Startseite
Forum
Fragen
Suchen
Formeleditor
Über Uns
Registrieren
Login
FAQ
Suchen
Foren-Übersicht
->
Elektrik
Antwort schreiben
Benutzername
(du bist
nicht
eingeloggt!)
Titel
Nachrichtentext
Smilies
Weitere Smilies ansehen
Schriftfarbe:
Standard
Dunkelrot
Rot
Orange
Braun
Gelb
Grün
Oliv
Cyan
Blau
Dunkelblau
Indigo
Violett
Weiß
Schwarz
Schriftgröße:
Schriftgröße
Winzig
Klein
Normal
Groß
Riesig
Tags schließen
Schreibt eure Formeln hier im Board am besten mit Latex!
So gehts:
Latex-Kurzbeschreibung
|
Formeleditor
[quote="mat123"][b]Meine Frage:[/b] Ich will verstehen, wie eine Solarzelle funktioniert. Ich habe zahlreiche Quellen im Internet durchgearbeitet und bleibe immer am selben Punkt hängen. Was ich verstehe: 1) im unbelichteten Zustand entsteht eine Spannung am p-n-Übergang. 2) einfallendes Sonnenlicht löst ein Silizium Elektron aus dem Gitter ("Valenzband") 3) das nun frei bewegliche Elektron wird in Richtung der n-Schicht (Plus) gezogen um dann außerhalb der Solarzelle wieder zurückzufließen (Nutzstrom) Aber: für mich hört sich Punkt 3) wie die Beschreibung eines Perpetuum mobiles an. Wenn der Pluspol der n-Schicht Elektronen anzieht, warum sollten diese dann außerhalb der Solarzelle wieder freiwillig zurückfließen und dabei auch noch einen Verbraucher antreiben? [b]Meine Ideen:[/b] Ich versuche den Prozess über eine Energiebilanz zu verstehen: 1) Photon gibt Energie ab, um ein Elektron herauszulösen (Differenz zwischen Leitungsband und Valenzband) 2) Das entstandene Loch wird wieder mit einem Elektron gestopft, dabei wird Energie frei (die selbe Energie: Differenz zwischen Leitungsband und Valenzband). Diese Energie wird aber INNERHALB der Solarzelle frei. Ich dachte, dass die zusätzliche Energie, die außerhalb der Solarzelle frei wird, dann eben in einer zusätzlichen Energie des freigeschossenen Elektrons stecken muss, d.h. in Form von Bewegungsenergie, die vielleicht dazu führt, um über den Pluspol der N-Schicht hinauszuschießen und dahinter einen neuen Minuspol zu bilden. Allerdings scheint das dem zu widersprechen, was man im Internet liest. Dort liest man, dass eine Bewegungsenergie der freigeschossenen Elektronen unerwünscht ist, weil diese nur zur Erhitzung der Solarzelle beiträgt. Kann es sein, dass man zumindest ein kleines bisschen Bewegungsenergie braucht, damit die Solarzelle funktioniert und Bewegungsenergie nur dann zur Erwärmung führt, wenn sie höher liegt?[/quote]
Optionen
HTML ist
aus
BBCode
ist
an
Smilies sind
an
BBCode in diesem Beitrag deaktivieren
Smilies in diesem Beitrag deaktivieren
Spamschutz
Text aus Bild eingeben
Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu:
Forum auswählen
Themenbereiche
----------------
Mechanik
Elektrik
Quantenphysik
Astronomie
Wärmelehre
Optik
Sonstiges
FAQ
Sonstiges
----------------
Off-Topic
Ankündigungen
Thema-Überblick
Autor
Nachricht
ML
Verfasst am: 25. Jan 2025 16:22
Titel: Re: Erklärung Solarzelle
Hallo,
mat123 hat Folgendes geschrieben:
Ich will verstehen, wie eine Solarzelle funktioniert. Ich habe zahlreiche Quellen im Internet durchgearbeitet und bleibe immer am selben Punkt hängen.
Was ich verstehe:
1) im unbelichteten Zustand entsteht eine Spannung am p-n-Übergang.
2) einfallendes Sonnenlicht löst ein Silizium Elektron aus dem Gitter ("Valenzband")
3) das nun frei bewegliche Elektron wird in Richtung der n-Schicht (Plus) gezogen um dann außerhalb der Solarzelle wieder zurückzufließen (Nutzstrom)
Das Licht erzeugt mithilfe eines Photons am pn-Übergang ein Elektron-Loch-Paar. Das Elektron wird dadurch auf ein energetisch hohes Niveau gehoben und fließt vom n-Halbleiter ausgehend über den Verbraucher zum p-Halbleiter zurück.
Ob dabei Energie aufgenommen oder abgegeben wird, hängt ein wenig davon ab, wie Du die Solarzelle betreibst.
Als Solarzelle betrieben wird das Bauteil im iv. Quadranten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Photodiode#/media/Datei:Kennlinie_Photodiode_1.png
Wenn man, wie üblich, U und I im Verbraucherzählpfeilsystem einzeichnet, so dass die Pfeile von U und I über dem Bauteil in die gleiche Richtung zeigen, dann ist U >0 und I<0 Das Produkt U*I ist die verbrauchte Leistung. Da diese rechnerisch negativ ist, wird Leistung erzeugt (=ins elektrische Netzwerk eingebracht) .
Als Photodiode betrieben würde die Solarzelle im iii. Quadranten (oder bei U=0). Dazu muss elektrische Energie aufgewendet werden (bzw. bei U=0 gerade so nicht).
Viele Grüße
Michael
TechnikFan
Verfasst am: 25. Jan 2025 15:06
Titel:
Entscheidend ist das elektrische Feld in dem Bereich des PN-Übergangs, wo Löcher und Elektronen rekombinieren. Das sorgt für ungleiche Ladungsverteilungen.
Wenn man mal von physikalisch unpräzisen Formulierungen absieht ("Sand als zweithäufigstes Element der Erde" ?!) wird die Funktionsweise der Solarzelle hier recht gut beschrieben und visualisiert:
https://www.youtube.com/watch?v=oTzCTbWbwNY
ron4
Verfasst am: 24. Jan 2025 11:16
Titel:
Der Prozess, den du beschreibst, ist im Grunde korrekt. Wenn Sonnenlicht auf die Solarzelle trifft, wird ein Elektron aus dem Valenzband gelöst und landet im Leitungsband, wo es frei beweglich wird. Das elektrische Feld am p-n-Übergang sorgt dafür, dass das Elektron in Richtung der n-Schicht gezogen wird.
Jetzt zu deiner Frage, warum das Elektron dann „zurückfließt“ und einen Verbraucher antreibt: Es passiert nicht einfach aus dem Nichts
.
Die Elektronen bekommen ihre Energie durch die Sonnenstrahlen, und diese Energie sorgt dafür, dass die Elektronen „in Bewegung“ gesetzt werden. Sie fließen durch den Stromkreis, durch den Verbraucher (z. B. eine Lampe oder ein Gerät) und geben dort ihre Energie ab – was den Strom erzeugt.
Die Bewegungsenergie der Elektronen ist tatsächlich wichtig, aber du hast recht, dass es nicht wie bei einem Perpetuum mobile funktioniert. Wenn die Elektronen zu viel Bewegungsenergie hätten, würde sie in Form von Wärme verloren gehen, und das wäre nicht gut für die Effizienz der Zelle. Die Solarzelle ist so gebaut, dass die Elektronen ihre Energie auf dem Weg durch den externen Stromkreis abgeben und dabei keine unnötige Wärme erzeugen.
Kurz gesagt, die Bewegungsenergie wird genau da genutzt, wo sie gebraucht wird – im Verbraucher. Und ja, ein bisschen Bewegungsenergie ist nötig, um die Elektronen in Gang zu bringen, aber die Zelle sorgt dafür, dass das in einem kontrollierten Rahmen passiert, ohne unnötige Wärme zu erzeugen.
Steffen Bühler
Verfasst am: 23. Jan 2025 16:23
Titel:
Zur Energiebilanz kann ich nicht viel beitragen, aber wenn durch jedes auftreffende Photon ein Elektron gelöst wird, sich bewegt und damit alle benachbarten Elektronen "anschiebt", ist das für mich ein erklärbarer Fotostrom.
mat123
Verfasst am: 22. Jan 2025 10:50
Titel:
Steffen Bühler hat Folgendes geschrieben:
Willkommen im Physikerboard!
mat123 hat Folgendes geschrieben:
Wenn der Pluspol der n-Schicht Elektronen anzieht, warum sollten diese dann außerhalb der Solarzelle wieder freiwillig zurückfließen und dabei auch noch einen Verbraucher antreiben?
Du kannst Dir das stark vereinfach so vorstellen, dass die ganzen "zusammenhängenden" Elektronen in der Verbraucherleitung von denen innerhalb der Fotozelle "angeschoben" werden, sobald diese sich bewegen. Da holt also nichts Anlauf und schießt dann aus der Kathode raus, sondern es ist eine Art "Ringelreihe".
Viele Grüße
Steffen
Danke für die Antwort, Steffen! Leider verstehe ich dieses "Ringelreihen" noch immer nicht. Wo kommt die Energie für dieses Ringelreihen her?
Die Spannung am p-n-Übergang kann nicht die treibende Kraft sein. Wenn das der Fall wäre, dann wäre das Ringelreihen wie ein Kinderkarusell mit negativ geladenen Pferden, das im Sinne eines Perpetuum mobiles von einem stationären elektrischen Feld bewegt wird.
Die Energie muss irgendwie von dem Photon kommen. Dummerweise liest man aber immer wieder dass die Energie des Photons NUR dazu verwendet wird, das Elektron anzuregen und ein Elektron-Loch-Paar zu erzeugen. Diese Energie müsste aber am Ende bei der Rekombinierung von Elektron und Loch wieder frei werden, oder? Dann aber stimmt die Energiebilanz nicht!
Steffen Bühler
Verfasst am: 20. Jan 2025 13:23
Titel: Re: Erklärung Solarzelle
Willkommen im Physikerboard!
mat123 hat Folgendes geschrieben:
Wenn der Pluspol der n-Schicht Elektronen anzieht, warum sollten diese dann außerhalb der Solarzelle wieder freiwillig zurückfließen und dabei auch noch einen Verbraucher antreiben?
Du kannst Dir das stark vereinfach so vorstellen, dass die ganzen "zusammenhängenden" Elektronen in der Verbraucherleitung von denen innerhalb der Fotozelle "angeschoben" werden, sobald diese sich bewegen. Da holt also nichts Anlauf und schießt dann aus der Kathode raus, sondern es ist eine Art "Ringelreihe".
Viele Grüße
Steffen
mat123
Verfasst am: 16. Jan 2025 11:32
Titel: Erklärung Solarzelle
Meine Frage:
Ich will verstehen, wie eine Solarzelle funktioniert. Ich habe zahlreiche Quellen im Internet durchgearbeitet und bleibe immer am selben Punkt hängen.
Was ich verstehe:
1) im unbelichteten Zustand entsteht eine Spannung am p-n-Übergang.
2) einfallendes Sonnenlicht löst ein Silizium Elektron aus dem Gitter ("Valenzband")
3) das nun frei bewegliche Elektron wird in Richtung der n-Schicht (Plus) gezogen um dann außerhalb der Solarzelle wieder zurückzufließen (Nutzstrom)
Aber: für mich hört sich Punkt 3) wie die Beschreibung eines Perpetuum mobiles an. Wenn der Pluspol der n-Schicht Elektronen anzieht, warum sollten diese dann außerhalb der Solarzelle wieder freiwillig zurückfließen und dabei auch noch einen Verbraucher antreiben?
Meine Ideen:
Ich versuche den Prozess über eine Energiebilanz zu verstehen:
1) Photon gibt Energie ab, um ein Elektron herauszulösen (Differenz zwischen Leitungsband und Valenzband)
2) Das entstandene Loch wird wieder mit einem Elektron gestopft, dabei wird Energie frei (die selbe Energie: Differenz zwischen Leitungsband und Valenzband). Diese Energie wird aber INNERHALB der Solarzelle frei.
Ich dachte, dass die zusätzliche Energie, die außerhalb der Solarzelle frei wird, dann eben in einer zusätzlichen Energie des freigeschossenen Elektrons stecken muss, d.h. in Form von Bewegungsenergie, die vielleicht dazu führt, um über den Pluspol der N-Schicht hinauszuschießen und dahinter einen neuen Minuspol zu bilden.
Allerdings scheint das dem zu widersprechen, was man im Internet liest. Dort liest man, dass eine Bewegungsenergie der freigeschossenen Elektronen unerwünscht ist, weil diese nur zur Erhitzung der Solarzelle beiträgt.
Kann es sein, dass man zumindest ein kleines bisschen Bewegungsenergie braucht, damit die Solarzelle funktioniert und Bewegungsenergie nur dann zur Erwärmung führt, wenn sie höher liegt?