spalte 2 und 3, womit sich das Ergebnis ergibt, wie in dem Bild im Eingangsbeitrag.
Hier in der Matrixdarstellung (weiterhin ohne Normierungsfaktoren):
Vor
der Wechselwirkung. bzw. ohne Messung an Spalt 1:
nach
der Wechselwirkung bzw. mit Messung an Spalt 1:
die Teilmatrix von (2,2) bis (3,3) entspricht der eines kohärenten Zustandes mit zwei möglichen Orten (zwei Spalten) in Superposition (ohne Messung):
antaris
Verfasst am: 26. Jan 2025 16:29
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Über eventuelle teilchen-übergreifende Interferenz habe ich selbst auch noch nicht so wirklich nachgedacht.
Solange die Quelle kohärente Quantenobjekte (egal ob nacheinander oder viele auf einmal) aussendet spielt das keine Rolle.
Darum funktioniert das bei Photonen auch am besten mittels Laser.
antaris
Verfasst am: 26. Jan 2025 16:14
Titel:
Kann das mit einen normalen Laserpointer benutzt werden?
Interferenz-Beugungsgitter-Set
MBastieK
Verfasst am: 26. Jan 2025 16:02
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
antaris hat Folgendes geschrieben:
Richtig aber nach kurzem erneuten nachdenken sollte es egal sein, ob viele auf einmal oder einzelne nacheinander...sorry!
Kein Problem.
Über eventuelle teilchen-übergreifende Interferenz habe ich selbst auch noch nicht so wirklich nachgedacht.
Nette Grüsse
antaris
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:57
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Ja, Sie haben ja die Unterscheidung
hier
in diese Diskussion eingebracht, wenn ich den Thread richtig verstehe.
Nette Grüsse
Richtig aber nach kurzem erneuten nachdenken sollte es egal sein, ob viele auf einmal oder einzelne nacheinander...sorry!
MBastieK
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:48
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
antaris hat Folgendes geschrieben:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
antaris hat Folgendes geschrieben:
Das wäre aber nur der Fall, wenn einzelne Quantenobjekte durch die Spalte geschickt werden...also jeweils aufeinanderfolgend mit genügend großen Zeitintervall dazwischen
Das war meine Ausgangs-Denkweise. Dass eine massenhafte Bestrahlung (d.h. nicht einzelne Teilchen) eventuell einen Unterschied machen könnte, habe ich da nicht bedacht.
Das würde dann aber dem widersprechen, dass es prinzipiell egal ist ob viele Quantenobjekte oder einzelne durch den Spalt geschickt werden. Bei beiden Varianten muss das gleiche Ergebnis erzielt werden.
Ja, Sie haben ja die Unterscheidung
hier
in diese Diskussion eingebracht, wenn ich den Thread richtig verstehe.
Nette Grüsse
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:47
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Dass eine massenhafte Bestrahlung (d.h. nicht einzelne Teilchen) eventuell einen Unterschied machen könnte, habe ich da nicht bedacht.
Macht sie m.E. nicht.
antaris
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:45
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Ich sehe keinen Unterschied zwischen einzelnen Quantenobjekten und vielen Quantenobjekten
Ja das Ergebnis müsste in Summe das gleiche sein.
antaris
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:44
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
antaris hat Folgendes geschrieben:
Das wäre aber nur der Fall, wenn einzelne Quantenobjekte durch die Spalte geschickt werden...also jeweils aufeinanderfolgend mit genügend großen Zeitintervall dazwischen
Das war meine Ausgangs-Denkweise. Dass eine massenhafte Bestrahlung (d.h. nicht einzelne Teilchen) eventuell einen Unterschied machen könnte, habe ich da nicht bedacht.
Nette Grüsse
Das würde dann aber dem widersprechen, dass es prinzipiell egal ist ob viele Quantenobjekte oder einzelne durch den Spalt geschickt werden. Bei beiden Varianten muss das gleiche Ergebnis erzielt werden.
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:40
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
antaris hat Folgendes geschrieben:
Das wäre aber nur der Fall, wenn einzelne Quantenobjekte durch die Spalte geschickt werden...also jeweils aufeinanderfolgend mit genügend großen Zeitintervall dazwischen, z.B. einzelne Elektronen, da die Wahrscheinlichkeit das es durch einen der 3 Spalte geht bei 1/3 liegt? Bei einem Elektronen- oder einem Laserstrahl würde die Wellenfunktion bei allen 3 Spalten kollabieren und damit keine Interferenz an alle Spalte), da einfach viel mehr Detektionen beim 3. Spalt stattfinden?
Ich sehe keinen Unterschied zwischen einzelnen Quantenobjekten und vielen Quantenobjekten
Auch bei einzelnen Elektronen sind diese bei den Spalten - zumindest im mathematischen Formalismus - nicht dergestalt lokalisiert, so dass die entweder durch den einen oder durch den anderen Spalt gehen, oder nur durch einen der drei Spalte.
MBastieK
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:34
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
antaris hat Folgendes geschrieben:
Das wäre aber nur der Fall, wenn einzelne Quantenobjekte durch die Spalte geschickt werden...also jeweils aufeinanderfolgend mit genügend großen Zeitintervall dazwischen
Das war meine Ausgangs-Denkweise. Dass eine massenhafte Bestrahlung (d.h. nicht einzelne Teilchen) eventuell einen Unterschied machen könnte, habe ich da nicht bedacht.
Nette Grüsse
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:34
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
TomS hat Folgendes geschrieben:
antaris hat Folgendes geschrieben:
Wenn am 3. Spalt eine Messung des Ortes des Quantenobjekts durchgeführt wird, so interferieren nur noch Spalt 1 und 2, beim 3. Spalt aber nicht mehr...also Bild 3 vom 1. Beitrag?
Wenn am 3. Spalt eine Messung stattfindet, und wenn das Quantenobjekt dort tatsächlich detektiert wird, findet keine Interferenz mehr statt.
Wenn nur am 3. Spalt eine Messung stattfindet, und wenn das Quantenobjekt dort nicht detektiert wird, bleibt es bei Interferenz von Spalt 1 und 2.
Wenn man von der Interpretation ausgeht, das Quantenobjekt entspricht (ohne Messung) der Wellenfunktion und die erstreckt sich durch alle drei Spalte, dann würde das Messergebnis an Spalt 1 (ursprüngliches Beispiel), dass sich das Quantenobjekt dort
nicht
befindet, ja das Quantenobjekt auf eine Wellenfunktion kollabieren lassen, die sich immer noch gleichzeitig über die Spalte 2 und 3 erstreckt.
Kann man das gemäß des Projektionspostulats darstellen, also einem Operator mit den Eigenvektoren (Spalt 1) und (Spalt 2 oder Spalt 3), so dass bei einer ausbleibenden Detektion an Spalt 1 der Zustandsvektor auf den Zustand (Spalt 2 oder Spalt 3) projiziert wird, respektive "kollabiert", nur nicht in einen klassischen Zustand?
antaris
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:25
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
TomS hat Folgendes geschrieben:
antaris hat Folgendes geschrieben:
Wenn am 3. Spalt eine Messung des Ortes des Quantenobjekts durchgeführt wird, so interferieren nur noch Spalt 1 und 2, beim 3. Spalt aber nicht mehr...also Bild 3 vom 1. Beitrag?
Wenn am 3. Spalt eine Messung stattfindet, und wenn das Quantenobjekt dort tatsächlich detektiert wird, findet keine Interferenz mehr statt.
Wenn nur am 3. Spalt eine Messung stattfindet, und wenn das Quantenobjekt dort nicht detektiert wird, bleibt es bei Interferenz von Spalt 1 und 2.
Das wäre aber nur der Fall, wenn einzelne Quantenobjekte durch die Spalte geschickt werden...also jeweils aufeinanderfolgend mit genügend großen Zeitintervall dazwischen, z.B. einzelne Elektronen, da die Wahrscheinlichkeit das es durch einen der 3 Spalte geht bei 1/3 liegt? Bei einem Elektronen- oder einem Laserstrahl würde die Wellenfunktion bei allen 3 Spalten kollabieren und damit keine Interferenz an alle Spalte), da einfach viel mehr Detektionen beim 3. Spalt stattfinden?
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:13
Titel:
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Sonst hätte ich die Frage nicht gestellt, bzw. Ihre Frage mit einer aus dem Ärmel geschüttelten entsprechenden Berechnung beantwortet....
ich übertrage die Rechnung von hier:
homepage.univie.ac.at/franz.embacher/Quantentheorie/Dekohaerenz/
mal auf Ortsmessung hinter einem von drei Spalten, also einer Superposition von drei möglichen Orten eines Quantenobjekts durch Wechselwirkung mit einem Photon am ersten Spalt:
Das Quantenobjekt befindet sich in einer Superposition zwischen drei verschiedenen Orten (hinter dem Spalt) und auf den ersten Spalt bewegt sich ein Photon zu, bezeichnet durch
Das Photon wird durch die Wechsewirkung mit der Superposition verschränkt.
In Kombination mit dem Quantenobjekt an Spalt 1 hat es dabei seine Richtung gewechselt, weil es von dem Quantenobjekt reflektiert wurde:
Die Dichtematrix nach der Wechselwirkung wäre:
die bezüglich des Photons reduzierte Dichtematrix wäre dann:
Wenn man diese mit den Bedinungen
ausrechnet...
(da mir das in Latex zu aufwendig ist, hab ich das von einer KI machen lassen):
Sollte Folgendes rauskommen:
Die Nebendiagonalelemente
und
deuten dann darauf hin, dass sich das System (nach der Wechselwirkung) nicht in einem Gemisch aus klassischen Zuständen befindet, sondern weiterhin kohärente Zustände bezüglich der Zustände
und
, bzw. einer Superposition der Zweige der Wellgenfunktion bezüglich der Spalte 2 und 3, womit sich das Ergebnis ergibt, wie in dem Bild im Eingangsbeitrag.
@TomS:
kann man das so überschlagen, oder wäre das auch ein triviales Zerrbild wirklicher Dekohärenzprozesse?
TomS
Verfasst am: 26. Jan 2025 15:12
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
antaris hat Folgendes geschrieben:
Wenn am 3. Spalt eine Messung des Ortes des Quantenobjekts durchgeführt wird, so interferieren nur noch Spalt 1 und 2, beim 3. Spalt aber nicht mehr...also Bild 3 vom 1. Beitrag?
Wenn am 3. Spalt eine Messung stattfindet, und wenn das Quantenobjekt dort tatsächlich detektiert wird, findet keine Interferenz mehr statt.
Wenn nur am 3. Spalt eine Messung stattfindet, und wenn das Quantenobjekt dort nicht detektiert wird, bleibt es bei Interferenz von Spalt 1 und 2.
MBastieK
Verfasst am: 26. Jan 2025 14:27
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
antaris hat Folgendes geschrieben:
also Bild 3 vom 1. Beitrag?
Ja. Bild 3, d.h. das unterste Bild in der einen Grafik, ist das, was ich an der Detektorwand erwarte. Mal abgesehen von minimalen oder unwesentlichen Nachbesserungen.
antaris hat Folgendes geschrieben:
Wenn am 3. Spalt eine Messung des Ortes des Quantenobjekts durchgeführt wird
Ja, wenn Sie mit 3. Spalt den linkesten Spalt meinen.
Nette Grüsse
antaris
Verfasst am: 26. Jan 2025 14:16
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
zum Thema:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Hallo!
Wenn man ein Dreifach-Spalt-Experiment (anstatt einem Doppel-Spalt-Experiment) hat mit einem Orts-Mess-Gerät am linken Spalt, bekommt man dann eine Überlagerung von einem ungemessenen Doppel-Spalt-Bild plus 1 Orts-Bild? Wie im untersten Teil in der Grafik?
Nette Grüsse
Im Wesentlichen ja. Man erhält natürlich noch Interferenz am Einzelspalt.
Ich muss nochmal nachhaken.
Wenn am 3. Spalt eine Messung des Ortes des Quantenobjekts durchgeführt wird, so interferieren nur noch Spalt 1 und 2, beim 3. Spalt aber nicht mehr...also Bild 3 vom 1. Beitrag?
Die Wellenfunktion kollabiert nicht über alle Spalte?
TomS
Verfasst am: 26. Jan 2025 13:20
Titel:
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Jeder Punkt an der Wand entsteht ja durch ein Einzel-Teilchen.
Nicht zuletzt aufgrund von Aussagen in diesem Forum würde ich inzwischen sagen:
Wir betrachen die Punkte (besser "Flecken") an der Wand als durch Einzel-Teilchen verursacht, da einigermaßen lolalisiert.
Das Teilchen ist aber nicht mehr zu finden. Genau genommen handelt es sich um einigermaßen lokalisierte Detektorereignisse, für die es - wenn ich z.B. TomS richtig verstanden habe - noch keine gute mathematische Beschreibung gibt.
Das scheint mir auch irgendwie der (oder Teil des) Ansatzes der Thermischen Interpretation zu sein …
Danke.
Unabhängig von der thermischen Interpretation sollten wir – um begriffliche Missverständnisse, Kurzschlüsse, fehlerhafte Analogien etc. zu vermeiden – prinzipiell von
Quantenobjekten
sprechen, sowie von durch diese Quantenobjekte hervorgerufen
lokalisierten Detektorereignisse
, wobei Letztere wiederum
kollektive Phänomene
unter Einbeziehung von Detektor- und Umgebungsreiheitsgraden sind. Darüber hinaus sprechen wir immer von makroskopischen und
daher offenen bzw. nur unvollständig bekannten
Quantensystemen. Auch die Kausalstruktur der SRT verbietet eine vollständige Kenntnis des Zustandes des Quantensystemens.
Viele Darstellungen und Interpretationen der Quantenmechanik betrachten leider nur triviale und daher irrelevante Zerrbilder.
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 12:43
Titel:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
letztendlich sind es ja immernoch Einzel-Teilchen;
Kommt darauf an, was Sie unter "Einzel-Teilchen" verstehen.
Es sind Quantenobjekte, die durch nicht eindeutig lokalisierte Wellenfunktionen beschrieben werden.
Diese Wellenfunktion eines Einzelteilchen erstreckt sich nach meinem Verständnis durch alle drei Spalte.
Nach der Kopenhagener Deutung kollabiert die Wellenfunktion bei einer Orts-Messung in ein lokalisiertes "Teilchen"
Aber eigentlich hat niemand ein Teilchen gesehen. Wir identifizieren die lokalisierten Flecken auf dem Schirm, wo die Quantenobjekte auftreffen, mit den Auswirkungen von lokalisierten Teilchen.
Und eine der Motivationen für die QM war, dass entdeckt wurde, dass z.B.
elektromagnetische Felder Energie nicht in beliebigen Mengen auf Materie übertragen können, sondern nur in bestimmten Quanten.
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
wenn das Teilchen am linken Spalt gemessen wird, existiert es ja nicht mehr an den beiden anderen Spalts (auch nicht als Welle).
ja
Meine Frage geht dahin, was noch "exisitiert" wenn es dort nicht gemessen wird.
Da ihre Vermutung bestätig wurde, offenbar weiterhin eine Wellenfunktion, die sich durch die beiden anderen Spalten erstreckt.
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
bzw. eher an der Wand auch kein Wellen-Überlagerungs-Muster entstehen lassen.
es wird wohl davon ausgegangen, dass die Orts- (oder wich way) Messung am Spalt das Quantenobjekt nicht vernichtet (z.B. Messung eines Elektrons durch Photonenstreuung), sondern nur die Wellenfunktion eben am Ort der Messung lokalisiert (Kopenhagen) bzw. nur die Information seiner momentanen Lokation in die Umgebung übertragen wird (das nun ehr im Sinne der Dekohärenz).
Aber auch wenn das Quantenobjekt direkt hinter dem Spalt lokal gemessen wurde, wird es sich von dort nicht lokalisiert auf einer klassischen Teilchen bahn weiter bewegen, sondern wieder delokalisiert und viele an dem Spalt gemessene Quantenobjekte zeigen daher - wie von jh8979 erwähnt - dann das Interferenzmuster eines Einzelspaltest.
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Jeder Punkt an der Wand entsteht ja durch ein Einzel-Teilchen.
Nicht zuletzt aufgrund von Aussagen in diesem Forum würde ich inzwischen sagen:
Wir betrachen die Punkte (besser "Flecken") an der Wand als durch Einzel-Teilchen verursacht, da einigermaßen lolalisiert.
Das Teilchen ist aber nicht mehr zu finden. Genau genommen handelt es sich um einigermaßen lokalisierte Detektorereignisse, für die es - wenn ich z.B. TomS richtig verstanden habe - noch keine gute mathematische Beschreibung gibt.
Das scheint mir auch irgendwie der (oder Teil des) Ansatzes der Thermischen Interpretation zu sein....
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Da Sie eigentlich firm sind in sowas,
Ich habe ein paar Grundlagen, in einigen Fragen bin ich mir auch recht sicher, aber als allgemein "firm" in der QM im Sinne von "gefestigtes sicheres Wissen" würde ich das nach meinen eigenen Ansprüchen nicht bezeichnen.
Sonst hätte ich die Frage nicht gestellt, bzw. Ihre Frage mit einer aus dem Ärmel geschüttelten entsprechenden Berechnung beantwortet....
MBastieK
Verfasst am: 26. Jan 2025 11:08
Titel:
Aruna_Gast hat Folgendes geschrieben:
Wie begründet man das innerhalb der Vorstellung der bei einer Messung kollabierenden Wellenfunktion bzw. dem Projektionspostulat?
Kollabiert da nur ein Zweig der Wellenfunktion, und die Superposition der Zweige durch die beiden anderen (unbeobachteten) Spalte bleibt intakt?
Ich hoffe ich verstehe Sie da richtig.
Aber letztendlich sind es ja immernoch Einzel-Teilchen; wenn das Teilchen am linken Spalt gemessen wird, existiert es ja nicht mehr an den beiden anderen Spalts (auch nicht als Welle) und kann dann dort bzw. eher an der Wand auch kein Wellen-Überlagerungs-Muster entstehen lassen. Jeder Punkt an der Wand entsteht ja durch ein Einzel-Teilchen. (In meiner Vorstellung nutze ich hier Elektronen, was aber letztendlich irrelevant ist.)
Da Sie eigentlich firm sind in sowas, könnte ich mir aber vorstellen, dass Ihre Frage in eine andere Richtung abzielt.
Nette Grüsse
Aruna_Gast
Verfasst am: 26. Jan 2025 08:25
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
zum Thema:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Hallo!
Wenn man ein Dreifach-Spalt-Experiment (anstatt einem Doppel-Spalt-Experiment) hat mit einem Orts-Mess-Gerät am linken Spalt, bekommt man dann eine Überlagerung von einem ungemessenen Doppel-Spalt-Bild plus 1 Orts-Bild? Wie im untersten Teil in der Grafik?
Nette Grüsse
Im Wesentlichen ja. Man erhält natürlich noch Interferenz am Einzelspalt.
Wie begründet man das innerhalb der Vorstellung der bei einer Messung kollabierenden Wellenfunktion bzw. dem Projektionspostulat?
Kollabiert da nur ein Zweig der Wellenfunktion, und die Superposition der Zweige durch die beiden anderen (unbeobachteten) Spalte bleibt intakt?
jh8979
Verfasst am: 25. Jan 2025 23:18
Titel:
Sissi Franzl hat Folgendes geschrieben:
Die Fragestellung ist trivial, durch den Spalt, in das Ortsmessgerät.
Ich denke das siehst du relativ exklusiv.
Grüße in den Süden.
MBastieK
Verfasst am: 25. Jan 2025 23:13
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Hallo!
Wenn man ein Dreifach-Spalt-Experiment (anstatt einem Doppel-Spalt-Experiment) hat mit einem Orts-Mess-Gerät am linken Spalt, bekommt man dann eine Überlagerung von einem ungemessenen Doppel-Spalt-Bild plus 1 Orts-Bild? Wie im untersten Teil in der Grafik?
Im Wesentlichen ja.
Okay. Danke.
jh8979 hat Folgendes geschrieben:
Man erhält natürlich noch Interferenz am Einzelspalt.
Hmm. Darüber muss ich nachdenken.
Nette Grüsse
Sissi Franzl
Verfasst am: 25. Jan 2025 23:01
Titel:
Zuerstmal möchte ich sagen tolles Board hier, wirklich super.
Die Fragestellung ist trivial, durch den Spalt, in das Ortsmessgerät.
Pfiati!
jh8979
Verfasst am: 25. Jan 2025 22:40
Titel: Re: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
ohmygod hat Folgendes geschrieben:
Ich wurde verbannt, rette sich wer kann Frauen und Admins zuerst!
Faszinierend wie wichtig sich einige Leute hier nehmen.
(Nein, ich habe deinen ersten Beitrag nicht gelöscht und verbannt wurdest du ja offensichtlich auch nicht.)
zum Thema:
MBastieK hat Folgendes geschrieben:
Hallo!
Wenn man ein Dreifach-Spalt-Experiment (anstatt einem Doppel-Spalt-Experiment) hat mit einem Orts-Mess-Gerät am linken Spalt, bekommt man dann eine Überlagerung von einem ungemessenen Doppel-Spalt-Bild plus 1 Orts-Bild? Wie im untersten Teil in der Grafik?
Nette Grüsse
Im Wesentlichen ja. Man erhält natürlich noch Interferenz am Einzelspalt.
ohmygod
Verfasst am: 25. Jan 2025 22:17
Titel:
Ich wurde verbannt, rette sich wer kann Frauen und Admins zuerst!
MBastieK
Verfasst am: 25. Jan 2025 18:37
Titel: Dreifach-Spalt-Experiment mit linker Messung
Hallo!
Wenn man ein Dreifach-Spalt-Experiment (anstatt einem Doppel-Spalt-Experiment) hat mit einem Orts-Mess-Gerät am linken Spalt, bekommt man dann eine Überlagerung von einem ungemessenen Doppel-Spalt-Bild plus 1 Orts-Bild? Wie im untersten Teil in der Grafik?
Nette Grüsse